Börse Düsseldorf: Elektronisches Handelssystem Quotrix erweitert Handelszeiten bis 23:00 Uhr
Düsseldorf, 14. Januar 2026 – Das elektronische Handelssystem der Börse Düsseldorf Quotrix erweitert erneut seine Handelszeiten: Ab dem 01. Februar 2026 kann börsentäglich nun von 7:30 bis 23:00 Uhr gehandelt werden. Bisher ist der Handel von 07:30 bis 22:00 Uhr möglich.
Mit dem zunehmend internationalen Handel in verschiedenen Zeitzonen kommt die Börse Düsseldorf damit dem Wunsch der Handelsteilnehmer und Anleger nach mehr zeitlicher Flexibilität nach.
Quotrix startete 2001 als erste Market-Maker-Börse in Deutschland und verzichtet auf börsliche Kosten wie Transaktionsentgelt oder Maklercourtage. Das Handelsuniversum von mehr als 8.250 Aktien, 17.500 Anleihen, 2.550 Fonds sowie 3.400 ETPs umfasst praktisch alle relevanten in- und ausländischen Titel. Darin sind auch viele Fremdwährungsanleihen und die Möglichkeit zum Handel auf Kryptowährungen enthalten.
Weitere Informationen unter: https://www.quotrix.de/

BÖAG Börsen AG: 2025 erneut Rekordergebnis – Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover weiter auf Erfolgskurs
- Börse Düsseldorf steigert Listings und erreicht Umsatzhoch bei Quotrix
- Börse Hamburg weiter auf Wachstumskurs
- Börse Hannover erfolgreich mit European Investor Exchange
- Fondsbörse Deutschland erweitert Anlageuniversum
Düsseldorf/Hamburg/Hannover, 30. Dezember 2025 – Die BÖAG Börsen AG – Trägergesellschaft der Skontroführerbörsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover sowie der elektronischen Handelssysteme LS Exchange, Quotrix und European Investor Exchange – erreichen 2025 erneut ein Rekordergebnis. Die BÖAG-Handelsplätze konnten ihre Umsätze des Vorjahres (146 Mrd. Euro) mit einem Handelsvolumen von rund 318 Milliarden Euro nochmals verdoppeln. Gleichzeitig konnte mit über 110 Millionen ausgeführten Transaktionen (Vorjahr 57,1 Mio.) die Marke von 100 Millionen Trades durchbrochen werden.
„Das Börsenjahr 2025 glich einer Achterbahnfahrt: Höchststände und Einbrüche lagen direkt beieinander. Nach wie vor bestimmten politische Entwicklungen stark die Finanzmärkte. Mit der zweiten Amtszeit Donald Trumps, seinem erratischen Entscheidungsstil und einem durch Zölle und Sanktionen ausgelösten Handelskonflikt kam massive Unsicherheit in die Märkte, die für hohe Volatilität sorgte und selbst den beliebten internationalen Aktienindex MSCI World temporär einbrechen ließ. Gold als wertstabiler Inflationsschutz erreichte neue Höchststände und auch der Bitcoin war vielfach als Anlagealternative gefragt. Angesichts der weiterhin angespannten weltpolitischen Lage gewannen Aktien im Bereich Verteidigung neben den nach wie vor gehypten Technologieaktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz deutlich an Beliebtheit. Doch auch Zweifel an der hohen Bewertung vieler Tech-Unternehmen machten sich zunehmend breit, zumal die gegenseitigen Abhängigkeiten Risiken bergen. Für Anlegerinnen und Anleger galt es, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen, aber umso mehr Ruhe zu bewahren und sich diversifiziert aufzustellen,“ erläutert Sven Marxsen, Vorstandsmitglied der BÖAG Börsen AG.
Börse Düsseldorf: Wachstum bei Listings | Quotrix mit neuem Marktteilnehmer
Stabil zeigen sich die Gesamtumsätze 2025 an der Börse Düsseldorf, wobei der Aktienhandel erneut zulegen konnte. Der Handel mit Anleihen hat sich nach seinem Zwischenhoch im Jahr 2023 wieder reduziert. Größte Assetklasse in Düsseldorf bleibt das Geschäft mit Exchange Traded Products (ETPs), auch wenn dieser Marktanteil hart umkämpft bleibt. Die elektronische Börse Quotrix verzeichnet die höchsten Umsätze seit 2020, insbesondere getragen aus Wachstum in den Bereichen Aktien und ETPs. Mit dem Anschluss der Consorsbank im Herbst erweiterte sich der Kreis der Marktteilnehmer nochmal um einen bei Privatanlegern beliebten Online-Broker.
Unverändert bietet die Börse Düsseldorf die größte Auswahl börsengehandelter Krypto-Produkte. Inzwischen sind 160 Papiere gelistet, mit denen sich aus jedem klassischen Wertpapierdepot fast 50 einzelne Kryptowährungen sowie gemischte Körbe handeln lassen.
Im allgemeinen Freiverkehr der Düsseldorfer Börse ist bei den Erstlisting-Aktivitäten ein neuer Rekord zu vermelden: Insgesamt 81 (Vorjahr: 65) Aktiengesellschaften, Anleihepapiere und Zertifikate haben hier 2025 ihre Notierung aufgenommen (14 Listings im Aktienbereich). Der Düsseldorfer Primärmarkt zählt zum Jahresende 28 Unternehmen (Vorjahr: 26). Er ist das Qualitätssegment für Aktien im allgemeinen Freiverkehr und bietet ein aufmerksamkeitsstarkes Börsenlisting, das immer von einem qualifizierten Kapitalmarktpartner begleitet wird.
„Die Diskussionen um die Attraktivität des deutschen Kapitalmarkts wurde dieses Jahr zeitweise lautstark geführt, bis hin zum Ruf nach einer zentralen Europabörse. Gegen diesen Trend verzeichnen wir hier mehr Anfragen und Listings denn je“, resümiert Dr. Rolf Deml, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.
Börse Hamburg: Deutliches Wachstum im Handel
Auch im Jahr 2025 konnte das elektronische Handelssystem LS Exchange der Börse Hamburg (LSX) seine Handelsumsätze und Trades des Vorjahres noch einmal deutlich steigern. Besonders umsatzstark waren weiterhin die Aktien aus den Bereichen Technology, Künstliche Intelligenz (KI) sowie Rüstungsgüter mit den Unternehmen NVIDIA, Rheinmetall, Tesla, D-Wave Quantum, Renk Group und Amazon. Die am meisten gehandelte deutsche Aktie an der LSX war erneut Rheinmetall.
Auch im Aktien-, Anleihen- und Fondshandel legte die Börse Hamburg im Jahr 2025 wieder zu. Umsatzspitzenreiter im Fondshandel war der Stuttgarter-Aktien-Fonds, gefolgt vom grundbesitz europa. Im ETF-Handel belegten auch in diesem Jahr Produkte auf führende Aktienindizes wie MSCI World, DAX und S&P500 die vorderen Plätze beim Umsatz. Mit rund 4.500 Investmentfonds/ETFs, die börsentäglich ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Marktpreisen gehandelt werden können, gehört die Börse Hamburg unverändert zu den führenden Handelsplätzen in diesem Segment.
Der von der Börse Hamburg und der Hamburger Sparkasse initiierte Regionalindex HASPAX konnte im Jahr 2025 wieder an Fahrt gewinnen und rund 12,6 Prozent zulegen. Die nach Kursentwicklung stärksten HASPAX-Unternehmen des Jahres 2025 stammen aus den Branchen Anlagenbau, Energie und Technologie, wobei die Friedrich Vorwerk Group SE mit rund +195,05 Prozent klarer Spitzenreiter ist. Seit seiner Auflage im Jahr 1996 hat der HASPAX eine Performance von +471,5 Prozent erzielt.
| HASPAX – TOP 5 | Kursentwicklung 2025 (Stand 12:00 Uhr) |
| Friedrich Vorwerk Group SE* | + 195,05 % |
| Basler AG | + 159,17 % |
| Nordex SE** | + 156,13 % |
| Aurubis AG** | + 60,70 % |
| EUROKAI GmbH & Co. KGaA | + 51,54 % |
Börse Hannover: Erfolgreiches 1. Jahr der European Investor Exchange – Global Challenges Index-Fonds wieder unter den besten nachhaltigen Fonds
Index-Fonds wieder unter den besten nachhaltigen Fonds
Ein Jahr nach Lancierung der European Investor Exchange zieht die Börse Hannover eine sehr positive Bilanz: „Mit stetig wachsenden Nutzerzahlen hat sich unser neuer Handelsplatz bestens im Markt positioniert. Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung und darauf, die European Investor Exchange weiter auszugestalten“, sagt Hendrik Janssen, Geschäftsführer der Börse Hannover und Vorstandsmitglied der BÖAG Börsen AG. Die elektronische Handelsplattform der Börse Hannover in Kooperation mit Scalable Capital ist speziell auf die Bedürfnisse von Privatanlegern aus dem europäischen Raum ausgerichtet, mit dem Ziel, dem Anlegerpublikum einen fairen und effizienten Wertpapierhandel sowie den Zugang zu transparenten Märkten zu ermöglichen. Auch im Bereich der Indizes entwickelte sich die Börse Hannover positiv:
Der auf nachhaltige Aktien spezialisierte Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover konnte seine Performance im Jahr 2025 mit 4.162 Punkten rund 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Auch die Schwesterindizes GCX Paris Aligned (GCX PA +3,5 Prozent) und Global Ethical Values Index (GEVX +4 Prozent) gewannen hinzu. In den letzten 18 Jahren seit seiner Auflegung 2007 konnte der GCX insgesamt rund 316 Prozent Performance erzielen. Drei Lizenznehmer bieten aktuell Fondsprodukte auf Basis des GCX an und ermöglichen damit auch Privatanlegern, in die 50 nachhaltigen Unternehmen zu investieren. Auch 2025 wurden wieder mehrere dieser GCX-Investmentfonds von FNG und der Stiftung Warentest für ihre strenge Nachhaltigkeit besonders ausgezeichnet.
| GCX – TOP 5 | Kursentwicklung 2025 (Stand 12:00 Uhr) |
| Nordex SE** | + 156,13 % |
| Solaria Energia Y Medio Ambi. | + 125,00 % |
| Intel Corp. | + 61,52% |
| Aurubis AG ** | + 60,70 % |
| Ormat Technologies Inc. | + 47,10 % |
Der regional ausgerichtete Aktienindex NISAX der Börse Hannover, der die wichtigsten börsennotierten Unternehmen in Niedersachsen widerspiegelt, konnte sich 2025 rund 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Insgesamt legte er seit seiner Auflage im Jahr 2002 bis heute um 781 Prozent auf 8.811 Punkte zu und übertrifft damit Vergleichsindizes wie den DAX40 oder den EuroStoxx50. Wie im letzten Jahr erzielte der Pipeline- und Anlagenbauer im Energiebereich Friedrich Vorwerk Group SE 2025 auch im NISAX die beste Performance unter den niedersächsischen Unternehmen.
| NISAX – TOP 5 | Kursentwicklung 2025 (Stand 12:00 Uhr) |
| Friedrich Vorwerk Group SE* | + 195,05 % |
| Salzgitter AG | + 149,60 % |
| Talanx AG | + 38,62 % |
| H&R GmbH & Co. KGaA | + 31,90 % |
| Viscom SE | + 27,10 % |
Fondsbörse Deutschland stellt Weichen für die strategische Weiterentwicklung
Im Jahr 2025 konnte die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG Ihre Stellung als unangefochtener Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds weiter festigen. Über die Zweitmarkt-Plattform der Fondsbörse Deutschland wurden über 5.500 Transaktionen abgewickelt. Es entstand ein Nominalumsatz von rund 200 Millionen.
Bei den gehandelten Assetklassen dominierten wie gewohnt Immobilienfonds, die mit einer Umsatzsteigerung von über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Handelsanteil von rund 74 Prozent das Geschäft noch deutlicher prägten als bereits im Vorjahr.
Der Sekundärmarkt für institutionelle Spezialfonds nahm zunehmend an Fahrt auf, was sich in einer Vielzahl von erhaltenen Mandaten bemerkbar machte.
Ganz neu entstand eine eigenständige Plattform, die sich auf die digitale Zeichnung und Abwicklung von depotfähigen Private Markets Produkten im Primärmarkt konzentriert. PMX richtet sich gezielt an Asset Manager, Emittenten, Vermögensverwalter und Vertriebe und adressiert deren regulatorische, technische und operative Anforderungen.
Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Beteiligungsmakler AG: „Private Markets gewinnen zunehmend Bedeutung für die private Kapitalanlage. Bislang fehlte es hier an einer belastbaren Infrastruktur für die Zeichnung und Abwicklung im Primärmarkt. Mit PMX schaffen wir diese Grundlage und ermöglichen es, Private Markets Produkte effizient und rechtssicher in den Vertrieb zu bringen. Unsere neue, erweiterte Ausrichtung mit dem Zweitmarkt der Fondsbörse und dem Primärmarkt der PMX ist Kern unserer strategischen Weiterentwicklung.“
Börse Düsseldorf: Börsen-Unwort 2023 ist „Ultradiversifikation“
- Mit „Ultradiversifikation“ wird die wichtige Risikostreuung auf die Spitze getrieben
- „Aktienrente“ landet knapp dahinter und „Soft Landing“ komplettiert das Podium
- Umfrage im 23. Jahr bei Börsen/Market Makern/Gremien sowie Online-Voting
Düsseldorf, 15. Januar 2024 – „Ultradiversifikation“ wurde zum Börsen-Unwort für das Jahr 2023 gewählt. Zum 23. Mal ermittelte die Börse Düsseldorf per Umfrageaktion das Unwort der Branche für das abgelaufene Jahr. Nur knapp dahinter landete der Begriff „Aktienrente“, gefolgt von „Soft Landing“ sowie „Banken-Beben“ und „Kleinanlegerstrategie“. Über die fünf Kandidaten der Vorauswahl konnten Mitarbeitende der Börsen, Market Maker und Gremien abstimmen. Das parallele Online-Voting gab den Ausschlag beim knappen Endergebnis.
Beim Investieren an der Börse ist Diversifikation eine wichtige Voraussetzung, um Rendite und Risiko in Balance zu bringen. Davon zeugen viele Börsenweisheiten, wie: „Nicht alle Eier in einen Korb legen“ oder „Breit gestreut – nie bereut!“ Weil die Streuung also für den langfristigen Erfolg an der Börse wichtig ist, rückt das Thema gern beim Vertrieb von Finanzprodukten in den Fokus und so wurde im letzten Jahr prominent die „Ultradiversifikation“ ausgerufen. Doch über vielfach propagierte „World“- oder „All Countries“-ETFs gibt es bereits einfache und kostengünstige Wege, sich mit nur einem Produkt und einem breiten Länder- und Branchen-Mix an der Marktentwicklung von hunderten bis tausenden Aktien zu beteiligen. Neue, besonders ausgefeilte Multifaktor-Ansätze versprechen jetzt eine noch komplexere Streuung, die aber auch mit erhöhten Kosten verbunden ist. „Eine solche extreme Optimierung ist vielleicht ein gesellschaftlicher Trend, aber ob sich damit wirklich Überperformance erzielen lässt, wird man erst in vielen Jahren nachweisen können“, erklärt Dr. Rolf Deml, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf. „Die Wahl zum Börsen-Unwort zeigt, dass blumige Marketingversprechen kritisch gesehen werden. Die Zahl der direkten oder indirekten Aktienbesitzer in Deutschland war zuletzt rückläufig und die deutsche Aktienkultur bleibt wenig ausgeprägt. Langfristig erfolgreiches Investieren darf nicht als Raketenwissenschaft daherkommen“, so Deml weiter.
Das zweitplatzierte Börsen-Unwort „Aktienrente“ war der Favorit vieler Branchenexperten und greift die politische Diskussion um das zu Jahresbeginn angekündigte und später wegen des Haushaltsdefizits zunächst verschobene „Generationenkapital“ auf. Beim drittplatzierten „Soft Landing“ ging es um die Leitzinspolitik der Notenbanken beim Kampf gegen die hohe Inflation.
Seit 2001 ermittelt das Team der Börse Düsseldorf ein Börsen-Unwort im jährlichen Rückblick. Die Wahl erfolgt in Anlehnung an die 1991 ins Leben gerufene sprachkritische Aktion des Germanisten Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser. Die bisherigen Börsen-Unwörter lauten: „Zufallsgewinne“ (2022) „Taschengeld-Trader“ (2021) „Corona-Gewinner“ (2020) „Finanztransaktionssteuer“ (2019), „America First“ (2018), „Bitcoin Boom“ (2017), „Anlagenotstand“ (2016), „Zinswende“ (2015), „Guthabengebühr“ (2014), „Billiges Geld“ (2013), „Freiwilliger Schuldenschnitt“ (2012), „Euro-Gipfel“ (2011), „Euro-Rettungsschirm“ (2010), „Bad Bank“ (2009), „Leerverkauf“ (2008), „Subprime“ (2007), „Börsen-Guru“ (2006), „Heuschrecken“ (2005), „Seitwärtsbewegung“ (2004), „Bester Preis“ (2003), „Enronitis“ (2002) und „Gewinnwarnung“ (2001).

Ergänzung: 📺 Interview mit Dr. Gerd Kommer bei extraETF im Januar 2025
BÖAG Börsen AG: Erneut erfolgreiches Jahr der Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover
- Börse Düsseldorf und Quotrix mit Anleihe-Hoch – Primärmarkt mit Listing-Rekord
- Börse Hamburg weiterhin stark mit LS Exchange – HASPAX mit Tech-Zuwachs
- Börse Hannover erweitert NISAX und Nachhaltigkeitsindex-Familie
- Fondsbörse Deutschland nach wie vor Marktführer
Düsseldorf/Hamburg/Hannover, 29. Dezember 2023 – Die BÖAG Börsen AG, Trägergesellschaft der Skontroführerbörsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover sowie der elektronischen Handelssysteme LS Exchange und Quotrix, beendet das Jahr 2023 erneut erfolgreich. Mit einem Handelsvolumen von rund 67,2 Milliarden Euro konnten die BÖAG-Handelsplätze ihren Vorjahreswert (Umsätze von 63,5 Mrd. Euro) übertreffen.
„Im Jahr 2023 haben wir vieles erlebt, was Börsenkurse in den Sinkflug bringen kann: eskalierende geopolitische Konflikte, anhaltende Inflation, radikale Zinserhöhungen und Rezession. Die Finanzmärkte begegneten diesen Herausforderungen mit erstaunlicher Resilienz und starkem Fokus auf die großen Tech-Werte und Künstliche Intelligenz (KI). Investierten Anlegern bescherten sie mit einem überraschend positiven Start im Januar und einer frühen Jahresendrally im November große Gewinnchancen. Wir blicken mit Spannung auf das Börsenjahr 2024, das mit vom Markt erwarteten Zinssenkungen viel Potenzial verspricht“, sagt Dr. Thomas Ledermann, Vorstand der BÖAG Börsen AG.
Anziehende Anleiheumsätze bei Börse Düsseldorf und Quotrix – Primärmarkt mit Listing-Rekord
Mehr oder weniger im Gleichtakt mit dem Gesamtmarkt entwickelten sich die Umsätze an der Börse Düsseldorf sowie bei ihrem elektronischen Market-Maker-Handelsplatz Quotrix. Sie lagen 2023 in Summe leicht unter dem Vorjahr.
Anders sieht es in der Anlageklasse Anleihen aus: Nach zahlreichen Leitzinsanhebungen in kurzer Folge nutzten Anleger das „Comeback der Zinsen“ und handelten vermehrt Staats- und Unternehmensanleihen, um sich die inzwischen wieder attraktiven Renditen zu sichern. Ihre Stärke im Bereich der Exchange Traded Products (ETFs, ETNs, ETCs) konnte die Börse Düsseldorf trotz Umsatzrückgang im ETP-Gesamtmarkt verteidigen. Ebenso konnten auf Quotrix die Umsätze mit Investmentfonds gegen den Trend leicht gesteigert werden.
Bei der Anzahl neuer Listings an der Börse Düsseldorf fiel das Qualitätssegment Primärmarkt mit fünf neu notierten Aktiengesellschaften und einem Upgrade positiv auf. Es war das stärkste Wachstum seit der Neuausrichtung im Jahr 2015. Insgesamt 28 Gesellschaften haben ihre Aktiennotiz im Düsseldorfer Primärmarkt, der strenge Transparenzpflichten im allgemeinen Freiverkehr von den kleineren und mittelgroßen Unternehmen verlangt. In Summe haben 43 (Vorjahr: 41) Aktiengesellschaften, Anleihepapiere und Zertifikate dieses Jahr ihre Notierung an der Börse Düsseldorf aufgenommen. „Mit drei neuen Kapitalmarktpartnern hat sich auch unser Netzwerk an Begleitern für Eigenkapital- und Fremdkapital-Finanzierungen erweitert. Während die Anzahl großer Börsengänge in Deutschland erneut eher enttäuschend war, verspüren wir unverändert eine hohe Nachfrage nach Listing-Möglichkeiten“, erklärt Börse-Düsseldorf-Geschäftsführer Dr. Rolf Deml.
Börse Hamburg: LS Exchange weiterhin stark – HASPAX mit Tech-Zuwachs
Im Jahr 2023 konnte das elektronische Handelssystem LS Exchange der Börse Hamburg (LSX) bei Handelsumsätzen und Trades das Vorjahresniveau leicht übertreffen. Die umsatzstärksten Aktien stammen aus dem Bereich der US-Technologiewerte, mit Unternehmen wie Tesla, Amazon, Microsoft und Apple. Umsatzstärkste deutsche Aktie an der LSX war die Aktie von Rheinmetall.
Beim Aktien-, Anleihen- und Fondshandel der Börse Hamburg waren die Handelsumsätze im Jahr 2023 marktbedingt leicht rückläufig. Am meisten wurden Investmentfonds mit Anlageschwerpunkt Immobilien gehandelt. Bei den ETFs dominierten Produkte auf führende Aktienindizes wie MSCI World, S&P500 und DAX, aber zunehmend auch ETFs auf Anleihen- und Geldmarkt-Indizes. Die Börse Hamburg zählt unverändert zu den führenden Handelsplätzen im Fondshandel, an dem mehr als 3.000 Investmentfonds/ETFs börsentäglich ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Marktpreisen gehandelt werden können.
Der von der Börse Hamburg und der Hamburger Sparkasse initiierte Regionalindex HASPAX gewann im Jahr 2023 mit der Nynomic AG ein weiteres innovatives Technologieunternehmen aus dem Bereich Optotronic hinzu. In den letzten 20 Jahren konnte der HASPAX eine Performance von +463 Prozent erzielen und damit den deutschen Leitindex DAX40 (+321 Prozent) übertreffen. Zum Jahresende 2023 liegt der HASPAX mit einer Performance von 1,4 Prozent hinter dem DAX (+20,2 Prozent). Die erfolgreichsten HASPAX-Unternehmen des Jahres 2023 stammen aus den Branchen Immobilien, Finanzdienstleistungen, Logistik und HealthCare.
| HASPAX – TOP 5 | Kursentwicklung 2023 (29.12.2023) |
| TAG Immobilien AG | + 121,3 % |
| Hypoport SE | + 80,9 % |
| Hamburger Hafen u. Logistik AG | + 38,9 % |
| Evotec SE | + 37,7 % |
| Fielmann Group AG | + 32,6 % |
Börse Hannover: NISAX und Global Challenges Index legen deutlich zu – GCX Paris Aligned neu in der nachhaltigen Indexfamilie
Auch der niedersächsische Aktienindex NISAX der Börse Hannover konnte im Jahr 2023 deutlich zulegen. Seit seinem Start im Jahr 2002 kann er bis heute mit rund 7.230 Punkten ein Plus von 623 Prozent verzeichnen und übertrifft damit Vergleichsindizes wie den DAX40 oder den EuroStoxx50 deutlich. Die beste Performance der niedersächsischen Unternehmen erreichte im Jahr 2023 der hannoversche Versicherungskonzern Talanx AG mit einem Plus von 43 Prozent.
| NISAX – TOP 5 | Kursentwicklung 2023 (29.12.2023) |
| Talanx AG | + 43,0 % |
| Continental AG | + 35,5 % |
| Hannover Rück SE* | + 16,1 % |
| CEWE Stiftung & Co. KGaA | + 14,1 % |
| LPKF Laser & Electronics SE | + 1,9 % |
Der auf das Thema Nachhaltigkeit ausgerichtete Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover konnte im Jahr 2023 mit +23,8 Prozent wieder deutlich zulegen und mit 4.395 Punkten (29.12.2023) seit seinem Start im Jahr 2007 ein Plus von rund 340 Prozent erzielen. Damit liegt der GCX wieder nah an seinem Allzeithoch vom November 2021 bei über 4.600 Punkten. Mit dem Global Challenges Index Paris Aligned (GCX PA) hat der GCX im Oktober 2023 einen weiteren Schwesterindex hinzugewonnen, der sich an den Vorgaben der Dekarbonisierung zum Pariser Klimaabkommen orientiert und über den gleichzeitig aufgelegten BANTLEON Global Challenges Paris Aligned Index-Fonds investierbar ist. Auch im Anleihesegment entwickelte sich der GCX weiter: Beim Global Challenges Corporates (GCC), der einen Basket von aktuell rund 1.200 Anleiheemittenten abbildet, die den strengen Nachhaltigkeitsanforderungen des GCX entsprechen müssen, ist die KANON AG als neue Lizenznehmerin hinzugekommen.
Aktuell nutzen sechs Lizenznehmer den GCX als Grundlage für verschiedene Anlageprodukte, in die auch Privatanleger nachhaltig investieren können. Mehrere dieser GCX-Investmentfonds wurden auch in diesem Jahr wieder mit Siegeln vom FNG und sehr positiven Bewertungen durch Stiftung Warentest ausgezeichnet. Das in Produkte auf den GCX und GCC investierte Volumen beläuft sich derzeit auf rund 1,1 Mrd. Euro.
| GCX – TOP 5 | Kursentwicklung 2023 (29.12.2023) |
| Intel Corp. | + 85,4 % |
| Steelcase Inc. | + 84,9 % |
| Firstgroup PLC | + 69,7 % |
| STMicroelectronics N.V. | + 35,8 % |
| Dassault Systemes SE | + 30,8 % |
„Der GCX hat sich als feste und verlässliche Größe unter den Nachhaltigkeitsindizes etabliert, der mit strengsten Auswahlkriterien und regelmäßigen Auszeichnungen kontinuierlich seine Stärken beweist. Erst jüngst wurde der GCX in einer Auswertung von Anlageausschüssen für grüne Fonds als einziger Index mit einem Nachhaltigkeitsbeirat von Stiftung Warentest positiv hervorgehoben. Seine Nähe zum Markt spiegelt er über die stetig wachsende Index-Familie wider, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten den Bedürfnissen der Anleger entgegenkommt. Wie die nachhaltigen Unternehmen, entwickeln auch wir uns mit dem Index kontinuierlich weiter“, sagt Hendrik Janssen, Vorstand der BÖAG Börsen AG.
Fondsbörse Deutschland
Auch im Jahr 2023 war die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG unangefochtener Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds. Über die Zweitmarkt-Plattform der Fondsbörse Deutschland wurden mehr als 4.700 Transaktionen abgewickelt. Dabei entstand ein Nominalumsatz von rund 210 Mio. Euro.
Bei den gehandelten Assetklassen dominierten weiterhin Immobilienfonds, die mit einem Umsatzanteil von rund 63 Prozent ähnlich dominant blieben wie im Vorjahr (Umsatzanteil 62,34 Prozent). Schiffsfonds erreichten in 2023 abermals vergleichswiese hohe Kurse, konnten dabei aber nicht an die hohen Umsätze des Vorjahres anknüpfen. Bei den unter „Sonstige Beteiligungen“ geführten Assetklassen wie Private Equity, Erneuerbare Energien und Flugzeugfonds gab es dagegen ein deutliches Umsatzplus. Insbesondere waren Beteiligungen an Erneuerbare Energien Fonds gut nachgefragt.
Neu im Portfolio: Seit Oktober 2023 vermittelt die Fondsbörse Private Markets als neutraler Partner Spezial-AIF-Anteile von und an professionelle und semiprofessionelle Anleger. Damit wurde erstmals in Deutschland ein professioneller Handelsplatz für den Kauf bzw. Verkauf von Spezial-AIF geschaffen, der auch während deren Laufzeit einen strukturierten Handel ermöglicht. Der neu gestartete Private Markets-Handelsplatz (https://pm.fondsboerse.de) ist bereits mit den ersten Verkaufsaufträgen mandatiert.
Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Beteiligungsmakler AG: „Die Fondsbörse Private Markets haben wir in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Bereich der Spezial-AIFs, u.a. HANSAINVEST, entwickelt. Sie ist ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg zur ersten Adresse im professionellen Handel mit illiquiden Assets. Hier werden wir unsere Marktführerschaft weiter ausbauen. Bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder profitieren wir dabei mehr und mehr von Skalenvorteilen, unserem Know-how und unserem Netzwerk. Unabhängig von Markttrends sind wir damit bestens für den Weg in die Zukunft aufgestellt.“
BÖAG Börsen AG erweitert Vorstand um Sven Marxsen
Düsseldorf/Hamburg/Hannover, 28. November 2023 – Die BÖAG Börsen AG, Trägergesellschaft der Börsen in Düsseldorf, Hamburg und Hannover, erweitert ihren Vorstand: Sven Marxsen wird mit Wirkung zum 01. Januar 2024 künftig neben Hendrik Janssen und Dr. Thomas Ledermann das Unternehmen leiten.
Der Sparkassenkaufmann und studierte Jurist Marxsen (58) war bereits von 1997 bis 2012 für die BÖAG Börsen AG als Prokurist und Justiziar tätig und hat in dieser Zeit als stellvertretender Geschäftsführer der Börse Hamburg maßgeblich den Auf- und Ausbau des Zweitmarkthandels für geschlossene Fonds in Hamburg mitgeprägt. Seit 2013 ist er Vorstand der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG und verantwortet dort u. a. die Ressorts Recht, Personal und Finanzen. In dieser Zeit blieb er der BÖAG Börsen AG als Syndikus verbunden.
Im Vorstand der BÖAG Börsen AG wird er zukünftig u. a. die Bereiche Handel, Listing und Recht verantworten und gemeinsam mit den Vorstandskollegen die strategische Positionierung der BÖAG Börsen AG mit ihren fünf Handelsplätzen und Beteiligungen konsequent weiterverfolgen.
Kunden der DAB BNP Paribas können jetzt auf Quotrix handeln
10.07.2020 – Die DAB BNP Paribas ist neuer Handelsteilnehmer auf Quotrix, dem elektronischen Handelssystem der Börse Düsseldorf. Als Infrastrukturbank bringt die DAB BNP Paribas im Wertpapiergeschäft aktive Vermögensverwalter und Banken mit, wie den erst vor einem halben Jahr gestarteten Smartbroker.
Neben einem breiten Spektrum von mehr als 16.000 Wertpapieren bietet Quotrix den schnellen Direkthandel zwischen Market Maker und Anleger – ohne Maklercourtage und Börsenentgelt – unter der Handelsüberwachung der Börse Düsseldorf. Anleger profitieren somit von Kostenvorteilen und der Sicherheit und Qualität einer regulierten Wertpapierbörse.
Großes Angebot mit langen Handelszeiten
Das 2001 an der Börse Düsseldorf gestartete Handelssystem Quotrix zählte 2019 nach Umsatzvolumen zu den Top 5 Börsenplätzen in Deutschland und belegte im Handel mit DAX-Werten Rang 4. Zum umfassenden Wertpapierspektrum zählen alle Aktien der weltweit wichtigsten Indizes, zahlreiche weitere nationale und internationale Titel sowie Anleihen, Fonds und ETPs. Weitere Vorzüge des elektronischen Handelssystems sind die hohe Preisqualität und Liquidität sowie lange Handelszeiten von 8 bis 22 Uhr, was Anleger besonders flexibel macht.
Starke Partner für institutionelle und private Anleger
Die DAB BNP Paribas gehört mit einem Anlagevolumen von rund 40 Milliarden Euro (2019) zu den führenden Banken im B2B-Geschäft mit unabhängigen Vermögensverwaltern, Fondsvermittlern, Anlageberatern und institutionellen Kunden. Darüber hinaus engagiert sie sich im Ausbau digitaler Angebote mit White-Label-Lösungen und ist exklusiver Banking-Partner des Smartbrokers, der zu der neuen Generation wachstumsstarker Online-Broker zählt. Diese ermöglichen Privatanlegern durch einfache Anwendungen und besonders günstige Gebühren den leichten Zugang zum Wertpapiergeschäft inklusive Sparplanmöglichkeiten.
„Mit Quotrix fehlte uns bislang einer der beliebtesten und kostengünstigsten Handelsplätze in Deutschland. Mit der Anbindung erreichen wir im Wertpapiergeschäft einen großen Mehrwert für unsere Kunden“, erklärt Robert Fuchsgruber verantwortlich als Chief Business Officer der DAB BNP Paribas.
„Quotrix gewinnt mit der DAB BNP Paribas einerseits eine renommierte Bank für institutionelle Partner, mit dem Smartbroker andererseits einen erfolgreichen aufstrebenden Online-Broker, der mit seinem preiswerten und zugleich umfassenden Angebot besonders für Privatanleger interessant ist. Wir freuen uns, über diesen Marktteilnehmer so ein breites Kundenspektrum ansprechen zu können“, sagt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.
