BÖAG Börsen AG: Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover im ersten gemeinsamen Geschäftsjahr erfolgreich
- Börse Düsseldorf punktet mit Courtagebefreiung und Quotrix
- Börse Hamburg führender Handelsplatz für Offene Immobilienfonds
- Börse Hannover blickt auf 10 Jahre GCX-Nachhaltigkeitsindex
- Fondsbörse Deutschland erweitert Angebot um Erstmarkt.de
29.12.2017 – (Düsseldorf, Hamburg, Hannover) Trotz verschiedener Unsicherheiten an den internationalen Märkten, bedingt etwa durch den Brexit, die Nordkorea-Krise, die Katalonien-Frage sowie die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB, konnten die Börsen-Indizes in Deutschland und den USA neue Höchststände erreichen. In diesem herausfordernden Marktumfeld konnten die Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover, die auf ein erstes gemeinsames Geschäftsjahr der Trägergesellschaft BÖAG Börsen AG zurückblicken, mit ihren verschiedenen Produkten und Leistungen respektable Ergebnisse erzielen. Die drei Skontroführer-Handelsplätze der BÖAG Börsen AG haben Umsätze im Handel von 10,2 Milliarden Euro erreicht, nachdem die Börsen Hamburg und Hannover im Vorjahr zusammen auf 7,4 Milliarden und die Börse Düsseldorf auf 1,1 Milliarden Umsatz gekommen war. Das ist ein Umsatzplus von 1,7 Milliarden Euro bzw. von plus 20 Prozent. Getragen wurden die Umsatzsteigerungen durch Zuwächse im Aktien- und Anleihenhandel. „Wir sind zufrieden mit der Entwicklung in unserem Kerngeschäft, dem Handel in Aktien, Anleihen und Investmentfonds. Das zeigt uns, dass wir trotz intensiven Wettbewerbs gut positioniert sind“, erläutert Hendrik Janssen, Vorstand der BÖAG Börsen AG. „Mit der Börse Düsseldorf an Bord hat sich unsere Marktposition weiter gestärkt.“
Börse Düsseldorf punktet mit Courtagebefreiung und Quotrix
Der Wechsel der Börse Düsseldorf unter das Dach der neuen Trägerin BÖAG Börsen AG verlief planmäßig. Der maklergestützte Handel (Xontro) und das elektronische Handelssystem Quotrix der Börse Düsseldorf sind gut im Markt positioniert; Handelsumsätze und Orderzahlen lagen im abgelaufenen Jahr über den Erwartungen. Dazu beigetragen haben die nochmals signifikant verbesserten Handelsbedingungen und Konditionen. Neben Vollausführungs- und Referenzmarktgarantien gilt im Maklerhandel der Börse Düsseldorf seit Oktober 2017 eine Courtagebefreiung für alle Aktien- und Anleihengeschäfte. Durch einen konsequenten Umbau der Entgeltstruktur sind die Ausführungskosten für Anleger um bis zu 86 Prozent gesunken und liegen damit deutlich unter den Konditionen auch umsatzstärkerer Börsenplätze. Das elektronische Handelssystem Quotrix konnte seine Position als erfolgreiche Preisführerbörse bestätigen. Mit dem für Anfang 2018 vorgesehenen Anschluss zusätzlicher Institute wird sich die Reichweite der Plattform nochmals erhöhen. „Die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres mit teils stark steigenden Umsätzen sowohl mit dem Skontroführer Renell Bank AG auf Xontro als auch mit dem Market Maker ICF Bank AG auf Quotrix stimmen uns durchaus optimistisch“, erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.
Börse Hamburg – Im Fondshandel bleiben Offene Immobilienfonds Umsatzspitzenreiter
In 2017 handelten Anleger über die Börse Hamburg Fondsanteile im Volumen von rund 925 Millionen Euro. Im Fokus der Anleger standen unverändert die in Liquidation befindlichen offenen Immobilienfonds, für die die Anteilsrücknahme seitens der Kapitalverwaltungsgesellschaft ausgesetzt wurde. Zunehmend werden die Handelsumsätze von aktiven Immobilienfonds sowie von Aktien-, Renten- und Mischfonds getragen. Der Fondshandel Hamburg gehört mit rund 4.000 Fonds zu den führenden Handelsplätzen für Investmentfonds in Deutschland. Anleger profitieren hier von der Möglichkeit, ihre Anteile ohne Ausgabeaufschlag zu Marktpreisen jederzeit kaufen und verkaufen zu können. „Wertpapiere sind wieder in den Fokus der Anleger gerückt und die Perspektive auf eine bessere Rendite hat auch das Interesse am Kauf von Investmentfonds über die Börse Hamburg gestärkt“, verdeutlicht Dr. Thomas Ledermann, Vorstand der BÖAG Börsen AG und Geschäftsführer der Börse Hamburg.
Börse Hannover – 10 Jahre GCX-Nachhaltigkeitsindex
Anfang September 2017 konnte der Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover auf 10 Jahre erfolgreiche Entwicklung zurückblicken. Am 7.11.2017 erreichte der GCX mit 2.385 Punkten den historisch höchsten Indexstand seit seiner Auflage. Außerdem übertraf der GCX, der 50 internationale Aktien von besonders nachhaltig orientierten Unternehmen umfasst, seit seiner Auflage die Wertentwicklung des Deutschen Aktienindex (DAX) deutlich. So brachte der GCX den Anlegern der ersten Stunde bis zum heutigen Tag einen Wertzuwachs von rund 132 Prozent, wohingegen der DAX im gleichen Zeitraum lediglich um rund 73 Prozent zulegen konnte. „Der Erfolg des GCX zeigt, dass Nachhaltigkeit und Performance kein Widerspruch sind, sondern sehr gut zusammenpassen. Immer mehr Anleger setzen auf den GCX und kassieren so eine doppelte Dividende“, erläutert Janssen, der auch Geschäftsführer der Börse Hannover ist.
Fondsbörse Deutschland – Angebot um Erstmarkt.de erweitert
Die Fondsbörse Deutschland (www.fondsboerse-deutschland.de) blieb auch 2017 unangefochten Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds. Über die Zweitmarkt-Plattform der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG und ihrem Tochterunternehmen Deutsche Zweitmarkt AG konnte durch mehr als 7.400 Vermittlungen ein Nominalumsatz von 310 Millionen Euro erzielt werden. Bei den gehandelten Assetklassen dominierten weiterhin Immobilienfonds den Umsatz.
Seit März 2017 ist eine weitere Innovation online: Die Fondsbörse Deutschland erweiterte ihr Leistungsspektrum mit dem „Erstmarkt“ um eine Zeichnungsplattform für Sachwertinvestments. Über www.erstmarkt.de können Anleger Alternative Investmentfonds online zeichnen. Die neue Zeichnungsplattform kombiniert neutrale Informationen mit der Option zur direkten Zeichnung – KAGB- und WpHG-konform. Sie bietet alle relevanten Daten zu aktuellen Produkten und deren Anbietern sowie Hintergründe rund um das Thema Sachwertinvestments. Die Deutsche Zweitmarkt AG hat kürzlich im Internet unter www.zweitmarkt-direktinvestments.de einen Zweitmarkt für Direktinvestments gelauncht. Auf der neuen Handelsplattform können zum Start Direktinvestments in Containern und sogenannten Wechselkoffern vor dem Laufzeitende gehandelt werden.
Schuldscheinbörse Deutschland als neue Handelsplattform
Mit der „Schuldscheinbörse Deutschland“ ging am 1. März 2017 eine weitere Innovation der BÖAG Börsen AG an den Start. Institutionelle Investoren wie Kreditinstitute, Versicherungen, Fondsgesellschaften, Vermögensverwaltungen und Stiftungen haben seither die Möglichkeit, Kauf- und Verkaufaufträge für bestehende Schuldscheine anonym und kostenfrei über einen Vermittler auf der Plattform einstellen zu lassen. Auf Basis einer eigenen Marktordnung werden ausschließlich Schuldscheine mit einer Restlaufzeit zwischen einem und maximal zehn Jahren vermittelt. Als Dienstleister für die Plattform fungiert die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, die bereits seit vielen Jahren als Skontroführer an den Börsen Hamburg und Hannover tätig ist.
Elektronische Handelssysteme entwickeln sich vielversprechend
Im abgelaufenen Jahr 2017 konnten auf den beiden elektronischen Handelssystemen die Umsätze als auch die Anzahl der gelisteten Wertpapiere weiter gesteigert werden.
Bereits im August 2016 startete die Börse Hamburg in Partnerschaft mit dem Market Maker Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG das elektronische Handelssystem „LS Exchange“. Über dieses Handelssystem können Anleger derzeit rund 7.500 Wertpapiere – neben deutschen Standardaktien auch zahlreiche ausländische Aktien, ETFs und festverzinsliche Wertpapiere – montags bis freitags zwischen 7:30 und 23:00 Uhr nach dem Quote-Request-Verfahren handeln.
Darüber hinaus können Anleger über das elektronische Handelssystem Quotrix der Börse Düsseldorf von 8 bis 22 Uhr ohne börsliche Kosten schnell und neutral überwacht mit einem Market Maker handeln. Zurzeit können über Quotrix mehr als 11.000 Wertpapiere gehandelt werden, darunter Aktien, Anleihen, Investmentfonds, ETFs und ETCs. „Die LS Exchange und Quotrix sind strategische Meilensteine, um die BÖAG Börsen AG mit ihren drei Börsen in einem intensiven Wettbewerbsumfeld erfolgreich für die Zukunft zu positionieren“, sagt Ledermann.
22. Börsentag Hamburg vermittelt Wissen für die Geldanlage
- Börse verständlich erklärt – ob Vermögensaufbau oder Altersvorsorge
- Tipps für Einsteiger und Profis in mehr als 70 Fachvorträgen
- Mehr als 80 Aussteller auf Deutschlands größtem Börsentag in der Handelskammer Hamburg
Hamburg, 1. November 2017 – Wie lege ich mein Geld in Zeiten von Null- und Negativzinsen am besten an? Sollte ich Indexfonds/ETFs für die Altersvorsorge nutzen? Und lohnt es sich, auf Gold und Immobilien zu setzen? Antworten auf diese Fragen rund um die persönliche Geldanlage und Altersvorsorge erhalten Besucher auf dem 22. Börsentag Hamburg. Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen können sie sich zum Thema Vermögensaufbau mit Wertpapieren, wie zum Beispiel Aktien und Investmentfonds, informieren.
Von Strategien in unsicheren Zeiten über das Potenzial nachhaltiger Geldanlagen bis hin zu neuen Trends wie „Robo-Advice“: Die Experten der mehr als 80 Aussteller laden Einsteiger und Profis am 4. November 2017 in die Räume der Handelskammer Hamburg ein, um mit ihnen über die richtige Geldanlage zu diskutieren. Vertreten sind Banken und Sparkassen, Fondsgesellschaften, Vermögensverwalter, Fachmedien und Organisationen – darunter auch die Deutsche Bundesbank und Social-Trading-Plattformen. Eine Liste der Aussteller finden Sie hier: http://www.boersentag.de/index.php?id=115
Mehr als 70 Fachvorträge, „Speakers‘ Corner“ und Podiumsdiskussion
Interessierte Anleger können sich in mehr als 70 Fachvorträgen kostenlos und gezielt zu Anlagethemen informieren und Fragen stellen. Ein Highlight ist unter anderem der Vortrag von Wallstreet-Legende Markus Koch: „Die Wall Street zwischen Hoffen und Bangen“ (11.00 Uhr Albert-Schäfer-Saal). Basiswissen und Anregungen für den preiswerten Fondskauf vermittelt zum Beispiel Martin Braun von den Börsen Düsseldorf-Hamburg-Hannover in seinem Vortrag „Das 1×1 der Börse: Basiswissen und wie man Fonds günstig über die Börse handelt“ (13.00 Uhr Alster-Zimmer). Etwas spezieller wird es im Vortrag „Einfach in Sachwerte investieren“ (10.00 Uhr Comptoir30). Kai von Ahnen von der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG gibt einen Einblick in das Universum geschlossener Fondsbeteiligungen.
Wer es lieber kurz und bündig mag, ist an der „Speakers‘ Corner“ richtig. In Anlehnung an das Londoner Vorbild werden unterschiedliche Themen in wenigen Minuten dargestellt. An den jeweiligen Messeständen besteht anschließend die Möglichkeit, Themen mit den Referenten zu vertiefen.
Im Rahmen der abschließenden Podiumsdiskussion diskutieren ab 16.00 Uhr mehrere Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft die mögliche Entwicklung der Finanzmärkte im Jahr 2018.
Im vergangenen Jahr nutzten mehr als 5.500 Besucher das Angebot des Börsentags Hamburg. Der Informationstag wird von der Börse Hamburg zusammen mit den Studenten des Hanseatischen Börsenkreises der Universität zu Hamburg e. V. in Kooperation mit der Handelskammer Hamburg veranstaltet.
Der 22. Börsentag Hamburg im Überblick:
- Samstag, 4. November 2017
- Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg
- Messezeit: 9.30 Uhr – 17.00 Uhr, Vorträge: 10.00 Uhr – 18.00 Uhr
- Der Eintritt ist frei – keine Anmeldung erforderlich
- Informationen zu Vorträgen, Ausstellern und Themen: www.boersentag.de
BÖAG Börsen AG (Hamburg/Hannover) startet unabhängige Internetplattform für Sachwertinvestments
Die neue Hamburger Plattform soll das Tor zur Welt der geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIF) werden. Das Spektrum reicht von der Vermittlung von Grundlagenwissen über aktuelle Nachrichten bis hin zu qualifizierten Produktinformationen.
Hamburg, 1. August 2017: Ab sofort finden Interessierte unter der Dachmarke Fondsbörse Deutschland (www.fondsboerse-deutschland.de) ein unabhängiges Portal für Alternative Investments. Das Informationsportal deckt sowohl Erst- als auch Zweitmarktaspekte der Anlageklasse ab. Es soll für Anleger und Anbieter geschlossener Fonds gleichermaßen zu einer zentralen Anlaufstelle werden und für mehr Transparenz und Aktivität in der Sachwertbranche sorgen.
Unter der Bezeichnung „Fondsbörse Deutschland“ betreibt die Börsen AG bereits seit Jahren einen Sekundärmarkt für den Handel von alternativen Investmentfonds. Anfang 2017 ist ein Erstmarkt für geschlossene Fonds (www.erstmarkt.de) hinzugekommen. Die neue Domain www.fondsboerse-deutschland.de verbindet nun beide Produktwelten und bietet unabhängige Informationen aus erster Hand.
„Die neue Informationsseite schließt eine Wissenslücke um die Anlageklasse der Alternativen Investmentfonds, die wir seit längerem beobachten und die sich auch aufgrund einiger Verschiebungen innerhalb der Branche auftut“, erläutert Dr. Thomas Ledermann, Vorstandsmitglied der Börsen AG. „Wir sind überzeugt davon, dass Sachwertinvestments eine gute Portfoliobeimischung sein können. Doch dazu ist es notwendig, diese Anlageklasse zu verstehen und ihre Angebote beurteilen zu können. Hierzu soll unsere unabhängige Informationsplattform beitragen“, betont Ledermann die strategische Zielsetzung.
Kay Homann, Prokurist der Börsen AG und Projektverantwortlicher, unterstreicht: „Die neue Branchenplattform soll allen an Sachwerten interessierten Personen einen Mehrwert bieten – Einsteigern, Experten und Emittenten. Wir möchten dazu beitragen, dass Alternative Investments wieder Gesprächsthema in einer breiteren Öffentlichkeit werden.“
Auf der Startseite des neuen Portals befinden sich Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Sachwertbranche. Weiter werden in einem speziellen Wissensbereich auch grundlegende Fragen zu Alternativen Investmentfonds beantwortet. In einem eigenen Produktbereich erhalten die Besucher Informationen zu aktuellen Produkten aus dem Erst- und Zweitmarkt für geschlossene Fonds. Über entsprechende Verlinkungen gelangt der Anleger direkt auf die Zeichnungs- bzw. Handelsplattformen der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG.
BÖAG Börsen AG lanciert „Schuldscheinbörse Deutschland“
- Börsen AG startet außerbörslichen Sekundärmarkt für Schuldscheindarlehen
- Vermittlungsplattform ausschließlich für institutionelle Investoren
- Preisoptimierte Ausführung ohne Spreads
- Handelsüberwachung sichert ordnungsgemäßen Ablauf der Geschäfte
Hamburg/Hannover, 1. März 2017 – Schuldscheine können künftig über die neutrale Plattform „Schuldscheinbörse Deutschland“ im Internet anonym eingestellt werden. Mit der „Schuldscheinbörse Deutschland“ erweitert die BÖAG Börsen AG, Trägergesellschaft der Börse Hamburg und der Börse Hannover, ihr Angebot um eine weitere innovative Handelsplattform. Für institutionelle Investoren wird damit erstmalig in Deutschland ein börsenseitig überwachter Handel von Schuldscheindarlehen möglich. Marktpreise und Handelsüberwachung sind dabei die entscheidenden Vorteile, die das Dach der Börsen Hamburg und Hannover bietet. Die Schuldscheinbörse Deutschland startet ab März 2017 über die Website www.schuldscheinboerse-deutschland.de.
Der Markt für Schuldscheine hat sich in den zurückliegenden Jahren deutlich belebt. Allein 2016 stieg das Neuemissionsvolumen gegenüber dem Vorjahr um knapp 40 Prozent auf 26,8 Mrd. Euro. Damit steigt auch konstant das Potenzial für Transaktionen im Sekundärmarkt. „Mit der Schuldscheinbörse Deutschland reagieren wir zeitnah auf den stark wachsenden Markt für Schuldscheine in Deutschland und Europa“, erläutert Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg und Vorstand der BÖAG Börsen AG. „Institutionelle Investoren haben damit erstmalig die Möglichkeit, sich künftig einen umfänglichen Überblick über Schuldscheinangebote zu verschaffen. Der Betreiber Börsen AG sorgt mit einer Marktordnung u. a. für den rechtlichen Rahmen. Der Schuldschein ist zwar kein handelbares Wertpapier, aber wir starten den Versuch, ihn so schlank und sicher wie möglich für institutionelle Investoren vermittelbar zu machen“, ergänzt Ledermann. „Das ist uns zum Beispiel im Zweitmarkt für geschlossene Fonds bereits vor Jahren gelungen. Mit der Fondsbörse Deutschland sind wir mit großem Abstand Marktführer in Deutschland.“
So funktioniert die Schuldscheinbörse Deutschland
Institutionelle Investoren wie Kreditinstitute, Versicherungen, Fonds-gesellschaften, Vermögensverwaltungen und Stiftungen haben künftig die Möglichkeit, Kauf- und Verkaufsaufträge für Schuldscheine anonym und kostenfrei über einen Dienstleister auf der Plattform einstellen zu lassen. Für Verkäufer stehen zwei Vermittlungsalternativen zur Verfügung: Das über maximal fünf Tage laufende „Auktionsverfahren“ ermöglicht die Erzielung eines bestmöglichen Verkaufspreises; im „Soforthandel“ wird eine zeitnahe Ausführung angestrebt. Bei erfolgreicher Vermittlung eines Geschäftes fällt eine Provision an.
Als Dienstleister für die Plattform fungiert die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, die bereits seit vielen Jahren als Skontroführer an den Börsen Hamburg und Hannover tätig ist. Auf Basis einer speziellen Marktordnung werden ausschließlich Schuldscheine mit einer Restlaufzeit zwischen einem und maximal zehn Jahren vermittelt. Als Teilnehmer sind ausnahmslos institutionelle Investoren vorgesehen. „Wir freuen uns, dass die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank von der BÖAG Börsen AG für diese innovative Plattform als exklusiver Dienstleister gewählt worden ist. Institutionelle Anleger können auf dieser außerbörslichen Plattform zusammen gebracht werden und stellen den Sekundärmarkt für Schuldscheindarlehen damit auf eine breitere Basis“, so Kai Jordan, Bereichsvorstand der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG.