BÖAG Börsen AG: Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover im zweiten gemeinsamen Geschäftsjahr weiter erfolgreich
28.12.2018 – Düsseldorf/Hamburg/Hannover
• Börse Düsseldorf maximiert Handelsangebot
• Börse Hamburg behauptet Marktposition
• Börse Hannover weiter erfolgreich mit Indizes
• Elektronische Handelssysteme gut positioniert
• Fondsbörse Deutschland bleibt Marktführer
Das Börsenjahr 2018 war im Verlauf durch eine Vielzahl kursbewegender Ereignisse geprägt und geht auch turbulent zu Ende. Zu den wichtigsten Einflussfaktoren auf das Börsengeschehen zählte unzweifelhaft der amerikanische Präsident Donald Trump und sein in diesem Jahr entfachter Streit um Handelszölle gegen den Rest der Welt. Aber auch das Megathema Brexit und Italiens Umgang mit der EU und seinen Europartnern ließen die Märkte nicht kalt. Unter dem Strich blieb für den deutschen und den europäischen Aktienmarkt ein Minus im zweistelligen Prozentbereich, der US-Aktienmarkt liegt im Vergleich zum Jahresanfang nur wenige Prozent im Minus. In diesem schwierigen Marktumfeld konnten sich die Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover, die auf das zweite gemeinsame Geschäftsjahr unter der Trägergesellschaft BÖAG Börsen AG zurückblicken, mit ihren verschiedenen Produkten und Leistungen respektable Ergebnisse erzielen. Die drei Skontroführer-Handelsplätze haben 2018 ein Handelsvolumen von 9,7 Milliarden Euro erreicht und liegen damit leicht unter dem Niveau vom Vorjahr (10,2 Mrd. Euro). „Angesichts der turbulenten Marktentwicklung im laufenden Jahr sind wir zufrieden mit unserem Kerngeschäft, dem Handel in Aktien, Anleihen, Investmentfonds und ETFs. Es zeigt sich, dass wir trotz eines herausfordernden Wettbewerbs mit unseren insgesamt fünf börslichen Plattformen gut positioniert sind“, erläutert Dr. Thomas Ledermann, Vorstand der BÖAG Börsen AG. Neben den Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover erweitern die elektronischen Handelssysteme LS Exchange und Quotrix sowie die Fondsbörse Deutschland das Marktplatzspektrum der BÖAG Börsen AG.
Börse Düsseldorf maximiert Handelsangebot
Nach dem Courtageverzicht bei Aktien- und Anleihen im Vorjahr wurde nun auch der Handel mit Fonds und ETPs forciert, was die Marktposition weiter stärkte. Das Order- und Umsatzwachstum in diesem Segment hat sich 2018 verdoppelt. „Insbesondere bei den ETFs spüren wir deutlich mehr Nachfrage, weshalb wir die Auswahl der Indexfonds stark erweitert haben“, erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf. Bei den Börsenlistings konnten verschiedene Gesellschaften für eine Erstnotierung in Düsseldorf gewonnen werden. Thematisch waren Unternehmen im Umfeld Blockchain-Anwendungen häufiger vertreten, sodass sich ein interessantes Cluster rund um diese neuen Technologien gebildet hat.
Börse Hamburg – Offene Immobilienfonds weiter im Fokus der Anleger
Auch im Jahr 2018 stand der Fondshandel der Börse Hamburg ganz im Zeichen der Offenen Immobilienfonds (OIFs), wobei der Anteil der in Liquidation befindlichen OIFs, für die die Anteilsrücknahme seitens der Kapitalverwaltungsgesellschaft ausgesetzt wurde, zunehmend durch aktive, teilweise auch neue Immobilienfonds ersetzt wird. Vermehrt sind auch aktive Aktienfonds und ETFs unter den Top 10 nach Umsatz zu finden. Mit annähernd 4.000 Fonds gehört der Fondshandel Hamburg unverändert zu den führenden Handelsplätzen für Investmentfonds in Deutschland. Anleger haben hier die Möglichkeit, ihre Anteile ohne Ausgabeaufschlag zu Marktpreisen jederzeit kaufen und verkaufen zu können.
Börse Hannover – Indizes entwickeln sich erfreulich
Der Global Challenges Index (GCX) konnte erneut eine positive Performance ablegen. Während Vergleichsindizes wie der DAX oder der MSCI World auf Jahressicht nachgaben, beendet der GCX das Jahr 2018 sogar mit einem leichten Plus von 1 Prozent. Seit seiner Auflage am 3. September 2007 konnte der GCX insgesamt eine Wertsteigerung von 133 Prozent verzeichnen. Zudem konnte das Anlagevolumen in Lizenzprodukte auf den GCX auf rund 500 Millionen Euro (Vorjahr: 397 Millionen Euro) gesteigert werden.
Auch der German Gender Index konnte sich 2018 erfreulich entwickeln. Der Ampega GenderPlus Aktienfonds (WKN: A12BRD), der in Unternehmen des German Gender Index investiert, konnte das Anlagevolumen im letzten Jahr deutlich von 5 auf 43 Millionen Euro steigern. „Wir sind mit der Entwicklung unserer Indizes sehr zufrieden. Insbesondere der GCX hat bei der Performance und dem investierten Volumen die Erwartungen voll erfüllt“, erläutert Hendrik Janssen, Vorstand der BÖAG Börsen AG.
Elektronische Handelssysteme gut positioniert
Im abgelaufenen Jahr 2018 konnten auf den beiden elektronischen Handelssystemen Quotrix und LS Exchange die Umsätze als auch die Anzahl der gelisteten Wertpapiere weiter gesteigert werden. Im Jahr 2016 startete die Börse Hamburg in Kooperation mit dem Market Maker Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG die LS Exchange, an der zurzeit rund 7.500 Wertpapiere gehandelt werden. Das seit 2001 an der Börse Düsseldorf angesiedelte elektronische Handelssystem Quotrix wird mit dem Market Maker ICF BANK AG betrieben und konnte 2018 ein Umsatzvolumen von 18,3 Milliarden Euro erzielen. In diesem Jahr konnten als neue Marktteilnehmer für beide Handelssysteme die Fintech Group Bank mit ihren Brokerage-Anbietern flatex und ViTrade gewonnen werden.
Fondsbörse Deutschland – Zweitmarkt und Erstmarkt
Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG (www.zweitmarkt.de) blieb auch 2018 unangefochten Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds. Über die Zweitmarkt-Plattform der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG und ihrem Tochterunternehmen Deutsche Zweitmarkt AG wurde durch mehr als 7.000 Vermittlungen ein Nominalumsatz von rund 300 Millionen Euro erzielt. Bei den gehandelten Assetklassen dominierten weiterhin Immobilienfonds den Umsatz. Seit Jahresanfang 2018 ist die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler Mitglied im Forum VuV e.V. und wird auch zukünftig die Zusammenarbeit mit Vermögensverwaltern und Family Offices ausbauen. Der Bereich „Erstmarkt“ wurde ebenfalls weiterentwickelt. Auf einer neuen Veranstaltungsreihe in fünf deutschen Städten wurde das Portal erstmarkt.de einem Fachpublikum vorgestellt. Der Ausbau eines B2B-Partnerportals wurde in 2018 weiter optimiert. Über www.erstmarkt.de können Anleger Alternative Investmentfonds (AIFs) online zeichnen. Die neue Zeichnungsplattform kombiniert neutrale Informationen mit der Option zur direkten Zeichnung – KAGB- und WpHG-konform. Sie bietet alle relevanten Daten zu aktuellen Produkten und deren Anbietern sowie Hintergründe rund um das Thema Sachwertinvestments.
Über die BÖAG Börsen AG
Die BÖAG Börsen AG ist Trägerin der maklergestützten Börsen in Düsseldorf, Hamburg und Hannover sowie der elektronischen Handelsplattformen Quotrix und LS Exchange. Zusammen zählen die drei Börsenplätze einschließlich ihrer Handelsplattformen mehr als 50.000 Listings von Wertpapieren, darunter Aktien, offene Fonds/ETFs, Anleihen, Genussscheine sowie Zertifikate/ETCs. Zu den Handelsteilnehmern zählen eine große Zahl inländischer Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsunternehmen. Anleger handeln an den Börsen Hamburg und Hannover die wichtigsten deutschen und alle ausländischen Aktien bis zu bestimmten Volumina courtagefrei. An der Börse Düsseldorf werden alle Aktien und Anleihen im Maklerhandel ohne Courtage gehandelt.
Weiter betreibt die BÖAG Börsen AG unter der Bezeichnung „Fondsbörse Deutschland“ einen Initiatoren-unabhängigen Marktplatz für geschlossene Fonds und mit der „Schuldscheinbörse Deutschland“ eine bankenunabhängige, handelsüberwachte Vermittlungsplattform für Schuldscheine im Sekundärmarkt. Mit dem Global Challenges und dem German Gender Index ist sie zudem im Bereich der nachhaltigen und alternativen Geldanlage aktiv. Weitere Informationen finden Sie unter www.boersenag.de
Die BÖAG Börsen AG, die Börse Düsseldorf, die Börse Hamburg, die Börse Hannover, Quotrix und die LS Exchange erteilen keine Anlageempfehlungen und veröffentlichen ausschließlich produktbezogene oder allgemeine Informationen. Historische Wertentwicklungen sind keine geeignete Indikation für künftige Renditen.
Börsen Düsseldorf, Hamburg, Hannover: Umsätze in aktiven Fonds und ETFs im zweiten Quartal bei 700 Millionen Euro
- Anleger handeln Fondsanteile im Wert von 700 Mio. Euro
- iShares Core DAX ETF belegt mit 35 Mio. Euro Umsatz die Spitzenposition
- Energiewerte-Fonds Top – Türkei- und Brasilien-Fonds Flop
Düsseldorf, Hamburg, Hannover, 29. Juni 2018 – Der Fonds- und ETF-Handel der Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover, einschließlich der elektronischen Handelssysteme Quotrix und LS Exchange, erreichte im zweiten Quartal 2018 ein Umsatzvolumen von 700 Mio. Euro. Darin enthalten sind Umsätze von mehr als 5.000 gelisteten aktiven Investmentfonds sowie mehr als 1.700 ETFs. Die BÖAG Börsen AG zählt mit ihren drei Börsen und zwei elektronischen Handelssystemen zu den führenden Marktplätzen im Handel von aktiven Investmentfonds und ETFs und veröffentlicht für das zweite Quartal 2018 erstmals Zahlen zum Fonds- und ETF-Handel für alle drei Börsenplätze einschließlich der elektronischen Handelssysteme Quotrix und LS Exchange. Marktbedingt konnte das Niveau vom ersten Quartal 2018 nicht gehalten werden, in dem ein Gesamtumsatz von rund 1 Milliarde Euro erzielt wurde. Die Korrektur am Aktienmarkt, die den DAX zwischen Ende Januar und Ende März von seinem historischen Höchststand bei 13.560 Punkten bis auf 11.787 Punkte einbrechen ließ, führte unmittelbar zu rückläufigen Umsätzen im Fonds- und ETF-Handel. Zwar konnten sich die Aktienmärte im zweiten Quartal von ihren Tiefständen wieder etwas erholen und der DAX im Mai bis auf 13.170 Punkte zulegen, die allgemeine Verunsicherung blieb jedoch erhalten und in der letzten Juniwoche gab es einen erneuten Rücksetzer.
Zu den Negativfaktoren, die das Marktgeschehen beherrschten, gehörten einmal mehr Trumps Strafzölle und die damit verbundene Befürchtung, dass sich ein dauerhafter internationaler Handelskrieg ausbreiten könnte. Das Wahlergebnis in Italien und Äußerungen von Regierungsmitgliedern in Italien zum Euro, zur EU und zum möglichen Umgang mit den Staatsschulden dieses wichtigen EU-Kernlandes schickten den Euro zwischenzeitlich auf Talfahrt und ließen die Rendite italienischer Staatsanleihen in die Höhe schießen. Last not least führte Trumps Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran und die Ablehnung einer gemeinsamen Erklärung des G7-Treffens für großen Unmut bei den westlichen Partnern der USA.
Auch von der Konjunkturseite erhielt der Markt im abgelaufenen zweiten Quartal keine Unterstützung. Seit November 2017 befindet sich der Ifo-Geschäftsklimaindex im Sinkflug, im Juni wurde ein neuer 12-Monats-Tiefpunkt bei 101,80 Punkten erreicht. Die Erwartungen der Unternehmen bleiben zwar leicht optimistisch, allerdings flaut der Rückenwind für die deutsche Wirtschaft sukzessive ab.
Aktien-ETFs dominieren die Umsatzliste
Unter den „Top 10 nach Umsatz“ sind im zweiten Quartal neun ETFs und ein offener Immobilienfonds (OIF) vertreten.
Die Spitzenposition mit einem Umsatz von 35 Mio. Euro eroberte der iShares Core DAX ETF (WKN: 593393) und liegt damit deutlich vor dem Deka DAX ETF (WKN: ETFL01), der mit 21,4 Mio. Umsatz Platz 2 belegt. Danach folgen der iShares Core MSCI World ETF (WKN: A0RPWH) mit 19,4 Mio. Umsatz auf Platz 3 und der iShares TecDAX ETF (WKN: 593397) mit 17,8 Mio. Euro Umsatz auf Platz 4. Einziger aktiver Investmentfonds unter den Top 10 nach Umsatz ist der OIF hausInvest mit 9,4 Mio. Umsatz auf Platz 10. War der Fondshandel vor wenigen Jahren noch durch aktive Fonds gekennzeichnet, so stehen heute eindeutig ETFs im Vordergrund, die eine Vielzahl an Indizes abbilden und damit auch unterschiedlichste Anlagestrategien ermöglichen.
Energiewerte-Fonds Top – Türkei- und Brasilien-Fonds Flop
Ungeachtet des allgemeinen Trends an den Aktienmärkten kam es im zweiten Quartal bei aussgewählten Branchen und Regionen zu starken Ausschlägen in beide Richtungen. Auf der Gewinnerseite und Performance-Spitzenreiter mit einem Plus von rund 32 Prozent waren im zweiten Quartal 2018 die beiden Aktien-ETFs First Trust Nasdaq Oil&Gas (WKN: A2DKJ7) und der SPDR S&P Oil&Gas Exploration&Production ETF (WKN: A0MYDY). Der starke Anstieg der Rohölpreise in den zurückliegenden Monaten hat Fonds und ETFs mit dem Anlageschwerpunkt Energiewerte deutlich beflügelt.
Auf der Verliererseite standen im zweiten Quartal dagegen Fonds/ETFs mit den Anlageschwerpunkten Türkei und Brasilien. Der First Trust Brazil AlphaDEX Fund (WKN: A14ZA1) verlor 27,5 Prozent, der iShares MSCI Turkey kam auf ein Minus von 25,7 Prozent. Beide Länder leiden zurzeit unter politischen und wirtschaftlichen Problemen, einhergehend mit einem starken Verfall der jeweiligen Landeswährung.
Top 10 der Fonds/ETFs nach Umsatz im 2. Quartal 2018
| Fondsname | WKN | Umsatz in Mio. Euro | |
| 1 | iShares Core DAX ETF | 593393 | 35,1 |
| 2 | Deka DAX ETF | ETFL01 | 21,4 |
| 3 | iShares MSCI World ETF | A0RPWH | 19,4 |
| 4 | iShares TecDAX ETF | 593397 | 17,8 |
| 5 | Xtrackers DAX ETF | DBX1DA | 15,6 |
| 6 | Deka DAX ETF (ausschüttend) | ETFL06 | 14,7 |
| 7 | ComStage MSCI World ETF | ETF110 | 12,5 |
| 8 | iShares MDAX ETF | 593392 | 10,4 |
| 9 | iShares Pfandbriefe ETF | 263526 | 9,6 |
| 10 | hausInvest | 980701 | 9,5 |
Quelle: BÖAG Börsen AG, Fondsumsätze vom 01.04.2018 bis einschließlich 28.06.2018