BÖAG Börsen AG: Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover im zweiten gemeinsamen Geschäftsjahr weiter erfolgreich

28.12.2018 – Düsseldorf/Hamburg/Hannover

• Börse Düsseldorf maximiert Handelsangebot
• Börse Hamburg behauptet Marktposition
• Börse Hannover weiter erfolgreich mit Indizes
• Elektronische Handelssysteme gut positioniert
• Fondsbörse Deutschland bleibt Marktführer

Das Börsenjahr 2018 war im Verlauf durch eine Vielzahl kursbewegender Ereignisse geprägt und geht auch turbulent zu Ende. Zu den wichtigsten Einflussfaktoren auf das Börsengeschehen zählte unzweifelhaft der amerikanische Präsident Donald Trump und sein in diesem Jahr entfachter Streit um Handelszölle gegen den Rest der Welt. Aber auch das Megathema Brexit und Italiens Umgang mit der EU und seinen Europartnern ließen die Märkte nicht kalt. Unter dem Strich blieb für den deutschen und den europäischen Aktienmarkt ein Minus im zweistelligen Prozentbereich, der US-Aktienmarkt liegt im Vergleich zum Jahresanfang nur wenige Prozent im Minus. In diesem schwierigen Marktumfeld konnten sich die Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover, die auf das zweite gemeinsame Geschäftsjahr unter der Trägergesellschaft BÖAG Börsen AG zurückblicken, mit ihren verschiedenen Produkten und Leistungen respektable Ergebnisse erzielen. Die drei Skontroführer-Handelsplätze haben 2018 ein Handelsvolumen von 9,7 Milliarden Euro erreicht und liegen damit leicht unter dem Niveau vom Vorjahr (10,2 Mrd. Euro). „Angesichts der turbulenten Marktentwicklung im laufenden Jahr sind wir zufrieden mit unserem Kerngeschäft, dem Handel in Aktien, Anleihen, Investmentfonds und ETFs. Es zeigt sich, dass wir trotz eines herausfordernden Wettbewerbs mit unseren insgesamt fünf börslichen Plattformen gut positioniert sind“, erläutert Dr. Thomas Ledermann, Vorstand der BÖAG Börsen AG. Neben den Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover erweitern die elektronischen Handelssysteme LS Exchange und Quotrix sowie die Fondsbörse Deutschland das Marktplatzspektrum der BÖAG Börsen AG.

Börse Düsseldorf maximiert Handelsangebot
Nach dem Courtageverzicht bei Aktien- und Anleihen im Vorjahr wurde nun auch der Handel mit Fonds und ETPs forciert, was die Marktposition weiter stärkte. Das Order- und Umsatzwachstum in diesem Segment hat sich 2018 verdoppelt. „Insbesondere bei den ETFs spüren wir deutlich mehr Nachfrage, weshalb wir die Auswahl der Indexfonds stark erweitert haben“, erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf. Bei den Börsenlistings konnten verschiedene Gesellschaften für eine Erstnotierung in Düsseldorf gewonnen werden. Thematisch waren Unternehmen im Umfeld Blockchain-Anwendungen häufiger vertreten, sodass sich ein interessantes Cluster rund um diese neuen Technologien gebildet hat.

Börse Hamburg – Offene Immobilienfonds weiter im Fokus der Anleger
Auch im Jahr 2018 stand der Fondshandel der Börse Hamburg ganz im Zeichen der Offenen Immobilienfonds (OIFs), wobei der Anteil der in Liquidation befindlichen OIFs, für die die Anteilsrücknahme seitens der Kapitalverwaltungsgesellschaft ausgesetzt wurde, zunehmend durch aktive, teilweise auch neue Immobilienfonds ersetzt wird. Vermehrt sind auch aktive Aktienfonds und ETFs unter den Top 10 nach Umsatz zu finden. Mit annähernd 4.000 Fonds gehört der Fondshandel Hamburg unverändert zu den führenden Handelsplätzen für Investmentfonds in Deutschland. Anleger haben hier die Möglichkeit, ihre Anteile ohne Ausgabeaufschlag zu Marktpreisen jederzeit kaufen und verkaufen zu können.

Börse Hannover – Indizes entwickeln sich erfreulich
Der Global Challenges Index (GCX) konnte erneut eine positive Performance ablegen. Während Vergleichsindizes wie der DAX oder der MSCI World auf Jahressicht nachgaben, beendet der GCX das Jahr 2018 sogar mit einem leichten Plus von 1 Prozent. Seit seiner Auflage am 3. September 2007 konnte der GCX insgesamt eine Wertsteigerung von 133 Prozent verzeichnen. Zudem konnte das Anlagevolumen in Lizenzprodukte auf den GCX auf rund 500 Millionen Euro (Vorjahr: 397 Millionen Euro) gesteigert werden.
Auch der German Gender Index konnte sich 2018 erfreulich entwickeln. Der Ampega GenderPlus Aktienfonds (WKN: A12BRD), der in Unternehmen des German Gender Index investiert, konnte das Anlagevolumen im letzten Jahr deutlich von 5 auf 43 Millionen Euro steigern. „Wir sind mit der Entwicklung unserer Indizes sehr zufrieden. Insbesondere der GCX hat bei der Performance und dem investierten Volumen die Erwartungen voll erfüllt“, erläutert Hendrik Janssen, Vorstand der BÖAG Börsen AG.

Elektronische Handelssysteme gut positioniert
Im abgelaufenen Jahr 2018 konnten auf den beiden elektronischen Handelssystemen Quotrix und LS Exchange die Umsätze als auch die Anzahl der gelisteten Wertpapiere weiter gesteigert werden. Im Jahr 2016 startete die Börse Hamburg in Kooperation mit dem Market Maker Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG die LS Exchange, an der zurzeit rund 7.500 Wertpapiere gehandelt werden. Das seit 2001 an der Börse Düsseldorf angesiedelte elektronische Handelssystem Quotrix wird mit dem Market Maker ICF BANK AG betrieben und konnte 2018 ein Umsatzvolumen von 18,3 Milliarden Euro erzielen. In diesem Jahr konnten als neue Marktteilnehmer für beide Handelssysteme die Fintech Group Bank mit ihren Brokerage-Anbietern flatex und ViTrade gewonnen werden.

Fondsbörse Deutschland – Zweitmarkt und Erstmarkt
Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG (www.zweitmarkt.de) blieb auch 2018 unangefochten Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds. Über die Zweitmarkt-Plattform der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG und ihrem Tochterunternehmen Deutsche Zweitmarkt AG wurde durch mehr als 7.000 Vermittlungen ein Nominalumsatz von rund 300 Millionen Euro erzielt. Bei den gehandelten Assetklassen dominierten weiterhin Immobilienfonds den Umsatz. Seit Jahresanfang 2018 ist die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler Mitglied im Forum VuV e.V. und wird auch zukünftig die Zusammenarbeit mit Vermögensverwaltern und Family Offices ausbauen. Der Bereich „Erstmarkt“ wurde ebenfalls weiterentwickelt. Auf einer neuen Veranstaltungsreihe in fünf deutschen Städten wurde das Portal erstmarkt.de einem Fachpublikum vorgestellt. Der Ausbau eines B2B-Partnerportals wurde in 2018 weiter optimiert. Über www.erstmarkt.de können Anleger Alternative Investmentfonds (AIFs) online zeichnen. Die neue Zeichnungsplattform kombiniert neutrale Informationen mit der Option zur direkten Zeichnung – KAGB- und WpHG-konform. Sie bietet alle relevanten Daten zu aktuellen Produkten und deren Anbietern sowie Hintergründe rund um das Thema Sachwertinvestments.

Über die BÖAG Börsen AG
Die BÖAG Börsen AG ist Trägerin der maklergestützten Börsen in Düsseldorf, Hamburg und Hannover sowie der elektronischen Handelsplattformen Quotrix und LS Exchange. Zusammen zählen die drei Börsenplätze einschließlich ihrer Handelsplattformen mehr als 50.000 Listings von Wertpapieren, darunter Aktien, offene Fonds/ETFs, Anleihen, Genussscheine sowie Zertifikate/ETCs. Zu den Handelsteilnehmern zählen eine große Zahl inländischer Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsunternehmen. Anleger handeln an den Börsen Hamburg und Hannover die wichtigsten deutschen und alle ausländischen Aktien bis zu bestimmten Volumina courtagefrei. An der Börse Düsseldorf werden alle Aktien und Anleihen im Maklerhandel ohne Courtage gehandelt.

Weiter betreibt die BÖAG Börsen AG unter der Bezeichnung „Fondsbörse Deutschland“ einen Initiatoren-unabhängigen Marktplatz für geschlossene Fonds und mit der „Schuldscheinbörse Deutschland“ eine bankenunabhängige, handelsüberwachte Vermittlungsplattform für Schuldscheine im Sekundärmarkt. Mit dem Global Challenges und dem German Gender Index ist sie zudem im Bereich der nachhaltigen und alternativen Geldanlage aktiv. Weitere Informationen finden Sie unter www.boersenag.de

Die BÖAG Börsen AG, die Börse Düsseldorf, die Börse Hamburg, die Börse Hannover, Quotrix und die LS Exchange erteilen keine Anlageempfehlungen und veröffentlichen ausschließlich produktbezogene oder allgemeine Informationen. Historische Wertentwicklungen sind keine geeignete Indikation für künftige Renditen.

23. Börsentag Hamburg vermittelt Wissen für die Geldanlage

  • Börse verständlich erklärt – ob Vermögensaufbau oder Altersvorsorge
  • Tipps für Einsteiger und Profis in 70 Fachvorträgen
  • Mehr als 80 Aussteller auf Deutschlands größtem Börsentag in der Handelskammer Hamburg

Hamburg, 30. Oktober 2018 – Wie lege ich mein Geld in Zeiten von Null- und Negativzinsen am besten an? Sollte ich Indexfonds/ETFs für die Altersvorsorge nutzen? Und lohnt es sich, auf Gold und Immobilien zu setzen? Antworten auf diese Fragen rund um die persönliche Geldanlage und Altersvorsorge erhalten Besucher auf dem 23. Börsentag Hamburg. Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen können sie sich zum Thema Vermögensaufbau mit Wertpapieren, wie zum Beispiel Aktien und Investmentfonds, informieren.

Von Strategien in unsicheren Zeiten über das Potenzial nachhaltiger Geldanlagen bis hin zu neuen Trends wie „Robo-Advice“: Die Experten der mehr als 80 Aussteller laden Einsteiger und Profis am 03. November 2018 in die Räume der Handelskammer Hamburg ein, um mit ihnen über die richtige Geldanlage zu diskutieren. Vertreten sind Banken und Sparkassen, Fondsgesellschaften, Vermögensverwalter, Fachmedien und Organisationen – darunter auch die Deutsche Bundesbank und Social-Trading-Plattformen. Eine Liste der Aussteller finden Sie hier: http://www.boersentag.de/index.php?id=115

70 Fachvorträge, „Speakers‘ Corner“ und Podiumsdiskussion

Interessierte Anleger können sich in den 70 Fachvorträgen kostenlos und gezielt zu Anlagethemen informieren und Fragen stellen. Basiswissen und Anregungen, unter anderem für den preiswerten Fondskauf über die Börse, vermittelt zum Beispiel Martin Braun, Leiter Customer Relations von den Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover, in seinem Vortrag „Das 1×1 der Börse – investieren statt spekulieren“. Etwas spezieller wird es im Vortrag „Einfach in Sachwerte investieren.“ Kai von Ahnen von der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG gibt hier einen Einblick in das Universum geschlossener Fondsbeteiligungen.

Wer es lieber kurz und bündig mag, ist an der „Speakers‘ Corner“ richtig. In Anlehnung an das Londoner Vorbild werden unterschiedliche Themen in wenigen Minuten dargestellt. Thomas Strelow, Leiter Events und Marketing von den Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover, wird sich dort dem Thema: „Börse im Alltag: Sind Sie nur Kunde oder schon Investor?“ widmen. An den jeweiligen Messeständen besteht anschließend die Möglichkeit, Themen mit den Referenten zu vertiefen.

Zu Gast auf dem 23. Börsentag Hamburg ist erneut der bekannte Fernsehjournalist und Wallstreet-Experte Markus Koch. Wie in den zurückliegenden Jahren moderiert TV-Börsenkorrespondent Holger Scholze unter anderem die beiden Podiumsdiskussionen mit den Themen: „Kapitalmarktausblick 2019“ sowie „Digitale Währungen – Chancen und Risiken“.

Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 5.000 Interessierte den Börsentag Hamburg. Der Informationstag wird von der Börse Hamburg in Kooperation mit den Studenten des Hanseatischen Börsenkreises der Universität zu Hamburg e. V. in der Handelskammer Hamburg veranstaltet.

Der 23. Börsentag Hamburg im Überblick:

  • Samstag, 03. November 2018
  • Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg
  • Messezeit: 9.30 Uhr – 17.00 Uhr, Vorträge: 10.00 Uhr – 18.00 Uhr
  • Der Eintritt ist frei – keine Anmeldung erforderlich
  • Informationen zu Vorträgen, Ausstellern und Themen: www.boersentag.de

Börsen Düsseldorf, Hamburg, Hannover: Umsätze in aktiven Fonds und ETFs im dritten Quartal bei mehr als 800 Millionen Euro

  • Anleger handeln Fondsanteile im Wert von 806 Mio. Euro
  • iShares Core DAX ETF belegt mit 25,7 Mio. Euro Umsatz die Spitzenposition  
  • Thailand und Healthcare Top – Türkei- und Goldminen-Fonds Flop

Düsseldorf, Hamburg, Hannover, 28. September 2018 – Der Fonds- und ETF-Handel der Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover, einschließlich der elektronischen Handelssysteme Quotrix und LS Exchange, erreichte im dritten Quartal 2018 ein Umsatzvolumen von 806 Mio. Euro und konnte damit im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 (700 Mio.) um 15 Prozent zulegen. Darin enthalten sind Umsätze von mehr als 5.000 gelisteten aktiven Investmentfonds und mehr als 1.700 ETFs. Die BÖAG Börsen AG zählt mit ihren drei Börsen und zwei elektronischen Handelssystemen zu den führenden Marktplätzen im Handel von aktiven Fonds und ETFs und veröffentlicht zum zweiten Mal Zahlen zum Fonds- und ETF-Handel für alle drei Börsenplätze, einschließlich der elektronischen Handelssysteme Quotrix und LS Exchange. Trotz überwiegender Zurückhaltung der Marktteilnehmer im Börsenhandel von Aktien in den zurückliegenden Monaten und trotz Sommerpause konnte der Handel in Fonds und ETFs an den drei Börsenplätzen zulegen.

Die Aktienmärkte zeigten im dritten Quartal 2018 unterschiedliche Verläufe. Während der Dow Jones Index 9 Prozent zulegen und am 21. September bei 26.744 Punkten ein neues Allzeithoch markieren konnte, erreichten Dax und EuroStoxx50 lediglich eine Quartalsperformance von 1 bzw. 1,6 Prozent. Offensichtlich haben die Strafzollattacken von US-Präsident Trump zumindest auf den Aktienmärkten Wirkung gezeigt. Der US-Markt legte deutlich zu, während sich Europa seitwärts und Asien deutlich abwärts bewegte. Der Hang Seng Index verlor im abgelaufenen Quartal 4,3 Prozent. Ansonsten gab es keine größeren Ereignisse, die die Aktienmärkte nennenswert bewegten. Ein erneuter Waffengang in Syrien konnte vorerst abgewendet werden. Für Ungemach an den Aktien- und Anleihenmärkten könnte aber noch die angestiegenen Inflationsraten sorgen. In Deutschland und in der Eurozone liegen sie bereits bei 2 bzw. 2,1 Prozent, in den USA sogar bei 2,54 Prozent. Nachdem die FED bereits mit Zinserhöhungen vorangeschritten ist, könnte auch die EZB zunehmend unter Druck geraten. Steigende Zinsen führen erfahrungsgemäß zu Kursverlusten bei Aktien und Anleihen gleichermaßen.

Wenig Unterstützung gab es im dritten Quartal 2018 von der Konjunkturseite. Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat im August erneut etwas nachgegeben, liegt aber mit 101 Punkten (nach zuletzt knapp 104 Punkten) noch über der 100-Punkte-Schwelle. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im September auf 103,7 Punkte gefallen, nach 103,9 Punkten im August. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage und die Erwartungen haben sich etwas verschlechtert, bleiben aber positiv. Die deutsche Wirtschaft zeige sich stabil, auch wenn die Unsicherheit zunimmt.

Aktien-ETFs dominieren die Umsatzliste

Unter den „Top 10 nach Umsatz“ sind im dritten Quartal ausschließlich ETFs zu finden. Die Spitzenposition mit einem Umsatz von 25,7 Mio. Euro behauptete erneut der iShares Core DAX ETF (WKN: 593393) und liegt damit deutlich vor dem Deka DAX ETF (WKN: ETFL01), der mit 22,4 Mio. Umsatz Platz 2 belegt. Danach folgen der iShares Core MSCI World ETF (WKN: A0RPWH) mit 20,7 Mio. Umsatz auf Platz 3 und der iShares TecDAX ETF (WKN: 593397) mit 17,8 Mio. Euro Umsatz auf Platz 4. Alle Top 10 nach Umsatz sind ETFs auf bekannte Aktienindizes. Der Trend zu ETFs ist ungebrochen. Sie stehen bei vielen Anlegern im Vordergrund, da sie unterschiedlichste Anlagestrategien ermöglich-en, flexibel handelbar und deutlich kostengünstiger als aktive Fonds sind.

Thai- und Healthcare-Fonds Top – Türkei- und Goldminen-Fonds Flop

An den Aktienmärkten kam es im zweiten Quartal bei ausgewählten Ländern und speziellen Assetklassen zu sehr unterschiedlichen Kursverläufen. Fonds mit Anlageschwerpunkt Aktien aus Thailand, Polen und dem Gesundheitssektor waren überwiegend auf der Gewinnerseite, dagegen führte die verschärfte Krise in der Türkei zu Kursverlusten bei türkischen Aktien und Anleihen sowie in dramatischer Weise bei der Landeswährung Lira. 

Platz 1 mit plus 12,7 Prozent eroberte im dritten Quartal der Xtrackers MSCI Thailand ETF (WKN: DBX0GY). Auf Platz 2 gelangte der Pictet Health Fonds (WKN: A0B6PQ) mit plus 12,6 Prozent, gefolgt vom iShares MSCI Poland ETF (WKN:  A1H5UP), der mit plus 12,4 Prozent Platz 3 belegt.

Auf der Verliererseite standen im dritten Quartal dagegen Fonds mit den Anlageschwerpunkten Türkei und Goldminen. Schlusslicht mit minus 30,5 Prozent ist der Türkisfund Bonds (WKN: 987859), der vorzugsweise in türkische Staatsanleihen investiert. Den zweitschlechtesten Platz nach Performance belegt der in überwiegend türkische Aktien investierte Fonds DWS Türkei (WKN: A0DPW3) mit einem Minus von 28,2 Prozent. Danach folgt der Türkisfund Equities (WKN: 987858) mit minus 27,6 Prozent. Schlusslicht bei den in Goldminen investierten Fonds ist der Konwave Gold Equity Fund (WKN: 757324) mit minus 20,9 Prozent.

Top 10 der Fonds/ETFs nach Umsatz im 3. Quartal 2018

 FondsnameWKNUmsatz in Mio. Euro
1iShares Core DAX ETF59339325,7
2Deka DAX ETFETFL0122,4
3iShares Core MSCI World ETFA0RPWH20,7
4iShares TecDAX ETF59339717,8
5Xtrackers DAX ETFDBX1DA11,7
6iShares S&P 500 ETF62239111,7
7iShares MDAX ETF59339211,4
8ComStage MSCI World ETFETF11011,3
9iShares Global Sel. Div. ETFA0F5UH9,9
10iShares MSCI World ETFA0HGV09,6

Quelle: BÖAG Börsen AG, Fondsumsätze vom 01.07.2018 bis einschließlich 27.09.2018

Börsen Düsseldorf, Hamburg, Hannover: Umsätze in aktiven Fonds und ETFs im zweiten Quartal bei 700 Millionen Euro

  • Anleger handeln Fondsanteile im Wert von 700 Mio. Euro
  • iShares Core DAX ETF belegt mit 35 Mio. Euro Umsatz die Spitzenposition  
  • Energiewerte-Fonds Top – Türkei- und Brasilien-Fonds Flop

Düsseldorf, Hamburg, Hannover, 29. Juni 2018 – Der Fonds- und ETF-Handel der Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover, einschließlich der elektronischen Handelssysteme Quotrix und LS Exchange, erreichte im zweiten Quartal 2018 ein Umsatzvolumen von 700 Mio. Euro. Darin enthalten sind Umsätze von mehr als 5.000 gelisteten aktiven Investmentfonds sowie mehr als 1.700 ETFs. Die BÖAG Börsen AG zählt mit ihren drei Börsen und zwei elektronischen Handelssystemen zu den führenden Marktplätzen im Handel von aktiven Investmentfonds und ETFs und veröffentlicht für das zweite Quartal 2018 erstmals Zahlen zum Fonds- und ETF-Handel für alle drei Börsenplätze einschließlich der elektronischen Handelssysteme Quotrix und LS Exchange. Marktbedingt konnte das Niveau vom ersten Quartal 2018 nicht gehalten werden, in dem ein Gesamtumsatz von rund 1 Milliarde Euro erzielt wurde. Die Korrektur am Aktienmarkt, die den DAX zwischen Ende Januar und Ende März von seinem historischen Höchststand bei 13.560 Punkten bis auf 11.787 Punkte einbrechen ließ, führte unmittelbar zu rückläufigen Umsätzen im Fonds- und ETF-Handel. Zwar konnten sich die Aktienmärte im zweiten Quartal von ihren Tiefständen wieder etwas erholen und der DAX im Mai bis auf 13.170 Punkte zulegen, die allgemeine Verunsicherung blieb jedoch erhalten und in der letzten Juniwoche gab es einen erneuten Rücksetzer.

Zu den Negativfaktoren, die das Marktgeschehen beherrschten, gehörten einmal mehr Trumps Strafzölle und die damit verbundene Befürchtung, dass sich ein dauerhafter internationaler Handelskrieg ausbreiten könnte. Das Wahlergebnis in Italien und Äußerungen von Regierungsmitgliedern in Italien zum Euro, zur EU und zum möglichen Umgang mit den Staatsschulden dieses wichtigen EU-Kernlandes schickten den Euro zwischenzeitlich auf Talfahrt und ließen die Rendite italienischer Staatsanleihen in die Höhe schießen. Last not least führte Trumps Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran und die Ablehnung einer gemeinsamen Erklärung des G7-Treffens für großen Unmut bei den westlichen Partnern der USA.

Auch von der Konjunkturseite erhielt der Markt im abgelaufenen zweiten Quartal keine Unterstützung. Seit November 2017 befindet sich der Ifo-Geschäftsklimaindex im Sinkflug, im Juni wurde ein neuer 12-Monats-Tiefpunkt bei 101,80 Punkten erreicht. Die Erwartungen der Unternehmen bleiben zwar leicht optimistisch, allerdings flaut der Rückenwind für die deutsche Wirtschaft sukzessive ab.

Aktien-ETFs dominieren die Umsatzliste

Unter den „Top 10 nach Umsatz“ sind im zweiten Quartal neun ETFs und ein offener Immobilienfonds (OIF) vertreten.  

Die Spitzenposition mit einem Umsatz von 35 Mio. Euro eroberte der iShares Core DAX ETF (WKN: 593393) und liegt damit deutlich vor dem Deka DAX ETF (WKN: ETFL01), der mit 21,4 Mio. Umsatz Platz 2 belegt. Danach folgen der iShares Core MSCI World ETF (WKN: A0RPWH) mit 19,4 Mio. Umsatz auf Platz 3 und der iShares TecDAX ETF (WKN: 593397) mit 17,8 Mio. Euro Umsatz auf Platz 4. Einziger aktiver Investmentfonds unter den Top 10 nach Umsatz ist der OIF hausInvest mit 9,4 Mio. Umsatz auf Platz 10. War der Fondshandel vor wenigen Jahren noch durch aktive Fonds gekennzeichnet, so stehen heute eindeutig ETFs im Vordergrund, die eine Vielzahl an Indizes abbilden und damit auch unterschiedlichste Anlagestrategien ermöglichen.

Energiewerte-Fonds Top – Türkei- und Brasilien-Fonds Flop

Ungeachtet des allgemeinen Trends an den Aktienmärkten kam es im zweiten Quartal bei aussgewählten Branchen und Regionen zu starken Ausschlägen in beide Richtungen. Auf der Gewinnerseite und Performance-Spitzenreiter mit einem Plus von rund 32 Prozent waren im zweiten Quartal 2018 die beiden Aktien-ETFs First Trust Nasdaq Oil&Gas (WKN: A2DKJ7) und der SPDR S&P Oil&Gas Exploration&Production ETF (WKN: A0MYDY). Der starke Anstieg der Rohölpreise in den zurückliegenden Monaten hat Fonds und ETFs mit dem Anlageschwerpunkt Energiewerte deutlich beflügelt.

Auf der Verliererseite standen im zweiten Quartal dagegen Fonds/ETFs mit den Anlageschwerpunkten Türkei und Brasilien. Der First Trust Brazil AlphaDEX Fund (WKN: A14ZA1) verlor 27,5 Prozent, der iShares MSCI Turkey kam auf ein Minus von 25,7 Prozent. Beide Länder leiden zurzeit unter politischen und wirtschaftlichen Problemen, einhergehend mit einem starken Verfall der jeweiligen Landeswährung.

Top 10 der Fonds/ETFs nach Umsatz im 2. Quartal 2018

 FondsnameWKNUmsatz in Mio. Euro
1iShares Core DAX ETF59339335,1
2Deka DAX ETFETFL0121,4
3iShares MSCI World ETFA0RPWH19,4
4iShares TecDAX ETF59339717,8
5Xtrackers DAX ETFDBX1DA15,6
6Deka DAX ETF (ausschüttend)ETFL0614,7
7ComStage MSCI World ETFETF11012,5
8iShares MDAX ETF59339210,4
9iShares Pfandbriefe ETF2635269,6
10hausInvest9807019,5

Quelle: BÖAG Börsen AG, Fondsumsätze vom 01.04.2018 bis einschließlich 28.06.2018

Börse Hamburg: Fondsumsätze im März bei 48 Millionen Euro

  • Anleger handeln Fondsanteile im Wert von 48 Mio. Euro
  • CS EUROREAL behauptet mit 2,5 Mio. Euro Umsatz die Spitzenposition  
  • Immobilienfonds und Aktien-ETFs dominieren die Top 10 nach Umsatz
  • Short Fonds unverändert Top – Rohstoff- sowie Länder-Fonds Türkei und Indonesien Flop

Hamburg, 29. März 2018 – Der Fondshandel der Börse Hamburg konnte im März das hohe Umsatzvolumen vom Vormonat nicht halten. Mit 48 Mio. Euro lag der Handelsumsatz im dritten Monat des Jahres deutlich unter dem Ergebnis vom Februar (68 Mio. Euro). Im ersten Quartal 2018 erreichten die Fondsumsätze ein Volumen von 187 Mio. Euro und liegen damit auch deutlich unter dem Niveau der Vorjahresperiode (251 Mio. Euro). Der Fondshandel litt im März unter den Ereignissen am Aktienmarkt, von dem er sich nicht abkoppeln kann. Nach dem überraschenden Flash Crash im Februar ist die Verunsicherung an den Märkten unverändert groß und hat sich im März nicht gelegt. Eher sorgten neue Hiobsbotschaften wie Trumps‘ Strafzölle für zusätzliche Verunsicherung, denn diese Maßnahmen sind geeignet, einen neuen internationalen Handelskrieg zu entfachen. Und das ist weder für die Wirtschaft, noch für die Börse gut, denn am Ende gibt es auf allen Seiten nur Verlierer. DAX, EuroStoxx50 und Dow Jones gaben auch im März zwischen 3,1 und 4,7 Prozent nach, im ersten Quartal 2018 summieren sich die Verluste beim DAX auf minus 7,6 Prozent, beim EuroStoxx50 auf minus 5 Prozent und beim Dow Jones auf minus 3,5 Prozent.  

Keine Unterstützung gab es im März von der Konjunkturseite. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank den zweiten Monat in Folge auf nun 114,7 Punkte. Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland fielen sogar um 12,7 Punkte auf einen aktuellen Wert von 5,1. Der Ausblick bleibt zwar grundsätzlich positiv, allerdings ist die Sorge um einen durch die USA ausgelösten Handelskrieg groß. Belastend wirkt auch der weiterhin starke Euro, da er die Exporte aus dem Euroraum verteuert. Das Ergebnis der Wahl in Italien hatte keine Auswirkungen auf das Marktgeschehen, obwohl es – wie befürchtet – zu einem Rechtsruck kam.  

Immobilien-Fonds und Aktien-ETFs unter den Top 10

Offene Immobilienfonds (OIFs) dominieren unverändert den Fondshandel der Börse Hamburg. Acht der „Top 10 nach Umsatz“ sind OIFs, zwei Fonds sind bekannte Aktien-ETFs.  

Der CS EUROREAL (WKN: 980500) konnte seine Spitzenposition erfolgreich verteidigen. Bei einem Umsatz von 2,5 Mio. Euro blieb er auf Platz 1, gefolgt vom Deka-Immobilien Europa (WKN: 980956), der mit 2,3 Mio. Umsatz auf Platz 2 vorrückte. Platz 3 belegt der OIF hausInvest (WKN: 980701) mit einem Umsatz von 2,2 Mio. Euro, gefolgt vom grundbesitz europa (WKN: 980700), der mit 2,0 Mio. Euro Umsatz Platz 4 belegt. Die beiden Aktien-ETFs iShares Core DAX (WKN: 593393) und  Deka Dax (WKN: ETFL06) gelangten mit Umsätzen von 1,6 und 1,5 Mio. Euro auf die Plätze 7 und 8. Beide ETFs bilden die Wertentwicklung des DAX30 nach.

Short Fonds unverändert Top – Rohstoff- sowie Länder-Fonds Türkei und Indonesien Flop

Wie bereits im Vormonat konnten auch im März ETFs deutlich zulegen, die mit zweifachem Hebel auf den DAX short gehen. Der Lyxor Daily ShortDax x2 (WKN: LYX0FV) legte um weitere 10,2 Prozent zu, der ETFS DAX Daily 2x Short (WKN: A0X9AA) kam auf ein Plus von 10,1 Prozent.

Auf der Verliererseite stehen im März dagegen Rohstoff-Fonds sowie Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Indonesien und Türkei. Schlusslicht war mit einem Minus von 16,6 Prozent der Structured Solutions Next Generation Resources Fund (WKN: HAFX4V). Dieser Fonds, der in Rohstoffwerte für neue Technologien – zum Beispiel in Lithiumwerte – investiert, zählte noch vor wenigen Monaten zu den Top-Performern unter den fast 4.000 Fonds im Fondshandel Hamburg. Deutliche Kursverluste verzeichnete im März auch der SPDR S&P Metals & Mining ETF (WKN: A0MYHA) mit minus 11,6 Prozent. Die  Plätze davor belegen der Lyxor MSCI Indonesia ETF (WKN: LYX0ME) mit minus 10,6 Prozent und der Lyxor Turkey ETF (WKN: LYX0AK) mit minus 10,7 Prozent.

Top 10 der Fonds nach Umsatz an der Börse Hamburg im März 2018

 FondsnameWKNUmsatz in Mio. Euro
1CS EUROREAL9805002,5
2Deka Immobilien-Europa9809562,3
3hausInvest9807012,2
4grundbesitz europa9807002,0
5KanAm grundinvest6791801,7
6UBS(D) 3 Sect. Real Est. Eur.9772681,6
7iShares Core DAX ETF5933931,6
8Deka DAX ETFETFL061,5
9SEB ImmoInvest9802301,3
10CS PROPERTY DYNAMIC9751351,2

Quelle: Börse Hamburg, Fondsumsätze vom 01.03.2018 bis einschließlich 28.03.2018

Börse Hamburg: Fondsumsätze im Februar mit 68 Millionen Euro weiter auf hohem Niveau

  • Anleger handeln Fondsanteile im Wert von 68 Mio. Euro
  • CS EUROREAL mit 4,8 Mio. Euro Umsatz zurück auf Platz 1  
  • Immobilien- und Aktienfonds dominieren die Top 10 nach Umsatz
  • Short Fonds Top – Energie- und Edelmetall Fonds Flop

Hamburg, 28. Februar 2018 – Der Fondshandel der Börse Hamburg konnte im Februar an das hohe Umsatzvolumen vom Januar anknüpfen. Mit 68 Mio. Euro lag der Handelsumsatz im zweiten Monat des Jahres nur geringfügig unter dem Ergebnis vom Januar (71 Mio. Euro). Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Februar zwei Handelstage weniger hat, als der Januar. Der Fondshandel war in diesem Monat zweifelsohne geprägt vom Geschehen am Aktienmarkt. Nachdem das neue Jahr in Hausse-Laune gestartet war, folgte Anfang Februar mit dem Flash Crash die Ernüchterung. Damit hatte so gut wie niemand gerechnet, aber das ist genau das, was die Börse ausmacht: An der Börse kommt es immer anders und meistens als man denkt! – Die führenden Aktienindizes korrigierten am 5. und 6. Februar teilweise deutlich, allein der US-Leitindex Dow Jones verlor zum Vortagsschluss rund 1.200 Punkte, das entsprach einem Tagesverlust von 5 Prozent. Etwas glimpflicher kamen der Dax und der EuroStoxx50 mit minus 3 bzw. 3,5 Prozent davon, allerdings gaben alle drei Indizes in den Folgetagen noch weiter nach.  

Der Fondshandel profitierte von den lebhaften Umsätzen am Aktienmarkt, allerdings gaben auch hier die Kurse vieler Aktienfonds deutlich nach. In der zweiten Monatshälfte haben die Kurse zwar auf breiter Front wieder Boden gut gemacht, der Schreck und die Verunsicherung stecken den Marktteilnehmern jedoch unverändert in den Knochen. Keine Unterstützung gab es im Februar von der Konjunkturseite, die Hochstimmung hat eher einen Dämpfer bekommen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im Februar um 2,2 auf 115,4 Punkte, die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland fielen um 2,6 Punkte auf einen aktuellen Wert von 17,8. „Kein Grund zur Besorgnis“, sagen die Experten, und sprechen von einer Korrektur auf hohem Stimmungsniveau. Die Aussichten bleiben positiv, allerdings könnte die Wachstumsdynamik nachlassen.

Politische Ereignisse, wie z. B. der wiederaufflammende militärische Konflikt in Syrien oder die bevorstehende Wahl in Italien hatten bisher keine Auswirkungen auf das Marktgeschehen. Für Verunsicherung könnten eher die zunehmende Volatilität am Kapitalmarkt, der starke Euro und die US-Steuerreform sorgen. Letztere könnte dazu führen, dass Investitionen von Europa in die USA verlagert werden. Skeptisch sehen Experten auch den Koalitionsvertrag der GroKo in spe. Dieser lasse in wichtigen Punkten wie der Steuer- und Wirtschaftspolitik eine ganzheitliche Strategie vermissen. Last not least könnten die ambitionierten Tarifabschlüsse in der Metall- und Elektroindustrie die bisher positive Grundstimmung eintrüben.

Immobilien- und Dividendenfonds bestimmen die Top 10

Auch im Februar dominierten offene Immobilienfonds (OIFs) den Fondshandel der Börse Hamburg. Sieben der „Top 10 nach Umsatz“ waren OIFs, drei Fonds hatten den Anlageschwerpunkt Aktien- bzw. Dividendenwerte.  

Dem CS EUROREAL (WKN: 980500) gelang das Comeback. Mit einem Umsatz von 4,8 Mio. Euro erobertete er Platz 1 zurück, gefolgt vom grundbesitz global (WKN: 980705), der mit 3,0 Mio. Umsatz von Platz 6 auf Platz 2 vorrückte. Platz 3 belegt der CS PROPERTY DYNAMIC (WKN: 975135) mit einem Umsatz von 2,6 Mio. Euro, gefolgt vom DWS Top Dividende (WKN: 984811) mit 2,5 Mio. Euro, der sich von Platz 7 auf Platz 4 verbessern konnte. Als Newcomer unter den Top 10 nach Umsatz gelangte der Deka DAX ETF (WKN: ETFL06) mit 2,4 Mio. Euro auf Platz 5.

Short Fonds Top – Energie- und Edelmetall Fonds Flop

Im Ranking der besten Fonds nach Performance im Vergleich zum Vormonat gelangten auf die ersten drei Plätze Short-ETFs mit zweifachem Hebel auf den DAX30. Der x-trackers ShortDAX x2 (WKN: DBX0BY) legte um 11,1 Prozent zu, dicht gefolgt vom Lyxor Daily ShortDax x2 (WKN: LYX0FV) mit plus 11 Prozent und dem ETFS DAX Daily 2x Short (WKN: A0X9AA) mit plus 10,9 Prozent.

Auf der Verliererseite standen im Februar insbesondere Fonds, die auf Energie- und Edelmetallwerte setzen. Der C-Quadrat Gold & Resources Fund (WKN: A0M6AK) verlor 9,8 Prozent, gefolgt vom BGF – World Gold Fund (WKN: 974119) mit minus 8,1 Prozent sowie dem Invesco Energy Fund (WKN: 658697) mit minus 7,6 Prozent. Spiegelbildlich zu den Performance-Gewinnern standen im Februar ETFs mit zweifachem Hebel auf den DAX (long) auf der Verliererseite. Der x-trackers LevDAX (WKN: DBX0BZ) verlor im Monatsvergleich 11,9 Prozent, gefolgt vom Lyxor Daily LevDAX (WKN: LYX0AD)  mit minus 11,2 Prozent und dem ETFS DAX Daily 2x Long mit minus 11,1 Prozent.

Top 10 der Fonds nach Umsatz an der Börse Hamburg im Februar 2018

 FondsnameWKNUmsatz in Mio. Euro
1CS EUROREAL9805004,8
2grundbesitz global9807053,0
3CS PROPERTY DYNAMIC9751352,6
4DWS Top Dividende9848112,5
5Deka DAX ETFETFL062,4
6hausInvest9807012,2
7grundbesitz europa9807001,9
8SEB ImmoInvest9802301,6
9Stuttgarter DividendenfondsA1CXWP1,6
10Deka Immobilien-Europa9809561,6

Quelle: Börse Hamburg, Fondsumsätze vom 01.02.2018 bis einschließlich 27.02.2018

Börse Hamburg: Fondsumsätze im Januar auf 71 Millionen Euro gestiegen

  • Anleger handeln Fondsanteile im Wert von 71 Mio. Euro: +22 Prozent
  • CS PROPERTY DYNAMIC mit 10,7 Mio. Euro erstmalig auf Platz 1  
  • Drei Dividenden-Fonds unter den Top 10 nach Umsatz
  • Emerging Markets Fonds Top – Short Fonds Flop

Hamburg, 31. Januar 2018 – Im ersten Monat des neuen Jahres konnten im Fondshandel der Börse Hamburg Umsätze von rund 71 Mio. Euro erzielt werden. Im Vergleich zum Dezember 2017 (58 Mio. Euro) ergibt das ein Umsatzplus von rund 22 Prozent. Die ersten Monate gehören erfahrungsgemäß zu den umsatzstärksten des gesamten Jahres. Bei einer positiven Stimmung am Markt zeigen Anleger am Anfang eines jeden Jahres überwiegend Kaufinteresse. Die Anlagebücher der institutionellen Investoren werden im Januar wieder geöffnet und erhöhen erfahrungsgemäß die Umsätze an den Börsen. Die internationalen Aktienmärkte zeigten sich im Januar weiter bullisch. Dax und Dow Jones markierten mit 13.597 bzw. 26.617 Punkten neue historische Höchststände. Auch der EuroStoxx50 konnte mit 3.687 Punkten fast den Jahreshöchststand aus 2017 erreichen, dieser lag bei 3.697 Punkten.  

Der Fondshandel konnte von der positiven Stimmung am Aktienmarkt profitieren.  Für die bullische Stimmung am Aktienmarkt sind nicht zuletzt die weiterhin positiven, konjunkturellen Rahmendaten ausschlaggebend. Laut  ZEW beurteilen die befragten Experten den Ausblick als auch die konjunkturelle Lage im Januar 2018 positiv. Die Konjunkturerwartungen für Deutschland stiegen laut ZEW um 3,0 Punkte auf einen aktuellen Wert von 20,4 Punkten. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland ist um 5,9 Punkte auf einen neuen Indexwert von 95,2 Punkten gestiegen. Das ist der beste Wert seit Beginn der Umfrage im Dezember 1991. Wichtigster Wachstumstreiber bleibt laut ZEW der private Konsum und auch das weltwirtschaftliche Umfeld in Europa und den USA wird deutlich besser beurteilt als noch Ende 2017. Alles gute Voraussetzungen für steigende Unternehmensgewinne und höhere Kurse am Aktienmarkt.

Politische Ereignisse, wie z. B. der militärische Konflikt zwischen Kurden und der Türkei haben kaum Auswirkungen auf das Börsengeschehen. Auch die Tatsache, dass Deutschland vier Monate nach der Bundestagswahl immer noch keine neue Regierung hat, lässt die Börsianer weitgehend kalt.

Immobilien- und Dividendenfonds unter den TOP 10

Auch im ersten Monat des neuen Jahres dominierten offene Immobilienfonds (OIFs) den Fondshandel der Börse Hamburg. Sieben der „ToP 10 nach Umsatz“ waren OIFs, drei Fonds hatten den Anlageschwerpunkt Dividendenwerte.  

Einen deutlichen Sprung von Platz 23 im Dezember auf Platz 1 im Januar vollzog der CS PROPERTY DYNAMIC (WKN: 975135) mit einem Umsatz von 10,7 Mio. Euro, bei deutlichem Abstand zum CS EUROREAL (WKN: 980500), der mit 5,6 Mio. Euro Platz 2 belegt. Auf Platz 3 und 4 landeten mit dem grundbesitz europa sowie dem hausInvest bei Umsätzen von 3,8 bzw. 2,9 Mio. Euro zwei OIFs, die nicht in Liquidation befindlich sind. Das ist ein Zeichen dafür, dass Anleger bei Fondsinvestments unverändert auf Sachwerte und damit auf Immobilien setzen, die einen längeren Anlagehorizont erfordern. Obwohl die Dividendensaison noch nicht richtig begonnen hat, investierten Anleger im Januar bereits in Aktienfonds mit dem Anlageschwerpunkt Dividendenwerte. Unter den ToP 10 nach Umsatz landeten der DWS Top Dividende (WKN: 984811) auf Platz 7, gefolgt vom iShares STOXX Global Select Dividend 100 ETF (WKN: A0F5UH) und dem Stuttgarter  Dividendenfonds (WKN: A1CXWP) auf den Plätzen 9 und 10.

Emerging Markets Fonds Top – Short Fonds Flop

Zu den Fonds mit der besten Performance im Vergleich zum Vormonat gehörten im Januar Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Emerging Markets sowie Portugal.  Platz 1 nach Performance belegt der Comstage MSCI Emerging Markets Leveraged 2x Daily ETF (WKN: ETF128) mit einem Plus von 13,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Der Fonds bildet die Wertentwicklung des MSCI Daily TR Net Emerging Markets Index mit einem zweifachen Hebel ab. Platz 2 belegt mit plus 12,6 Prozent der Comstage PSI 20 Leveraged ETF (WKN: ETF048); dieser Fonds knüpft an die Preisentwicklung der 20 größten und liquidesten an der Euronext in Lissabon notierten Unternehmenswerte ab. Auf Platz 3 bis 5 gelangten der UBS (Lux) Equity Brazil (WKN: A0MMB2) mit plus 11,8 Prozent, der Natixis-Emerise Latin America Equity (WKN: 989734) mit plus 11,7 Prozent sowie der BGF-China Fund (WKN: A0Q7YF) mit plus 11,6 Prozent Performance im Januar.

Auf der Verliererseite standen im ersten Monat des Jahres Fonds, die u. a. auf fallende Kurse setzen, somit in Short-Positionen investieren. Schlusslicht war im Januar mit einem Minus von 13,4 Prozent der DB X-TRACKERS S&P 500 2x Inverse Daily ETF (WKN: DBX0B6), welcher die doppelte umgekehrte Wertentwicklung des S&P 500 Index abbildet. Danach folgen mit einem Minus von 9,7 Prozent der ProShares Ultrashort Gold (WKN: A1J41R) und der SPDR Dow Jones REIT ETF (WKN: A0MYDX) mit minus 8,5 Prozent. Letzterer verfolgt als Anlageziel die Widerspiegelung der Wertentwicklung des DJ S&P US Select REIT Index.

Top-10 der Fonds nach Umsatz an der Börse Hamburg im Januar 2018

 FondsnameWKNUmsatz in Mio. Euro
1CS PROPERTY DYNAMIC97513510,7
2CS EUROREAL9805005,6
3grundbesitz europa9807003,8
4hausInvest9807012,9
5SEB ImmoInvest9802302,7
6grundbesitz global9807052,4
7DWS Top Dividende9848111,9
8Deka-ImmobilienEuropa9809561,5
9iShares STOXX Global Select Dividend 100 ETFA0F5UH1,4
10Stuttgarter DividendenfondsA1CXWP1,3

Quelle: Börse Hamburg, Fondsumsätze vom 01.01.2018 bis einschließlich 30.01.2018

Rebalancing GERMAN GENDER INDEX: Zwölf neue Unternehmen und mehr Frauen im Vorstand

Hannover, 24. März 2017 – Der GERMAN GENDER INDEX, der bundesweit erste Aktien-Index, der die Gender Diversität in der Führungsebene deutscher Unternehmen abbildet, hat das reguläre halbjährliche Rebalancing abgeschlossen. Mit Wirkung zum 7. April 2017 (Handelsende) steigen zwölf neue Unternehmen in den Index auf. Mit sechs Smallcaps unter den Aufsteigern fallen dieses Mal besonders kleinere Unternehmen durch ein ausgewogeneres Geschlechterverhältnis in der Unternehmensführung auf. Bei den Branchen zeigen sich die Neulinge vielfältig: von Biotech, über Logistik, Energie, Immobilien bis hin zu Automobilzulieferern ist eine große Bandbreite vertreten.

Bewegung im Vorstand

Während bislang vor allem die Aufsichtsräte weibliche Mitglieder gewannen, geraten nun auch die Vorstandsreihen in Bewegung. Drei Unternehmen steigen mit weiblicher Verstärkung im Vorstand deutlich im Ranking auf: Daimler rückt mit zwei  weiblichen Vorständen von Platz 26 auf Platz 14 in die Top 20 auf, ProSiebenSat.1 SE kehrt mit einer Frau im Vorstand von Platz 61 auf Platz 26 in den Index zurück, die Schaeffler AG zieht mit einer Vorstandsfrau auf Platz 38 neu in den Index ein. Insgesamt hat sich der Anteil der Unternehmen mit mindestens einem weiblichen Vorstandsmitglied seit der letzten Erhebung im September 2016 von 58 auf 68 Prozent, also um zehn Prozent erhöht. „Das ist eine beachtliche Steigerung innerhalb eines Zeitraums von nur sechs Monaten. Wir hoffen, dass sich diese Entwicklung bis zur nächsten Auswertung fortsetzt“, sagt Hendrik Janssen, Geschäftsführer der Börse Hannover.

Wenig Veränderung in Aufsichtsräten

Bei den Aufsichtsräten sind die Zahlen weitestgehend gleich geblieben: 94 Prozent weisen mindestens ein weibliches Mitglied vor. Die Quote von 30 Prozent weiblichen Mitgliedern erreichen aber nur rund 70 Prozent der Index-Unternehmen. So wird beispielsweise die Commerzbank, mit einer Aufsichtsrätin weniger, aus dem Index ausscheiden. Die zooplus AG verlässt den Index, da sie die Anforderungen an Marktkapitalisierung und Liquidität der Aktie nicht mehr erfüllte.

So funktioniert das Rebalancing

Der GERMAN GENDER INDEX spiegelt die Aktien von 50 deutschen Unternehmen mit einer hohen Gender Diversität in Vorstand und Aufsichtsrat wider und wird regelmäßig auf seine Zusammensetzung geprüft. Basis bilden die nach Freefloat-Marktkapitalisierung 300 größten deutschen börsennotierten Unternehmen, die definierte Liquiditätsanforderungen erfüllen müssen. Diese werden auf den Anteil weiblicher und männlicher Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder geprüft und gewichtet. Bei einer Verbesserung des Verhältnisses in Richtung der Geschlechterparität in beiden Gremien steigt ein Unternehmen in der Gesamtbewertung auf und ein anderes ab. Der Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder wird bei der Bewertung doppelt gewichtet.

Für Privatanleger bietet der Ampega GenderPlus Aktienfonds (WKN: A12BRD) die Möglichkeit, an der Indexentwicklung des GERMAN GENDER INDEX zu partizipieren. Das nächste reguläre Rebalancing findet am 6. Oktober 2017 statt.

Weitere Informationen zum GERMAN GENDER INDEX, zu den enthaltenen Aktien sowie zu den Auswahlkriterien und der fortlaufenden Prüfung durch die Initiatoren finden Anleger unter www.boersenag.de/GERMANGENDERINDEX. Unter diesem Link finden sie zudem die neuen „Zahlen, Daten, Fakten“ zum GERMAN GENDER INDEX mit der Aufstellung der 50 Indexwerte sowie einer Aufschlüsselung nach Branchenzugehörigkeit.

Rebalancing des GERMAN GENDER INDEX am 7. April 2017

AusgeschiedenISINNeu im IndexISIN
 STADA Arzneimittel AG DE0007251803 Medigene AG DE000A1X3W00
 Deutsche EuroShop AG DE0007480204 Deutsche Beteiligungs AG DE000A1TNUT7
 Gerresheimer AG DE000A0LD6E6 Hamburger Hafen u. Logistik AG DE000A0S8488
 Bechtle AG DE0005158703 Innogy SE DE000A2AADD2
 zooplus AG DE0005111702 ProSiebenSat. 1 Media SE DE000PSM7770
 Commerzbank AG DE000CBK1001 Washtec AG DE0007507501
 Symrise AG DE000SYM9999 GEA Group AG DE0006602006
 Celesio AG DE000CLS1001 SCHAEFFLER AG DE000SHA0159
 ElringKlinger AG DE0007856023 SAF-Holland SA LU0307018795
 Vonovia SE DE000A1ML7J1 Hamborner REIT AG DE0006013006
 Diebold Nixdorf AG DE000A0CAYB2 Wüstenrot & Württembergische AG DE0008051004
 alstria office REIT-AG DE000A0LD2U1 Siltronic AG DE000WAF3001