BÖAG Börsen AG: Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover im zweiten gemeinsamen Geschäftsjahr weiter erfolgreich
28.12.2018 – Düsseldorf/Hamburg/Hannover
• Börse Düsseldorf maximiert Handelsangebot
• Börse Hamburg behauptet Marktposition
• Börse Hannover weiter erfolgreich mit Indizes
• Elektronische Handelssysteme gut positioniert
• Fondsbörse Deutschland bleibt Marktführer
Das Börsenjahr 2018 war im Verlauf durch eine Vielzahl kursbewegender Ereignisse geprägt und geht auch turbulent zu Ende. Zu den wichtigsten Einflussfaktoren auf das Börsengeschehen zählte unzweifelhaft der amerikanische Präsident Donald Trump und sein in diesem Jahr entfachter Streit um Handelszölle gegen den Rest der Welt. Aber auch das Megathema Brexit und Italiens Umgang mit der EU und seinen Europartnern ließen die Märkte nicht kalt. Unter dem Strich blieb für den deutschen und den europäischen Aktienmarkt ein Minus im zweistelligen Prozentbereich, der US-Aktienmarkt liegt im Vergleich zum Jahresanfang nur wenige Prozent im Minus. In diesem schwierigen Marktumfeld konnten sich die Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover, die auf das zweite gemeinsame Geschäftsjahr unter der Trägergesellschaft BÖAG Börsen AG zurückblicken, mit ihren verschiedenen Produkten und Leistungen respektable Ergebnisse erzielen. Die drei Skontroführer-Handelsplätze haben 2018 ein Handelsvolumen von 9,7 Milliarden Euro erreicht und liegen damit leicht unter dem Niveau vom Vorjahr (10,2 Mrd. Euro). „Angesichts der turbulenten Marktentwicklung im laufenden Jahr sind wir zufrieden mit unserem Kerngeschäft, dem Handel in Aktien, Anleihen, Investmentfonds und ETFs. Es zeigt sich, dass wir trotz eines herausfordernden Wettbewerbs mit unseren insgesamt fünf börslichen Plattformen gut positioniert sind“, erläutert Dr. Thomas Ledermann, Vorstand der BÖAG Börsen AG. Neben den Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover erweitern die elektronischen Handelssysteme LS Exchange und Quotrix sowie die Fondsbörse Deutschland das Marktplatzspektrum der BÖAG Börsen AG.
Börse Düsseldorf maximiert Handelsangebot
Nach dem Courtageverzicht bei Aktien- und Anleihen im Vorjahr wurde nun auch der Handel mit Fonds und ETPs forciert, was die Marktposition weiter stärkte. Das Order- und Umsatzwachstum in diesem Segment hat sich 2018 verdoppelt. „Insbesondere bei den ETFs spüren wir deutlich mehr Nachfrage, weshalb wir die Auswahl der Indexfonds stark erweitert haben“, erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf. Bei den Börsenlistings konnten verschiedene Gesellschaften für eine Erstnotierung in Düsseldorf gewonnen werden. Thematisch waren Unternehmen im Umfeld Blockchain-Anwendungen häufiger vertreten, sodass sich ein interessantes Cluster rund um diese neuen Technologien gebildet hat.
Börse Hamburg – Offene Immobilienfonds weiter im Fokus der Anleger
Auch im Jahr 2018 stand der Fondshandel der Börse Hamburg ganz im Zeichen der Offenen Immobilienfonds (OIFs), wobei der Anteil der in Liquidation befindlichen OIFs, für die die Anteilsrücknahme seitens der Kapitalverwaltungsgesellschaft ausgesetzt wurde, zunehmend durch aktive, teilweise auch neue Immobilienfonds ersetzt wird. Vermehrt sind auch aktive Aktienfonds und ETFs unter den Top 10 nach Umsatz zu finden. Mit annähernd 4.000 Fonds gehört der Fondshandel Hamburg unverändert zu den führenden Handelsplätzen für Investmentfonds in Deutschland. Anleger haben hier die Möglichkeit, ihre Anteile ohne Ausgabeaufschlag zu Marktpreisen jederzeit kaufen und verkaufen zu können.
Börse Hannover – Indizes entwickeln sich erfreulich
Der Global Challenges Index (GCX) konnte erneut eine positive Performance ablegen. Während Vergleichsindizes wie der DAX oder der MSCI World auf Jahressicht nachgaben, beendet der GCX das Jahr 2018 sogar mit einem leichten Plus von 1 Prozent. Seit seiner Auflage am 3. September 2007 konnte der GCX insgesamt eine Wertsteigerung von 133 Prozent verzeichnen. Zudem konnte das Anlagevolumen in Lizenzprodukte auf den GCX auf rund 500 Millionen Euro (Vorjahr: 397 Millionen Euro) gesteigert werden.
Auch der German Gender Index konnte sich 2018 erfreulich entwickeln. Der Ampega GenderPlus Aktienfonds (WKN: A12BRD), der in Unternehmen des German Gender Index investiert, konnte das Anlagevolumen im letzten Jahr deutlich von 5 auf 43 Millionen Euro steigern. „Wir sind mit der Entwicklung unserer Indizes sehr zufrieden. Insbesondere der GCX hat bei der Performance und dem investierten Volumen die Erwartungen voll erfüllt“, erläutert Hendrik Janssen, Vorstand der BÖAG Börsen AG.
Elektronische Handelssysteme gut positioniert
Im abgelaufenen Jahr 2018 konnten auf den beiden elektronischen Handelssystemen Quotrix und LS Exchange die Umsätze als auch die Anzahl der gelisteten Wertpapiere weiter gesteigert werden. Im Jahr 2016 startete die Börse Hamburg in Kooperation mit dem Market Maker Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG die LS Exchange, an der zurzeit rund 7.500 Wertpapiere gehandelt werden. Das seit 2001 an der Börse Düsseldorf angesiedelte elektronische Handelssystem Quotrix wird mit dem Market Maker ICF BANK AG betrieben und konnte 2018 ein Umsatzvolumen von 18,3 Milliarden Euro erzielen. In diesem Jahr konnten als neue Marktteilnehmer für beide Handelssysteme die Fintech Group Bank mit ihren Brokerage-Anbietern flatex und ViTrade gewonnen werden.
Fondsbörse Deutschland – Zweitmarkt und Erstmarkt
Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG (www.zweitmarkt.de) blieb auch 2018 unangefochten Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds. Über die Zweitmarkt-Plattform der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG und ihrem Tochterunternehmen Deutsche Zweitmarkt AG wurde durch mehr als 7.000 Vermittlungen ein Nominalumsatz von rund 300 Millionen Euro erzielt. Bei den gehandelten Assetklassen dominierten weiterhin Immobilienfonds den Umsatz. Seit Jahresanfang 2018 ist die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler Mitglied im Forum VuV e.V. und wird auch zukünftig die Zusammenarbeit mit Vermögensverwaltern und Family Offices ausbauen. Der Bereich „Erstmarkt“ wurde ebenfalls weiterentwickelt. Auf einer neuen Veranstaltungsreihe in fünf deutschen Städten wurde das Portal erstmarkt.de einem Fachpublikum vorgestellt. Der Ausbau eines B2B-Partnerportals wurde in 2018 weiter optimiert. Über www.erstmarkt.de können Anleger Alternative Investmentfonds (AIFs) online zeichnen. Die neue Zeichnungsplattform kombiniert neutrale Informationen mit der Option zur direkten Zeichnung – KAGB- und WpHG-konform. Sie bietet alle relevanten Daten zu aktuellen Produkten und deren Anbietern sowie Hintergründe rund um das Thema Sachwertinvestments.
Über die BÖAG Börsen AG
Die BÖAG Börsen AG ist Trägerin der maklergestützten Börsen in Düsseldorf, Hamburg und Hannover sowie der elektronischen Handelsplattformen Quotrix und LS Exchange. Zusammen zählen die drei Börsenplätze einschließlich ihrer Handelsplattformen mehr als 50.000 Listings von Wertpapieren, darunter Aktien, offene Fonds/ETFs, Anleihen, Genussscheine sowie Zertifikate/ETCs. Zu den Handelsteilnehmern zählen eine große Zahl inländischer Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsunternehmen. Anleger handeln an den Börsen Hamburg und Hannover die wichtigsten deutschen und alle ausländischen Aktien bis zu bestimmten Volumina courtagefrei. An der Börse Düsseldorf werden alle Aktien und Anleihen im Maklerhandel ohne Courtage gehandelt.
Weiter betreibt die BÖAG Börsen AG unter der Bezeichnung „Fondsbörse Deutschland“ einen Initiatoren-unabhängigen Marktplatz für geschlossene Fonds und mit der „Schuldscheinbörse Deutschland“ eine bankenunabhängige, handelsüberwachte Vermittlungsplattform für Schuldscheine im Sekundärmarkt. Mit dem Global Challenges und dem German Gender Index ist sie zudem im Bereich der nachhaltigen und alternativen Geldanlage aktiv. Weitere Informationen finden Sie unter www.boersenag.de
Die BÖAG Börsen AG, die Börse Düsseldorf, die Börse Hamburg, die Börse Hannover, Quotrix und die LS Exchange erteilen keine Anlageempfehlungen und veröffentlichen ausschließlich produktbezogene oder allgemeine Informationen. Historische Wertentwicklungen sind keine geeignete Indikation für künftige Renditen.
Außerplanmäßiges Rebalancing des Global Challenges Index: Osram Licht neu im Nachhaltigkeitsindex
Hannover, 07. November 2018 – Im Rahmen eines außerplanmäßigen Rebalancings beim Global Challenges Index (GCX) rückt Osram Licht zum 08. November 2018 in den nachhaltigen Aktienindex auf. Das Unternehmen überzeugte die Initiatoren – die Börse Hannover und die Nachhaltigkeits-Ratingagentur ISS-oekom – sowie den hochkarätig besetzten Beirat des GCX durch den Beitrag seiner Produkte zur Überwindung globaler Herausforderungen und durch herausragende Leistungen in Bezug auf branchenspezifische, besonders relevante Nachhaltigkeitsthemen und -risiken. Osram Licht ersetzt das Unternehmen CA Inc., das nach der vorangegangenen Akquisition durch Broadcom nicht mehr börsennotiert ist.
Der GCX umfasst 50 internationale Aktien besonders nachhaltig wirtschaftender Unternehmen, die sich der Bewältigung von sieben globalen Herausforderungen widmen. Dazu gehören u. a. Klimawandel, nachhaltige Waldwirtschaft, Bevölkerungsentwicklung, Armutsbekämpfung und verantwortungsvolle Führungsstrukturen. „Osram Licht trägt mit seinen Produkten aktiv zu einer nachhaltigen Entwicklung und damit auch der Erreichung globaler Nachhaltigkeitsziele wie den Sustainable Development Goals bei“, begründet Hendrik Janssen, Geschäftsführer der Börse Hannover und Vorstand der BÖAG Börsen AG, die Aufnahme des Unternehmens in den Index.
Produkte mit nachhaltiger Wirkung
Osram Licht leistet mit seinen Produkten einen wichtigen Beitrag zur Energieeffizienz und damit zum Klimaschutz. LED-basierte Beleuchtungselemente und -systeme machen die Mehrheit der Umsätze des Unternehmens aus. Die LED-Technologie ist nicht nur deutlich energieeffizienter als konventionelle Beleuchtungssysteme, sie erfordert auch einen deutlich geringeren Einsatz von umwelt- und gesundheitsgefährdenden Substanzen in der Herstellung und trägt so zum Umwelt- und Gesundheitsschutz bei.
Darüber hinaus erfüllt Osram Licht alle die strengen Nachhaltigkeitsanforderungen, die ISS-oekom an die Verleihung des Prime Status knüpft. Diese beziehen sich auf die Nachhaltigkeitsperformance der Unternehmen, die insbesondere die Nutzung von Chancen, das Erzielen eines positiven Impacts und den erfolgreichen Umgang mit branchenbezogenen Risiken abbildet.
Das nächste Rebalancing des GCX ist für den 15. März 2019 vorgesehen.
Börsen Düsseldorf, Hamburg, Hannover: Umsätze in aktiven Fonds und ETFs im dritten Quartal bei mehr als 800 Millionen Euro
- Anleger handeln Fondsanteile im Wert von 806 Mio. Euro
- iShares Core DAX ETF belegt mit 25,7 Mio. Euro Umsatz die Spitzenposition
- Thailand und Healthcare Top – Türkei- und Goldminen-Fonds Flop
Düsseldorf, Hamburg, Hannover, 28. September 2018 – Der Fonds- und ETF-Handel der Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover, einschließlich der elektronischen Handelssysteme Quotrix und LS Exchange, erreichte im dritten Quartal 2018 ein Umsatzvolumen von 806 Mio. Euro und konnte damit im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 (700 Mio.) um 15 Prozent zulegen. Darin enthalten sind Umsätze von mehr als 5.000 gelisteten aktiven Investmentfonds und mehr als 1.700 ETFs. Die BÖAG Börsen AG zählt mit ihren drei Börsen und zwei elektronischen Handelssystemen zu den führenden Marktplätzen im Handel von aktiven Fonds und ETFs und veröffentlicht zum zweiten Mal Zahlen zum Fonds- und ETF-Handel für alle drei Börsenplätze, einschließlich der elektronischen Handelssysteme Quotrix und LS Exchange. Trotz überwiegender Zurückhaltung der Marktteilnehmer im Börsenhandel von Aktien in den zurückliegenden Monaten und trotz Sommerpause konnte der Handel in Fonds und ETFs an den drei Börsenplätzen zulegen.
Die Aktienmärkte zeigten im dritten Quartal 2018 unterschiedliche Verläufe. Während der Dow Jones Index 9 Prozent zulegen und am 21. September bei 26.744 Punkten ein neues Allzeithoch markieren konnte, erreichten Dax und EuroStoxx50 lediglich eine Quartalsperformance von 1 bzw. 1,6 Prozent. Offensichtlich haben die Strafzollattacken von US-Präsident Trump zumindest auf den Aktienmärkten Wirkung gezeigt. Der US-Markt legte deutlich zu, während sich Europa seitwärts und Asien deutlich abwärts bewegte. Der Hang Seng Index verlor im abgelaufenen Quartal 4,3 Prozent. Ansonsten gab es keine größeren Ereignisse, die die Aktienmärkte nennenswert bewegten. Ein erneuter Waffengang in Syrien konnte vorerst abgewendet werden. Für Ungemach an den Aktien- und Anleihenmärkten könnte aber noch die angestiegenen Inflationsraten sorgen. In Deutschland und in der Eurozone liegen sie bereits bei 2 bzw. 2,1 Prozent, in den USA sogar bei 2,54 Prozent. Nachdem die FED bereits mit Zinserhöhungen vorangeschritten ist, könnte auch die EZB zunehmend unter Druck geraten. Steigende Zinsen führen erfahrungsgemäß zu Kursverlusten bei Aktien und Anleihen gleichermaßen.
Wenig Unterstützung gab es im dritten Quartal 2018 von der Konjunkturseite. Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat im August erneut etwas nachgegeben, liegt aber mit 101 Punkten (nach zuletzt knapp 104 Punkten) noch über der 100-Punkte-Schwelle. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im September auf 103,7 Punkte gefallen, nach 103,9 Punkten im August. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage und die Erwartungen haben sich etwas verschlechtert, bleiben aber positiv. Die deutsche Wirtschaft zeige sich stabil, auch wenn die Unsicherheit zunimmt.
Aktien-ETFs dominieren die Umsatzliste
Unter den „Top 10 nach Umsatz“ sind im dritten Quartal ausschließlich ETFs zu finden. Die Spitzenposition mit einem Umsatz von 25,7 Mio. Euro behauptete erneut der iShares Core DAX ETF (WKN: 593393) und liegt damit deutlich vor dem Deka DAX ETF (WKN: ETFL01), der mit 22,4 Mio. Umsatz Platz 2 belegt. Danach folgen der iShares Core MSCI World ETF (WKN: A0RPWH) mit 20,7 Mio. Umsatz auf Platz 3 und der iShares TecDAX ETF (WKN: 593397) mit 17,8 Mio. Euro Umsatz auf Platz 4. Alle Top 10 nach Umsatz sind ETFs auf bekannte Aktienindizes. Der Trend zu ETFs ist ungebrochen. Sie stehen bei vielen Anlegern im Vordergrund, da sie unterschiedlichste Anlagestrategien ermöglich-en, flexibel handelbar und deutlich kostengünstiger als aktive Fonds sind.
Thai- und Healthcare-Fonds Top – Türkei- und Goldminen-Fonds Flop
An den Aktienmärkten kam es im zweiten Quartal bei ausgewählten Ländern und speziellen Assetklassen zu sehr unterschiedlichen Kursverläufen. Fonds mit Anlageschwerpunkt Aktien aus Thailand, Polen und dem Gesundheitssektor waren überwiegend auf der Gewinnerseite, dagegen führte die verschärfte Krise in der Türkei zu Kursverlusten bei türkischen Aktien und Anleihen sowie in dramatischer Weise bei der Landeswährung Lira.
Platz 1 mit plus 12,7 Prozent eroberte im dritten Quartal der Xtrackers MSCI Thailand ETF (WKN: DBX0GY). Auf Platz 2 gelangte der Pictet Health Fonds (WKN: A0B6PQ) mit plus 12,6 Prozent, gefolgt vom iShares MSCI Poland ETF (WKN: A1H5UP), der mit plus 12,4 Prozent Platz 3 belegt.
Auf der Verliererseite standen im dritten Quartal dagegen Fonds mit den Anlageschwerpunkten Türkei und Goldminen. Schlusslicht mit minus 30,5 Prozent ist der Türkisfund Bonds (WKN: 987859), der vorzugsweise in türkische Staatsanleihen investiert. Den zweitschlechtesten Platz nach Performance belegt der in überwiegend türkische Aktien investierte Fonds DWS Türkei (WKN: A0DPW3) mit einem Minus von 28,2 Prozent. Danach folgt der Türkisfund Equities (WKN: 987858) mit minus 27,6 Prozent. Schlusslicht bei den in Goldminen investierten Fonds ist der Konwave Gold Equity Fund (WKN: 757324) mit minus 20,9 Prozent.
Top 10 der Fonds/ETFs nach Umsatz im 3. Quartal 2018
| Fondsname | WKN | Umsatz in Mio. Euro | |
| 1 | iShares Core DAX ETF | 593393 | 25,7 |
| 2 | Deka DAX ETF | ETFL01 | 22,4 |
| 3 | iShares Core MSCI World ETF | A0RPWH | 20,7 |
| 4 | iShares TecDAX ETF | 593397 | 17,8 |
| 5 | Xtrackers DAX ETF | DBX1DA | 11,7 |
| 6 | iShares S&P 500 ETF | 622391 | 11,7 |
| 7 | iShares MDAX ETF | 593392 | 11,4 |
| 8 | ComStage MSCI World ETF | ETF110 | 11,3 |
| 9 | iShares Global Sel. Div. ETF | A0F5UH | 9,9 |
| 10 | iShares MSCI World ETF | A0HGV0 | 9,6 |
Quelle: BÖAG Börsen AG, Fondsumsätze vom 01.07.2018 bis einschließlich 27.09.2018
Rebalancing GERMAN GENDER INDEX: Sieben Unternehmen steigen in den Index auf
Hannover, 21. September 2018 – Der GERMAN GENDER INDEX, der bundesweit erste Index, der die Gender Diversität in den Führungsetagen börsennotierter, deutscher Unternehmen abbildet, hat das reguläre halbjährliche Rebalancing abgeschlossen. Mit Wirkung zum 5. Oktober 2018 steigen sieben Unternehmen in den Index auf. Davon gehören jeweils 3 dem DAX30 und dem MDAX an, 1 Unternehmen dem SDAX. Bei der Indexzugehörigkeit kann der GERMAN GENDER INDEX jetzt 22 DAX-Unternehmen vorweisen, die somit 44 Prozent des Index abbilden. 16 Unternehmen stammen aus dem MDAX, 11 aus dem SDAX und 1 Unternehmen (TUI AG) ist ohne Indexzugehörigkeit. Bei der Branchenverteilung der im Index vertretenen Unternehmen dominieren Finanzdienstleister mit 20 Prozent, gefolgt von Konsumgüterherstellern mit 14 Prozent und Automobile/-zulieferer mit 12 Prozent.
Anzahl von Frauen in den Vorständen fast unverändert
Von den 284 Vorständen der 50 Unternehmen, die im GERMAN GENDER INDEX vertreten sind, sind 50 (April 51) weiblich und 234 männlich. Der Durchschnitt der weiblichen Vorstände bleibt mit 18 Prozent unverändert im Vergleich zum Rebalancing vom April 2018. Auf den ersten beiden Plätzen beim Einzelwerte-Ranking gibt es einen Rollentausch. Die Aareal Bank erobert Platz 1 zurück und verweist die Medigene AG auf Platz 2. Platz 3 belegt die Wirecard AG, die zuvor auf Platz 16 stand. Platz 4 und 5 belegen die TUI AG und Telefonica Deutschland Holding AG. Von den 7 Aufsteigern in den GERMAN GENDER INDEX konnte die Vonovia AG Platz 9 im Einzelwerte-Ranking belegen, das Unternehmen hat eine Frau (25 Prozent) im Vorstand und 4 Frauen (33 Prozent) im Aufsichtsrat. Indexaufsteiger Kion Group schaffte es unmittelbar auf Platz 15 mit 25 Prozent Frauenanteil im Vorstand und 31 Prozent Frauenanteil im Aufsichtsrat.
Frauenanteil in den Aufsichtsräten steigt auf 34 Prozent
Bei den Aufsichtsräten haben sich die Zahlen wie folgt verändert: Von den 698 Aufsichtsratsmitgliedern aller 50 Indexunternehmen sind 239 weiblich. Das ist eine leichte Zunahme auf durchschnittlich 34 Prozent gegenüber 33 Prozent im April 2018. Die Anzahl der Unternehmen, die mindestens 1 weibliches Aufsichtsratsmitglied haben, ist von 45 auf 48 gestiegen, das entspricht jetzt einem Anteil von 96 Prozent gegenüber 90 Prozent im April 2018. Ein deutlicher Anstieg ist bei den Unternehmen zu verzeichnen, die im Aufsichtsrat die gesetzlich vorgeschriebene Quote von
mindestens 30 Prozent weiblichen Mitgliedern erfüllen. Ihre Anzahl stieg im Vergleich zum April von 32 auf 40 und damit von 64 Prozent auf jetzt 80 Prozent. Aus dem GERMAN GENDER INDEX ausscheiden mussten die 7 Unternehmen Bayer, Deutz, DIC Asset, GFT Technologies, Innogy, Tom Tailor und Washtec.
„Die Entwicklung geht in die gewünschte Richtung und wir sind gespannt, wie sich dieser Trend bis zur nächsten Auswertung fortsetzt“, sagt Hendrik Janssen, Geschäftsführer der Börse Hannover.
Rebalancing des GERMAN GENDER INDEX am 5. Oktober 2018
| Ausgeschieden | ISIN | Neu | ISIN |
| BAYER AG | DE000BAY0017 | BEIERSDORF AG | DE0005200000 |
| DEUTZ AG | DE0006305006 | DWS GROUP GMBH & CO KGAA | DE000DWS1007 |
| DIC ASSET AG | DE000A1X3XX4 | FRESENIUS MEDICAL CARE AG & Co. | DE0005785802 |
| GFT TECHNOLOGIES SE | DE0005800601 | HANNOVER RUECK SE | DE0008402215 |
| INNOGY SE | DE000A2AADD2 | KION GROUP AG | DE000KGX8881 |
| TOM TAILOR HOLDING SE | DE000A0STST2 | SARTORIUS AG-VORZUEGE | DE0007165631 |
| WASHTEC AG | DE0007507501 | VONOVIA SE | DE000A1ML7J1 |
So funktioniert das Rebalancing
Der GERMAN GENDER INDEX spiegelt die Aktien von 50 börsennotierten deutschen Unternehmen mit einer hohen Gender Diversität in Vorstand und Aufsichtsrat wider und wird regelmäßig auf seine Zusammensetzung geprüft. Basis bilden die nach Freefloat-Marktkapitalisierung 300 größten deutschen, börsennotierten Unternehmen, die definierte Liquiditätsanforderungen erfüllen müssen. Diese werden auf den Anteil weiblicher und männlicher Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder geprüft und gewichtet. Bei einer Verbesserung des Verhältnisses in Richtung der Geschlechterparität in beiden Gremien steigt ein Unternehmen in der Gesamtbewertung auf und ein anderes ab. Der Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder wird bei der Bewertung doppelt gewichtet.
Für Privatanleger bietet der Ampega GenderPlus Aktienfonds (WKN: A12BRD) die Möglichkeit, an der Indexentwicklung des GERMAN GENDER INDEX zu partizipieren. Das nächste reguläre Rebalancing findet am 5. April 2019 statt.
Weitere Informationen zum GERMAN GENDER INDEX, zu den enthaltenen Aktien sowie zu den Auswahlkriterien und der fortlaufenden Prüfung durch die Initiatoren finden Anleger unter www.boersenag.de/germangenderindex.
Unter diesem Link finden Sie zudem die neuen „Zahlen, Daten, Fakten“ zum GERMAN GENDER INDEX mit der Aufstellung der 50 Indexwerte sowie einer Aufschlüsselung nach Branchenzugehörigkeit.
Rebalancing des Global Challenges Index: Zusammensetzung des Nachhaltigkeitsindex bleibt unverändert – schärfere Aus-schlusskriterien verabschiedet
Hannover, 6. September 2018 – Im Rahmen des halbjährlichen Rebalancings beim Global Challenges Index (GCX) werden zum Stichtag 21. September 2018 keine Veränderungen vorgenommen. Die zurzeit im GCX enthaltenen 50 internationalen Aktienwerte werden laufend durch die Nachhaltigkeits-Ratingagentur ISS-oekom überprüft, dabei gab es keine Veranlassung für den Austausch einzelner Aktien. Die aktuelle Zusammensetzung konnte auch den GCX-Beirat überzeugen, der durch hochkarätige Persönlichkeiten besetzt ist sowie die Börse Hannover als Initiator und Lizenzgeber des GCX. Allerdings wurde das routinemäßige Rebalancing zum Anlass genommen, um zusätzliche und verschärfte Ausschlusskriterien für Unternehmen zu beschließen.
Strengere Ausschlusskriterien wurden konkret für Unternehmen verabschiedet, die in den Bereichen Kohleförderung, Kohleaufbereitung und thermische Nutzung, Erdölförderung sowie Raffination und thermische Nutzung von Erdöl tätig sind. Hier wird zukünftig ein Umsatzanteil von maximal 5 Prozent toleriert, bisher waren es 10 Prozent. Als zusätzliche Ausschlusskriterien wurden Hydraulic Fracturing („Fracking“) und der Abbau von Ölsanden aufgenommen. Hier gilt eine Umsatzgrenze von 0 Prozent, bereits geringste Aktivitäten in diesen Geschäftsfeldern führen zum Ausschluss der Unternehmen. „Auf die im GCX enthaltenen Unternehmen haben diese verschärften Ausschlusskriterien erwartungsgemäß keine Auswirkungen. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen im Markt für Nachhaltige Geldanlagen war die Anpassung dieser Kriterien jedoch sinnvoll, der GCX ist damit aktuell bestens im Markt positioniert“, erläutert Hendrik Janssen, Geschäftsführer der Börse Hannover und Vorstand der BÖAG Börsen AG.
Der GCX umfasst 50 internationale Aktien besonders nachhaltig handelnder Unternehmen, die sich der Bewältigung von sieben globalen Herausforderungen widmen. Dazu gehören u. a. Klimawandel, nachhaltige Waldwirtschaft, Bevölkerungsentwicklung, Armutsbekämpfung und verantwortungsvolle Führungsstrukturen. In den 11 Jahren seit seiner Auflegung am 3. September 2007 konnte der GCX eine bemerkenswerte Performance von 166 Prozent (Stand: 31.08.2018) erzielen und hat damit konventionelle und auch bekannte Nachhaltigkeits-Aktienindizes deutlich übertroffen. Der DAX kommt im gleichen Zeitraum auf eine Performance von lediglich 64 Prozent, der EuroStoxx50 auf 12 Prozent. Der Dow Jones Sustainable Index World kommt im gleichen Zeitraum auf eine Performance von 14 Prozent, der FTSE4Good Global auf 30 Prozent und der Natur-Aktien-Index auf 88 Prozent. „Das ist ein eindeutiges Ergebnis pro GCX und für uns der Beleg dafür, dass die besonders strengen Auswahlkriterien langfristig zu einer deutlichen Outperformance führen“, ergänzt Janssen. Zu den GCX-Unternehmen, die seit Jahresbeginn 2018 die beste Performance erzielt haben, gehören AMD mit 147 Prozent sowie Dassault und Rockwool Int. mit jeweils rund 58 Prozent.
GCX und der Anleihen-Basket Global Challenges Corporates (GCC) werden bereits seit vielen Jahren durch verschiedene Lizenznehmer genutzt. Das investierte Volumen in unterschiedliche Fonds- und Vermögensverwaltungsprodukte auf Basis von GCX und GCC erreichte Ende Juli 2018 die Marke von 500 Mio. Euro.
Das nächste Rebalancing des GCX ist für den 15. März 2019 vorgesehen.
Börsen Düsseldorf, Hamburg, Hannover: Umsätze in aktiven Fonds und ETFs im zweiten Quartal bei 700 Millionen Euro
- Anleger handeln Fondsanteile im Wert von 700 Mio. Euro
- iShares Core DAX ETF belegt mit 35 Mio. Euro Umsatz die Spitzenposition
- Energiewerte-Fonds Top – Türkei- und Brasilien-Fonds Flop
Düsseldorf, Hamburg, Hannover, 29. Juni 2018 – Der Fonds- und ETF-Handel der Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover, einschließlich der elektronischen Handelssysteme Quotrix und LS Exchange, erreichte im zweiten Quartal 2018 ein Umsatzvolumen von 700 Mio. Euro. Darin enthalten sind Umsätze von mehr als 5.000 gelisteten aktiven Investmentfonds sowie mehr als 1.700 ETFs. Die BÖAG Börsen AG zählt mit ihren drei Börsen und zwei elektronischen Handelssystemen zu den führenden Marktplätzen im Handel von aktiven Investmentfonds und ETFs und veröffentlicht für das zweite Quartal 2018 erstmals Zahlen zum Fonds- und ETF-Handel für alle drei Börsenplätze einschließlich der elektronischen Handelssysteme Quotrix und LS Exchange. Marktbedingt konnte das Niveau vom ersten Quartal 2018 nicht gehalten werden, in dem ein Gesamtumsatz von rund 1 Milliarde Euro erzielt wurde. Die Korrektur am Aktienmarkt, die den DAX zwischen Ende Januar und Ende März von seinem historischen Höchststand bei 13.560 Punkten bis auf 11.787 Punkte einbrechen ließ, führte unmittelbar zu rückläufigen Umsätzen im Fonds- und ETF-Handel. Zwar konnten sich die Aktienmärte im zweiten Quartal von ihren Tiefständen wieder etwas erholen und der DAX im Mai bis auf 13.170 Punkte zulegen, die allgemeine Verunsicherung blieb jedoch erhalten und in der letzten Juniwoche gab es einen erneuten Rücksetzer.
Zu den Negativfaktoren, die das Marktgeschehen beherrschten, gehörten einmal mehr Trumps Strafzölle und die damit verbundene Befürchtung, dass sich ein dauerhafter internationaler Handelskrieg ausbreiten könnte. Das Wahlergebnis in Italien und Äußerungen von Regierungsmitgliedern in Italien zum Euro, zur EU und zum möglichen Umgang mit den Staatsschulden dieses wichtigen EU-Kernlandes schickten den Euro zwischenzeitlich auf Talfahrt und ließen die Rendite italienischer Staatsanleihen in die Höhe schießen. Last not least führte Trumps Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran und die Ablehnung einer gemeinsamen Erklärung des G7-Treffens für großen Unmut bei den westlichen Partnern der USA.
Auch von der Konjunkturseite erhielt der Markt im abgelaufenen zweiten Quartal keine Unterstützung. Seit November 2017 befindet sich der Ifo-Geschäftsklimaindex im Sinkflug, im Juni wurde ein neuer 12-Monats-Tiefpunkt bei 101,80 Punkten erreicht. Die Erwartungen der Unternehmen bleiben zwar leicht optimistisch, allerdings flaut der Rückenwind für die deutsche Wirtschaft sukzessive ab.
Aktien-ETFs dominieren die Umsatzliste
Unter den „Top 10 nach Umsatz“ sind im zweiten Quartal neun ETFs und ein offener Immobilienfonds (OIF) vertreten.
Die Spitzenposition mit einem Umsatz von 35 Mio. Euro eroberte der iShares Core DAX ETF (WKN: 593393) und liegt damit deutlich vor dem Deka DAX ETF (WKN: ETFL01), der mit 21,4 Mio. Umsatz Platz 2 belegt. Danach folgen der iShares Core MSCI World ETF (WKN: A0RPWH) mit 19,4 Mio. Umsatz auf Platz 3 und der iShares TecDAX ETF (WKN: 593397) mit 17,8 Mio. Euro Umsatz auf Platz 4. Einziger aktiver Investmentfonds unter den Top 10 nach Umsatz ist der OIF hausInvest mit 9,4 Mio. Umsatz auf Platz 10. War der Fondshandel vor wenigen Jahren noch durch aktive Fonds gekennzeichnet, so stehen heute eindeutig ETFs im Vordergrund, die eine Vielzahl an Indizes abbilden und damit auch unterschiedlichste Anlagestrategien ermöglichen.
Energiewerte-Fonds Top – Türkei- und Brasilien-Fonds Flop
Ungeachtet des allgemeinen Trends an den Aktienmärkten kam es im zweiten Quartal bei aussgewählten Branchen und Regionen zu starken Ausschlägen in beide Richtungen. Auf der Gewinnerseite und Performance-Spitzenreiter mit einem Plus von rund 32 Prozent waren im zweiten Quartal 2018 die beiden Aktien-ETFs First Trust Nasdaq Oil&Gas (WKN: A2DKJ7) und der SPDR S&P Oil&Gas Exploration&Production ETF (WKN: A0MYDY). Der starke Anstieg der Rohölpreise in den zurückliegenden Monaten hat Fonds und ETFs mit dem Anlageschwerpunkt Energiewerte deutlich beflügelt.
Auf der Verliererseite standen im zweiten Quartal dagegen Fonds/ETFs mit den Anlageschwerpunkten Türkei und Brasilien. Der First Trust Brazil AlphaDEX Fund (WKN: A14ZA1) verlor 27,5 Prozent, der iShares MSCI Turkey kam auf ein Minus von 25,7 Prozent. Beide Länder leiden zurzeit unter politischen und wirtschaftlichen Problemen, einhergehend mit einem starken Verfall der jeweiligen Landeswährung.
Top 10 der Fonds/ETFs nach Umsatz im 2. Quartal 2018
| Fondsname | WKN | Umsatz in Mio. Euro | |
| 1 | iShares Core DAX ETF | 593393 | 35,1 |
| 2 | Deka DAX ETF | ETFL01 | 21,4 |
| 3 | iShares MSCI World ETF | A0RPWH | 19,4 |
| 4 | iShares TecDAX ETF | 593397 | 17,8 |
| 5 | Xtrackers DAX ETF | DBX1DA | 15,6 |
| 6 | Deka DAX ETF (ausschüttend) | ETFL06 | 14,7 |
| 7 | ComStage MSCI World ETF | ETF110 | 12,5 |
| 8 | iShares MDAX ETF | 593392 | 10,4 |
| 9 | iShares Pfandbriefe ETF | 263526 | 9,6 |
| 10 | hausInvest | 980701 | 9,5 |
Quelle: BÖAG Börsen AG, Fondsumsätze vom 01.04.2018 bis einschließlich 28.06.2018
Rebalancing GERMAN GENDER INDEX: Fünf Unternehmen rücken auf und erneut mehr Frauen in den Vorständen
Hannover, 22. März 2018 – Der GERMAN GENDER INDEX, der bundesweit erste Index, der die Gender Diversität in den Führungsetagen börsennotierter, deutscher Unternehmen abbildet, hat das reguläre halbjährliche Rebalancing abgeschlossen. Mit Wirkung zum 6. April 2018 steigen fünf neue Unternehmen in den Index auf, allein drei davon gehören dem MDAX an. Bei der Indexzugehörigkeit kann der GERMAN GENDER INDEX jetzt 21 DAX-Unternehmen vorweisen, die somit 42 Prozent des Index abbilden. 12 Unternehmen stammen aus dem MDAX, 10 aus dem SDAX und 5 aus dem TecDAX. Bei den Branchen zeigen sich die Neuzugänge vielfältig: Von Medien über Konsum- und Industriegüter bis zum Finanzdienstleister Commerzbank AG sind mehrere Branchen vertreten.
Bewegung in den Vorständen
Während bislang eher die Aufsichtsräte weibliche Mitglieder gewannen, geraten zunehmend die Vorstandsreihen in Bewegung. Von den 277 Vorständen der 50 Unternehmen, die im GERMAN GENDER INDEX vertreten sind, sind 51 weiblich und 226 männlich. Der Durchschnitt der weiblichen Vorstände erhöhte sich damit leicht von 17 auf 18 Prozent im Vergleich zum Rebalancing vom Oktober 2017. Die ersten drei Plätze im Einzelwerte-Ranking bleiben mit der Medigine AG (Platz 1), der Aareal Bank AG (Platz 2) und der Evonik Industrie AG (Platz 3) unverändert im Vergleich zum Oktober 2017. Von Platz 10 auf Platz 4 rückte die Siemens AG auf. Sie konnte bei unverändert 2 Frauen (25 Prozent) im Vorstand die Anzahl der Frauen im Aufsichtsrat weiter von 6 auf 7 und somit die Quote von 30 auf 35 Prozent steigern. Platz 5 verteidigte erfolgreich die Hamburger Hafen und Logistik AG. Der beste Index-Newcomer Pfeiffer Vacuum Technology AG erobert Platz 24 mit 25 Prozent Frauenanteil im Vorstand und 20 Prozent im Aufsichtsrat. Insgesamt hat sich der Anteil der Unternehmen mit mindestens einem weiblichen Vorstandsmitglied seit der letzten Erhebung im Oktober 2017 von 82 auf 88 Prozent deutlich erhöht. „Die Entwicklung geht schneller, als viele glauben. Wir sind gespannt, wie sich dieser Trend bis zur nächsten Auswertung fortsetzt“, sagt Hendrik Janssen, Geschäftsführer der Börse Hannover.
Veränderungen auch in den Aufsichtsräten
Bei den Aufsichtsräten sind die Zahlen weitestgehend gleich geblieben: Von den 689 Aufsichtsratsmitgliedern aller 50 Indexunternehmen sind 33 Prozent weiblich, im Oktober 2017 waren es 32 Prozent. 45 von 50 Unternehmen (90 Prozent) haben mindestens ein weibliches Mitglied, bei 64 Prozent der Indexunternehmen wird die gesetzlich vorgeschriebene Quote von 30 Prozent weiblichen Mitgliedern mindestens erreicht. Aus dem GERMAN GENDER INDEX ausscheiden mussten die fünf Unternehmen CEWE, Morphosys, SAF Holland, Sartorius und Tele Columbus.
Rebalancing des GERMAN GENDER INDEX am 6. April 2018
| Ausgeschieden | ISIN | Neu im Index | ISIN |
| CEWE STIFTUNG & CO. | DE0005403901 | AXEL SPRINGER SE | DE0005501357 |
| MORPHOSYS AG | DE0006632003 | COMMERZBANK AG | DE000CBK1001 |
| SAF-HOLLAND SA | LU0307018795 | METRO AG (St.) | DE000BFB0019 |
| SARTORIUS AG | DE0007165631 | PFEIFFER VACUUM TECHNOLOGY AG | DE0006916604 |
| TELE COLUMBUS AG | DE000TCAG172 | OSRAM Licht AG | DE000LED4000 |
So funktioniert das Rebalancing
Der GERMAN GENDER INDEX spiegelt die Aktien von 50 deutschen Unternehmen mit einer hohen Gender Diversität in Vorstand und Aufsichtsrat wider und wird regelmäßig auf seine Zusammensetzung geprüft. Basis bilden die nach Freefloat-Marktkapitalisierung 300 größten deutschen börsennotierten Unternehmen, die definierte Liquiditätsanforderungen erfüllen müssen. Diese werden auf den Anteil weiblicher und männlicher Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder geprüft und gewichtet. Bei einer Verbesserung des Verhältnisses in Richtung der Geschlechterparität in beiden Gremien steigt ein Unternehmen in der Gesamtbewertung auf und ein anderes ab. Der Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder wird bei der Bewertung doppelt gewichtet.
Für Privatanleger bietet der Ampega GenderPlus Aktienfonds (WKN: A12BRD) die Möglichkeit, an der Indexentwicklung des GERMAN GENDER INDEX zu partizipieren. Das nächste reguläre Rebalancing findet am 5. Oktober 2018 statt.
Weitere Informationen zum GERMAN GENDER INDEX, zu den enthaltenen Aktien sowie zu den Auswahlkriterien und der fortlaufenden Prüfung durch die Initiatoren finden Anleger unter www.boersenag.de/germangenderindex.
Unter diesem Link finden sie zudem die neuen „Zahlen, Daten, Fakten“ zum GERMAN GENDER INDEX mit der Aufstellung der 50 Indexwerte sowie einer Aufschlüsselung nach Branchenzugehörigkeit.
Rebalancing des Global Challenges Index: Siemens Gamesa, Interface und Pearson neu im Nachhaltigkeitsindex
Hannover, 2. März 2018 – Im Rahmen des Rebalancings beim Global Challenges Index (GCX) rücken mit Siemens Gamesa, Interface und Pearson drei neue Unternehmen zum 16. März 2018 in den Aktienindex auf. Überzeugen konnten die Unternehmen die Initiatoren – die Börse Hannover und die Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research – sowie den hochkarätig besetzten Beirat des GCX durch ihr nachhaltiges Wirtschaften und die Ausgestaltung ihrer Produkte und Dienstleistungen.
Der GCX umfasst 50 internationale Aktien besonders nachhaltig handelnder Unternehmen, die sich der Bewältigung von sieben globalen Herausforderungen widmen. Dazu gehören u. a. Klimawandel, nachhaltige Waldwirtschaft, Bevölkerungsentwicklung, Armutsbekämpfung und verantwortungsvolle Führungsstrukturen. „Siemens Gamesa, Interface und Pearson tragen mit ihren Produkten aktiv zu einer nachhaltigen Entwicklung und damit auch der Erreichung globaler Nachhaltigkeitsziele wie den Sustainable Development Goals bei“, begründet Hendrik Janssen, Geschäftsführer der Börse Hannover und Vorstand der BÖAG Börsen AG, die Aufnahme der Unternehmen in den Index.
Branchenvielfalt bei den Neuzugängen
Siemens Gamesa Renewable Energy leistet einen wichtigen Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energiequellen und für den Übergang zu einem nachhaltigeren Energiesystem. Neben seiner Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels fördert das Unternehmen auch den Zugang zu erneuerbaren Energiequellen in Entwicklungsländern.
Interface produziert modulare Teppiche und entwickelt hierfür spezielle Produktionstechnologien, um Abfall zu reduzieren und gebrauchte Teppiche zurückzugewinnen. Auf diese Weise können Post-Consumer-Materialien wie Nylon zu neuen Produkten recycelt werden. Neben gebrauchten Teppichen gewinnt und recycelt Interface auch alte Fischernetze, die sonst Ozeane und Küstengebiete verschmutzen würden.
Das Verlagshaus Pearson bietet Bildungs- und Schulungsunterlagen, Assessment-Dienstleistungen zur Messung des Lernfortschritts sowie weitere Dienstleistungen für Bildungseinrichtungen, Regierungen und individuell Lernende. Die Produktpalette richtet sich an verschiedene Bildungsstufen, von der Primar- und Sekundarschule bis hin zur Hochschul- und Berufsausbildung. Die Produkte und Dienstleistungen haben das Potenzial, zur Erreichung des globalen Nachhaltigkeitsziels der Bildung für alle beizutragen.
Darüber hinaus erfüllen alle drei Unternehmen die strengen Nachhaltigkeitsanforderungen für den oekom Prime Status. Diese beziehen sich auf die Nachhaltigkeitsperformance der Unternehmen, die insbesondere die Nutzung von Chancen, das Erzielen eines positiven Impacts und den erfolgreichen Umgang mit branchenbezogenen Risiken abbildet.
Markus Tacke, CEO Siemens Gamesa: “Wir sind stolz darauf, dass Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A. in den Global Challenges Index aufgenommen wurde. Dies ist eine erfreuliche Anerkennung unserer Geschäftsstrategie, die sich auf die globalen Herausforderungen unseres Jahrtausends konzentriert. Unser Unternehmen stellt sich ganz bewusst und aktiv dieser Verantwortung und leistet substanzielle, zukunftsweisende Beiträge zur Bewältigung der globalen Herausforderungen. Wir sind sicher, dass damit nachhaltigkeitsorientierte Anleger ihren treuhänderischen Pflichten nachkommen und gleichzeitig den langfristigen Wert ihres Vermögens sichern können“.
Bruce Hausmann, CFO von Interface freut sich über die Aufnahme in den GCX: „Interface arbeitet unermüdlich daran, seinen Aktionären und Investoren die Werthaltigkeit seines nachhaltigen Unternehmenszwecks zu demonstrieren. Wir sind stolz über die Aufnahme in den Global Challenges Index und die damit verbundene Anerkennung der von uns unternommenen Anstrengungen für den Klimaschutz.“
Kate James, Chief Corporate Affairs and Global Marketing Officer, Pearson PLC, kommentiert: „Unser Ziel bei Pearson ist es, mit unseren Lernangeboten Menschen dabei zu helfen, Fortschritte im Leben zu machen. Wir freuen uns, dass unser Fokus und unsere Leistungen als sozial und ökologisch verantwortungsbewusstes Unternehmen durch die Aufnahme in den Global Challenges Index entsprechend gewürdigt werden. Der GCX stellt eine wichtige Benchmark für beispielhafte Geschäftsführung dar.“
Strenge Auswahlkriterien nicht mehr erfüllt
Hintergrund des Wechsels ist das reguläre Rebalancing des GCX. Die Index-Zusammensetzung wird halbjährlich geprüft. Genügen Aktien nicht mehr den strengen Auswahlkriterien, werden an ihrer Stelle neue Titel in den Index aufgenommen.
Aus dem Index gestrichen wurden SAP wegen Korruptionsfällen bei der südafrikanischen Tochter von SAP, sowie Linde und Sky jeweils wegen des voraussichtlichen Verlusts ihres Prime-Status im Zuge anstehender Fusionen oder Übernahmen.