BÖAG Börsen AG: Migration der Handelsplätze auf elektronisches Handelssystem T7 abgeschlossen und Handel erfolgreich gestartet
Düsseldorf/Hamburg/Hannover, 29. Juli 2026 – Die BÖAG Börsen AG, Trägergesellschaft der Börsen in Düsseldorf, Hamburg und Hannover, hat die Migration ihrer Handelsplätze von dem bisherigen elektronischen Handelssystem XONTRO auf das neue Handelssystem T7 gemeinsam mit den Projektpartnern abgeschlossen und den Handel erfolgreich gestartet.
Neues System für modernsten Handel
Das Orderrouting-, Handels- und Abwicklungssystem XONTRO wurde zum 24. Juli 2026 eingestellt und in diesem Zuge von dem neuen Handelssystem T7 abgelöst. Das von der Deutsche Börse AG entwickelte, leistungsstarke System setzt modernste Markttechnologie sowie eine hochskalierbare globale Infrastruktur ein und ist für den Handel mit hohen Volumina und hohen Geschwindigkeiten ausgelegt. Mit dem Handelssystem T7 werden bereits rund 20 Märkte weltweit betrieben, nun auch die Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover.
Bewährtes System wird nach mehr als 30 Jahren abgelöst
Das am Markt seit mehr als 30 Jahren etablierte elektronische Handelssystem XONTRO wurde von der BrainTrade betrieben. Es unterstützte den gesamten Handelsprozess vom Orderrouting über die maklergestützte Preisbildung bis hin zur Geschäftsabwicklung im Handel von börsennotierten nationalen und internationalen Wertpapieren und bot umfangreiche Funktionen für den OTC-Direkthandel.
„XONTRO hat uns technisch zuverlässig seit vielen Jahren im elektronischen Handel begleitet. Mit T7 blicken wir nun in die Zukunft und erhalten ein innovatives System, das ausgezeichnete Voraussetzungen für den schnellen und modernen Handel bietet“, erklärt Hendrik Janssen, Vorstandsmitglied der BÖAG Börsen AG. „Wir danken den Projektpartnern Deutsche Börse AG und BrainTrade GmbH für die gute Zusammenarbeit bei der Migration und freuen uns über den erfolgreichen Handelsstart mit T7“, ergänzt Sven Marxsen, ebenfalls Mitglied des Vorstandes der BÖAG Börsen AG.
Weitere technische Informationen zur T7-Migration unter https://www.xontro.de/index.php/T7-Migration
BÖAG Börsen AG vollzieht vollständige Übernahme der vwd TransactionSolutions AG und erweitert Vorstand
Düsseldorf/Hamburg/Hannover, 29. Juni 2026 – Die BÖAG Börsen AG, Trägergesellschaft der Börsen in Düsseldorf, Hamburg und Hannover, übernimmt 100 Prozent der Geschäftsanteile an der vwd TransactionSolutions AG (vwdTS). Das in Frankfurt ansässige Unternehmen gehört zu den führenden IT-Dienstleistern mit Spezialisierung im Betrieb elektronischer Handelsplattformen.
Mit der vollständigen Übernahme der vwdTS stärkt die BÖAG Börsen AG ihre Position im wachsenden Markt des elektronischen Wertpapierhandels und das gemeinsame Wachstumspotenzial.
Gewinn von technischem Know-how und Flexibilität
Bereits seit 2017 sind die BÖAG Börsen AG und die vwdTS partnerschaftlich eng verbunden. Bei den elektronischen Handelssystemen Quotrix der Börse Düsseldorf und European lnvestor Exchange der Börse Hannover stellt die vwdTS bereits den technischen Betrieb sicher. Mit ihren innovativen Systemen und kundenorientierten Dienstleistungen aus einer Hand zählt sie zahlreiche namhafte europäische Banken, Broker und Finanzdienstleister zu ihren Kunden.
„Die vwdTS gehört seit vielen Jahren zu unseren engsten Partnern, auf deren Erfahrung und sichere Infrastruktur wir uns verlassen können“, sagt Sven Marxsen, Vorstandsmitglied der BÖAG Börsen AG. „Mit der Übernahme gewinnen wir umfangreiches Know-how im technischen Betrieb unserer Handelsplätze und können diese zukünftig noch aktiver und flexibler gestalten. Damit ergänzen wir unser Portfolio in idealer Weise“, fügt Hendrik Janssen, Vorstandsmitglied der BÖAG Börsen AG, hinzu.
Jens Meuser neu im Vorstand
Gleichzeitig wird der Vorstand der BÖAG Börsen AG zum 1. Juli 2026 um Jens Meuser erweitert, der seit 2016 die vwdTS leitet. „Jens Meuser bereichert unseren Vorstand mit seiner langjährigen Expertise, die die Entwicklung der BÖAG Börsen AG insbesondere im technischen Bereich weiter voranbringen wird“, ergänzt Dr. Thomas Ledermann, Aufsichtsratsvorsitzender der BÖAG Börsen AG. „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben im Vorstand, sowie die vwdTS als Teil der BÖAG-Gruppe auszubauen und die vertrauensvolle Zusammenarbeit zu vertiefen“, erklärt Jens Meuser.
Weitere Informationen zur vwdTS unter: https://www.infront.co/global/en/solutions/modules/transaction-solutions.html
Wechsel im Aufsichtsrat der BÖAG Börsen AG
- Dr. Friedhelm Steinberg verabschiedet sich nach über 23 Jahren aus dem Aufsichtsrat
- Börsenpräsident Frank Schriever tritt neu in das Gremium ein
Düsseldorf/Hamburg/Hannover, 30. April 2026 – Im Rahmen der heutigen Hauptversammlung der BÖAG Börsen AG – Trägergesellschaft der Börse Düsseldorf, der Börse Hamburg und der Börse Hannover – wurde Frank Schriever neu in den Aufsichtsrat gewählt.
Dr. Friedhelm Steinberg, der dem Aufsichtsrat seit 2002 angehörte und mehrfach den Vorsitz innehatte, verabschiedet sich aus dem Gremium. „Dr. Friedhelm Steinberg hat als langjähriger Wegbegleiter der BÖAG Börsen AG in seinen Funktionen als Aufsichtsrat wie auch als Börsenpräsident der Börse Hamburg die Entwicklung des Unternehmens maßgebend mitgeprägt. Wir danken ihm herzlich für seine hervorragende Arbeit und freuen uns, dass er uns als Ehrenpräsident der Hanseatischen Wertpapierbörse weiterhin unterstützt“, erklärt Dr. Thomas Ledermann, Aufsichtsratsvorsitzender der BÖAG Börsen AG. Steinberg wirkte maßgeblich bei der Fortentwicklung der BÖAG Börsen AG mit und leistete in den vergangenen Jahren wichtige Impulse bei der Umsetzung der Initiativen der Trägergesellschaft.
Nachfolger von Steinberg wird der aktuelle Börsenpräsident der Hanseatischen Wertpapierbörse Frank Schriever (Vice Chairman Wealth Management der Deutsche Bank AG), der bereits seit 2011 Mitglied des Börsenrates ist. „Auch nach über 23 Jahren bleibe ich der BÖAG Börsen AG weiter eng verbunden und gebe meine Aufgaben im Aufsichtsrat an einen sehr kompetenten und engagierten Nachfolger weiter. Ich bin mir gewiss, dass Herr Schriever als ausgewiesener Finanzexperte viele neue Impulse einbringen wird“, sagt Steinberg zu seinem Abschied. „Neben meiner Funktion als Börsenpräsident der Börse Hamburg freue ich mich sehr, die BÖAG Börsen AG als Aufsichtsrat in ihrer weiteren Unternehmensentwicklung mitgestalten zu können“, ergänzt Schriever. Die Attraktivität der verschiedenen Handelsplätze soll für Anleger fortlaufend gesteigert und der digitale Ausbau weiter vorangebracht werden.
Neuer Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der BÖAG Börsen AG setzt sich aus führenden Vertretern der norddeutschen Financial Community zusammen. Er besteht aus folgenden Mitgliedern: Dr. Thomas Ledermann (Vorsitz), Matthias Battefeld (Vorstand Hannoversche Volksbank eG) als Stellvertretender Vorsitzender, Jasper Hanebuth (Finanzvorstand der Norddeutschen Landesbank Girozentrale), Dr. Hinrich Holm (Vorsitzender des Vorstands Investitionsbank Berlin), Frank Schriever (Vice Chairman Wealth Management der Deutsche Bank AG) und Dr. Jan Zurek (Bereichsvorstand der Hamburger Sparkasse AG).
Börse Düsseldorf: Liberation Day als Börsen-Unwort 2025 gewählt
- Trumps Zollpolitik nach dem „Liberation Day“ wirbelte die Märkte durcheinander
- Kandidaten „Big Beautiful Bill“ und „Friedensangst“ landen auf den Folgeplätzen
- Profis aus dem Börsenumfeld bestimmten zum 25. Mal das Unwort der Branche
Düsseldorf, 13. Januar 2026 – Der „Liberation Day“ bleibt als prägendes Unwort der Börsen- und Finanzwelt für das Jahr 2025 in Erinnerung. Zu diesem einhelligen Urteil kam sowohl die Experten-Umfrage unter den Mitarbeitenden der Börsen, Market Maker und Gremien, als auch das öffentliche Online-Voting. Auf das Gewinnertreppchen schafften es des Weiteren die Kandidaten „Big Beautiful Bill“ und „Friedensangst“, während für „Fiskal-Bazooka“ und „Demokratisierung der Geldanlage“ nur die Folgeplätze blieben. Es ist das 25. Mal, dass am Düsseldorfer Handelsplatz das offizielle Börsen-Unwort für das vergangene Jahr ermittelt wird. Begonnen hatte es mit dem Begriff „Gewinnwarnung“ für das Jahr 2001.
US-Präsident Donald Trump proklamierte am 2. April 2025 den „Liberation Day“, als er ankündigte, für rund 180 Länder und Territorien neue Zölle auf in die USA importierte Waren zu erheben. Während der Name eine Befreiung der US-Wirtschaft von vermeintlich unfairen Handelspartnern suggerierte, verbarg sich dahinter die Ankündigung der aggressivsten Zollpolitik seit Jahrzehnten. An den internationalen Börsen lösten die Zölle einen massiven Kursrutsch aus, führten zu einer höheren Volatilität und belasteten insbesondere Branchen, die von globalen Lieferketten abhängen. Für private wie institutionelle Anleger bedeutete dieser Tag keine Befreiung, sondern der Beginn erheblicher Marktunsicherheit. Mit „America First“ wurde dem US-Präsidenten bereits für das Jahr 2018 ein Börsen-Unwort zugeschrieben.
„Alle Äußerungen von US-Präsident Donald Trump – egal ob in Interviews, offiziellen Statements oder auf Social Media – werden von der Börse sehr aufmerksam verfolgt und können oftmals Auslöser für steigende oder fallende Kurse sein“, so Dr. Rolf Deml, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf. „Auch wenn die angekündigten Zölle durch intensive Nachverhandlungen und bilaterale Abkommen inzwischen vielfach gesenkt wurden, markiert der Liberation Day einen Wendepunkt im globalen Welthandel und hat die Beziehungen der USA zu Deutschland und Europa nachhaltig belastet“, so der Börsenchef weiter.
Das zweitplatzierte Börsen-Unwort „Big Beautiful Bill“ geht auf Trumps Wirtschafts- und Steuerpolitik im letzten Jahr zurück. Die „Friedensangst“ kam 2025 bei manchen Aktionären von im Kurs hoch gelaufenen Rüstungsaktien auf, wenn sich in militärischen Konfliktherden eine Entschärfung der Lage abzeichnete. Als „Fiskal-Bazooka“ wurde das im Parlament als Sondervermögen verabschiedete milliardenschwere Investitionspaket bezeichnet, unter anderem zur Modernisierung von Infrastruktur und Verteidigung. Und unter dem Deckmantel einer „Demokratisierung der Geldanlage“ wurde Privatanlegern ein niederschwelliger Zugang zur riskanten Assetklasse Private Equity ermöglicht, die bisher nur besonders vermögenden oder professionellen Investoren vorbehalten war.
Seit 25 Jahren ermittelt das Team der Börse Düsseldorf ein Börsen-Unwort im jährlichen Rückblick. Die Wahl erfolgt in Anlehnung an die 1991 ins Leben gerufene sprachkritische Aktion des Germanisten Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser. Die bisherigen Börsen-Unwörter lauten: „StaRUG“ (2024), „Ultradiversifikation“ (2023), „Zufallsgewinne“ (2022), „Taschengeld-Trader“ (2021), „Corona-Gewinner“ (2020), „Finanztransaktionssteuer“ (2019), „America First“ (2018), „Bitcoin Boom“ (2017), „Anlagenotstand“ (2016), „Zinswende“ (2015), „Guthabengebühr“ (2014), „Billiges Geld“ (2013), „Freiwilliger Schuldenschnitt“ (2012), „Euro-Gipfel“ (2011), „Euro-Rettungsschirm“ (2010), „Bad Bank“ (2009), „Leerverkauf“ (2008), „Subprime“ (2007), „Börsen-Guru“ (2006), „Heuschrecken“ (2005), „Seitwärtsbewegung“ (2004), „Bester Preis“ (2003), „Enronitis“ (2002) und das erste Düsseldorfer Börsen-Unwort war „Gewinnwarnung“ (2001).

Über die Börse Düsseldorf
Die Börse Düsseldorf ist einer der wichtigsten Handelsplätze für Privatanleger in Deutschland. Im maklergestützten Handel sichert das seit 1999 bestehende Quality Trading erstklassige Handelsbedingungen und Leistungsgarantien, beispielsweise Courtage-Befreiung für alle Aktiengeschäfte. Zudem können Anleger seit 2001 über das elektronische Handelssystem Quotrix ganz ohne börsliche Kosten, schnell und direkt mit dem Market Makern handeln oder Limitorders platzieren – inklusive neutraler Handelsüberwachung. Neben den handelsseitigen Leistungen bietet die Börse Düsseldorf im Freiverkehr unter anderem mit dem Qualitätssegment Primärmarkt attraktive Listing-Möglichkeiten für kleinere und mittelgroße Unternehmen. Die nordrhein-westfälische Börse hat ihren Ursprung im Jahr 1553 in Köln, 1875 fand die erste Düsseldorfer Börsenversammlung statt. Seit 2017 ist die BÖAG Börsen AG Trägerin der öffentlich-rechtlichen Börse Düsseldorf. Sie betreibt zudem die Börse Hamburg und Börse Hannover inklusive deren elektronische Handelssysteme LS Exchange und European Investor Exchange.