Banken und Europa als Motor der Märkte

Bei den US-Aktien standen die großen Technologiewerte zuletzt im Fokus der Investoren. Doch mit der aktuellen Berichtssaison konnten zusätzlich auch der Industriesektor und vor allem Banken und Finanzdienstleister zulegen. Mit der klassischen Zinsmarge, also der Differenz zwischen dem Guthabenzins für Kundeneinlagen und den Kreditzinsen für nachgefragte Finanzierungen können die Banken endlich wieder Geld verdienen. Und bei der Weitergabe von Leitzins-Zinserhöhungen durch die Zentralbanken zu Gunsten der Sparer halten sich viele Institute noch auffallend zurück.

Der Dow Jones konnte gestern ein neues 52-Wochen-Hoch bei knapp 35.000 Punkten erreichen. Seit Jahresanfang sind das aber nur rund 5,5 Prozent die gleiche Strecke ist es nochmal bis zu den bisherigen Rekordständen, wo erst ab rund 37.000 Punkten Neuland betreten wird. Die Entwicklung bei den meisten europäischen Indizes und beim DAX hatte sich in 2023 bisher eindrucksvoll abgekoppelt: Der deutsche Leitindex notiert rund 16 Prozent höher und erfreut Anleger seit Mai mit regelmäßigen Ausflügen über die 16.000-Punkte-Marke sowie mit einem Verlaufshoch bei 16.427 vor rund einem Monat.

Auch wenn der Handel an manchen Tagen etwas lustlos wirkt, ist von einer Sommerpause nur wenig zu spüren. Bis zur anstehenden EZB-Sitzung am 27. Juli dürfte sich daran auch nichts ändern, denn „Unsere Arbeit ist noch nicht zu Ende“, sagte Notenbankpräsidentin Lagarde zuletzt.

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Newsletter vom 19. Juli 2023

Thomas Strelow, Börse Düsseldorf

Foto Thomas Strelow