Börse Hamburg mit neuem Börsenrat

Hamburg, 05. Dezember 2025 – An der Börse Hamburg wurde der Börsenrat für die Amtsperiode 2026 bis 2028 gewählt. Auf der heutigen konstituierenden Sitzung wurde Frank Schriever, Vice Chairman Wealth Management der Deutsche Bank AG, zum neuen Vorsitzenden des Börsenrates gewählt. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende des Börsenrates löst Marcus Vitt ab, der seit 2003 dem Gremium angehörte und die Position des Vorsitzenden eine Amtsperiode innehatte. „Mit Frank Schriever übernimmt ein renommierter Finanzexperte den Vorsitz des Börsenrates. Er bringt nicht nur langjährige Expertise, sondern auch eine klare Vision für die Zukunft des Börsenplatzes Hamburg mit. Ich wünsche ihm viel Erfolg für die nächste Amtsperiode“, erklärt Marcus Vitt zur Amtsübergabe. Schriever ist seit 2011 Börsenratsmitglied. „Ich freue mich, den Vorsitz zu übernehmen. Gemeinsam mit dem Börsenrat möchte ich die Börse Hamburg als modernen, transparenten und zukunftsfähigen Handelsplatz weiterentwickeln“, betont Schriever. Sein Ziel: die Attraktivität für Anleger steigern und die Position der Börse im digitalen Zeitalter festigen.

Zur Stellvertreterin bzw. zu Stellvertretern wurden Silke Grimm (Mitglied des Vorstandes der Euler Hermes Deutschland NL der Euler Hermes SA), Kai Jordan (Mitglied des Vorstandes der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG), Gernot Mittendorfer (Geschäftsführer der Trade Republic Bank GmbH) und Dr. Olaf Oesterhelweg (Mitglied des Vorstandes der Hamburger Sparkasse AG) bestimmt.

Der Börsenrat ist das zentrale Organ der Börse Hamburg. Er ist unter anderem für die Bestellung und Überwachung der Geschäftsführung zuständig und erlässt die wichtigsten Regelwerke. Das Gremium besteht aus Vertretern von Kreditinstituten, Skontroführern, Market Makern, der Anlegerschaft und Unternehmen, deren Wertpapiere an der Börse Hamburg zugelassen sind, sowie Vertretern sonstiger betroffener Wirtschaftsgruppen.

Börsenrat Hamburg 2026 bis 2028
Vorsitzender
Frank SchrieverVice Chairman Wealth Management der Deutsche Bank AG
Stv. Vorsitzende
Silke GrimmMitglied des Vorstandes der Euler Hermes Deutschland NL
der Euler Hermes SA
Kai JordanMitglied des Vorstandes der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG
Gernot MittendorferGeschäftsführer der Trade Republic Bank GmbH
Dr. Olaf OesterhelwegMitglied des Vorstandes der Hamburger Sparkasse
Weitere Mitglieder
Markus BarthVorsitzender des Vorstandes der Aramea Asset Management AG
Steffen BätjerMitglied des Vorstandes der Fielmann Group Aktiengesellschaft
Martin BergerVorsitzender des Aufsichtsrates der DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft
Rita HerbersMitglied des Vorstandes der Hamburger Volksbank eG
Gerrit KaufholdMitglied des Vorstandes der Enapter AG
Raik MildnerMitglied des Vorstandes der HanseMerkur Versicherungsgruppe
Markus NeukirchMitglied des Vorstandes der Deutsche WertpapierService Bank AG
Leif ÖsterwindHead of Trading Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG
Sven PadbergVorstand der FSA FinanzServiceAgentur AöR
Sabine Schoon-RennéBereichsvorständin der Commerzbank für die comdirect
Stephan SchrameierMitglied des Vorstandes der M.M.Warburg & CO (AG & Co.) Kommanditgesellschaft auf Aktien
Ralf SommerVorsitzender des Vorstandes der Hamburgischen Investitions- und Förderbank
Sachverständige
Prof. Dr. Christoph KumpanDirektor des Instituts für Unternehmens- und Kapitalmarktrecht
Bucerius Law School – Hochschule für Rechtswissenschaft
gemeinnützige GmbH
Merle Schmidt-BruunMitglied des Vorstands der Hamburg Hochbahn AG
Dr. Jörg StotzSprecher der Geschäftsführung der HANSAINVEST Hanseatische Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Dr. Michael SchwalbaVorsitzender des Stiftungsrats der Karg-Stiftung
Oliver SzabriesMitglied des Vorstandes der ICF BANK AG Wertpapierhandelsbank

BÖAG Börsen AG: Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover mit breitem Angebot und stabilem Jahresergebnis

  • Börse Düsseldorf und Quotrix positionieren sich mit ETPs und Krypto
  • Börse Hamburg feiert 20 Jahre Fondshandel und weiterhin stark mit LS Exchange
  • Börse Hannover wächst erfolgreich mit nachhaltiger Index-Familie
  • Fondsbörse Deutschland bleibt Marktführer

Düsseldorf/Hamburg/Hannover, 30. Dezember 2022 – Die BÖAG Börsen AG, Trägergesellschaft der Skontroführerbörsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover sowie der elektronischen Handelssysteme LS Exchange und Quotrix, blickt trotz krisengeprägter Finanzmärkte auf ein erfolgreiches Jahr 2022 zurück. Mit einem Handelsvolumen von 63,5 Milliarden Euro erreichten die BÖAG-Handelsplätze trotz leicht rückläufiger Umsätze an den Handelsplätzen ein stabiles Ergebnis. Der Handelserfolg des Vorjahres (Umsätze von 76 Mrd. Euro) konnte im Zuge der Kurskorrekturen im Aktien- und Anleihebereich nicht gehalten werden. Die Handelsumsätze liegen damit rund 16 Prozent unter denen von 2021, aber immer noch deutlich höher als 2020 (50 Mrd. Euro).

„Die kurz hintereinander ausgelösten, weltweiten Krisen durch die Corona-Pandemie und den Ukrai-ne-Krieg haben Wirtschaft und Gesellschaft hart getroffen und wirken sich natürlich ebenso auf die Finanzmärkte aus. Mit dem rapiden Anstieg der Inflation und der deutlichen Erhöhung der Zinsen durch die führenden Notenbanken sind Wirtschaft, Verbraucher und Anleger stark verunsichert“, sagt Dr. Thomas Ledermann, Vorstand der BÖAG Börsen AG. „Alle Krisen haben irgendwann ein Ende und bieten damit die Chance zum günstigen Einstieg. Bei einer Erholung und Stabilisierung der Aktienmärkte winken Kursgewinne bei steigenden Handelsumsätzen“, fährt Ledermann fort.

Börse Düsseldorf und Quotrix punkten mit ETPs und Krypto-Produkten, Nachfrage bei Listings bleibt stabil

Den rückläufigen Aktivitäten an den Finanzmärkten im Jahr 2022 konnten sich auch die Börse Düsseldorf und ihr elektronischer Market-Maker-Handelsplatz Quotrix nicht entziehen. Positiv festzuhalten bleibt, dass der Umsatz in Düsseldorf in ETPs deutlich gesteigert wurde. Auch im Fondsbereich konnte der Marktanteil trotz rückläufigem Gesamtmarkt gesteigert werden. Auf Quotrix verzeichnete der Handel mit Anleihen im zurückliegenden Jahr Zuwächse, da Fremdwährungspapiere schon etwas länger wieder mit attraktiven Zinscoupons aufwarten.

Das Angebot börsennotierter Krypto-Produkte hat sich 2022 an den Handelsplätzen Düsseldorf und Quotrix verdoppelt: Mit aktuell 106 ETPs bzw. Zertifikaten bieten sie die größte Auswahl in Deutschland. Wertpapiere auf insgesamt 25 unterschiedliche Coins können gehandelt werden, aber auch rund 20 Produkte, die einen gemischten Korb von Digitalwährungen enthalten. Die über das bestehende Wertpapierdepot handelbaren Krypto-Produkte stoßen nicht nur bei den Kunden der angeschlossenen Neobroker und Onlinebanken auf Interesse, sondern auch im breiten Publikum.

Trotz schwachem Kapitalmarktumfeld blieb die Anzahl neuer Listings an der Börse Düsseldorf mit insgesamt 41 Wertpapieren stabil: Es wurden 11 neue Aktiengesellschaften im Freiverkehr sowie 1 Upgrade in das Qualitätssegment Primärmarkt gezählt. Eine leichte Steigerung zeigte sich bei den 29 neuen Anleihen und Zertifikaten. „Wir verzeichnen ein anhaltend großes Interesse von Listing-Anfragen für die Börse Düsseldorf und den Primärmarkt. Das Netzwerk von Kapitalmarktpartnern schätzt unsere unkomplizierten und zügigen Prozesse sowie den persönlichen Kontakt bei Projekten rund um Going Public oder Corporate Actions“, erklärt Dr. Rolf Deml, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.

Börse Hamburg: 20 Jahre Fondshandel und LS Exchange weiterhin stark

Das elektronische Handelssystem LS Exchange der Börse Hamburg liegt im Jahr 2022 bei Handelsumsätzen und Trades nur leicht unter dem Vorjahresniveau. Die umsatzstärksten Aktien sind aus dem Bereich der Technologiewerte, mit Unternehmen wie Tesla, Amazon, BioNTech, Apple und NVIDIA.

Auch die Handelsumsätze des Aktien-, Anleihen- und Fondshandels der Börse Hamburg waren im Jahr 2022 marktbedingt leicht rückläufig. Wie in den letzten Jahren wurden Immobilienfonds sowie Aktienfonds und ETFs mit Anlageschwerpunkten in den Bereichen Energie und Nachhaltigkeit am meisten gehandelt. Der Fondshandel Hamburg feierte 2022 sein 20-jähriges Jubiläum. Mit seiner Einführung im Jahr 2002 ermöglichte er Anlegern damals erstmalig in Deutschland, Investmentfonds an der Börse zu kaufen und zu verkaufen. Die Börse Hamburg zählt unverändert zu den führenden Handelsplätzen im Fondshandel, an dem mehr als 3.000 Investmentfonds/ETFs börsentäglich ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Marktpreisen gehandelt werden können.

Der von der Börse Hamburg und der Hamburger Sparkasse initiierte Regionalindex HASPAX konnte seit seiner Auflegung im Jahr 1996 bis heute eine Performance von + 418 Prozent erzielen und damit den deutschen Leitindex DAX40 (+ 390 Prozent) übertreffen. Die erfolgreichsten Unternehmen stammen aus den Branchen regenerative Energien, Immobilien, Mode und Konsumgüter.

HASPAX – TOP 5 Performance 2022 (30.12.2022)
PNE AG*+ 156,0 %
Bijou Brigitte mod. Access. AG+ 91,0 %
Deutsche EuroShop AG+ 52,2 %
ENCAVIS AG+ 19,8 %
Beiersdorf AG+ 18,4 %
*) PNE AG ist in HASPAX und NISAX enthalten

Börse Hannover: 20 Jahre NISAX20 und 15 Jahre Global Challenges Index – GCX Emerging Markets geht Mitte 2022 an den Start

Der niedersächsische Aktienindex NISAX20 der Börse Hannover blickt zu seinem 20-jährigen Jubiläum auf eine erfolgreiche Entwicklung zurück: Seit seinem Start vor 20 Jahren bei 1.000 Punkten kann er heute mit rund 6.900 Punkten ein Plus von 590 Prozent verzeichnen und damit Vergleichsindizes wie den DAX40 oder den EuroStoxx50 deutlich übertreffen. Mit 156 Prozent Plus erzielte die PNE AG die beste Performance im Jahr 2022.

NISAX20 – TOP 5 Performance 2022 (30.12.2022)
PNE AG*+ 156,0 %
EnviTec Biogas AG+ 44,8 %
Hannover Rück SE**+ 14,0 %
Talanx AG+ 9,6 %
GBK Beteiligungen AG+ 5,5 %
*) PNE AG ist in HASPAX und NISAX enthalten
**) Hannover Rück SE ist in NISAX und GCX enthalten

Der Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover konnte zu seinem 15-jährigen Jubiläum das Jahr 2022 mit rund 3.600 Punkten (30.12.2022) abschließen und damit seit seiner Auflage im Jahr 2007 ein Plus von rund 260 Prozent erzielen. Mit Einführung des neuen Schwesterindex Global Challenges Index Emerging Markets (GCX EM) zur Jahresmitte bei gleichzeitiger Auflage eines Indexfonds durch den Lizenznehmer Warburg Invest AG sind nun auch nachhaltig wirtschaftende Unternehmen aus Schwellenländern investierbar geworden. Aktuell nutzen sechs Lizenznehmer den GCX als Grundlage für verschiedene Anlageprodukte, in die auch Privatanleger nachhaltig investieren können. Mehrere Investmentfonds, die in die Aktien des GCX investieren, können zudem Siegel vom FNG, das österreichische Umweltzeichen und gute Bewertungen von Stiftung Warentest vorweisen. Das investierte Volumen in den GCX konnte in den letzten 5 Jahren um mehrere hundert Prozent auf derzeit rund 1,1 Mrd. Euro gesteigert werden.

GCX – TOP 5 Performance 2022 (30.12.2022)
First Solar Inc+ 78,0 %
Pearson PLC+ 46,5 %
Ormat Technologies Inc.+ 22,6 %
Hannover Rück SE**+ 14,0 %
Canadian National Railway+ 4,5 %
**) Hannover Rück SE ist in NISAX und GCX enthalten

„In der kontinuierlichen Weiterentwicklung des GCX zu einer Indexfamilie mit verschiedenen Schwerpunkten zeigt sich der Erfolg unseres Indexkonzepts, das sich vor allem durch strengste Nachhaltigkeitskriterien auszeichnet. Auch die erneut positive Bewertung einzelner GCX-Fonds bei Stiftung Warentest ist eine erfreuliche Bestätigung, dass wir mit dem Index auf dem richtigen Weg sind. Wir freuen uns auf weitere Projekte, mit denen wir nachhaltig wirtschaftende Unternehmen weiter fördern können“, sagt Hendrik Janssen, Vorstand der BÖAG Börsen AG.

Fondsbörse Deutschland

Auch 2022 war die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG unangefochtener Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds. Über die Zweitmarkt-Plattformen der Fondsbörse Deutschland und des Tochterunternehmens Deutsche Zweitmarkt AG wurden mehr als 6.600 Transaktionen abgewickelt. Dabei wurde ein Nominalumsatz von rund 266 Millionen erzielt. Im Oktober 2022 wurden die beiden Gesellschaften verschmolzen. Die Handelsabwicklung verläuft seitdem zentral über das Handelsportal der Fondsbörse Deutschland.

Bei den gehandelten Assetklassen dominierten weiterhin Immobilienfonds mit einem Umsatzanteil von rund 63 Prozent, wobei im Jahresverlauf in Gestalt sinkender Umsätze und nachgebender Kurse immer deutlicher die Folgen der Zinswende spürbar waren. Schiffsfonds setzten hingegen ihre Renaissance des Vorjahres fort und erreichten in Folge anhaltend hoher Frachtraten gute Umsätze und einen hohen Durchschnittskurs von annähernd 62 Prozent bezogen auf die Nominalen.

Als Wachstumstreiber erwies sich die strategische Initiative, das Geschäftsfeld der Kaufofferten auszubauen. Die Direktansprache von Fondsinhabern im Auftrag professioneller Investoren inklusive rechtskonformer Ansprache und Abwicklung erwies sich als sehr gut nachgefragter Service.

Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Beteiligungsmakler AG: „Trotz Zinswende und eines insgesamt herausfordernden Umfeldes blicken wir auf ein erfolgreiches Jahr zurück und sind gut aufgestellt für 2023.“

Börse Hamburg mit neuem Börsenrat

Hamburg, 02. Dezember 2022 – An der Börse Hamburg wurde der Börsenrat für die Amtsperiode 2023 bis 2025 gewählt. Auf der konstituierenden Sitzung am 01. Dezember 2022 wurde Marcus Vitt, Sprecher des Vorstandes der DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft, zum neuen Vorsitzenden des Börsenrates gewählt. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende des Börsenrates löst nun Dr. Friedhelm Steinberg ab, der die Position nach fünf aufeinanderfolgenden Amtsperioden abgibt.Für sein langjähriges, erfolgreiches Engagement an der Spitze des Gremiums wurde Dr. Steinberg mit dem Titel des Ehrenpräsidenten geehrt. Zu Stellvertretern bzw. zur Stellvertreterin wurden Silke Grimm (Mitglied des Vorstandes der Euler Hermes Aktiengesellschaft), Kai Jordan (Mitglied des Vorstandes der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG), Carsten Lütke-Bornefeld (Leiter TradeCenter der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft), Dr. Olaf Oesterhelweg (Mitglied des Vorstandes der Hamburger Sparkasse AG) sowie Frank Schriever (Leiter Wealth Management Deutschland der Deutsche Bank AG) bestimmt.

Der Börsenrat ist das zentrale Organ der Börse Hamburg. Er ist unter anderem für die Bestellung und Überwachung der Geschäftsführung zuständig und erlässt die wichtigsten Regelwerke. Das Gremium besteht aus Vertretern von Kreditinstituten, Skontroführern, Market Makern, der Anlegerschaft und Unternehmen, deren Wertpapiere an der Börse Hamburg zugelassen sind, sowie Vertretern sonstiger betroffener Wirtschaftsgruppen.

Börsenrat Hamburg 2023 bis 2025
Vorsitzender
Marcus VittSprecher des Vorstandes der DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft
Stv. Vorsitzende
Silke GrimmMitglied des Vorstandes der Euler Hermes Aktiengesellschaft
Kai JordanMitglied des Vorstandes der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG
Carsten Lütke-BornefeldLeiter TradeCenter der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft
Dr. Olaf OesterhelwegMitglied des Vorstandes der Hamburger Sparkasse
Frank SchrieverLeiter Wealth Management Deutschland der Deutsche Bank AG
Weitere Mitglieder
Markus BarthVorsitzender des Vorstandes der Aramea Asset Management AG
Rita HerbersMitglied des Vorstandes der Hamburger Volksbank eG
Dr. Volker HuesMitglied des Vorstandes der Jungheinrich AG
Gerrit KaufholdMitglied des Vorstandes der Enapter AG
Raik MildnerMitglied des Vorstandes der HanseMerkur Versicherungsgruppe
Gernot MittendorferGeschäftsführer der Trade Republic Bank GmbH
Klaus NaeveLeiter Sales Wealth and Asset Management der Berenberg Bank – Joh. Berenberg Gossler & Co. KG
Dr. Isabella NiklasMitglied der Geschäftsführung der HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH
André NogatGebietsleiter Wealth Management & Private Banking der Commerzbank AG
Stephan SchrameierMitglied des Vorstandes der M.M.Warburg & CO (AG & Co.) Kommanditgesellschaft auf Aktien
Helmuth SpinckeVorsitzender des Vorstandes der Otto M. Schröder Bank AG
Georg Alexander ZeissMitglied des Vorstandes der Fielmann AG

25. Börsentag Hamburg: Die Finanz- und Anlegermesse rund um die private Geldanlage feiert Jubiläum

Hamburg, 03. November 2022 – Welche Anlagemöglichkeiten gibt es und welche Chancen und Risiken bieten sie? Wie lege ich nachhaltig und renditestark an? Was eignet sich besser für die Altersvorsorge: Investmentfonds oder ETFs? Sind Gold und Immobilien unverändert der sichere Hafen? Wie reagiere ich bei Inflation, steigenden Zinsen und volatilen Märkten? Welche Vor- und Nachteile bietet der Kryptomarkt? Nach zweijähriger, coronabedingter Pause erhalten Besucher auf dem 25. Börsentag Hamburg am 12. November 2022 Antworten auf Fragen rund um die persönliche Geldanlage und Altersvorsorge. Rund 70 Aussteller laden zum Jubiläum in die Handelskammer Hamburg ein, um über aktuelle Entwicklungen und das Thema Vermögensaufbau mit Wertpapieren – wie zum Beispiel in Aktien, Investmentfonds oder ETFs – zu informieren. Einsteiger wie Profis haben dort Gelegenheit, mit Experten von Banken und Brokern, Fondsgesellschaften, Vermögensverwaltern, Fachmedien und Organisationen über individuelle Fragen zu diskutieren.

Zur Liste der Aussteller.

Mehr als 60 Fachvorträge, „Speakers Corner“ und Podiumsdiskussion

In mehr als 60 Fachvorträgen können sich interessierte Anleger kostenlos und gezielt zu Anlagethemen informieren und Fragen stellen.

Die „Speakers‘ Corner“ bietet in Anlehnung an das Londoner Vorbild Kurzvorträge zu unterschiedlichen Themen in wenigen Minuten. An den jeweiligen Messeständen besteht anschließend die Möglichkeit, Themen mit den Referenten zu vertiefen.

Den letzten Börsentag Hamburg besuchten mehr als 5.000 Interessierte. Der Informationstag wird von der Börse Hamburg zusammen mit den Studenten des Hanseatischen Börsenkreises der Universität zu Hamburg e. V. in Kooperation mit der Handelskammer Hamburg veranstaltet.

Unsere Vorträge:

10:00-10:45 Uhr, Alsterzimmer

Jan-Peter Schott, Geschäftsleiter der PRIMA Fonds Service GmbH, erläutert in seinem Vortrag „Nachhaltigkeit rechnet sich nachweislich“ die nachhaltige Geldanlage und ihr Verhältnis zur Wissenschaft.

10:00-10:45 Uhr, Merkurzimmer

Börseneinsteiger erhalten im Vortrag „Das 1×1 der Börse – Mit den richtigen Entscheidungen zum Erfolg“, von Martin Braun von den Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover Basiswissen und Anregungen für den preiswerten und flexiblen Fondskauf über die Börse.

11:00-11:45 Uhr, Hansezimmer

Fondsmanager Jens Pludra der Warburg Invest AG blickt in seinem Vortrag „Die WI Global Challenges Index-Fonds Familie – nachhaltig investieren für eine bessere Zukunft“ auf die 15-jährige Erfolgsgeschichte des WI Global Challenges Index-Fonds zurück und stellt die Erweiterung der Global-Challenges-Index-Produktfamilie um einen Schwellenländer-Indexfonds und einen Klimafonds nach dem Paris-Aligned-Ansatz vor.

13:00-13:45 Uhr, Hansezimmer

Dass Aktienfonds mit ethischen, sozialen und ökologischen Zielen mit ökonomischen Investment-Prinzipien in Einklang zu bringen sind, erklärt Julius van Sambeck, Managing Director & Partner der Ethius Invest Schweiz GmbH, im Vortrag „Engagement Fälle aus der Praxis bei Unternehmen des Global Challenges Index“.

Der 25. Börsentag Hamburg im Überblick:

  • Samstag, 12. November 2022
  • Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg
  • Messezeit: 9.30 Uhr – 17.00 Uhr, Vorträge: 10.00 Uhr – 18.00 Uhr
  • Der Eintritt ist frei – keine Anmeldung erforderlich
  • Informationen zu Vorträgen, Ausstellern und Themen: boersentag.de/

Mehr als 50 Krypto-Produkte gelistet

ETPs und Zertifikate an der Börse Düsseldorf und bei Quotrix machen es möglich: Crypto-Coins einfach aus dem bestehenden Wertpapierdepot handeln, ohne auf unregulierte Marktplätze ausweichen zu müssen

Das junge Segment boomt und an der Börse Düsseldorf sowie ihrem elektronischen Handelssystem Quotrix steht eine immer breiter werdende Auswahl von Wertpapieren dafür parat. Im Januar 2022 sind erstmals mehr als 50 Krypto-Produkte für den börslichen Handel gelistet.

Die Faszination für „Crypto Currencies“ hat inzwischen viele Börsianer erreicht. Doch der Zugang in die Welt der Digitalwährungen rund um Bitcoin & Co. gestaltet sich vielfach kompliziert: Digitale Wallets (Geldbörsen) müssen eröffnet, Konten bei meist ausländischen Tauschplattformen eingerichtet und die steuerliche Aufbereitung der Geschäfte in Eigenverantwortung erledigt werden.

Jedoch können mit gewohnter börslicher Qualität die gängigsten Digitalwährungen aus der bestehenden Bank- und Depotverbindung heraus gehandelt werden. Möglich machen das Krypto-ETPs (Exchange Traded Products) oder -Zertifikate (Partizipationsscheine), die sich an der Wertentwicklung der jeweiligen Kryptowährung orientieren. Wichtig zu verstehen: Es handelt sich um gekoppelte Finanzinstrumente und die abgebildeten Coins können nicht für Zahlungen genutzt oder in persönliche Wallets übertragen werden.

Der Bitcoin hat die höchste Marktkapitalisierung aller Digitalwährungen

Mit einer „Short“- oder „Inverse“-Variante kann auch auf fallende Kurse gesetzt werden. Und auch ein Mix von verschiedenen Kryptowährungen in nur einem Papier kann über sogenannte „Baskets“ gehandelt werden. Einige der ETCs werden auch als „Physical“-Variante mit entsprechender Verwahrung angeboten; ebenso sind „Staking“-Varianten verfügbar, die zusätzliche Erträge aus dem Verleihen der Coins ermöglichen.

Kauf und Verkauf erfolgt als normales Wertpapiergeschäft über das bestehende Depot bei Bank, Sparkasse oder Online-Broker. So erhalten Investoren auch die komfortablen Erträgnis- und Jahressteueraufstellungen. Krypto-Puristen werfen an dieser Stelle gerne ein, dass nur ein direktes halten der Keys einen steuerfreien Gewinn nach mehr als einem Jahr Haltezeit ermögliche. Die Praxis zeigt aber, dass die oft volatilen Krypto-Coins meist eher kurzfristig gehalten werden, um eben von den Kursschwankungen zu profitieren. In diesem Fall sind aber 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer für viele Anleger aber günstiger, als der persönliche Steuersatz.

Wichtig beim Thema Krypto-Währungen und -Produkte bleibt der nebenstehende Risikohinweis und eine professionelle Beratung.

Folgende Digitalwährungen können – über verschiedene Produkte und Ausprägungen – aktuell über ETPs oder Zertifikate an der Börse Düsseldorf und bei Quotrix gehandelt werden: Bitcoin (BTC), Bitcoin Cash (BCH), Ether bzw. Ethereum (ETH), Ripple (XRP), Polkadot (DOT), Stellar (XLM), Cardano (ADA), Tezos (XTZ), Binance (BNB), Solana (SOL), Tron (TRX), Pologon (MATIC), Avalanche (AVAX), Terra (LUNA), Cosmos (ATOM).

Typische Emittenten der Produkte sind Adressen wie 21Shares, XTB, VanEck, Vontobel, ETC, Iconic, WisdomTree, CoinShares, Invesco.

Risikohinweis
Beim direkten oder indirekten Handel mit Kryptowährungen können Anleger erhebliche Verluste bis hin zum Totalausfall erleiden. Aus der hohen Volatilität und möglichen Illiquidität von Kryptowerten entstehen nochmals besondere Risiken, die berücksichtigt werden müssen. (Siehe auch BaFin-Verbraucherwarnung vom 13.01.2021)
Zudem besteht systemisch über die Nachbildung in Schuldverschreibungen bzw. Zertifikate ein Kontrahentenrisiko.

Börse Düsseldorf: „Taschengeld-Trader“ ist Börsen-Unwort 2021

  • Spott über geringe Ordergrößen beim Handel über Neobroker oft unbegründet
  • Platz 2 für „Meme-Aktien“ und Platz 3 für „virtuelle Hauptversammlung“
  • Umfrage unter Maklern, Händlern und Mitarbeitern erfolgte zum 21. Mal

Düsseldorf, 12. Januar 2022 – Bei der inzwischen 21. Suche nach dem Börsen-Unwort des abgelaufenen Jahres wählten die Wertpapier-Makler und -Händler sowie Handelsplatz-Mitarbeiter den „Taschengeld-Trader“ zum Sieger. Der Begriff zielt auf eine zunehmende Zahl junger Menschen, die sich bereits in der Schul- und Ausbildungszeit mit noch überschaubaren Geldbeträgen an der Börse engagieren. Die Umschreibung würdigt dabei nicht, dass die Generation Z ein praktisches Interesse an Finanzthemen zeigt, welche im Unterrichtsplan der Schulen regelmäßig vermisst werden, sowie moderne und kostengünstige Brokerage-Angebote inklusive Sparpläne nutzen. Bei der Abstimmung landet „Meme-Aktien“ nur knapp hinter dem Siegerbegriff, gefolgt von „virtuelle Hauptversammlung“ vor „Dividendenschock“ und „Finfluenzer“.

„Die Betitelung als Taschengeld-Trader klingt despektierlich und unangebracht“, erläutert Dr. Rolf Deml, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf. „In den Punkten Technik und Finanzbildung sind junge Menschen heute in der Regel weiter, als es die Generationen vor ihnen waren.“

Nach der letzten Erhebung des Deutschen Aktieninstituts ist im Jahr 2020 die Zahl der direkten und indirekten Aktienbesitzer um knapp 2,7 Millionen auf rund 12,4 Millionen beachtlich gestiegen. Dieser über alle Altersgruppen gemessene Zuwachs von 27 Prozent wird bei den 14 bis 29-jährigen mit einem Plus von 67 Prozent, absolut fast 600.000 junge Erwachsene, nochmals klar übertroffen. Für 2021 wird allgemein eine Fortsetzung des Trends erwartet.

Ordergrößen auch im dreistelligen Eurobereich können inzwischen wirtschaftlich angebracht sein: Während klassische Filialbanken ihren Kunden für Wertpapiergeschäfte meist ab 30 Euro und viele Online-Banken nicht unter 10 Euro Provisionsgebühren berechnen, ermöglichen die in den letzten drei Jahren auftretenden Neobroker den Handel per Smartphone-App für nur 1 Euro oder weniger. Zudem werden Sparpläne in ETF oder Aktien oft kostenfrei angeboten und vielfach zum langfristigen Vermögensaufbau genutzt.

Das Team der Börse Düsseldorf ermittelt seit 2001 im jährlichen Rückblick das Börsen-Unwort. Die Wahl erfolgt in Anlehnung an die 1991 ins Leben gerufene sprachkritische Aktion des Germanisten Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser. Die bisherigen Börsen-Unwörter lauten: „Corona-Gewinner“ (2020) „Finanztransaktionssteuer“ (2019), „America First“ (2018), „Bitcoin Boom“ (2017), „Anlagenotstand“ (2016), „Zinswende“ (2015), „Guthabengebühr“ (2014), „Billiges Geld“ (2013), „Freiwilliger Schuldenschnitt“ (2012), „Euro-Gipfel“ (2011), „Euro-Rettungsschirm“ (2010), „Bad Bank“ (2009), „Leerverkauf“ (2008), „Subprime“ (2007), „Börsen-Guru“ (2006), „Heuschrecken“ (2005), „Seitwärtsbewegung“ (2004), „Bester Preis“ (2003), „Enronitis“ (2002) und „Gewinnwarnung“ (2001).

Bild: BÖAG Börsen AG

2021 markiert neues Rekordjahr für Quotrix

Pünktlich zum 20. Jubiläumsjahr erreicht Quotrix einen neuen Rekord bei Trades und Umsätzen.

Vom anhaltenden Brokerage-Boom profitierte 2021 auch das elektronische Handelssystem Quotrix, was inzwischen seit 20 Jahren am Markt besteht. Trades und Volumen liegen nochmals über dem Niveau des Rekordjahres 2020, wobei sich insbesondere das erste und vierte Quartal sowie der Bereich ETPs stark zeigten.  

Deutschlands erster börslicher Market-Maker-Handelsplatz startete Ende 2001 mit dem Pilotbetrieb. Das Quote-Request-Verfahren wurde 2005 um ein modernes Limit-Order-Management ergänzt. Quotrix ist Mehrfachsieger bei Best-Execution-Auswertungen und setzt seit 2017 auf den Market Maker ICF BANK.

Das zunehmende Anlegerinteresse bei Kryptowährungen war auch an den Handelsplätzen Düsseldorf und Quotrix spürbar: Über börsengehandelte Produkte wie ETCs, ETNs oder Zertifikate erhalten Anleger über das klassische Wertpapierdepot den Zugang zur Wertentwicklung von derzeit 15 Krypto-Coins, ohne auf unregulierte Marktplätze ausweichen zu müssen. „Inzwischen sind fast 50 Krypto-Produkte bei uns handelbar, darunter auch gemischte Körbe verschiedener Digitalwährungen“, erklärt Dr. Rolf Deml, der zum Jahreswechsel Thomas Dierkes als Geschäftsführer der Börse Düsseldorf ablöst.

BÖAG Börsen AG: Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover setzen Erfolg 2021 fort

  • Börse Düsseldorf mit mehr Trades, Umsätzen und Notierungen
  • Börse Hamburg wächst mit LS Exchange
  • Börse Hannover erfolgreich mit GCX und GEVX
  • Fondsbörse Deutschland bleibt Marktführer

Düsseldorf/Hamburg/Hannover, 30. Dezember 2021 – Die BÖAG Börsen AG, Trägergesellschaft der Skontroführerbörsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover sowie der elektronischen Handelssysteme LS Exchange und Quotrix, hat ihr deutliches Wachstum im Jahr 2021 fortgesetzt.

Mit einem Handelsvolumen von insgesamt 76 Milliarden Euro konnten die BÖAG-Handelsplätze ihr Vorjahresniveau (50 Mrd. Euro) um 52 Prozent steigern. „Wie bereits im Jahr zuvor beeinflusste die Entwicklung der Corona-Pandemie in starkem Maße die Märkte und sorgte für viel Handelsbewegung. Erneut konnten insbesondere die elektronischen Handelsplätze ihre Umsätze steigern und vom Brokerage-Boom profitieren. Der schnelle, einfache und kostengünstige Handel über Neobroker hat viele neue Anlegergruppen angezogen und ein stärkeres Bewusstsein für Wertpapiere geschaffen“, sagt Dr. Thomas Ledermann, Vorstand der BÖAG Börsen AG.

Neben dem Gewinn neuer Kapitalmarktpartner konnte die BÖAG Börsen AG 2021 ihren Service auch über die Erweiterung der Handelszeiten ausbauen: An den Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover ist seit dem 29. November der Handel von 8:00 bis 22:00 Uhr möglich. „Damit werden Anleger deutlich flexibler, da auch die Zeiten der wichtigsten US-Börsen mit abgedeckt werden“, erklärt Ledermann.

Börse Düsseldorf: Neue Rekorde – 20 Jahre Quotrix – börsengehandelte Krypto-Coins

Nach einem sehr erfolgreichen Vorjahr kann die Börse Düsseldorf auch im zweiten Jahr mit dem Skontroführer ICF BANK neue Rekorde verzeichnen: Die Anzahl der Geschäfte und das Umsatzvolumen konnten erneut gesteigert werden. Der Aktienhandel stieg nochmals leicht an, während die Geschäfte in Anleihen gegen den Markttrend sogar deutlich wachsen konnten. Trotz rückläufiger Zahlen wird bei den Exchange Traded Products im Wettbewerbsvergleich der dritte Platz verteidigt; schwächer zeigte sich im Gegenzug der Bereich Investmentfonds.

Bei den Listings neuer Aktiengesellschaften wurden 19 Unternehmen (Vorjahr: 11) im allgemeinen Freiverkehr der Börse Düsseldorf gezählt. Ebenfalls neu hinzu kamen 30 Anleihen und Zertifikate (Vorjahr: 16) sowie einmal junge Aktien. Das Qualitätssegment Primärmarkt verzeichnete bei den Aktien 2 Neuzugänge, darunter ein IPO mit Zeichnungsmöglichkeit über die Börse Düsseldorf, und 2 Upgrades (Vorjahr: 4) von Gesellschaften aus dem Freiverkehr.

Vom anhaltenden Brokerage-Boom profitiert das elektronische Handelssystem Quotrix, was inzwischen seit 20 Jahren am Markt besteht. Trades und Volumen liegen über dem Niveau des Rekordjahres 2020, wobei sich insbesondere das erste und vierte Quartal sowie der Bereich ETPs stark zeigten.  

Deutschlands erster börslicher Market-Maker-Handelsplatz startete Ende 2001 mit dem Pilotbetrieb. Das Quote-Request-Verfahren wurde 2005 um ein modernes Limit-Order-Management ergänzt. Quotrix ist Mehrfachsieger bei Best-Execution-Auswertungen und setzt seit 2017 auf den Market Maker ICF BANK.

Das zunehmende Anlegerinteresse bei Kryptowährungen war auch an den Handelsplätzen Düsseldorf und Quotrix spürbar: Über börsengehandelte Produkte wie ETCs, ETNs oder Zertifikate erhalten Anleger über das klassische Wertpapierdepot den Zugang zur Wertentwicklung von derzeit 15 Krypto-Coins, ohne auf unregulierte Marktplätze ausweichen zu müssen. „Inzwischen sind fast 50 Krypto-Produkte bei uns handelbar, darunter auch gemischte Körbe verschiedener Digitalwährungen“, erklärt Dr. Rolf Deml, der zum Jahreswechsel Thomas Dierkes als Geschäftsführer der Börse Düsseldorf ablöst.

Börse Hamburg: Kontinuierliches Wachstum bei LS Exchange und Aktienhandel

Erneut konnte das elektronische Handelssystem LS Exchange der Börse Hamburg im Jahr 2021 seine Handelsumsätze und Trades deutlich steigern. Die umsatzstärksten Aktien stammen aus den Bereichen BioTech/Pharma, Technologie, Unterhaltung und Computerspiele. Dazu zählen Unternehmen wie BioNTech, Tesla, PlugPower, AMC Entertainment sowie Gamestop. Zu Jahresbeginn wurde an der LS Exchange außerdem das Angebot an handelbaren Aktien um rund 450 französische Aktien erweitert und damit dem zunehmenden Interesse seitens des Anlegerpublikums an internationalen Werten Rechnung getragen.

Der skontrogeführte Aktienhandel der Börse Hamburg konnte seine Handelsumsätze um rund 15 Prozent steigern. Der Anleihen- und Fondshandel entwickelte sich im Jahr 2021 stabil. Erneut belegten dabei wie in den letzten Jahren Immobilienfonds sowie Aktienfonds und ETFs mit Anlageschwerpunkten im Bereich Technologie und Nachhaltigkeit die vorderen Plätze. Mit dem Fondshandel Hamburg ist die Börse Hamburg bereits seit 2002 positioniert. Anleger können inzwischen aus einem Angebot von mehr als 3.000 Investmentfonds/ETFs zurückgreifen und börsentäglich ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Marktpreisen handeln. Auch der HASPAX – der Aktienindex der größten börsennotierten Aktiengesellschaften der Metropolregion Hamburg – hat im Jahr 2021 Stärke bewiesen. Der von der Börse Hamburg und der Hamburger Sparkasse initiierte Index konnte 2021 eine Performance von 27 Prozent erzielen und damit den deutschen Leitindex DAX (+ 16 Prozent) erneut übertreffen. Dies ist vor allem auf erfolgreiche Unternehmen aus den Branchen Transport, Technologie, Telekommunikation, Logistik und Rohstoffe zurückzuführen.

HASPAX – TOP 5 Performance 2021*
Hapag Lloyd AG+ 205 %
Basler AG+ 128 %
Freenet AG+ 43 %
Aurubis AG+ 42 %
EUROKAI GmbH & Co. KGaA+ 41 %
* Stand: 29.12.2021

Börse Hannover: Erneutes Allzeithoch des Global Challenges Index und neuer Nachhaltigkeitsindex Global Ethical Values Index

Der niedersächsische Aktienindex NISAX20 der Börse Hannover entwickelte sich auch in diesem Jahr besser als der DAX und schloss das Gesamtjahr mit einem Plus von rund 22 Prozent positiv ab. Die beste Performance mit plus 93 Prozent erzielte EnviTec Biogas AG, gefolgt von der Sartorius AG mit einem Plus von 73 Prozent, deren Vorzugsaktie in diesem Jahr gleichzeitig in den DAX aufgenommen wurde.

NISAX20 – TOP 5 Performance 2021*
EnviTec Biogas AG+ 93 %
Sartorius AG (Vz)+ 73 %
Helma Eigenheimbau AG+ 63 %
Viscom AG+ 47 %
Salzgitter AG+ 46 %
* Stand: 29.12.2021

Der Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover erreichte trotz Corona-Krise im November ein neues Allzeithoch bei 4.680 Punkten. Insgesamt konnte der Index im Jahr 2021 eine Performance von 27 Prozent erzielen; seit seiner Auflage im Jahr 2007 verzeichnet er ein Plus von 362 Prozent. Auch ein neuer Lizenznehmer und Vertriebspartner konnte für den GCX hinzugewonnen werden: Mit der Ethius Invest Schweiz GmbH und dem initiierten neuen Aktien-Publikumsfonds Ethius Global Impact (WKN: A2QCXY / ISIN: DE000A2QCXY8) ist der GCX nun in der gesamten DACH-Region vertreten. Insgesamt ist das auf den GCX investierte Volumen 2021 um rund 20 Prozent auf mehr als 1,1 Mrd. Euro gestiegen.

GCX – TOP 5 Performance 2021*
Advanced Micro Devices Inc.+ 78 %
Interface Inc.+ 75 %
Ricoh Co. Ltd+ 57 %
Firstgroup Plc+ 56 %
Sonova Holding AG+ 55 %
* Stand: 29.12.2021

Die erfolgreiche Entwicklung des GCX brachte die Realisierung eines weiteren nachhaltig orientierten Index auf den Weg. Im September 2021 initiierte die Börse Hannover in einem Gemeinschaftsprojekt mit Metzler Asset Management, Solactive AG, MSCI ESG Research und dem NKI – Institut für nachhaltige Kapitalanlagen erfolgreich den Global Ethical Values Index (GEVX). Dieser richtet sich an ethisch und werteorientierte Anleger, die auf der Basis von stringenten ESG-Kriterien eine nachhaltige Geldanlage präferieren. Bei der Indexkonzeption fanden die Kriterien und Vorgaben der Evangelischen und Katholischen Kirche Deutschlands sowie der Katholischen Kirche Österreichs besondere Berücksichtigung.

„Mit der Umsetzung des GEVX konnten wir auf der erfolgreichen Basis des GCX aufsetzen und diese mit dem Schwerpunkt auf ethische Werte weiter ausbauen. Wir freuen uns sehr, für dieses Projekt so starke Partner gefunden zu haben und eine Nische besetzen zu können, für die es im Anlegerpublikum Bedarf gibt“, sagt Hendrik Janssen, Vorstand der BÖAG Börsen AG.

Aber auch auf anderem Weg engagiert sich die BÖAG Börsen AG nachhaltig: mit der traditionellen Spende eines „Tiny Forest“ für die jährliche Baumpflanzaktion EINHEITSBUDDELN.

Fondsbörse Deutschland – Zweitmarkt und Erstmarkt

Die Fondsbörse Deutschland hat 2021 ihre Stellung als unangefochtener Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds weiter ausgebaut. Über die Zweitmarkt-Plattform (www.zweitmarkt.de) der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG und ihrem Tochterunternehmen Deutsche Zweitmarkt AG wurde mit mehr als 8.000 Vermittlungen ein Nominalumsatz von rund 335 Millionen Euro erzielt. Dies entspricht einer Steigerung von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (280 Mio. Euro).

Bei den gehandelten Assetklassen dominierten weiterhin Immobilienfonds mit einem Umsatzanteil von rd. 70 Prozent, wobei Wohn- und Büroimmobilien besonders nachgefragt waren. Aber auch im Schiffssektor, in dem Anteile an Containerschiffen die höchsten Umsätze erzielten, konnte ein mehrjähriger Umsatzrekord verzeichnet werden.

Im Bereich des Erstmarktes konnte das Partnernetzwerk weiter ausgebaut und weitere Umsätze getätigt werden. Die Capital Pioneers GmbH, an der die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG seit zwei Jahren eine Mehrheitsbeteiligung hält, bietet seit dem Frühjahr 2021 eine digitale Beratungs- und Zeichnungsstrecke für den Immobilienfonds „klimaVest“ der CommerzReal an. Der klimaVest investiert nach Möglichkeit nur in nachhaltige Sachwerte, setzt auf die Reduktion von CO2-Emissionen und bleibt dabei transparent für Anleger*innen.

* Stand: 29.12.2021