September 2023: Lyxor MSCI Emerging Markets Ex China UCITS ETF

Schwellenländer-Investment ohne China-Anteil

Der Lyxor MSCI Emerging Markets Ex China UCITS ETF ermöglicht eine gestreute Investition in die sogenannten Schwellenländer, ohne die Berücksichtigung von China. Der in dem ETF synthetisch in der Wertentwicklung abgebildete MSCI Emerging Markets ex China Net Return USD Index umfasst 23 der aktuell 24 von MSCI definierten Emerging Markets. Der Index deckt rund 85% der nach Streubesitz gemessenen Marktkapitalisierung in jedem Land ab. Knapp 60% des Index entfallen auf die drei Länder Taiwan, Indien und Süd-Korea.

Im Aktionsmonat wird der ETF an der Börse Düsseldorf vom Skontroführer ICF BANK zu nochmals engeren Geld- und Brief-Kursen gehandelt. Ziel ist es, den niedrigsten Spread unter den deutschen Handelsplätzen bieten zu können. In der Zeit zwischen 09:00 und 17:30 Uhr ist die Geld-Brief-Spanne in diesem Papier niedriger (oder maximal gleich) wie am Handelsplatz Xetra. 
Die hier vorgestellten Produkte sind in keinem Fall als Anlageberatung oder Kaufempfehlung zu verstehen.

Name ISIN Briefkurs Stand Diff % Diff +/-
MUL Amundi Emerg ex-China LU2009202107 0 25.09.2026 0,88% 0,3700

ETF des Monats – 09/2023

Kurzsteckbrief LYX99G:

Indexabbildung: Synthetisch
Ertragsverwendung: Thesaurierend
Fondsgröße: 379 Mio. EUR
Fondswährung: USD
Total Expense Ratio: 0,15 % 
Anzahl Positionen: 666
(Datenquelle: extraETF.com vom 21.08.2023)

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(inkl. Factsheet und Anlegerinformationsblatt)

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Die Courtage für ETF-Geschäfte an der Börse Düsseldorf beträgt 0,08%. In Verbindung mit einem niedrigen Spread und abhängig von der Ordergröße kann dies für das einzelne Geschäft zu einem günstigeren Kauf- oder Verkaufspreis führen, als an einem Handelsplatz ohne explizite Nebenkosten. Vergleichen lohnt sich! (Ausschlaggebend für die Gebühren ist das Preisverzeichnis der depotführenden Banken bzw. Broker.)

Aktienmarkt: „Für die Eurozone sind wir etwas optimistischer als für die USA“

Thomas Kruse

Auf der zweiten Amundi Investment Konferenz des Jahres analysierte Thomas Kruse, CIO bei Amundi Deutschland, vor rund 1.100 Online-Teilnehmenden die aktuelle Situation an den Märkten. Warum er Investorinnen und Investoren momentan zu einer defensiven Positionierung bei US-Aktien rät und welche Chancen Anleihen derzeit bieten, erläuterte der renommierte Experte im ausführlichen Interview.


Die Aktienmärkte in den USA und Europa stehen – gemessen an den ursprünglich recht negativen Erwartungen für das Jahr 2023 und angesichts einer Vielzahl an Herausforderungen – doch recht hoch. Wie bewerten Sie das, Herr Kruse?


Nach unserer Auffassung dürfte der Markt hier etwas zu optimistisch positioniert sein. Der Spielraum für Zinssenkungen ist wegen der hartnäckig hohen Kerninflation kaum vorhanden. Hinzu kommt in den USA, dass die Turbulenzen rund um einige US-Regionalbanken im Ergebnis zu einer Einschränkung bei der Kreditvergabe führen dürften. Dies könnte das ohnehin schon magere Wachstum der US-Wirtschaft weiter einbremsen. Wir gehen davon aus, dass die bereits niedrigen Wachstumsprognosen für 2023 realistischerweise um rund 0,5 Prozentpunkte nach unten korrigiert werden müssen. Deshalb rechnen wir auch mit einer sogenannten „technischen Rezession“ in den USA in diesem und dem nächsten Quartal.

Könnte dann der DAX den S&P 500 sogar outperformen?
Das ist durchaus möglich, denn wir bewerten die Eurozone und Deutschland 2023 leicht besser und robuster als die USA. Am grundsätzlichen Abstand der Indizes dürfte sich aber wenig ändern.

Werden die US-Technologiewerte besonders unter der restriktiven Kreditvergabe leiden?
Da muss man unterscheiden, weil „Tech“ ist eben nicht gleich „Tech“. Die großen etablierten Player im Markt dürften damit keine Probleme haben. Aber ja, kleinere und mittlere Technologieunternehmen, die noch wachsen, keine oder kaum Gewinne einfahren und noch investieren müssen, sind zwangsläufig betroffen. Hier sollte man sich als Investor aus unserer Sicht also defensiv positionieren.

Könnten dann Rohstoffe zur Diversifizierung beitragen?
Für zyklische Rohstoffe möchte ich das mit „Nein“ beantworten, dafür ist die Konjunktur zu schwach. Gold wäre allerdings ein eigenes Thema und bei angespannten Märkten eine Überlegung wert, und auch Öl dürfte aufgrund des andauernden Ukrainekriegs noch ein Thema sein.

Wie schätzen Sie die Gefahr ein, dass es in Deutschland und Europa noch zu einer ähnlichen Bankenkrise wie in den USA kommen könnte?
Damit rechnen wir nicht, denn wir haben in Europa eine wesentlich härtere Regulierung, als sie in den USA üblich ist. Auch die inverse Zinsstrukturkurve haben wir im Euroraum noch nicht so lange wie in den USA, was ebenfalls gegen größere Verwerfungen im Bankensektor spricht.

Könnten positive Überraschungen die Märkte nicht sogar zu einem neuen Höhenflug antreiben?
Sicher könnten gute Nachrichten die Aktienmärkte auf kurze Sicht weiter steigen lassen, vor allem, weil viele Investoren aktuell insgesamt eher defensiv positioniert sind. Doch unsere Einschätzung, die auch von Anna Rosenberg, Head of Geopolitics am Amundi Institute, gestützt wird, ist, dass bis in den Herbst hinein große, positive Überraschungen – etwa ein signifikantes Abflauen der Kerninflation, ein Ende des Kriegs in der Ukraine oder Waffenstillstandsverhandlungen sowie eine Entspannung zwischen China und den USA – eher unwahrscheinlich sind. Erst im 4. Quartal dürfte sich die Situation in Sachen Konjunktur wieder etwas entspannen.

Was bedeutet das für Kapitalanleger, die ihren Wohlstand sichern möchten?
Wir würden bei Aktien derzeit vorsichtiger sein, vor allem bei US-Werten. Wie gesagt sehen wir aktuell sogar leichte Vorteile für die Unternehmen der Eurozone. Die Zinspolitik der Notenbanken sollte aber auch Chancen bei den Anleihen eröffnen, die Investoren aktiv nutzen könnten. Wir denken hier vor allem an kurzfristige Staatsanleihen.    

Rechtliche Hinweise: Sofern nicht anders angegeben, stammen alle Informationen in diesem Dokument von Amundi Asset Management und sind aktuell mit Stand 03.05.2023. Die in diesem Dokument vertretenen Einschätzungen der Entwicklung von Wirtschaft und Märkten sind die gegenwärtige Meinung von Amundi Asset Management. Diese Einschätzungen können sich jederzeit aufgrund von Marktentwicklungen oder anderer Faktoren ändern. Es ist nicht gewährleistet, dass sich Länder, Märkte oder Sektoren so entwickeln wie erwartet. Diese Einschätzungen sind nicht als Anlageberatung, Empfehlungen für bestimmte Wertpapiere oder Indikation zum Handel im Auftrag bestimmter Produkte von Amundi Asset Management zu sehen. Es besteht keine Garantie, dass die erörterten Prognosen tatsächlich eintreten oder dass sich diese Entwicklungen fortsetzen.

Newsletter vom 14. Juni 2023

Thomas Kruse – CIO
Amundi Deutschland

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„Die Energiewende ist dringend und notwendig“

Aktienkurse im Rückwärtsgang, Inflation auf Rekordhoch, dazu Energiesorgen und eine Rezession voraus: Jetzt gilt es, sich umsichtig in diesem komplexen Umfeld zu positionieren. Thomas Kruse, CIO von Amundi Deutschland, analysierte die herausfordernden Märkte auf der jüngsten Amundi Investment Konferenz. Warum er trotz aller ernsten Herausforderungen keine Insolvenzwelle erwartet und wo er momentan Chancen für Anlegerinnen und Anleger erkennen kann, lesen Sie im ausführlichen Interview.

Herr Kruse, die Aktienmärkte stehen derzeit gehörig unter Druck – wie bewerten Sie die aktuelle Entwicklung?
Die US-Notenbank Fed hat zwar klargemacht, dass die Inflationsbekämpfung nun oberste Priorität – noch vor der Verhinderung einer Rezession – hat, aber die Märkte haben dieses Szenario noch nicht voll eingepreist. Wir erwarten eine abschließende Korrektur innerhalb der nächsten drei bis sechs Monate.

Wie weit wird diese gehen? Können Sie sich beispielsweise vorstellen, dass der DAX unter 10.000 Punkte fällt?
Nein, das halten wir für wenig wahrscheinlich. Natürlich wird das Niveau der Bodenbildung maßgeblich auch vom Erfolg der Notenbanken abhängen, die Inflationsbekämpfung und ihre negativen Auswirkungen auf die Konjunktur gut auszubalancieren.

Die US-Notenbank hat schon kräftig vorgelegt, wie wird die EZB mit ihrer Zinspolitik nachziehen?
In den USA sehen wir ja bereits eine Lohn-Preis-Spirale, da musste die Fed praktisch die geldpolitischen Zügel anziehen und den Leitzins konsequent anheben. In Europa sind wir dieser Entwicklung etwas hinterher, aber die rekordhohe Inflation wird unserer Einschätzung nach die EZB im Oktober nochmals zu einem größeren Zinsschritt zwingen. In den Folgemonaten erwarten wir dann noch weitere kleinere Schritte bis auf 2,75 Prozent oder 3,00 Prozent.

Was bedeutet die aktuelle Situation für Ihre Asset Allokation? Wie sind Sie derzeit generell positioniert?
Wenn man von einem grundsätzlich 50 Prozent zu 50 Prozent ausgerichteten Aktien-/Rentenportfolio ausgeht, sind wir im Aktienbereich nur noch zu 35 Prozent investiert. Bei den Anleihen sehen wir natürlich derzeit wieder ein Comeback der Staatsanleihen, das wir aktiv nutzen. Momentan sind die 10-jährigen US-Treasuries bei 4 Prozent und deutsche Bundesanleihen bei 2,25 Prozent.

Die aktuell inverse Zinskurve – also ein höheres Zinsniveau für kurzfristige Anleihen im Vergleich zu den länger laufenden – gilt ja auch als Rezessionssignal. Welches Wachstum erwarten Sie denn im Euroraum für dieses und nächstes Jahr?
Wir rechnen für 2022 immer noch mit 2,9 Prozent Wachstum des Bruttosozialprodukts in der Eurozone – Stichwort Corona-Nachholeffekte -, für 2023 erwarten wir 0,3 Prozent, wobei einzelne Quartale möglicherweise negativ sein könnten.

Einer der Hauptbelastungsfaktoren für die Wirtschaft – aber auch Inflationstreiber – sind die gestiegenen Energiekosten. Vor allem der hohe Gaspreis bereitet vielen Menschen Sorge. Wie bewerten Sie diese Entwicklung?
Das wird für diesen Winter eine echte Herausforderung, weil wir das nun kurzfristig verkraften müssen. Aber wir denken, dass sich die Unternehmen und auch der Staat zunehmend darauf einstellen und Alternativen finden werden. Dann wird sich die Problematik im nächsten Jahr voraussichtlich wieder etwas abschwächen.

Deutschland ist ja ein Industriestandort mit besonders hohem Energiebedarf. Rechnen Sie kurzfristig mit einer Insolvenzwelle?
Es dürfte zu einigen Insolvenzen kommen, aber wir rechnen nicht mit einer regelrechten Welle. Wir sind überzeugt, dass die Industrie ein Erfolgsfaktor bleiben wird. Ihre hohe Flexibilität beweist sie ja auch bei anderen strukturellen Entwicklungen, etwa im Bereich der Elektromobilität. Und generell sorgt der Wandel des Energiesektors für Wachstumspotenziale in der Industrie. Etwa wenn wir auf die Beispiele der Energieinfrastruktur oder das Feld der Erneuerbaren Energien schauen.

Es hat den Anschein, als würde Putin aktuell auch innerhalb Russlands unter Druck kommen. Könnte der Krieg sogar früher enden und damit das Energieproblem entschärfen?
In der Tat, Putin verliert an Zuspruch und die Mobilmachung funktioniert nicht reibungslos. Aber ob damit gleich das Kriegsende naht, ist schwer zu beurteilen. Doch selbst wenn dies erfreulicherweise der Fall wäre: Die Sanktionen werden bestimmt nicht schnell zurückgenommen. So bleiben uns speziell die Gassorgen tendenziell erhalten, was im Übrigen nochmals die Dringlichkeit und Notwendigkeit der Energiewende unterstreicht. Deshalb sind wir hier ja auch bei Amundi so stark engagiert.

Welche Branchen, Sektoren und Regionen haben Sie aktuell denn noch im Blick, wenn es um Investmentchancen geht?
Neben den genannten Erneuerbaren Energien sehen wir beispielsweise selektiv Softwarelösungen oder Medizintechnik mit gutem Potenzial. Auch halten wir derzeit manch zyklische Unternehmen mit niedrigen KGVs für vergleichsweise günstig, etwa im Automobilbereich. Beim Blick auf die Regionen sehen wir die USA momentan mit Vorteilen – deshalb sind wir dort auch am stärksten investiert.

Rechtliche Hinweise: Sofern nicht anders angegeben, stammen alle Informationen in diesem Dokument von Amundi Asset Management und sind aktuell mit Stand 28.09.2022. Die in diesem Dokument vertretenen Einschätzungen der Entwicklung von Wirtschaft und Märkten sind die gegenwärtige Meinung von Amundi Asset Management. Diese Einschätzungen können sich jederzeit aufgrund von Marktentwicklungen oder anderer Faktoren ändern. Es ist nicht gewährleistet, dass sich Länder, Märkte oder Sektoren so entwickeln wie erwartet. Diese Einschätzungen sind nicht als Anlageberatung, Empfehlungen für bestimmte Wertpapiere oder Indikation zum Handel im Auftrag bestimmter Produkte von Amundi Asset Management zu sehen. Es besteht keine Garantie, dass die erörterten Prognosen tatsächlich eintreten oder dass sich diese Entwicklungen fortsetzen.

Newsletter vom 05. Oktober 2022

Thomas Kruse – CIO
Amundi Deutschland

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Ausverkauf bei Tech-Aktien, verlockende Anleihen

Das zweite Quartal des Jahres dürfte zunehmend schwieriger werden für Tech-Aktien, und weckt Erinnerungen an das Platzen der Tech-Blase in den 2000er Jahren. Die Kurskorrekturen aufgrund der offensiveren Haltung der US-Notenbank Fed waren drastisch, die realen Renditen stiegen.

Bei den nominalen Zinssätzen erreichte die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen vorübergehend die 3-Prozent-Marke und fiel wegen der Bedenken über das Wirtschaftswachstum auf knapp 2,75 Prozent. Die Zinsen sind nun auf einem Niveau, das nach unserer Auffassung eine Neujustierung der Vermögensallokation erforderlich machen könnte.

Die aus unserer Sicht wichtigsten Themen, um künftige Marktrichtungen zu identifizieren, sind folgende:

Stagflationäre Risiken
Der globale Kampf zwischen Wachstum und Inflation entwickelt sich offenbar ungleich, wobei das Hauptthema der Übergang von steigender Inflation und robustem Wachstum zu geringerem Wachstum und anhaltend hoher Inflation ist. Um dem Rechnung zu tragen, geht unser Hauptszenario bereits von regionalen Divergenzen aus: technische Rezession für die Eurozone, hingegen US-Wachstum zwar unter dem Potenzial, aber keine Rezession im Jahr 2022.

Chinas wirtschaftliche Aussichten
Für 2022 sehen wir ein Wachstum von 3,5 Prozent angesichts der allgemeinen Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit seit März, des verlängerten Lockdowns in Shanghai und der Beschränkungen bei der Expansion in andere Regionen. Diese Faktoren werden nach unserer Auffassung das Wachstum vor allem im zweiten Quartal beeinträchtigen, während wir im zweiten Halbjahr dank einer gezielteren politischen Unterstützung eine Erholung erwarten. 

Die Zentralbanken
In ihrem Kampf gegen die Inflation und vor allem, um ihre Glaubwürdigkeit zu bewahren, dürften sich die Zentralbanken weiterhin auf die Kommunikation konzentrieren, während sie de facto „hinter der Kurve“ bleiben. In diesem Kampf dürfte die EZB vor größeren Herausforderungen stehen als andere Zentralbanken: Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts und der Verschärfung der finanziellen Bedingungen werden in den einzelnen Ländern aller Voraussicht nach ungleich sein. Die hohe Verschuldung und die höheren wirtschaftlichen Risiken in der Euro-Peripherie könnten den Handlungsspielraum der EZB einschränken.

Märkte und Gewinnwachstumserwartungen
Wir sind der Auffassung, dass die Gewinnerwartungen der Unternehmen durchweg zu optimistisch sind. Wir erwarten, dass das EPS-Wachstum (Gewinn je Aktie) in den USA zwischen 5 Prozent und 9 Prozent liegen wird, unterstützt durch Rückkäufe (der Konsens liegt bei +9,8 Prozent), und dass Europa möglicherweise in eine Gewinnrezession eintreten wird.


Quelle: Amundi. Sofern nicht anders angegeben, stammen alle Informationen in diesem Dokument von Amundi Asset Management und sind aktuell mit Stand 26.05.2022. Die in diesem Dokument vertretenen Einschätzungen der Entwicklung von Wirtschaft und Märkten sind die gegenwärtige Meinung von Amundi Asset Management. Diese Einschätzungen können sich jederzeit aufgrund von Marktentwicklungen oder anderer Faktoren ändern. Es ist nicht gewährleistet, dass sich Länder, Märkte oder Sektoren so entwickeln wie erwartet. Diese Einschätzungen sind nicht als Anlageberatung, Empfehlungen für bestimmte Wertpapiere oder Indikation zum Handel im Auftrag bestimmter Produkte von Amundi Asset Management zu sehen. Es besteht keine Garantie, dass die erörterten Prognosen tatsächlich eintreten oder dass sich diese Entwicklungen fortsetzen.
Herausgeber: Amundi Deutschland GmbH, Arnulfstraße 124–126, D-80636 München.

Newsletter vom 15. Juni 2022

Amundi Asset Management

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Die US-Wirtschaft erweist sich in der Ukraine-Krise als robust

Eine Einschätzung von Vincent Mortier, Group CIO Amundi und Kenneth J. Taubes, CIO für das US Investment Management von Amundi, zum Russland-Ukraine-Konflikt und den Auswirkungen auf die US-Wirtschaft und die Finanzmärkte.

Das aktuelle Marktumfeld:

Zu Beginn des Russland-Ukraine-Konflikts reagierten die Aktienmärkte in den USA negativ, liegen aber inzwischen sogar über ihrem Vorkriegsniveau. Im Vergleich zu Europa, das der Krise und dem Wirtschaftsabschwung stärker ausgesetzt ist, schwanken US-Aktien deutlich weniger. Die Renditekurve von US-Staatsanleihen hat sich sehr schnell gedreht und ist jetzt im Vergleich mancher Laufzeiten invers – die Rendite der zweijährigen Treasuries ist höher als die der zehnjährigen. Das sollte unserer Meinung nach aber nicht als Rezessionssignal gewertet werden. Die Zinsdifferenz zwischen Titeln mit drei Monaten Laufzeit und zehnjährigen Staatsanleihen halten wir allerdings für einen zuverlässigeren Indikator, und dieser Spread bleibt weitgehend positiv.

Der Wirtschaftsausblick:

In der Krise haben sich die USA als außergewöhnlich widerstandsfähig erwiesen. Trotz des zunehmenden Inflationsdrucks wird ein starker Arbeitsmarkt das Wirtschaftswachstum dieses Jahr weiter antreiben. Dagegen hat der Konflikt Europa voll getroffen, so dass wir hier 2022 mit einer deutlichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums rechnen müssen. In der Eurozone erwarten wir deshalb nur noch ein Wachstum von 2,3% in diesem Jahr, fast 1,5% weniger als noch vor einem Monat. Mit nur mehr 4% setzen wir auch für China eine schlechtere Prognose für das laufende Jahr an, da sich die Pandemie trotz der chinesischen Zero-Covid-Politik weiter ausbreitet.

Die Geldpolitik:

Sowohl die EZB als auch die Fed haben erst spät auf die steigende Inflation reagiert – die EZB sogar noch später als die US-Notenbank. Der Krieg erschwert nun den Weg zu einer Normalisierung der Geldpolitik. Wir erwarten jedoch, dass die Zinsschritte und die quantitative Straffung fortgesetzt werden, wenn auch in Europa in einem langsameren Tempo als in den USA.

Unsere Einschätzungen:

Bei der Gestaltung des Portfolios spielt die Inflation weiterhin die Hauptrolle. Aktien bleiben mangels echter Alternativen die Favoriten der Anleger – vor allem in den USA, wo die Unternehmensgewinne dank der robusten Wirtschaft weiter steigen dürften. Gerade dort sollten Investoren jedoch Titel meiden, die von höheren Zinsen besonders stark betroffen sind, und sich eher bei Value- und Qualitätsaktien nach Einstiegschancen umsehen. In der zweiten Jahreshälfte und 2023 wird es für die Unternehmen vor allem darum gehen, ihre Margen stabil zu halten, so dass ihre jeweilige Macht zur Preisgestaltung und Weitergabe von Preissteigerungen an die Verbraucher ein entscheidender Faktor sein wird.

Am Anleihemarkt machen die starken, schnellen Schwankungen einen taktischen Ansatz bei der Duration erforderlich; sie ist inzwischen nicht mehr so kurz wie noch vor ein paar Wochen. Der Bereich der kurzlaufenden Anleihen sieht aktuell besonders attraktiv aus, da hier der größte Teil der erwarteten Zinserhöhungen durch die Fed bereits eingepreist ist. Wahrscheinlich wird das lange Ende der Kurve nachziehen. Aufgrund des starken Immobilienmarktes in den USA können auch Verbriefungen von Krediten für Wohnimmobilien sehr interessant sein.

Quelleninformationen und die vollständige Publikation „US economy and markets look resilient regarding the Russia-Ukraine crisis“ finden Sie in der englischen Originalfassung im Amundi Research Center.

Rechtliche Hinweise: Sofern nicht anders angegeben, stammen alle Informationen in diesem Dokument von Amundi Asset Management und sind aktuell mit Stand 05.04.2022. Die in diesem Dokument vertretenen Einschätzungen der Entwicklung von Wirtschaft und Märkten sind die gegenwärtige Meinung von Amundi Asset Management. Diese Einschätzungen können sich jederzeit aufgrund von Marktentwicklungen oder anderer Faktoren ändern. Es ist nicht gewährleistet, dass sich Länder, Märkte oder Sektoren so entwickeln wie erwartet. Diese Einschätzungen sind nicht als Anlageberatung, Empfehlungen für bestimmte Wertpapiere oder Indikation zum Handel im Auftrag bestimmter Produkte von Amundi Asset Management zu sehen. Es besteht keine Garantie, dass die erörterten Prognosen tatsächlich eintreten oder dass sich diese Entwicklungen fortsetzen.

Newsletter vom 13. April 2022

Vincent Mortier, Group CIO Amundi und Kenneth J. Taubes, CIO für das US Investment Management von Amundi

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„Höhere Zinsen machen Value-Titel attraktiv“

Andreas Wosol ist Head of Value und Senior Fondsmanager für Europäische Value-Strategien bei Amundi. Worauf Aktienanleger im aktuellen Regimewechsel hin zu höheren Zinsen achten sollten und welche Branchen von dieser Entwicklung profitieren könnten, erläutert er im Interview.

Derzeit ändern sich fundamentale Faktoren an den Märkten, so ist beispielsweise die Inflation zurück und auch die Notenbanken peilen wieder höhere Zinsen an. Was bedeutet das konkret für Anleger?
Wir stehen an einem Wendepunkt: Seit dem Ende der Finanzkrise 2009 waren die Finanzmärkte von fallenden Zinsen, Disinflation und geringem Wachstum geprägt. Das hat die Aufmerksamkeit von Anlegern vor allem auf Wachstumswerte gelenkt und diese beflügelt. Nun steigen Inflation und Zinsen wieder, die Konjunktur nimmt eine solide Entwicklung und die Notenbanken fahren ihre Stützungskäufe zurück. So entsteht eine neue Dynamik, die Rückenwind für wertorientierte Anlagesegmente bedeuten sollte, die in den letzten zehn Jahren tendenziell unter Druck standen.

Ist das eine geradlinige Entwicklung weg von den Wachstums- und Tech-Werten hin zu Value?
Kaum etwas an den Finanzmärkten verläuft geradlinig, auch in dieser Frage nicht. Dies zeigt ja auch die Entwicklung der letzten Wochen. Allerdings ist der zugrundeliegende Trend sehr ausgeprägt, so dass Rücksetzer und Pausen von Anlegern immer auch als Chancen für Zukäufe in Value-Segmenten genutzt werden könnten.

Welche Branchen sehen Sie denn als Profiteure des neuen Szenarios?
Die Gewinner sollten insbesondere wertorientierte Anlagen und zyklische Werte sein, also Value-Titel. Generell könnten sich demnach zyklische Konsumsegmente wie die Automobilbranche und Tourismus, der Energie- oder Rohstoffsektor sowie zyklische Branchen der Industrie oder die Finanzbranche positiv entwickeln.

Und welche Sektoren könnten nun vor Herausforderungen stehen?
Allgemein gesprochen dürften nun all diejenigen Branchen, die in den letzten Jahren von den Niedrigzinsen profitiert haben, von steigenden Zinsen herausgefordert werden. Das umfasst etwa wachstumsorientierte Branchen und alle Titel, die sehr hoch bewertet sind, sowie defensive Sektoren, etwa Marktversorger oder der Bereich Telekommunikation.

Welche Rolle spielt in diesem Umfeld der Zeithorizont für Anleger?
Für Aktien gilt ja generell ein längerer Zeithorizont als wichtig. Denn so hat der Anleger die Möglichkeit von langfristig positiven Entwicklungen zu profitieren und zugleich die – verhaltenstheoretisch gut erklärbaren – kurzfristigen Marktineffizienzen zu umgehen. Deshalb sollten sich auch Anleger, die nun Teile ihres Portfolios entsprechend umschichten, für mindestens 1-3 Jahre auf diesen neuen Kurs einlassen.

Können Fonds hier ein gutes Mittel sein, die eigenen Anlageziele umzusetzen?
Klar, davon bin ich sehr überzeugt! Derzeit könnten Anleger sich vor allem mit aktiven Fonds und solchen mit Value-Ausrichtung beschäftigen, um ihr Portfolio zu ergänzen.

Rechtliche Hinweise: Sofern nicht anders angegeben, stammen alle Informationen in diesem Dokument von Amundi Asset Management und sind aktuell mit Stand 21.02.2022. Die in diesem Dokument vertretenen Einschätzungen der Entwicklung von Wirtschaft und Märkten sind die gegenwärtige Meinung von Amundi Asset Management. Diese Einschätzungen können sich jederzeit aufgrund von Marktentwicklungen oder anderer Faktoren ändern. Es ist nicht gewährleistet, dass sich Länder, Märkte oder Sektoren so entwickeln wie erwartet. Diese Einschätzungen sind nicht als Anlageberatung, Empfehlungen für bestimmte Wertpapiere oder Indikation zum Handel im Auftrag bestimmter Produkte von Amundi Asset Management zu sehen. Es besteht keine Garantie, dass die erörterten Prognosen tatsächlich eintreten oder dass sich diese Entwicklungen fortsetzen.

Newsletter vom 02. März 2022

Andreas Wosol – Head of Value und Senior Fondsmanager für Europäische Value-Strategien Amundi

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