17.-18.04.2026 – Messe: Invest | Stuttgart
Im April finden Sie auf der großen Stuttgarter Messe „Invest“ interessante Aussteller und Vorträge. Die BÖAG Börsen AG ist nicht vor Ort.
Termin: Freitag, 17.04., bis Samstag, 18.04.2026
Anmeldung erforderlich – jetzt Tickets sichern!
Anmeldung inkl. Ticket direkt hier: www.messe-stuttgart.de/invest.de



21.02.2026 – Messe: Börsentag Frankfurt
Der Börsentag in der Mainmetropole! Freuen Sie sich auf ein informatives Programm im Kap Europa in Frankfurt. Die BÖAG Börsen AG ist nicht vor Ort.
Termin: Samstag, 21. Februar 2026 – 09:30 – 16:00 Uhr
Kostenlose Teilnahme – Anmeldung erforderlich!
Anmeldung direkt hier: www.boersentag-frankfurt.de



22.11.2025 – Messe: Börsentag kompakt Nürnberg
Freuen Sie sich auf ein informatives Programm in der Meistersingerhalle in Nürnberg. Die BÖAG Börsen AG ist nicht vor Ort.
Termin: Samstag, 22. November 2025 – 09:30 – 15:30 Uhr
Kostenlose Teilnahme – Anmeldung erforderlich!
Anmeldung direkt hier: www.boersentag-kompakt.de



24.10.2026 – Save the Date: Börsentag kompakt Nürnberg
Freuen Sie sich auf ein informatives Programm in der Meistersingerhalle in Nürnberg. Die BÖAG Börsen AG ist nicht vor Ort.
Termin: Samstag, 24. Oktober 2026 – 09:30 – 15:30 Uhr
Kostenlose Teilnahme – Anmeldung erforderlich!
Anmeldung direkt hier: www.boersentag-kompakt.de



25.-26.09.2026 – Messe: Finance26 (World of Trading) | Frankfurt
Im September findet mit der neuen „Finance26“ erstmals die Weiterentwicklung der langjährigen „World of Trading“ in Frankfurt am Main statt.
„Mit der Finance 26 startet ein neues Messeformat rund um Geldanlage, Vermögensaufbau und Vorsorge“, so die Veranstalter.
Die BÖAG Börsen AG ist nicht mir einem eigenen Messestand vor Ort.
Termin: Donnerstag, 25.09. & Freitag, 26.09.2026
Infos: finance26.de


Investoren-Dilemma gelöst!
Viele Anleger suchen händeringend Investments mit gutem Ertragspotenzial aber bei geringem Verlustrisiko. Ist das nun ein ‚Investoren-Dilemma‘? Ganz im Gegenteil, die Zauberformel lautet ‚Momentum-Investing‘ – eine Sonderform der Faktor-Investments.
Empirische Studien belegen den langfristig erfolgreichen Momentum-Ansatz in über 40 Ländern und in über einem Dutzend Assetklassen. Der Momentum-Effekt besteht darin, dass Investments ihre Performance fortschreiben. Also: Steigt eine Aktie über längere Zeit, erhöht sich zugleich die Wahrscheinlichkeit, dass es auch so bleibt. Steigt eine Aktie stärker als andere, dann steigt diese mit einer größeren Wahrscheinlichkeit auch weiterhin stärker als andere.
Klingt trivial, ist es aber nicht! Denn Momentum ist eine Marktanomalie, die wegen des zugrundeliegenden starren menschlichen Verhaltens auch langfristig von Bestand ist. Die Untersuchung einer einfachen Momentum-Strategie seit 1926 bei NYSE- und Nasdaq-Aktien zeigt erstaunliche Ergebnisse: Teilt man die Strategie in drei Aktienkörbe mit dem niedrigsten, mittleren und stärksten Momentum, ergeben sich erhebliche Unterschiede:
– niedrigstes Momentum; +5,5 % p.a. (aus 100 $ wurden 16.500 $)
– höchstes Momentum: +15,4 % p.a. (aus 100 $ wurden 95.000.000 $)
Ergänzt man die einfache bereits erfolgreiche Momentum-Strategie um ein zweidimensionales – absolutes und relatives – Momentum, ist der Vergleich zum MSCI U.S. beeindruckend; die Grafik vermittelt den Sachverhalt anschaulich.
Und mit dieser zweidimensionalen Momentum-Strategie ist das vorgenannte Investoren-Dilemma aufgelöst. Umgesetzt haben wir diesen Investment-Stil übrigens im A&M Experts Momentum World (WKN A3DV7B). Dessen Zielsetzung ist eine überdurchschnittliche Performance bei gleichzeitig unterdurchschnittlichem Risiko. Dieser international investierende, aktienorientierte Mischfonds mit flexibler Allokation wurde am 01.02.2023 in Kooperation mit der Donner & Reuschel AG aufgelegt und ist an der Börse Hamburg handelbar.

Newsletter vom 13. September 2023
Joachim Milnik – Fondsberater und Geschäftsführer
AuM Experts UG
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Stabilisierungstendenz an den Aktienbörsen – zu Recht?
Viele Aktienindizes konnten seit Anfang Oktober deutlich zulegen. Offensichtlich haben Anlegende begonnen, durch die akuten Krisen und Rezessionserwartungen für das Winterhalbjahr hindurchzuschauen und damit den ab Frühjahr 2023 zu erwartenden konjunkturellen Aufschwung im Blick. Zudem kam immer wieder die Hoffnung zum Tragen, dass die rasanten Zinserhöhungszyklen vieler Notenbanken doch nicht im bisherigen Tempo anhalten werden.
Diese Erwartung bekam mit der Veröffentlichung der Oktober-Inflationsdaten für die USA einen massiven Anschub. Sowohl der Anstieg der Verbraucherpreise um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als auch die Kernrate der Inflation mit 6,3 Prozent lagen unterhalb der Vormonatswerte und unterhalb der Erwartungen. Angesichts der auch in den USA spürbaren konjunkturellen Abkühlung dürften die Inflationsraten künftig weiter fallen. Trotzdem ist beim letzten Zinsentscheid der US-Notenbank Fed im Dezember mit einer Anhebung der Leitzinsen um 0,50 oder 0,75 Prozentpunkte zu rechnen. Immer wahrscheinlicher wird aber auch, dass Anfang 2023 zunächst eine geldpolitische Pause eingelegt wird, um die weitere Wirkung des bisherigen Zinsanstiegs abzuwarten.
In der Eurozone hingegen ist die Inflationsspitze noch nicht überschritten. So wurde für Deutschland eine Oktober-Preissteigerungsrate in Höhe von 10,4 Prozent bestätigt. Sinkende Preise an den internationalen Rohstoffmärkten kommen hier aufgrund des schwachen Euros nur abgemildert zum Tragen. Zudem brachen zwar die Gaspreise im Großhandel in Europa zuletzt förmlich ein, nachdem die europäischen Gaslager nahezu vollständig gefüllt sind und aufgrund der milden Witterung der letzten Wochen die Nachfrage nur leicht angestiegen ist, allerdings werden die erhöhten Energiepreise der vergangenen Monate erst mit einem Zeitverzug auf die Endverbraucher durchgereicht und halten damit den Inflationsdruck hoch.
Auch wenn Euphorie angesichts diverser bestehender Risikofaktoren nicht angebracht wäre, sind die Perspektiven für Anlegende mit Blick auf das Jahresende nicht schlecht. So konnten viele Aktienindizes zuletzt mittelfristige Abwärtstrends durchbrechen. Die Zinsen dürften deutlich weniger stark ansteigen als seit Anfang 2022, bei längeren Laufzeiten rezessionsbedingt zwischenzeitlich auch einmal wieder fallen. Und Aktien profitieren von nachgebenden Rohstoffpreisen, sinkenden Zinssorgen sowie einer anhaltend negativen Realrendite.

Newsletter vom 16. November 2022
Carsten Mumm – Chefvolkswirt und
Leiter der Kapitalmarktanalyse
Privatbank Donner & Reuschel

Rezessionswinter voraus – wie heftig wird der Einbruch?
Die konjunkturellen Perspektiven haben sich global und insbesondere auch für Deutschland zuletzt weiter eingetrübt. Eine Rezession im Winterhalbjahr erscheint unausweichlich, voraussichtlich auch in der gesamten Eurozone sowie möglicherweise in den USA. Die jüngste Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimaindex verdeutlicht, dass die wirtschaftliche Abkühlung mittlerweile alle relevanten Sektoren der deutschen Volkswirtschaft betrifft.
Neben den angesichts stockender Lieferketten und explodierender Energie- und Rohstoffpreise schon länger eingetrübten Geschäftsaussichten der Industrie und im Bausektor, brachen zuletzt auch die Erwartungen der konsumnahen Bereiche Dienstleistungen und Handel regelrecht ein. Hintergrund ist die für die kommenden Monate absehbare Durchreichung der stark gestiegenen Energiekosten von den Versorgern an die privaten Verbraucher und Unternehmen. Schon heute sind bei hochpreisigen Gütern des täglichen Bedarfs, bspw. in Bioläden, erhebliche Umsatzeinbußen festzustellen. Entsprechend notierte der GfK-Konsumklimaindex bereits bei den letzten Veröffentlichungen auf historischen Tiefniveaus, denn die schwächeren Einkommens- und Konjunkturperspektiven der Menschen sorgen für eine weiter nachgebende Anschaffungsneigung. Hinzu kommt die Aussicht auf erstmals seit zwei Jahren wieder nennenswert zunehmende Insolvenzen, da viele Unternehmen ihre Produktion aufgrund massiv steigender Erzeugerpreise einstellen.
Wie tief der wirtschaftliche Einbruch ausfallen wird, lässt sich hingegen derzeit kaum prognostizieren. Entscheidend dafür wird sein, ob die Gasversorgung Deutschlands trotz vorerst nicht mehr zu erwartender russischer Lieferungen in den kommenden Monaten ausreicht. Neben der Angebotsseite spielt dabei insbesondere der Verbrauch eine Rolle. Sollten wir einen harten Winter bekommen und der private Gasverbrauch entsprechend hoch ausfallen, wären staatlich verordnete Rationierungen wahrscheinlicher und die Rezession dürfte tiefer ausfallen.
So oder so ist aber ab dem Frühjahr 2023 mit einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage und einem folgenden zumindest zaghaften Aufschwung zu rechnen, der an den Aktienbörsen wie immer etwa ein halbes Jahr im Voraus eingepreist werden dürfte. Wir rechnen noch deutlich vor dem Jahreswechsel mit einer Bodenbildung der aktuell überwiegend intakten Abwärtstrends vieler Aktienindizes. Anleger sollten daher konstruktiv bleiben und sich schon jetzt auf eine rechtzeitige Positionierung vorbereiten.

Newsletter vom 28. September 2022
Carsten Mumm – Chefvolkswirt und
Leiter der Kapitalmarktanalyse
Privatbank Donner & Reuschel

Neues Zinsregime und Rezessionsangst – Perspektiven für Anleger
An den Börsen macht sich seit Anfang 2022 ein entscheidender Regimewechsel bemerkbar. Der seit rund 40 Jahren bestehende Trend fallender Zinsen dürfte mit der durch viele Notenbanken weltweit eingeläuteten Zinswende sein Ende gefunden haben. Schon heute befindet sich die gesamte Zinskurve für Bundesanleihen im positiven Bereich. Die EZB dürfte im Laufe des zweiten Halbjahrs 2022 auch die noch negativen Einlagenzinsen für Banken über die Nulllinie heben und damit dem Verwahrentgelt auf Bankkonten die Grundlage entziehen.
Die Zinsbewegung hat aber auch die heftige Kurskorrektur der letzten Monate in nahezu allen Anlageklassen beeinflusst. Der Anstieg der Rendite einer zehnjährigen Bundesanleihe von -0,40 Prozent p.a. auf zwischenzeitlich 1,80 Prozent p.a. seit Mitte Dezember bedeutete für einen Anleger einen Kursverlust von weit über 10 Prozent. Da die Notierungen aller anderen Anlageklassen in den letzten Jahren angesichts verbreiteter Null- und Negativzinsen Bewertungsniveaus erreicht haben, die in einem normalen Zinsumfeld kaum denkbar wären, kam es auch bei Aktien zu einer Neubewertung mit der Folge deutlicher Kursverluste.
Es spricht jedoch einiges dafür, dass die größten Korrekturen vorerst hinter uns liegen. Zwar können sich Anleger über höhere Nominalzinsen freuen, wenn sie jedoch die zumeist explodierten Inflationsraten in Abzug bringen, ergeben sich historisch beispiellos negative Realzinsen. Wer also die Kaufkraft seines Kapitals erhalten möchte, kommt weiterhin nicht um reale Kapitalanlagen herum.
Zugegeben, auch für die Konjunktur haben sich die Aussichten vor allem aufgrund der Eskalation des Ukrainekonfliktes, wegen der wieder verschärften Lieferkettenprobleme sowie der ungewissen Corona-Situation in China und eben angesichts der Zinswende erheblich verändert. Allerdings ist ein Abgleiten der Weltwirtschaft in eine lange und tiefe Rezessions- oder gar Stagflationsphase nicht zu erwarten. Unternehmen und Staaten arbeiten schon jetzt erfolgreich daran, die Abhängigkeit von russischen fossilen Energieträgern zu verringern. Die Fed dürfte bei einer zu stark abkühlenden Wirtschaft die Zinsen wieder senken. Wenn sich dann noch in China eine wirtschaftliche Erholung abzeichnet, steht der Abarbeitung des sehr hohen Auftragsbestands in vielen Industrien nichts mehr im Wege. Steigende Aktienkurse im Laufe des zweiten Halbjahrs sind trotz kurzfristig bestehender Risiken somit nicht unwahrscheinlich.

Newsletter vom 06. Juli 2022
Carsten Mumm – Chefvolkswirt und
Leiter der Kapitalmarktanalyse
Privatbank Donner & Reuschel

Die europäische Energiekrise
Am 23. Juni hat die Bundesregierung die zweite von drei Stufen des Notfallplanes Gas ausgerufen. Gas ist nun ein knappes Gut, sagte der Wirtschaftsminister Robert Habeck. Was folgt daraus?
In Deutschland stammen rund 20 Prozent des Primärenergiebedarfs aus russischem Gas, davon kommt etwa die Hälfte allein aus der Gas-Pipeline Nordstream 1. Diese Leitung transportiert derzeit nur 40 Prozent ihrer normalen Menge. Im Juli wird sie planmäßig ganz versiegen und wie es danach weitergeht, ist unklar. Das lässt die Sorgen aufleben, dass Russland den Gashahn zudrehen könnte. Dies wiederum hat die Gaspreise in Europa bereits jetzt kräftig steigen lassen – von einem Vorkrisenniveau 2020 von rund 15 bis 20 Euro pro Megawattstunde (MWh) auf derzeit über 130 Euro und eine Besserung ist derzeit nicht in Sicht. Früher oder später werden sich die hohen Gaspreise in den Gasrechnungen der Haushalte bemerkbar machen. So fürchtet Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, dass sich die Gasrechnungen für manche Haushalte verdreifachen könnten. Zwar plant die Bundesregierung Entlastungsmaßnahmen, aber die steigenden Kosten schlagen sich bereits in der Kauflaune und der Kaufkraft der Konsumenten nieder. Und das ist nicht nur auf Deutschland beschränkt. Die konkreten Auswirkungen unterscheiden sich von Land zu Land, aber im Grunde sind alle Länder Europas von den hohen Gaspreisen betroffen. So fördern die Niederlande zwar eigenes Gas, aber auch dieses ist dem europäischen Gaspreis unterworfen und hat auch dort zu deutlichen Anstiegen der privaten Gasrechnungen geführt.
Allerdings handelt es sich um ein europäisches Problem: Gas ist eben schwer zu transportieren und so kostet britisches Gas nur zwei Drittel, und auf dem US-amerikanischen Markt muss man nur rund ein Fünftel des hiesigen Preises bezahlen. Und zuletzt ist dort der Preis – genau wie der für Rohöl – sogar gesunken. Rezessionssorgen in den USA lasten auf den Preisen für Öl und andere Rohstoffe.
Was heißt das für den Anleger? Wir hatten schon in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen, dass man derzeit gute Nerven beim Investieren braucht. Das gilt jetzt noch einmal mehr. Eine Rezession in Europa hat durch die jüngsten Entwicklungen an Wahrscheinlichkeit gewonnen. Ob die Kurse an den Renten- und Aktienmärkten also ihren Tiefpunkt schon gesehen haben, ist schwer zu sagen. Für langfristig orientierte Investoren jedoch können sich Schwächephasen auch als günstige Einstiegszeitpunkte erweisen.

