Früher länger Handeln an der European Investor Exchange

Ab Dienstag, dem 29.09.2026 können Aktien und ETFs auf dem elektronischen Handelssystem der Börse Hannover börsentäglich bereits ab 06:00 Uhr gehandelt werden. Die Handelszeit der gemeinsam mit Scalable Capital initiierten European Investor Exchange endet wie bisher um 23:00 Uhr.

Damit bietet die European Investor Exchange ihren Handelsteilnehmern und Anlegern den frühesten Handelsstart in Europa und mit 17 Stunden die aktuell längste Handelszeit unter den führenden Wertpapierbörsen weltweit.

Mehr Infos dazu in der Presseinformation.

Börse Hannover: European Investor Exchange handelt künftig ab 06:00 Uhr

Hannover, 28.09.2026 – Die European Investor Exchange, das elektronische Handelssystem der Börse Hannover, erweitert ihre Handelszeiten für Aktien und ETFs: Ab Dienstag, dem 29.09.2026 können diese börsentäglich bereits ab 06:00 Uhr gehandelt werden. Bisher ist der Handel von 07:30 bis 23:00 Uhr möglich.

Damit bietet die European Investor Exchange ihren Handelsteilnehmern und Anlegern den frühesten Handelsstart in Europa und mit 17 Stunden die aktuell längste Handelszeit unter den führenden Wertpapierbörsen weltweit.

Im zunehmenden internationalen Handel über mehrere Zeitzonen hinweg ist somit ein Maximum an Flexibilität gewährleistet und Anleger können kurzfristig auf bedeutende Ereignisse reagieren.

Die elektronische Handelsplattform European Investor Exchange ist eine gemeinsame Initiative von Börse Hannover und Scalable Capital. Sie ist speziell auf die Bedürfnisse von Privatanlegern in Europa zugeschnitten.

Weitere Informationen unter: www.european-investor-exchange.com/de

Börse Hannover: Rebalancing des Global Challenges Index und NISAX

  • Zusammensetzung des Global Challenges Index bleibt unverändert
  • Ottobock neu im NISAX

Hannover, 04. September 2026 – Der Global Challenges Index (GCX), Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover, bleibt in seiner Zusammensetzung unverändert. Dies ergab die Auswertung im Rahmen des halbjährlichen Rebalancings, welches zum Stichtag 18. September 2026 durchgeführt wird.

„Alle Unternehmen in unserem Index erfüllen weiterhin die strengen Voraussetzungen der Nachhaltigkeit, sodass kein Anlass zu einem Tausch der Werte besteht. Wir freuen uns sehr, dass sich die hohe Qualität der Index-Unternehmen auch in der außerordentlich starken Performance des GCX widerspiegelt und blicken zuversichtlich auf die weitere Entwicklung“, sagt Hendrik Janssen, Geschäftsführer der Börse Hannover und Vorstandsmitglied der BÖAG Börsen AG.

Starke Performance des GCX

Mit einem Plus von 444 Prozent erreichte der GCX im August seinen höchsten Stand seit seiner Auflage im Jahr 2007 und übertraf damit im gleichen Zeitraum die Performance von DAX und EuroStoxx 50. Seit Jahresbeginn verzeichnet der GCX eine Wertentwicklung von 30 Prozent. Auch die im März aufgenommenen Unternehmen Vestas Wind Systems A/S (WKN: A3CMNS) und SmurfitWestrock PLC (WKN: A40C7D) haben sich in den sechs Monaten mit einer Performance von 40 und 24 Prozent jeweils überdurchschnittlich entwickelt.

„Wir befinden uns in herausfordernden Zeiten, die durch weltpolitische Krisen und explodierende Energiepreise geprägt sind und wirtschaftliche Themen in den Vordergrund gestellt haben. Gleichzeitig erkennen wir unter anderem durch die kürzlichen Rekordtemperaturen und deren Folgen die nach wie vor große Bedeutung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Nachhaltige Investments sind Investments in unsere Zukunft. Der GCX zeigt, dass Nachhaltigkeit auch mit einer hohen Rendite für Anleger verbunden sein kann“, ergänzt Janssen weiter.

Das nächste Rebalancing des GCX findet im März 2027 statt.

NISAX gewinnt Ottobock

Zeitglich zum GCX wurde auch das Rebalancing des Niedersächsischen Aktienindex (NISAX) durchgeführt. Der NISAX bildet die Entwicklung der größten, börsennotierten Unternehmen ab, die ihren Hauptsitz im Land Niedersachsen haben. Neben Großunternehmen wie Volkswagen, Salzgitter und Talanx, sind auch kleinere Unternehmen wie Berentzen, Viscom und Einbecker Brauhaus enthalten. Neu in den Index aufgenommen wurde die Ottobock SE (WKN: BCK222) mit Sitz in Duderstadt, die im Oktober 2025 den Weg an die Börse beschritten hat. Der NISAX umfasst jetzt 21 Aktien.

Hinweise für Redakteure

Die aktuelle Zusammensetzung des GCX finden Sie unter:

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Weitere Informationen

Das aktuelle GCX-Factbook finden Sie unter:

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Weitere Informationen

Informationen zum GCX Paris Aligned finden Sie unter:

https://www.boerse-hannover.de/nachhaltigkeit/gcxpa

Zum Auswahlprozess der GCX-Unternehmen:

Die Unternehmen des GCX werden anhand ihrer Nachhaltigkeits-Performance, u. a. anhand des von ISS STOXX Sustainability zur Verfügung gestellten Corporate Ratings, den umfassenden Ausschlusskriterien und ihres Beitrags zur Erreichung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung bewertet, welcher durch das SDG Solutions Assessment ermittelt wird. Begleitet wird dieser Auswahlprozess von einem unabhängigen Experten-Beirat. Die Auswahlkriterien des Nachhaltigkeitsindex werden zudem kontinuierlich an aktuelle internationale Richtlinien und Standards angepasst. Lizenznehmern wird so ermöglicht, die hohen Anforderungen von Institutionen, wie z. B. Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) und dem österreichischen Umweltzeichen (UZ49), zu erfüllen.

Börse Hannover: Einführung von strukturierten Wertpapieren an der European Investor Exchange

Hannover, 03.09.2026 – An der European Investor Exchange – dem elektronischen Handelsplatz der Börse Hannover in Kooperation mit Scalable Capital – ist ab sofort der Handel mit strukturierten Wertpapieren wie Zertifikaten, Optionsscheinen, Knockouts, Mini-Futures und Turbos möglich. Damit erweitert der Handelsplatz sein Angebotsspektrum und bietet Anlegern noch mehr Flexibilität bei der persönlichen Handelsstrategie. Zum Start stehen Investoren rund 1,7 Mio. Anlage- und Hebelprodukte zur Verfügung, die frei von börslichen Kosten montags bis freitags von 8:00 bis 22:00 Uhr gehandelt werden können.

Renommierte Emittenten

Zu den ersten Emittenten, die strukturierte Wertpapiere auf unterschiedlichste Basiswerte an der European Investor Exchange listen lassen, gehören bereits mehrere renommierte Bankhäuser wie Bank Vontobel Europe AG, HSBC Continental Europe S.A., Morgan Stanley Europe SE, Société Générale S.A. und in Kürze auch BNP Paribas S.A.. Die European Investor Exchange steht dem Anschluss weiterer Emittenten offen gegenüber.

Sicherheit und Transparenz im börslichen Handel

Der Handel findet an der European Investor Exchange unter Aufsicht der Handelsüberwachung der Börse Hannover statt und bietet damit Anlegern ein Höchstmaß an Transparenz und Sicherheit.

„Mit der Einführung von strukturierten Wertpapieren wächst das Handelsspektrum der European Investor Exchange und kommt den steigenden Ansprüchen der Anleger nach, die mit zunehmender Erfahrung auch Handelsstrategien nach persönlichen Markterwartungen ausrichten möchten“, erklärt Hendrik Janssen, Geschäftsführer der Börse Hannover und Vorstandsmitglied der BÖAG Börsen AG.

Die elektronische Handelsplattform European Investor Exchange ist eine gemeinsame Initiative der Börse Hannover und Scalable Capital. Sie ist speziell auf die Bedürfnisse von Privatinvestoren in Europa zugeschnitten. Weitere Informationen unter: www.european-investor-exchange.com/de

Aktienmärkte schwächer, steigende Zinsen und Ölpreis belasten

Bei seinem Auftritt in Jackson Hole hat US-Notenbankchef Kevin Warsh klare Worte zur Zinspolitik der US-Notenbank gefunden und ist damit Kritikern entgegengetreten, die die Unabhängigkeit der Fed in Zweifel gezogen hatten. Das Erreichen des Inflationsziels von maximal 2 Prozent bleibe das wichtigste Ziel, der Arbeitsmarkt stünde erst an zweiter Stelle. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für eine US-Zinserhöhung Mitte September auf rund 60 Prozent.
Dank Trumps‘ Dauerfehde gegen den Iran ist auch bei uns die Inflationsrate im August auf 2,9 Prozent gestiegen, im Euroraum sogar auf 3,3 Prozent und das könnte noch nicht das Ende für dieses Jahr gewesen sein. Eine Zinserhöhung der EZB am 10. September gilt als sicher.
Der Anleihenmarkt hat mögliche Zinsschritte von Fed und EZB bereits vorweggenommen, Verkäufe vor allem bei Langläufern haben die Renditen bereits nach oben getrieben. Die 30-jährigen US-Treasuries rentieren aktuell bei 5,28 Prozent, vergleichbare Bundesanleihen bei 3,85 Prozent.
Die Aktienmärkte zeigen sich vor dem Hintergrund des neu befeuerten Iran-Konfliktes, steigender Zinsen und Rohölpreise schwächer. Der DAX liegt aktuell wieder unter 26.000. Höhere Zinsen bedeuten Mehrkosten bei zahlreichen Unternehmen, vor allem auch im Technologiesektor. Die explodierenden Investitionen in künstliche Intelligenz müssen aber zunehmend über Kredite finanziert werden, weil die Alternativen Eigenkapital und Cashflow an Grenzen stoßen.
NVIDIA konnte jüngst brillante Quartalszahlen vorlegen. Die spannende Frage bleibt jedoch, wie lange diese und die Wachstumsstorys bei weiteren Hyperscalern (Meta, Amazon, Microsoft & Co.) intakt bleiben?
Bleiben Sie sehr wachsam in diesen Tagen, wir nähern uns dem Herbst und damit der Sturm- und Crashzeit!

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Newsletter vom 02. September 2026

Martin Braun, Börse Hannover

Fragile Lage am Golf: Ölpreise und Anleihezinsen steigen

Rund zwei Monate nach der Unterzeichnung des Bürgenstock-Memorandums ist ein Ende des Irankriegs weiter nicht in Sicht. Die 60-Tage-Frist für ein Schlussabkommen zwischen Washington und Teheran ist am Wochenende abgelaufen und der Iran hat eine Verlängerung bereits abgelehnt und mit Angriffen seinerseits gedroht.

Der US-Präsident gibt sich gelassen, seine Nerven scheinen aber blank zu liegen. Jüngst drohte er sogar dem vermittelnden, neutralen Sultanat Oman mit einem vernichtenden Militärschlag für den Fall, dass es nicht die von den USA verfolgten Interessen berücksichtigt – ohne Worte, unterirdisch, Caligula lässt grüßen, der regierte Rom vor rund 2.000 Jahren.

Kein Wunder also, dass die Ölpreise wieder anspringen, die Nordseesorte Brent hat bereits am Montag die Marke von 90 Dollar erneut überschritten.

Und das dürfte dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh langsam, aber sicher Schweißperlen auf die Stirn treiben, denn er steht im September vor einem echten Dilemma. Steigende Energiepreise heizen die Inflation (aktuell bei 3,4 Prozent) weiter an und machen eine Zinserhöhung fast unvermeidlich. Dumm nur, dass ausgerechnet die US-Arbeitsmarktdaten für Juli 2026 ein überraschend schwaches Bild zeigten: Die Wirtschaft baute außerhalb der Landwirtschaft unerwartet 23.000 Stellen ab (erwartet war ein Plus), während die Arbeitslosenquote leicht von 4,2 Prozent auf 4,1 Prozent sank. Das spricht für Zinssenkung, mindestens aber für keine Zinsänderung. Und der Kapitalmarkt hat eine Zinserhöhung bereits vorweggenommen, die langlaufenden, 30-jährigen US-Treasuries rentieren aktuell bei 5,3 Prozent, der höchste Stand seit 2007. Dabei spielt auch die ausufernde Staatsverschuldung der USA zunehmend eine Rolle. Last but not least sitzt dem Fed-Chef sein Protegé Donald Trump im Nacken und der fordert notorisch Zinssenkungen.

Fazit: Nach den Höhenflügen bei Dax, Dow, S&P & Co. werden die Marktteilnehmer vorsichtiger. Das Marktumfeld ist schwer einzuschätzen, es fehlen positive Impulse, dafür überwiegt die Ungewissheit.

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Newsletter vom 19. August 2026

Martin Braun, Börse Hannover

Erneute Waffenruhe belebt die Märkte

Eine Angriffspause der USA im Krieg mit dem Iran führte zu einer Erholung der Aktienmärkte zu Wochenbeginn, der DAX sprang auf mehr als 25.500 Punkte und näherte sich damit seinem Allzeithoch bei 25.900 Punkten von Anfang des Monats. Ein deutlich niedrigerer Ölpreis als vor einer Woche sorgte zusätzlich für Entspannung an den Märkten, allerdings bleibt die Volatilität bei diesem wichtigen Rohstoff extrem hoch.

Konjunkturseitig stand am Montag das ifo-Geschäftsklima im Blick, das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer. Der Index stieg im Juli auf 86,6 Punkte, nach 85,7 im Juni. Dies war auf deutlich bessere Erwartungen zurückzuführen. Mit den laufenden Geschäften waren die Unternehmen aber etwas weniger zufrieden. Trotz der unsicheren Lage am Persischen Golf zeigt sich die deutsche Wirtschaft weniger pessimistisch.

Die EZB ließ die Leitzinsen auf ihrer Sitzung am 23. Juli unverändert auf aktuellem Niveau. Für heiße Diskussionen sorgt derweil die bevorstehende Sitzung der US-Notenbank. Am Mittwochabend steht eine Entscheidung zum Leitzins an. Denkbar ist sogar eine Zinserhöhung, allerdings wird dieser Option nur eine Wahrscheinlichkeit von 35 Prozent zugebilligt. In den vergangenen Jahren stand das Ergebnis der meisten Fed-Sitzungen bereits im Voraus fest. Mit dem neuen Chef Kevin Warsh hat sich dies jedoch geändert. Warsh verzichtet bewusst darauf, eine klare „Forward Guidance“ zu geben. Er hofft, dass sich die Märkte damit stärker auf Daten und weniger auf die Fed konzentrieren. Ironischerweise hat dies die Unsicherheit rund um die Sitzungen erhöht und sorgt damit auch für eine höhere Aufmerksamkeit. Nach US-Börsenschluss folgen dann noch die Quartalszahlen von Meta und Microsoft.

Einen fulminanten Börsenstart gelang Chinas größter Chiphersteller CXMT am Montag. Die Aktien des Speicherspezialisten stiegen zum Handelsauftakt am Shanghaier Star Market um rund 472 Prozent, sind aber außerhalb Chinas (noch) nicht handelbar. CXMT kommt auf eine Marktkapitalisierung von rund 500 Mrd. Dollar und steht damit auf Platz 8 der größten Chiphersteller weltweit.

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Newsletter vom 29. Juli 2026

Martin Braun, Börse Hannover

Zwischen KI-Euphorie, Zinssorgen und Iran-Konflikt – Märkte angespannt

Iran-Krieg reloaded – so muss man die aktuelle Lage am Persischen Golf auf den Punkt bringen. Die USA greifen erneut Ziele im Iran an, dieser schlägt zurück und beide blockieren angeblich die Straße von Hormus. 20 Prozent Wegezoll stellt sich der US-Präsident vor, für eine sichere Durchfahrt und die Beseitigung eines Problems, das er selbst verursacht hat.

Die Ölpreise reagierten prompt, Brent-Öl stieg seit Freitag von 75 auf aktuell rund 86 Dollar, ein Plus von fast 15 Prozent. Damit schwinden einmal mehr die Hoffnungen auf sinkende Zinsen, denn steigende Energiepreise heizen nun mal die Inflation an und dämpfen das Wirtschaftswachstum. Die internationalen Aktienmärkte zeigen sich seit Montag uneinheitlich bis schwächer und sehr volatil. Der DAX hat nach dem Allzeithoch vom 6. Juli die Marke von 25.000 bereits wieder unterschritten. Während KI-nahe Unternehmen und Halbleiterwerte weiter im Fokus der Anleger stehen, werden die Magnificent Seven zunehmend zum Performance-Problem am US-Markt.

Waren sie bisher die entscheidenden Treiber es US-Aktienmarktes, so lässt ihre bisherige Kursentwicklung in 2026 eher zu wünschen übrig. Der Bloomberg Magnificent 7 Price Return Index, zu dem unter anderem Nvidia, Alphabet und Amazon Amazon gehören, legte bis Donnerstag (9.7.) lediglich um 1,8 Prozent zu, der Philadelphia Stock Exchange Semiconductor Index gewann seit Jahresanfang dagegen 83 Prozent. Insgesamt entwickelten sich die Magnificent Seven schlechter als 300 Unternehmen im S&P 500, repräsentieren jedoch ein Drittel der Marktkapitalisierung des Index. Ein Mega-IPO am US-Markt legte am Freitag der südkoreanische Chip-Spezialist SK Hynix hin, allerdings über die Platzierung amerikanischer Hinterlegungsscheine, den sogenannten ADRs. Mit einem Volumen von mehr als 26 Mrd. US-Dollar eine weitere Emission, die Kapital am Markt bindet. Nach Kursen von 175 Dollar pro ADR am Freitag, einer Korrektur von 15 Prozent am Montag, gelang gestern ein Sprung von 27 Prozent auf 194 Dollar. Das nennt man echte Volatilität, die mit einer marktgerechten Bewertung nur wenig zu tun hat.

Ihr Martin Braun, Börse Hannover

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Newsletter vom 15. Juli 2026

Martin Braun, Börse Hannover

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Weitere Informationen

Halbjahresbilanz zeigt uneinheitliches Bild

Nach den ersten sechs Monaten des laufenden Börsenjahres fällt die Bilanz uneinheitlich aus. Führende Aktienindizes wie Nasdaq100 und Nikkei liegen mit 20 bzw. 39 Prozent deutlich im Plus, der DAX schaffte dagegen nur 2 Prozent, der EuroStoxx50 immerhin plus 9,3 Prozent.

Technologieaktien waren die kurstreibenden Werte im ersten Halbjahr, der Nasdaq100 erreichte erst Anfang Juni sein Allzeithoch bei 30.660 Punkten. Immerhin konnten MDAX, TecDax Und SDAX mit einem Plus zwischen 3,9 und 6,4 Prozent besser abschneiden als der DAX. Ein sehr differenziertes Bild zeigt sich bei den Einzelwerten im deutschen Leitindex, hier rangieren Infineon (+116%), Hochtief (+50%) und Siemens Energy (+38%) auf den ersten Plätzen, Schlusslichter sind SAP, Rheinmetall und BMW mit Verlusten zwischen 36 und 39 Prozent zum Halbjahresende. Die noch im DAX vertretenen Automobilwerte tummeln sich auf den letzten Plätzen, das DAX-Schwergewicht SAP kommt trotz Kurshalbierung seit Frühjahr 2025 immer noch auf ein Market Cap von 157 Mrd. Euro, leidet aber unverändert unter der Befürchtung, zu den Verlierern von KI zu gehören. Wertvollstes deutsches Börsenunternehmen ist Siemens (218 Mrd.) vor Allianz und SAP.

Zu den Verlierern des ersten Börsenhalbjahres gehören auch der Bitcoin mit einem Minus von 33 Prozent und Gold mit minus 7 Prozent in US-Dollar. Der Iran-Krieg hat die Märkte in den zurückliegenden Monaten stark bewegt, ein Crash konnte jedoch vermieden werden. Die Lage am Golf bleibt fragil. Bleiben wir gespannt, wie sich das zweite Börsenhalbjahr zeigt. Die Rahmenbedingungen bleiben im Wesentlichen unverändert, die bevorstehenden Zwischenwahlen in den USA könnten jedoch den Druck auf die US-Regierung erhöhen.

Ihr Martin Braun, Börse Hannover

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Newsletter vom 01. Juli 2026

Martin Braun, Börse Hannover

Aktienmärkte im Wechselbad der Ereignisse

Die Börsenrally hat am Freitag einen heftigen Dämpfer bekommen. Auslöser war der überraschend starke US-Arbeitsmarktbericht, der die Erwartungen verstärkte, dass die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank eher eine Anhebung als eine Senkung sein könnte. Steigende Anleiherenditen und wachsende Sorgen über die Bewertungen im Technologiesektor führten zu Abverkäufen in diesem Bereich, vorzugsweise bei Aktien rund um das Thema KI. Der Nasdaq100 gab am Freitag um fast 5 Prozent nach, der stärkste Rückgang seit April 2025, der S&P500 ging mit einem Minus von 2,6 Prozent ins Wochenende.
Die Korrektur am US-Aktienmarkt hat der DAX mit einem Verlust von gut 500 Punkten nachvollzogen, nach kurzer Erholung am Dienstag ging es dann analog zum US-Markt erneut abwärts, aktuell liegt er bei rund 24.270 Punkten und behauptet sich damit knapp über dem 50- und 200 Tage-Durchschnitt, die beide als wichtige technische Unterstützung dienen.
Die Irankrise ist trotz laufender Verhandlungen noch lange nicht beendet. In den zurückliegenden Tagen und Stunden gab es einen erneuten Schlagabtausch zwischen dem Iran und den USA.
Die Märkte reagieren aktuell auf ein komplexes Zusammenspiel aus geopolitischen Unsicherheiten und makroökonomischen Signalen. Schwach zeigen sich auch die Edelmetalle und die wichtigste Kryptowährung Bitcoin, der am 5. Juni sogar die Marke von 60.000 Dollar unterschritt, das sind mehr als 50 Prozent Verlust seit dem Allzeithoch im Oktober 2025. Trotz vieler kritischer Stimmen geht es am Aktienmarkt nach kurzen Rückschlägen immer wieder aufwärts. Der als Stimmungsbarometer beachtete Volatilitätsindex VIX bewegt sich trotzdem im Normalbereich.
Der Countdown für den Börsengang von SpaceX läuft: Die Kombination von Raumfahrt und Künstlicher Intelligenz weckt Zukunftsfantasien. Dieser Mega-IPO wird nicht der einzige bleiben. Warten wir es ab – am Freitag wissen wir mehr. Übrigens, nach dem ersten Börsenkurs an der Nasdaq ist der Wert auch an unseren Börsenplätzen handelbar. Bei diesem IPO haben auch Privatanleger die Möglichkeit, über ausgewählte Broker bereits bei der Zeichnung dabei zu sein. Ob die zugeteilten Stücke auch sofort handelbar sein werden, ist jedoch unklar.
Aber Vorsicht an der Bahnsteigkante – schnelle Kursgewinne sind hier keinesfalls sicher!

Ihr Martin Braun, Börse Hannover

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Newsletter vom 10. Juni 2026

Martin Braun, Börse Hannover