Zitat der Woche: Helmut Kipp

„Der Fall Benko macht deutlich, wie gefährlich es für Unternehmer ist, #Transparenz und Kontrolle zu verweigern. Sie schaden sich damit selbst.“

Heltmut Kipp
Börsen-Zeitung
(Leitartikel „Was der Fall Benko zeigt“ vom 17.11.2023)

„Düsseldorfer Börsengeschichte beweist pragmatischen Optimismus“

Gastbeitrag von Dr. Rolf Deml, Börsen-Zeitung vom 27.09.2023, Sonderbeilage Finanzplatz Düsseldorf

Vorteile durch unbürokratische Wege und kostengünstige Prozesse

Dr. Rolf Deml, Geschäftsführer Börse Düsseldorf

Die Wurzeln der Düsseldorfer Börse haben ihren Ursprung Mitte des 16. Jahrhunderts in Köln, denn dessen rund 300 Jahre älterer Handelsplatz komplettierte mit den beiden Ende des 18. Jahrhunderts in Düsseldorf und Essen gegründeten Börsen ab 1935 die „Rheinisch-Westfälische Börse zu Düsseldorf“. Dieses Dreier-Zweckbündnis war weder in der ewig konkurrierenden Domstadt noch in der damaligen Stahlmetropole Essen besonders geliebt, wurde aber vom eigenen Erfolg überstrahlt. Die Landeshauptstadt entwickelte sich in den Wirtschaftswunderjahren zum Schreibtisch des Ruhrgebiets und seine Börse bis in die 1970er Jahre zur Nummer eins im Effektengeschäft.

Deutschlands erste Market-Maker-Börse

Im Börsenboom der späten 1990er Jahre mit dem einsetzenden Siegeszug des Internets veränderte sich das Banking und auch das Brokerage. Die neuen Selbstentscheider wollten möglichst nah am Markt sein, die volle Kontrolle haben und vor allem günstig handeln. Gänzlich ohne börsliche Kosten ausgestattet startete 2001 das elektronische Handelssystem Quotrix, parallel zum klassischen Skontoführerhandel in Düsseldorf, mit börslich überwachtem Direkthandel gegen den Market Maker per „Request for Quote“. Wenig später ergänzte ein Limit-Order-Management das Angebot zum vollwertigen Handelsplatz. Dabei sind die im „Quotrix-LOM“ vorliegenden, teils mit intelligenten Limits versehenen Kauf- und Verkaufsorders aber für den Market Maker nicht einsehbar, was bis heute als Alleinstellungsmerkmal im Anlegerschutz gilt. Die Preisqualität wissen verschiedenen Direktbanken, Online- oder Neo-Brokern sowie Kunden von Sparkassen oder VR-Banken zu schätzen. Falls nicht per aktiver Kundenweisung, finden zudem zahlreiche Orders per „Best Execution“-Vorgabe ihren Weg zu Quotrix.

ETPs demokratisieren die Geldanlage – sogar in Krypto-Coins

Anleger, die einfach, kostengünstig und diversifiziert investieren möchten, kommen an Exchange Traded Products nicht vorbei. Zuletzt wurden knapp 3.000 dieser börsengehandelten Produkte in Europa gezählt. Unter den Regionalbörsen bekleidet Düsseldorf hier mit einer breiten Auswahl Rang drei nach Handelsvolumen. Nicht nur klassische ETFs sind bei Privatanlegern gefragt. Das Angebot erweitert sich ständig und neben Themen-ETFs und Rohstoff-ETCs sind inzwischen auch Krypto-ETPs etabliert. Die umfangreichste Auswahl börsengehandelter Krypto-Produkte in Deutschland findet sich an der Börse Düsseldorf und auf Quotrix. Über rund 100 Papiere kann die Wertentwicklung von 25 verschiedenen Coins und rund 20 gemischten Baskets aus der bestehenden Bank- und Depotverbindung heraus mit gewohnter börslicher Qualität und Steuerabrechnung gehandelt werden.

Erstlistings sorgen für Neuzugänge am Kapitalmarkt

Ohne Listing kann keine Börsenstory starten und nicht jedes Going public ist ein vielbeachtetes Großevent. Gerade kleinere und mittelgroße Unternehmen nutzen die attraktiven Listingmöglichkeiten im Düsseldorfer Freiverkehr, speziell im Qualitätssegment Primärmarkt mit Perspektive zum Handel auf Xetra. Erhöhte Transparenzpflichten für die Aktiengesellschaften machen den Primärmarkt auch für ambitionierte Anleger auf der Suche nach besonderen Investment-Chancen interessant. Für die professionelle Begleitung von Emissionen steht ein Netzwerk zugelassener Kapitalmarktpartnern bereit, um die Unternehmen in den verschiedenen Vorbereitungs- und Umsetzungsschritten professionell zu unterstützen. Unbürokratische Wege, kostengünstige Prozesse und klarer Kundenfokus dürfen als typische Vorteile der Börse Düsseldorf gelten, die seit 2017 unter der Trägerschaft der BÖAG Börsen AG im Verbund mit den Börsen in Hamburg und Hannover operiert.


Sonderbeilage „Finanzplatz Düsseldorf“ vom 27.09.2023

„Die Landeshauptstadt entwickelte sich in den Wirtschaftswunderjahren zum Schreibtisch des Ruhrgebiets und seine Börse bis in die 1970er Jahre zur Nummer eins im Effektengeschäft.“

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„Kenner entdecken eine versteckte Vielfalt am Rhein“

Gastbeitrag von Dr. Rolf Deml, Börsen-Zeitung vom 28.03.2023, Sonderbeilage NRW

Quotrix als Pionier unter den Market-Maker-Börsen – Größtes Angebot an börsengehandelten Krypto-Coins – Erstlistings am Kapitalmarkt über den Primärmarkt

Dr. Rolf Deml

Die Düsseldorfer Börse blickt auf eine lange Tradition zurück. 1553 aus ersten Börsenzusammenkünften hervorgegangen, entwickelte sie sich zunächst über den örtlichen Getreidemarkt ab Mitte des 19. Jahrhunderts zur Zentralhandelsbörse und mit Aufnahme der Kölner sowie Essener Börse 1935 hin zur „Rheinisch-Westfälischen Börse zu Düsseldorf“, die 2001 zur „Börse Düsseldorf AG“ firmierte. Heute agiert sie unter der Trägerschaft der BÖAG Börsen AG neben den Börsen Hamburg und Hannover als erfolgreicher Handelsplatz, der sich vor allem eines bewahrt hat: den engen Bezug zur regionalen Wirtschaft, eine offene Marktorientierung und die Nähe zum Anleger.

Börslicher Direkthandel

Mit attraktiven Handelsbedingungen und Leistungsgarantien, wie verbindlichen Quotes, Referenzmarkt- und Ausführungsgarantien oder den Verzicht auf Courtage für alle Aktiengeschäfte, ist die Börse Düsseldorf insbesondere auf die Bedürfnisse von Privatanlegern zugeschnitten. Gleichzeitig baut die Börse ihr Dienstleistungsangebot für unterschiedliche Zielgruppen stetig aus. So gibt es hier abseits des großen Scheinwerferlichts für Kenner der Szene eine versteckte Vielfalt zu entdecken.

Während Neo-Broker mit Smartphone-Apps zum sofortigen Handel dem Wertpapiergeschäft in den vergangenen Jahren neuen Schwung verliehen haben, startete die Börse Düsseldorf mit Quotrix bereits Ende 2001 Deutschlands erstes elektronisches Market-Maker-Handelssystem. Anleger können auf Quotrix börsentäglich von 8 bis 22 Uhr schnell und börsenüberwacht rund 20 000 Wertpapiere mit dem Market Maker handeln. Dazu gehören alle Aktien der wichtigsten Indizes sowie weitere in- und ausländische Titel, aber auch Anleihen, Fonds und Exchange Traded Products (ETPs).

Im sogenannten Quote-Request-Verfahren sendet der Market Maker nach Aufforderung durch den Anleger einen sofort handelbaren Kurs, dessen Gültigkeit nach kurzer Zeit wieder verfällt beziehungsweise aktualisiert werden muss. Praktisch ein börslicher Direkthandel. Alternativ können auch Orders mit verschiedenen Limitzusätzen wie Trailing-Stop oder One-Cancel-the-Other übermittelt werden. Diese werden im für den Market Maker nicht einsehbaren Limit-Order-Management-System fortlaufend überwacht und bei Erreichen der Parameter automatisch ausgeführt.

Beim Handel auf Quotrix fallen keine Gebühren seitens der Börse oder des Market Makers an. Seitens Bank oder Broker können Orderprovisionen und Handelsplatzentgelte aufgerufen werden, die jedoch allein dort verbleiben. Die Qualität der Preisbildung wird durch ein Regelwerk abgesichert und orientiert sich stets an der übergreifenden Marktsituation. Ein wesentlicher Unterschied zum außerbörslichen Handel besteht darin, dass die Geschäfte auf Quotrix von der neutralen Handelsüberwachungsstelle der Börse Düsseldorf überwacht werden und damit ein hohes Maß an Anlegerschutz gewährleistet ist.

Neben verschiedenen Direktbanken und Neo-Brokern wie justTRADE ist Quotrix über zahlreiche Banken erreichbar und steht auch Kunden von Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken als moderner Handelsplatz zur Verfügung. Falls nicht per aktiver Kundenweisung, finden zudem zahlreiche Orders per „Best-Execution“-Vorgabe von Banken ihren Weg zu Quotrix.

Krypto-Produkte noch Neuland

Der Handel von Kryptowährungen ist für viele Privatanleger noch Neuland, doch die neue Assetklasse etabliert sich zunehmend. Noch bis vor wenigen Jahren war es exotisch und umständlich in Bitcoin, Ethereum und Co. zu investieren. Digitalwährungen als Beimischung ins Depot aufzunehmen, ist mittlerweile durch den überwachten Börsenhandel von Krypto-Produkten genauso sicher und einfach möglich wie der Erwerb eines Exchange Traded Funds (ETF).

Die umfangreichste Auswahl börsengehandelter Krypto-Coins in Deutschland findet sich an der Börse Düsseldorf und auf Quotrix. Über rund 100 Krypto-ETPs oder -Zertifikate (Partizipationsscheine), die sich an der Wertentwicklung der jeweiligen Digitalwährung orientieren, können die gängigsten Coins aus der bestehenden Bank- und Depotverbindung heraus mit gewohnter börslicher Qualität gehandelt werden. Wichtig dabei: Es handelt sich um gekoppelte Finanzinstrumente, sodass die abgebildeten Kryptowährungen nicht für Zahlungen genutzt oder in persönliche Wallets übertragen werden können.

Wo liegen die Vorteile am börslichen Kryptohandel in Düsseldorf? Komplizierte Antragsstrecken bei ausländischen, meist unregulierten Krypto-Plattformen und Wallets zur sicheren Verwahrung werden überflüssig und die steuerliche Behandlung muss nicht selbst übernommen werden. Krypto-Puristen werfen an dieser Stelle gerne ein, dass nur ein direktes Halten der „Keys“ einen steuerfreien Kursgewinn nach einem Jahr Haltezeit ermögliche. Viele Krypto-Produkte werden inzwischen aber wie die steuerbefreiten physischen Gold-ETCs (Exchange Traded Commodities) behandelt. Andere Produkte berücksichtigen, dass die oft volatilen Krypto-Coins meist eher kurzfristig gehalten werden, um eben von den Kursbewegungen zu profitieren. In solchen Fällen dürfte die pauschale Abgeltungsteuer für viele Anleger günstiger sein als der persönliche Steuersatz.

Die Anzahl börsennotierter Wertpapiere mit Krypto-Bezug hat sich an den Handelsplätzen Düsseldorf und Quotrix im Jahr 2022 verdoppelt. Mit knapp 100 Krypto-Produkten von 15 verschiedenen Emittenten bietet derzeit keine andere deutsche Börse eine derart breite Auswahl. Aktuell lassen sich 25 unterschiedliche Coins kaufen und verkaufen – diese stehen für mehr als zwei Drittel der Marktkapitalisierung aller Digitalwährungen. Das Produktangebot entwickelt sich dynamisch. Mittlerweile 20 Produkte bieten zudem als „Baskets“ ein Investment in einen Mix von Digitalcoins. Ähnlich wie bei einem ETF kann dann mit nur einem Finanzprodukt in mehrere Kryptowährungen investiert werden.

Das Angebot der Börse deckt natürlich nicht das komplette Universum von mehr als 12 000 Kryptowährungen ab, aber das ist auch nicht nötig. Geneigte Anleger sollten sich im Zweifel den bekannteren Coins zuwenden, denn Kryptowerte bleiben an sich eine besonders riskante Anlageklasse, deren Risiko über das Investment in größere Coins und breite Streuung gesenkt werden kann. Selbst ein breiter Krypto-Korb sollte lediglich als Beimischung im Portfolio angesehen werden, denn ein Totalverlust ist selbst dann noch möglich.

Attraktives Listingangebot

Nicht nur Anlegern bietet die Börse Düsseldorf eine geeignete Handelsplattform. Auch kleinere und mittelgroße Unternehmen finden dort im Freiverkehr attraktive Listingmöglichkeiten. Zum Beispiel mit dem Qualitätssegment Primärmarkt, das als Teil des allgemeinen Freiverkehrs neben dem regulierten Markt die Erstnotierung von Aktien und Anleihen ermöglicht. Hier sind aufmerksamkeitsstarke Inital Public Offerings (IPOs) und Listings möglich, welche auch die Perspektive zum Handel im Xetra-System eröffnen. Erhöhte Transparenzpflichten zeichnen den Primärmarkt aus, was dieses Segment auch für ambitionierte Anleger auf der Suche nach besonderen Investment-Chancen interessant macht.

Für die professionelle Begleitung von Emissionen verfügt die Börse über ein Netzwerk von zugelassenen Kapitalmarktpartnern, die Unternehmen mit ihrer ganzen Erfahrung in den verschiedenen Vorbereitungs- und Umsetzungsschritten unterstützen. Schnelle, unbürokratische und kostengünstige Prozesse sind wesentliche Vorteile des Düsseldorfer Listingangebots.

Die Börse Düsseldorf stellt eine wichtige Säule des Kapitalmarktes in Nordrhein-Westfalen dar und ist als Mitglied der Finanzplatzinitiative Fin.Connect.NRW regional bestens vernetzt. Sie steht aber deutschlandweit Unternehmen in allen Fragen des „Going Public“ und „Being Public“ als Ansprechpartner offen. 2022 wurden bei den Erstlistings elf neue Aktiengesellschaften (2021: 15) sowie 29 neue Anleihen und Zertifikate (2021: 25) im allgemeinen Freiverkehr an die Börse gebracht. Damit zählt Düsseldorf zu den aktivsten Börsenplätzen und zeigt sein verstecktes Potenzial.

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Zitat der Woche: Ulrich Kater

„Eine ausgewachsene Inflation lässt sich nur mit einer Rezession bekämpfen.“

Ulrich Kater, Chefvolkswirt Dekabank

Quelle: Interview mit der Börsen-Zeitung, erschienen am 03.11.2022

Podcast: ESG-Indizes – klein versus groß

Martin Braun von der Börse Hannover war am 10. März 2022 zu Gast im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ von Börsen-Zeitung und Union Investment.

Mit dem Boom des nachhaltigen Investierens haben sich viele ESG-Indizes am Markt etabliert. Was die Unterschiede sind, ist Thema im Podcast „Nachhaltiges Investieren“.

Es gibt die sehr großen ESG-Indizes von bekannten Anbietern wie Dow Jones, MSCI oder Morningstar, die mehrere Hundert Titel umfassen können, oder auch ganz kleine Indizes wie den ÖkoDax mit nur acht oder neun Titeln. Die Börse Hannover ist mit ihrem 50 Titel umfassenden Global Challenges Index, kurz GCX, schon sehr lange am Markt, und vor wenigen Monaten ist ein zweiter nachhaltiger Index dazugekommen. Wie setzen sich die kleineren nachhaltigen Indizes von den Marktführern ab? Birgt das eingeschränkte Anlageuniversum Risiken für die Anleger? Welches sind die nächsten Themen und Herausforderungen für ESG-Indizes? Das erläutert Martin Braun, Leiter Vertrieb und Customer Relations bei den Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover, im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ im Gespräch mit Christiane Lang.

Der Podcast ist abrufbar unter https://nachhaltiges-investieren.podigee.io und auf den gängigen Podcast-Plattformen.

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10. März 2022