Unternehmensanleihen mit guter Bonität

Thomas Scholz

Unternehmensanleihen guter Bonität weisen weiter ein attraktives Chance-Risiko-Profil auf. Eine interessante Anlagemöglichkeit für Anlegerinnen und Anleger könnten mittel- bis langfristig orientierte Rentenlaufzeitfonds sein, deren Fokus auf Unternehmensanleihen liegt.
 
Die Anleiheexperten unseres Fondspartners Union Investment stellen nach dem Zolldeal zwischen den USA und Europa fest, dass die Unsicherheit im Hinblick auf das wirtschaftliche Wachstum nachgelassen habe. Im Zuge dessen hätten sich die Handelsströme verändert und zunächst einmal zu höheren Preisen geführt. Die Fondsgesellschaft erwartet jedoch keine Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) für die kommenden Monate.
 
Anders als in den letzten zwei Jahren sind nach Einschätzung von Union Investment bei Anleihen zwar keine starken Kursgewinne mehr zu erwarten, wenn die EZB die Zinsen nicht weiter senkt. Trotzdem sei das Zinsniveau weiter attraktiv und Anlegerinnen und Anleger können dies für sich nutzen. Unternehmensanleihen mit guter Bonität können zudem mit höheren Renditechancen gegenüber Bundesanleihen punkten. In einem Marktumfeld mit eher zunehmenden Herausforderungen sei es aber sehr wichtig, einzelne Anleihen sorgfältig auszuwählen – eine nicht ganz einfache Aufgabe.
 
Für risikobewusste Anlegerinnen und Anleger seien daher Rentenfonds eine Alternative. Das sind Investmentfonds, die ihr Vermögen in verzinslichen Wertpapieren anlegen. Das Fondsmanagement nimmt eine Auswahl von möglichst attraktiven Papieren vor und streut das Kapital dabei über eine Vielzahl von Anleihen. Dies kann die Renditechancen erhöhen und zugleich das Risiko des Ausfalls einzelner Emittenten reduzieren.
 
Planbar durch feste Laufzeiten
 
Eine besondere Art von Rentenfonds stellen Rentenlaufzeitfonds dar. Bei Rentenlaufzeitfonds investieren die Fondsmanager hauptsächlich in Anleihen, die alle ungefähr zur selben Zeit fällig werden – meist nach vier bis sechs Jahren. Dadurch können die Fondsmanager am Ende der Laufzeit eines Rentenlaufzeitfonds eine planbare Rückzahlung von den im Fonds enthaltenen Wertpapieren erwarten. Die Experten unseres Fondspartners sind sich einig, dass nach wie vor Unternehmensanleihen guter bis sehr guter Bonität (Investment Grade) im mittleren Laufzeitbereich (drei bis fünf Jahre) aufgrund ihres Risiko-Rendite-Profils interessant sind. 
 
Insofern können Rentenlaufzeitfonds vor allem für Anlegerinnen und Anleger interessant sein, die an zeitlich begrenzten Geldanlagen interessiert sind und an den immer noch guten Renditechancen von Anleihen teilhaben möchten. Sie sollten einen Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren mitbringen. Interessierte können sich auf Basis der Produktinformation und Verkaufsunterlagen (Verkaufsprospekt, Anlagebedingungen, Basisinformationsblatt sowie Jahres- und Halbjahresbericht) über Aspekte solcher Geldanlagen bei der Hannoverschen Volksbank informieren. Dabei werden auch die Risiken von Fondsanlagen wie marktbedingte Kursschwankungen und das Ertragsrisiko besprochen.

Newsletter vom 22. Oktober 2025

Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
Hannoversche Volksbank eG

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Mit Weitsicht aktuelles Marktzinsniveau nutzen

Investments in europäische Verteidigungsaktien – zu spät oder perfekte Portfoliodiversifikation?

Martin Schilling

Lange Zeit galten europäische Verteidigungsaktien als relativ uninteressant. Die europäischen Staaten führen ihre Verteidigungsbudgets zurück und verließen sich implizit auf den Schutz der NATO respektive der USA. Außerdem wurden Verteidigungsaktien unter Nachhaltigkeitsaspekten bis vor rund drei Jahren uni solo sehr kritisch beurteilt. Diese Ausgangslage hat sich durch den russischen Einmarsch in die Ukraine und den bis heute andauernden russischen Angriffskrieg spürbar geändert.

Als Reaktion auf den Ukraine-Krieg muss Europa seine Verteidigungsausgaben massiv erhöhen, um seine strategische Autonomie zu sichern und die eigene Industrie zu stärken. Beim NATO-Gipfel in Den Haag haben sich die NATO-Staaten zu einer beispiellosen Verpflichtung bekannt: ihre Verteidigungsbudgets bis 2035 auf fünf Prozent des BIP auszuweiten. Dies stellt für alle NATO-Staaten fast eine Verdoppelung der aktuellen Ausgaben von durchschnittlich 2,71 Prozent dar. In absoluten Zahlen bedeutet dies allein für Europa ein zusätzliches Volumen gegenüber heute von gut 1,2 Billionen Euro. Parallel zur NATO-Entscheidung hat die Europäische Kommission das Programm „ReArm Europe/Readiness 2030“ vorgestellt, durch das weitere rund 800 Milliarden Euro mobilisiert werden können – der größte kontinentale Verteidigungsimpuls seit dem Ende des Kalten Krieges. Hierdurch wird ein mehrjähriger Verteidigungs-Superzyklus erzeugt mit verlässlichen Umsatzströmen in einem traditionell hochmargigen Sektor. Die europäischen Staaten wollen mit diesen Mitteln gezielt bei heimischen Unternehmen ordern, was für Europas Verteidigungsindustrie in den kommenden Jahren eine Sonderkonjunktur bedeutet.

Auf diese Ausgangslage haben europäische Verteidigungsaktien in der vergangenen Zeit bereits reagiert und vor allem einzelne große Unternehmen haben teilweise beträchtliche Kurszuwächse erfahren. Für den Anleger stellt sich vor diesem Hintergrund die Frage, ob man bei diesen Einzeltiteln auf dem aktuellen Kursniveau noch investieren soll? Die naheliegende Idee, auf einen breiter gestreuten Branchen-ETF auszuweichen, ist im speziellen Fall der Verteidigungsaktien auch nur bedingt zielführend. Aufgrund der wenigen hochkapitalisierten Verteidigungsaktien machen bereits wenige Aktien in den marktgängigen Verteidigungs-ETFs rund 2/3 des gesamten Fondsvolumens aus, wodurch weder eine gute Diversifikation erzielt wird, noch kleinere Aktien die Chance haben, durch eine positive Entwicklung nennenswert zum Gesamterfolg des ETFs beizutragen. In diesem speziellen Fall kann ein aktiver Fondsansatz, bei dem ein Fondsmanager bewusst kleinere Verteidigungsaktien oder Aktien von Zulieferern zur Verteidigungsindustrie, deren Kurse noch nicht so stark gestiegen sind, in höherem Umfang beimischt, viel Sinn machen.

Zusammenfassend lässt sich allgemein konstatieren, dass durch die Beimischung von Verteidigungsaktien die Depotstreuung wesentlich verbessert werden kann. Verteidigungswerte korrelieren historisch gering mit anderen zyklischen Konsum- oder Tech-Titeln und bieten damit Portfolioschutz in volatilen Phasen. Obwohl die meisten Aktien aus dem Verteidigungssektor traditionell als eher „zyklisch“ und damit konjunkturabhängig eingestuft werden, sind sie aufgrund der oben beschriebenen Sonderkonjunktur in den kommenden Jahren tendenziell „defensiv“, also konjunkturunabhängig. Damit sollten sich die Portfoliodiversifikation und mithin die Risiken des gesamten Aktiendepots verbessern lassen. Ob ein Anleger dies über Investments in Einzelaktien, Branchen-ETFs oder aktiv gemanagte Verteidigungsfonds realisiert, ist letztendlich individuelle Geschmackssache, wobei aktuell gute Gründe für einen aktiv gemanagten Verteidigungsfonds sprechen.

Newsletter vom 17. September 2025

Martin Schilling – Leiter Geschäftsstelle Private Banking Hannover
M.M. Warburg & CO

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Diversifikation mit High Yield

Thomas Scholz

In Zeiten wirtschaftlicher Umbrüche und erhöhter Volatilität an den Kapitalmärkten suchen Anleger verstärkt nach neuen Anlagemöglichkeiten. High-Yield-Anleihen, auch bekannt als hochverzinsliche Unternehmensanleihen, können dabei Teil einer breit diversifizierten Anlagestrategie sein, wie Union Investment, der Fondspartner der Hannoverschen Volksbank, feststellt.
In den vergangenen zwei Jahren hat sich das Umfeld für Hochzinsanleihen verbessert. Während insbesondere in Europa die Inflation spürbar sank und sich damit auch die Leitzinsen stabilisierten, konnten bei den verzinslichen Wertpapieren vor allem hochrentierliche Unternehmensanleihen weiterhin überdurchschnittliche Ertragsaussichten bieten. In dieser Anlageklasse waren im Rückblick Renditen zwischen sechs und acht Prozent pro Jahr keine Seltenheit, wie die Fondsexperten feststellen.
 
Warum zahlen Unternehmen höhere Zinsen? 
Bei den High-Yield-Anleihen handelt es sich um Unternehmensanleihen, die von Ratingagenturen unterhalb des sogenannten „Investment Grade“-Niveaus bewertet werden. Unternehmen mit diesen Ratings gelten als weniger kreditwürdig, weshalb sie höhere Zinsen (Kupons) zahlen müssen, um Anleger für das erhöhte Ausfallrisiko zu entschädigen. Daraus ergibt sich der Begriff „High Yield“ – hohe Rendite. Häufig stammen die Emittenten aus Sektoren mit höherem Wachstum, zyklischem Geschäftsmodell oder jüngerer Unternehmensgeschichte. Aber auch namhafte Unternehmen können höhere Zinskupons bieten, wenn sie sich etwa in einer Umstrukturierung befinden. 
High-Yield-Anleihen sind eine Anlageklasse für grundsätzlich risikobereite Anleger und sollten möglichst nur als Beimischung für eine ausgewogene Depotstruktur genutzt werden, wie unser Fondspartner unterstreicht. Denn den besseren Renditeaussichten steht auch ein erhöhtes Kreditrisiko gegenüber. Die Fondsexperten weisen darauf hin, dass in dieser Anlageklasse einzelne Emittenten in Zahlungsschwierigkeiten geraten könnten oder Insolvenz anmelden müssen. Daher ist bei High-Yield-Papieren eine breite Diversifikation entscheidend – zum Beispiel durch Fondslösungen. Auf diese Weise kann das Risiko auf viele sorgfältig ausgewählte verzinsliche Wertpapiere verteilt werden.
 
Erfahrene und langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger können das gegenwärtige Kapitalmarktumfeld gut nutzen, um sich bei der Hannoverschen Volksbank über solche Geldanlagen zu informieren. Dabei werden auch die Risiken von Fondsanlagen wie marktbedingte Kursschwankungen und das Ertragsrisiko besprochen.

Newsletter vom 10. September 2025

Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
Hannoversche Volksbank eG

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Europa vor einer Zeitenwende?

Thomas Scholz

Die Politik der US-Regierung unter Donald Trump stellt Europa vor Herausforderungen, birgt jedoch auch Chancen in einer neuen geopolitischen Weltordnung, so Union Investment, der Fondspartner der Hannoverschen Volksbank.

An der Börse laufen die regionalen Entwicklungen nicht immer synchron, erläutern die Fondsexperten: In den letzten zehn Jahren hatten verschiedene Regionen zeitweise die Nase vorn, darunter auch europäische Aktienmärkte, die sich phasenweise besser geschlagen haben als die großen US-Leitindizes. Diese „Outperformance“ hielt jedoch oft nur wenige Monate an.

Betrachtet man einen längeren Zeitraum, hatten US-Aktien bis vor Kurzem klar die bessere Wertentwicklung vorzuweisen. Das führte zu einer weit auseinandergehenden Bewertung der Aktien beider Währungsräume, so der Fondspartner der Hannoverschen Volksbank weiter. Doch das könnte sich nun wieder ändern. Das Wachstumsbild in Europa helle sich mittlerweile insgesamt auf und im kommenden Jahr sei mit einem beginnenden Aufschwung zu rechnen. Die EU-Staaten rückten enger zusammen, und sogar Großbritannien beteilige sich an Diskussionen zur europäischen Sicherheit. Dies könnte eine neue Phase mit einer grundlegend verbesserten wirtschaftlichen Dynamik in Europa einleiten. Die vorgesehenen und notwendigen Investitionen in Infrastruktur, Rüstung und moderne Technologien könnten als Wachstumstreiber für den gesamten Kontinent fungieren und den qualitativen Abstand zu den US-Kapitalmärkten deutlich verringern, etwa hinsichtlich der Vielfalt der Unternehmen, der Liquidität und der Internationalität der vertretenen Investoren.

Aussichten für europäische Aktien
Die getroffenen Maßnahmen bedeuten eine Transformation für Europa und dürften den europäischen Aktienmarkt nach Einschätzung von Union Investment weiter stärken. Derzeit seien europäische Titel im Vergleich zu US-Aktien relativ günstig bewertet, und die Unternehmensergebnisse zeigten eine positive Tendenz. Europäische Aktien und vor allem die etablierten Großkonzerne mit soliden Erträgen sowie mittelgroße und kleine Unternehmen mit überdurchschnittlichen Wachstumsperspektiven hätten also Potenzial. Investoren könnten daher einen Blick auf Aktienfonds werfen, die auf die Märkte der Eurozone fokussiert sind.

Die Hannoversche Volksbank bietet umfassende Beratung zu solchen Geldanlagen, einschließlich der Risiken von Fondsanlagen wie marktbedingte Kursschwankungen und das Ertragsrisiko. Angesichts herausfordernder Wochen, in denen der konjunkturelle Silberstreif am Horizont noch vom internationalen Umfeld überschattet wird, ist auch an den Aktienmärkten, vor allem in Europa, zunächst noch mit Schwankungen zu rechnen.

Newsletter vom 9. Juli 2025

Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
Hannoversche Volksbank eG

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Unsicherheit bleibt erhöht

Thomas Scholz

Die von US-Präsident Trump Anfang April beschlossenen Importzölle sandten Schockwellen durch die globalen Kapitalmärkte. Erst als US-Staatsanleihen unter starken Druck gerieten, räumte Trump diverse Zollaufschübe und -ausnahmen ein. Seitdem schwanken die Kapitalmärkte je nach Nachrichtenlage, so die Informationen von Union Investment, dem Fondspartner der Hannoverschen Volksbank eG. Daher gäbe es momentan kaum Rückenwind für chancenorientierte Anlageklassen. Ohne einen klaren Markttrend sollten Anleger zurzeit auf Sicht agieren.
 
In den USA dürfte sich die Wachstumsdynamik im Verlauf dieses Jahres aufgrund der konjunkturellen Bremseffekte durch die Wirtschaftspolitik der neuen Regierung abschwächen, vor allem durch den zollbedingt zunehmenden Kaufkraftverlust bei den Konsumenten. Für den Euroraum bleiben die Volkswirte von Union Investment vorsichtig optimistisch. Trumps Wirtschaftspolitik dürfte die europäische Konjunktur im laufenden Jahr belasten. Relevante Konjunkturimpulse aus den beschlossenen beziehungsweise geplanten Investitionssteigerungen in Deutschland erwartet man hingegen ab 2026.
 
Aufgrund des sich bereits abzeichnenden zusätzlichen Preisdrucks in den USA geht Union Investment von keiner Zinssenkung im Jahr 2025 mehr aus. Die Volkswirte von Union Investment erwarten, dass mit einem Leitzinsband von 4,25 bis 4,5 Prozent die US-Geldpolitik leicht restriktiv bleibt. Im Euroraum dürfte die Inflation absehbar das Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) erreichen. Die EZB dürfte daher nach dem Zinsschritt im April auch im Juni und im September jeweils eine weitere Senkung auf ein Niveau von dann 1,75 Prozent beschließen.
 
Die Kapitalmärkte hat der Verlust des Vertrauens in die US-Politik in den vergangenen Wochen stark belastet. Dazu dürfte insbesondere die Handels- und Zollpolitik negativ auf das Wachstum sowie die Unternehmensgewinne wirken und die Inflation erhöhen. Union Investment erwartet zwar, dass viele der Zölle in ihrer bislang angedachten Höhe nicht dauerhaft implementiert werden. Aber auch nach Verhandlungen und Zugeständnissen dürften die dann tatsächlich erhobenen Zölle auf einem höheren Niveau liegen als bislang.
 
In Summe hat damit der Rückenwind für die Kapitalmärkte abgenommen. Die Märkte dürften daher in den kommenden Wochen zwischen Sorgen um Inflation, Konjunktur und neuen politischen Belastungen und der Hoffnung auf eine Fortsetzung der jüngsten Erholung bei weniger negativen Nachrichten pendeln. Die Schwankungsanfälligkeit sollte erhöht bleiben. Wie sich Anleger in diesem Umfeld positionieren können, erfahren Interessierte bei der Hannoverschen Volksbank in einem persönlichen Gespräch.

Newsletter vom 14. Mai 2025

Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
Hannoversche Volksbank eG

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Aktien und Renten – in Fonds gemischt

Thomas Scholz

Vor wenigen Wochen hat die Europäische Zentralbank zum dritten Mal im Jahr 2024 die Leitzinsen gesenkt. Union Investment, der Fondspartner der Hannoverschen Volksbank eG, geht aufgrund der sinkenden Inflation und der anhaltenden Konjunkturschwäche davon aus, dass die Währungshüter die Leitzinsen noch weiter absenken werden. So dürften Tagesgelder in absehbarer Zeit an Attraktivität verlieren – und es können etwa Mischfonds eine willkommene Lösung sein.

Beispiele dafür sind Investmentfonds, die mehrheitlich in Aktien und zum kleineren Teil in verzinsliche Wertpapiere investieren. Der bedeutendste Vorteil eines solchen Ansatzes liegt in der Diversifikation. Indem Investitionen über unterschiedliche Anlageklassen gestreut werden, kann das Gesamtrisiko des Portfolios reduziert werden. Aktien sind bekannt für ihr hohes Renditepotenzial, bringen aber auch höhere Schwankungen mit sich. Verzinsliche Wertpapiere hingegen bringen meist niedrigere Renditen, jedoch auch mehr Stabilität. Durch die Kombination beider Anlageformen können Anlegerinnen und Anleger von den Renditechancen der Aktien profitieren, während gleichzeitig das Risiko durch die stabilen Erträge der verzinslichen Papiere abgefedert werden kann. Dennoch ist auch bei solchen Investmentfonds mit dem Risiko marktbedingter Kursschwankungen und dem Ertragsrisiko sowie Bonitätsrisiken einzelner Emittenten/Vertragspartner zu rechnen. Zudem können Wechselkursschwankungen und erhöhte Wertschwankungen aufgrund der Zusammensetzung eines solchen Fonds auftreten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das professionelle Management. Fondsmanager haben die Kompetenz und die Ressourcen, Marktanalysen durchzuführen und entsprechende Anlageentscheidungen zu treffen. Sie können das Portfolio aktiv verwalten und bei Bedarf Anpassungen vornehmen, um auf Marktentwicklungen zu reagieren oder Chancen zu nutzen. Daneben können Mischfonds zudem die Anlageentscheidung erleichtern: Statt sich selbst um die Aufteilung des Kapitals auf verschiedene Anlageklassen kümmern zu müssen, übernimmt der Fondsmanager diese Aufgabe. Zudem können verzinsliche Wertpapiere regelmäßige Zinserträge erbringen, was besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder bei schwankenden Aktienmärkten interessant sein kann. Diese Anlageform unterliegt marktbedingten Kurs- und Ertragsschwankungen.

All dies macht Geldanlagen, die beide Anlageklassen, also Aktien und Renten kombinieren, interessant. Die Hannoversche Volksbank informiert Anlegerinnen und Anleger gerne über Chancen und Risiken.

Newsletter vom 27. November 2024

Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
Hannoversche Volksbank eG

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Diversifikation ist angesagt

Thomas Scholz

Am 19. September 2024 übersprang der deutsche Leitindex DAX 40 erstmals die Marke von 19.000 Punkten. Dass er sich trotz enttäuschender Nachrichten aus der Wirtschaft so gut entwickelt hat, liegt nicht zuletzt an den zunehmend international ausgerichteten Geschäftsmodellen der Unternehmen. Im aktuell unsicheren Umfeld kommt der Diversifikation ein besonderer Stellenwert zu, um gegenüber Schwankungen robuster aufgestellt zu sein.

Europa und Deutschland stecken in der Wachstumsmalaise. Doch für Anlegerinnen und Anleger ist die Ausgangslage alles andere als düster – wenn sie zum Beispiel bereit sind, ihr Portfolio breiter zu streuen. So finden sich nach Ansicht von Union Investment, dem Fondspartner der Hannoverschen Volksbank eG, derzeit überdurchschnittlich viele interessante Geschäftsfelder im US-Aktienmarkt. Bei der Titelauswahl sollten langfristige Wachstumstrends wie steigende Infrastrukturausgaben, die grüne Transformation der Wirtschaft, das Thema Digitalisierung sowie der demografische Wandel im Vordergrund stehen. Doch auch in Europa befänden sich Unternehmen mit soliden Bilanzen und einem robusten Geschäftsmodell, die interessant seien – jedoch eher bei großkapitalisierten Aktientiteln als bei den kleineren Unternehmen, den sogenannten Nebenwerten. Durch die eingeleiteten Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve sind laut Union Investment auch Investitionen in Schwellenländern als Beimischung wieder interessanter geworden, etwa in Indien – aber auch in Ländern und Unternehmen, die von Verlagerungen von Lieferketten profitieren können. Allerdings sind die Schwankungen wegen der geringeren Marktliquidität größer, daher ist eine höhere Risikobereitschaft erforderlich.

Bei verzinslichen Wertpapieren wie Anleihen könne sich – mehr als bei Aktien – der Blick auf Europa lohnen, sagen die Experten von Union Investment. So blieben auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit guter und sehr guter Bonität attraktiv. Deren Rendite biete einen guten Puffer für den Fall, dass die Zinsen wider Erwarten nicht weiter fallen oder steigen sollten. Zudem würden die fundamentalen Trends in dieser Assetklasse günstig bleiben. Auch Rohstoffe gehörten in ein gut diversifiziertes Portfolio. Während Union Investment kaum noch Abwärtsrisiken bei Öl ausmacht, würden insbesondere bei Industriemetallen günstige Angebot-Nachfrage-Verhältnisse bestehen. Die jüngsten Konjunkturmaßnahmen in China schafften zyklisches Aufwärtspotenzial, während die grüne Transformation der Wirtschaft längerfristig Rückenwind für Metalle wie Kupfer bringe. Die Hannoversche Volksbank eG berät Interessierte gerne zu den Chancen und Risiken passender Geldanlagen.

Newsletter vom 23. Oktober 2024

Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
Hannoversche Volksbank eG

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Miese Stimmung an den Börsen

„Die Stimmung im Wagen ist gut“ witzelte einst Hape Kerkeling anlässlich der Führerscheinprüfung seines von sich selbst überzeugten Charakters Horst Schlämmer. Das passt zu Deutschlands Börsenstraßen. Zwar ist an der Wall Street auch keine Party mehr, aber hierzulande drückt mehr auf die Bremse – und nicht alle Anleger haben dabei eine Rheinische Frohnatur. Denn zu den Nörgelthemen Verwaltung und Steuern gesellen sich nun auch noch Inflation und ein gefährlicher Krieg.

Das riesige Volumen der US-Börsen ragt wie ein imponierendes Bankgebäude in die Höhe und lässt Deutschland dagegen wie die Sparkasse im Dorf aussehen. All dies lässt deutsche Aktienanleger derzeit nicht gerade selbstbewusst in die Zukunft blicken.

Die Kursentwicklung scheint ihnen recht zu geben. Denn zieht man die Dividenden ab, dann bleibt in den letzten 22 Jahren, seit dem 90er-Boom, wenig übrig. Diese Kursentwicklung stellt allerdings eine historische Ausnahme dar. Industrieländer weisen Studien zufolge (z.B. Dimson/Marsh/Staunton) eine auf lange Sicht überlegene Aktienentwicklung auf – trotz vergangener Kriege und Inflationen. (Auch die extreme Inflation von 1923 in Deutschland lief für Aktienanleger noch vergleichsweise gut – (Vgl. Gehlen 1994).

Auch in den letzten 22 Jahren steht Deutschland nicht schlechter dar als Italien, Frankreich, England und andere bedeutende Industrieländer. Daher gilt vermutlich noch immer: Langfristiges Engagement zahlt sich aus, und manchmal läuft gerade das besonders gut, was zuvor heruntergeprügelt wurde.
Vorsicht aber bei einzelnen Aktien. Diese können verschwinden. Was überlebt, sind in der Regel gute Strategien, die in Aktien diversifizieren. ETF-Anleger favorisieren dabei den Index, der eine einzige Strategie enthält, nämlich Aktien nach Größe zu gewichten. Für andere Anleger darf es ein bisschen mehr sein. Diese wählen Aktien nach wirtschaftlichen Kriterien aus – im Idealfall nach evidenzbasierten Strategien, die in Untersuchungen ihre Wirksamkeit herausgestellt haben.

Eine solche Strategie betreibe ich in der Velten Strategie Deutschland. Auch diese hat in letzter Zeit Federn gelassen, zeigt aber seit ihrem Bestehen, im Fondsmantel seit über 5 Jahren, dass sie sowohl Outperformance als auch absolute Performance geliefert hat. Dementsprechend hat der Fonds zahlreiche Auszeichnungen erhalten.
Selbst solche Strategien sind allerdings wertlos, wenn keine lange Haltedauer vorliegt. Denn erst dann können sie ihre Wirkung entfalten. „Die Stimmung im Wagen“ wird während dieser langen Haltedauer wahrscheinlich mehrmals wechseln. Aber der Motor läuft und führt zum Ziel.

Der Autor Dr. Robert Velten ist Fondsmanager des Jahres 2020 und 2021 sowie Berater des von Morningstar mit 5 Sternen ausgezeichneten Velten Strategie Deutschland Aktienfonds (WKN: A2ATCU) der in Kooperation mit Donner & Reuschel als Verwahrstelle betrieben wird und an den Börsen Hamburg und Hannover zum Handel zugelassen ist.

Disclaimer:
Die Velten Asset Management GmbH erbringt die Wertpapierdienstleistungen Anlageberatung und Anlagevermittlung ausschließlich für Rechnung und unter der Haftung der DWPT Deutsche Wertpapiertreuhand GmbH als vertraglich gebundener Vermittler gem. § 3 Abs. 2 WpIG und ist als solcher im öffentlichen Register der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eingetragen. Kapitalanlage ist stets mit Risiken verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Verwahrstelle des Fonds ist  die Donner & Reuschel AG, Kapitalverwaltungsgesellschaft die Universal Investment GmbH. Diese hält auch weitere Prospektunterlagen zu dem Fonds bereit.

Newsletter vom 12. Oktober 2022

Dr. Robert Velten – Geschäftsführer
Velten Asset Management GmbH

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Inflationsschock trifft Erholungsrally

Mit einer voraussichtlichen Inflationsrate von 10 Prozent für den September ließ das Statistische Bundesamt letzten Donnerstag dunkle Befürchtungen wahr werden. Ohne Sondereffekte durch Tankrabatt und 9-Euro-Ticket zeigt nun auch der Verbraucherpreisindex an, was die Bevölkerung bereits seit Monaten in der Geldbörse spürt. Prompt rutschte der DAX unter die Marke von 12.000 Punkten, wo doch die Anzeigetafel zwei Wochen zuvor noch mehr als 13.500 anzeigte.

Doch der Oktober startete nicht nur mit ungewohnter Börsenöffnung trotz Nationalfeiertag außergewöhnlich: Von den Tiefständen der vergangenen Woche hat sich der DAX um fast 7 Prozent erholen können. Solche Zwischensprints motivieren Anleger, die investiert bleiben. Die Kurssprünge zeigen aber zunächst nur die starke Volatilität in typischen Bärenmärkten. Von einer Bodenbildung zu sprechen, erscheint verfrüht.

Der September ist übrigens statistisch der schwächste Börsenmonat und im Jahr 2022 gab es hier keine Ausnahme: Für den DAX waren es 5,6 Prozent Minus, was weniger dramatisch wirkt, als sich die Monatsschwankung von rund 1.700 Punkten anfühlte. Damit musste der deutsche Leitindex zum 21. Mal seit seiner Gründung vor 34 Jahren im September Kursverluste hinnehmen. Im US-amerikanischen Markt gingen der S&P 500 mit -7,1 Prozent und der Nasdaq 100 mit -8,5 Prozent noch stärker zurück. Aber wie wir wissen, braucht es für Kursbewegungen solcher Größe nicht zwingend einen ganzen Monat.

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Newsletter vom 5. Oktober 2022

Thomas Strelow, Börse Düsseldorf

Foto Thomas Strelow

Nervöses Warten auf die Fed-Sitzung

Letzte Woche Dienstag drehten die Märkte nach einer kurzen Erholungsrally heftig ins Minus und ein neuer Boden scheint noch nicht gefunden. Wie in einem Bärenmarkt üblich, fielen die Kurse über nahezu alle Branchen, sodass man an der vielgepriesenen Diversifikation als Strategie zweifeln könnte. Aber solche Tagesentwicklungen sind natürlich nicht aussagekräftig, ob ein Depot einigermaßen krisenfest aufgestellt ist. Für viele Anleger ist das negative Handelsumfeld eine neue und ungewohnte Erfahrung. „Das waren 15 Jahre Disneyland“, hat Autor und Investor Nassim N. Taleb jetzt drastisch bilanziert.

Die Zinspolitik der Notenbanken soll das scharfe Instrument gegen die rasant gestiegene Inflation sein. Für die heute Abend anstehende Sitzung der US-amerikanischen FED wird eine erneute Erhöhung um 75 Basispunkte erwartet, aber auch ein ganzes Prozent halten viele Marktteilnehmer für denkbar. Die Kollateralschäden für die Wirtschaft würde ihr Präsident Jerome Powell laut seiner Rede Ende August als kleineres Über hinnehmen.

Der DAX notiert zur Zeit enttäuschend auf dem gleichen Niveau wie vor fünf Jahren. Seit einem Jahr besteht der Leitindex jetzt aus 40 Werten und notiert derzeit circa 22 Prozent unter seinem Hoch vom Jahresbeginn. Bei der Aufstockung stiegen die nächsten 10 größten Aktien in die erste Börsenliga auf. Und wie entwickelt sich der entsprechend geschrumpfte MDAX? Das Kursminus für den Index der Plätze 41-90 fällt mit rund 34 Prozent deutlich stärker aus. Es kommt wohl doch auf die Größe an.

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Newsletter vom 21. September 2022

Thomas Strelow, Börse Düsseldorf

Foto Thomas Strelow