Oktober 2024: BNP Paribas Easy ECPI Circular Economy Leaders
Der BNP PARIBAS EASY ECPI Circular Economy Leaders UCITS ETF bietet Anlegern die Möglichkeit, an der Wertentwicklung der 50 weltweit führenden Unternehmen in Bezug auf ESG-Ratings und den positiven Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften zu partizipieren. Der Themenindex, den der ETF abbildet, enthält Unternehmen, die ihre Tätigkeit nach Prozessen der Kreislaufwirtschaft ausgerichtet haben. Die Kreislaufwirtschaft ist ein regeneratives System, in dem Ressourcen- und Energieverbrauch durch Einsparungen, Wiederverwertungen und Instandhaltung minimiert werden. Der Hauptschwerpunkt liegt mit einem Anteil von gut 58 Prozent auf den USA, Japan und Frankreich folgen mit 12 bzw. 10 Prozent.

Im Aktionsmonat wird der ETF an der Börse Düsseldorf vom Skontroführer ICF BANK zu nochmals engeren Geld- und Brief-Kursen gehandelt. Ziel ist es, den niedrigsten Spread unter den deutschen Handelsplätzen bieten zu können. In der Zeit zwischen 09:00 und 17:30 Uhr ist die Geld-Brief-Spanne in diesem Papier niedriger (oder maximal gleich) wie am Handelsplatz Xetra.
Die hier vorgestellten Produkte sind in keinem Fall als Anlageberatung oder Kaufempfehlung zu verstehen.
| Name ISIN | Briefkurs Stand | Diff % Diff +/- |
|---|---|---|
| BNP P.Easy-ECPI Circ.Econ.Ldrs LU1953136527 | 0 25.09.2026 | 0,22% 0,0500 |

ETF des Monats – 10/2024
Kurzsteckbrief A2PHCA:
Indexabbildung: Physisch
Ertragsverwendung: Thesaurierend
Fondsgröße: 646 Mio. EUR
Fondswährung: EUR
Total Expense Ratio: 0,30 %
Anzahl Positionen: 50
(Datenquelle: extraETF.com vom 24.09.2024)
Mehr Informationen bei extraETF.com:

(inkl. Factsheet und Anlegerinformationsblatt)

Die Courtage für ETF-Geschäfte an der Börse Düsseldorf beträgt 0,08%. In Verbindung mit einem niedrigen Spread und abhängig von der Ordergröße kann dies für das einzelne Geschäft zu einem günstigeren Kauf- oder Verkaufspreis führen, als an einem Handelsplatz ohne explizite Nebenkosten. Vergleichen lohnt sich! (Ausschlaggebend für die Gebühren ist das Preisverzeichnis der depotführenden Banken bzw. Broker.)
September 2024: iShares Digital Entertainment and Education
Der iShares Digital Entertainment and Education UCITS ETF bietet Anlegern die Möglichkeit, in Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern zu investieren, die signifikante Einnahmen aus digitaler Unterhaltung und Bildung erzielen.

Im Aktionsmonat wird der ETF an der Börse Düsseldorf vom Skontroführer ICF BANK zu nochmals engeren Geld- und Brief-Kursen gehandelt. Ziel ist es, den niedrigsten Spread unter den deutschen Handelsplätzen bieten zu können. In der Zeit zwischen 09:00 und 17:30 Uhr ist die Geld-Brief-Spanne in diesem Papier niedriger (oder maximal gleich) wie am Handelsplatz Xetra.
Die hier vorgestellten Produkte sind in keinem Fall als Anlageberatung oder Kaufempfehlung zu verstehen.
| Name ISIN | Briefkurs Stand | Diff % Diff +/- |
|---|---|---|
| iShsIV-iShs Dig.Enter.Edu.ETF IE00023EZQ82 | 0 25.09.2026 | -0,41% -0,0560 |

ETF des Monats – 09/2024
Kurzsteckbrief ETFL58:
Indexabbildung: Physisch
Ertragsverwendung: Thesaurierend
Fondsgröße: 37 Mio. EUR
Fondswährung: USD
Total Expense Ratio: 0,40 %
Anzahl Positionen: 84
(Datenquelle: extraETF.com vom 21.08.2024)
Mehr Informationen bei extraETF:

(inkl. Factsheet und Anlegerinformationsblatt)

Die Courtage für ETF-Geschäfte an der Börse Düsseldorf beträgt 0,08%. In Verbindung mit einem niedrigen Spread und abhängig von der Ordergröße kann dies für das einzelne Geschäft zu einem günstigeren Kauf- oder Verkaufspreis führen, als an einem Handelsplatz ohne explizite Nebenkosten. Vergleichen lohnt sich! (Ausschlaggebend für die Gebühren ist das Preisverzeichnis der depotführenden Banken bzw. Broker.)
August 2024: Deka MSCI World Climate Change ESG Select
Der MSCI World Climate Change ESG Select umfasst Aktien von großen und mittelgroßen Unternehmen globaler Industriestaaten. Für die Auswahl der Indexkonstituenten werden Unternehmen auf Grundlage von umweltbezogenen, sozialen oder die Unternehmensführung betreffende Kriterien (ESG-Kriterien) bewertet. Die Auswahl der für den Fonds vorgesehenen Vermögensgegenstände ist darauf gerichtet, unter Wahrung einer angemessenen Risikomischung den MSCI World Climate Change ESG Select (Preisindex) nachzubilden.
Der Anteil der Top-10-Werte von den mehr als 1.200 Positionen liegt bei rund 40 Prozent.

Im Aktionsmonat wird der ETF an der Börse Düsseldorf vom Skontroführer ICF BANK zu nochmals engeren Geld- und Brief-Kursen gehandelt. Ziel ist es, den niedrigsten Spread unter den deutschen Handelsplätzen bieten zu können. In der Zeit zwischen 09:00 und 17:30 Uhr ist die Geld-Brief-Spanne in diesem Papier niedriger (oder maximal gleich) wie am Handelsplatz Xetra.
Die hier vorgestellten Produkte sind in keinem Fall als Anlageberatung oder Kaufempfehlung zu verstehen.
| Name ISIN | Briefkurs Stand | Diff % Diff +/- |
|---|---|---|
| Deka MSCI Worl.C.Ch.ESG CTB UE DE000ETFL581 | 0 25.09.2026 | 0,16% 0,0700 |

ETF des Monats – 08/2024
Kurzsteckbrief ETFL58:
Indexabbildung: Physisch
Ertragsverwendung: Ausschüttend
Fondsgröße: 933 Mio. EUR
Fondswährung: EUR
Total Expense Ratio: 0,25 %
Anzahl Positionen: 1.229
(Datenquelle: extraETF.com vom 18.07.2024)
Mehr Informationen bei extraETF:

(inkl. Factsheet und Anlegerinformationsblatt)

Die Courtage für ETF-Geschäfte an der Börse Düsseldorf beträgt 0,08%. In Verbindung mit einem niedrigen Spread und abhängig von der Ordergröße kann dies für das einzelne Geschäft zu einem günstigeren Kauf- oder Verkaufspreis führen, als an einem Handelsplatz ohne explizite Nebenkosten. Vergleichen lohnt sich! (Ausschlaggebend für die Gebühren ist das Preisverzeichnis der depotführenden Banken bzw. Broker.)
Nochmal einen Tag früher: Erdüberlastungstag 2024
Am 1. August ist der Tag erreicht, an dem die Menschheit alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht hat, welche die Erde innerhalb des Jahres 2024 zur Verfügung stellen kann. Im Corona-Jahr 2020 war es der 16. August, doch bereits 2018, wie auch 2022 verzeichnete der globale Ressourcenverbrauch den bisherigen Negativrekord, wie auch wieder in diesem Jahr.

Wer zum Klimaschutz beitragen will, muss aktiv werden und bewusster handeln
Der globale „Überlastungstag“ am 1. August 2024 ist nur ein Durchschnittswert – in den Industrieländern sieht die Lage noch dramatischer aus: In Deutschland war diese Grenze bereits am 2. Mai 2024 erreicht, also wird das „Jahresbudget 2024“ hier um das 2,7-fache überschritten. Nur 16 Länder haben einen noch größeren Ressourcenverbrauch bezogen auf die Bevölkerung.
Doch mit Ohnmacht auf den immer früher eintretenden Tag zu schauen, ist der falsche Weg. Unter dem Hashtag #MoveTheDate sind unter anderem vom WWF konkrete Maßnahmen identifiziert, die das Potenzial haben, den Overshoot Day im Kalender wieder weiter hinauszuzögern.
| Maßnahme | Potenzial |
|---|---|
| CO2-Preis erhöhen | 63 Tage |
| Green New Deals etablieren | 42 Tage |
| Intelligente Städte entwickeln: | 29 Tage |
| Erneuerbare Energien ausbauen | 26 Tage |
| Lebensmittelverschwendung reduzieren | 13 Tage |
| Autofahrten reduzieren | 13 Tage |
| Parkkonzepte reformieren | 10 Tage |
| Pflanzliche Ernährung fördern | 7 Tage |
| Regenwälder schützen | 7 Tage |
| Lebensdauer unserer Kleidung verlängern | 5 Tage |
Auch beim Investieren lassen sich Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen
Wer beim Investieren auch Umweltaspekte berücksichtigen möchte, findet unter dem Stichwort „Nachhaltigkeit“ diverse Produkte. Gängige Begriffe sind hier ESG (Environmental Social Governance) und SRI (Socially Responsible Investing), die sich aber nicht auf den Naturschutz beschränken, sondern auch ethische Gesichtspunkte mit einschließen. Bereits im Jahr 2007 hat die Börse Hannover mit Initiierung des Global Challenges Index eine regelbasierte Auswahl von 50 Unternehmen nach strengen Nachhaltigkeitskriterien vorgenommen, die sich in besonderem Maß den sieben globalen Herausforderungen stellen. Informationen zu den verschiedenen Nachhaltigkeitsindizes der Börse Hannover und darauf basierender Investmentprodukte finden sich unter boerse-hannover.de/nachhaltigkeit/.
Der Earth Overshoot Day wird seit mehr als 50 Jahren ermittelt und rückt seitdem im Kalender immer weiter vor. Im Corona-Jahr 2020 war jedoch eine Reduzierung des Ressourcenverbrauchs messbar. Die Einsparungen waren jedoch nur temporär.
Mehr Informationen:
Deutscher „Earth Overshoot Day 2024“ ist erreicht
Wenn die Uhr tickt und die Ressourcen schwinden, erinnern wir uns daran, dass unser Planet nicht unendlich viele Vorräte hat.
Der Earth Overshoot Day markiert das Datum, an dem wir über unsere ökologischen Grenzen hinausgehen und folglich mehr Ressourcen benötigen, als die Erde in diesem Jahr regenerieren kann. Jährlich errechnet wird der Termin vom Global Footprint Network, einer internationalen Forschungsorganisation, die Entscheidungsträgern ein Menü an Werkzeugen zur Verfügung stellt, um der menschlichen Wirtschaft zu helfen, innerhalb der ökologischen Grenzen der Erde zu operieren. Ermittelt wird der Tag seit mehr als 50 Jahren und rückt seitdem im Kalender immer weiter vor.

Fiel der globale Earth Overshoot Day 2023 noch auf den 2. August, müssen wir uns dieses Jahr wohl den 01.08.2024 im Kalender markieren, also wieder einen Tag früher. Dann ist der Verbrauch nachwachsender Ressourcen für das laufende Jahr erreicht. In Deutschland ist diese Grenze bereits am 2. Mai 2024 errechnet; nur 16 Länder haben einen noch größeren Ressourcenverbrauch bezogen auf die Bevölkerung.
Die Menschheit würde mit ihrem aktuellen Lebensstil pro Jahr 1,71 Erden benötigen

Doch inmitten dieser Herausforderung liegt auch die Chance zur Veränderung. Wir können gemeinsam handeln, um unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern und nachhaltigere Wege zu finden, um im Einklang mit der Natur zu leben.
Wer zum Klimaschutz beitragen will, sollte aktiv werden und bewusster handeln
Denn zur Bekämpfung der Ressorcenknappheit, des Klimawandels aber auch der Armut, Ungleichheit und Umweltzerstörung sind Investitionen notwendig. Die Vereinten Nationen haben dazu im Jahr 2015 die UN Sustainable Development Goals (SDGs) 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Diese Ziele sollen bis zum Jahr 2030 erreicht werden und umfassen eine Vielzahl von Themen, darunter Armutsbekämpfung, Bildung, Geschlechtergleichstellung, Klimaschutz und nachhaltige Städteentwicklung.
Wer also beim Investieren auch Umweltaspekte berücksichtigen möchte, findet unter dem Stichwort „Nachhaltigkeit“ diverse Produkte. Bereits im Jahr 2007 hat die Börse Hannover mit Initiierung des Global Challenges Index eine regelbasierte Auswahl von 50 Unternehmen nach strengen Nachhaltigkeitskriterien vorgenommen. Im Auswahlprozess der Unternehmen für den GCX werden die 17 Sustainable Development Goals in den Auswahlprozess integriert. Dabei wird untersucht, inwieweit die Produkte und Dienstleistungen der Unternehmen der Erreichung dieser Ziele förderlich sind oder diesen widersprechen.

Informationen zu den verschiedenen Nachhaltigkeitsindizes der Börse Hannover und darauf basierender Investmentprodukte finden sich unter https://www.boerse-hannover.de/nachhaltigkeit/boerse-hannover.de/nachhaltigkeit
Mehr Informationen:
Quo vadis ESG?

Monatlicher Kapitalmarkt-Standpunkt von Kai Jordan, Vorstand der mwb Wertpapierhandelsbank AG
Ist der Megatrend ESG am Ende? Der Ukrainekrieg hat auf jeden Fall einen Einschnitt gebracht. Die Aufstellung muss neu überdacht werden.
In einer Welt, die zunehmend von ökologischen und sozialen Herausforderungen geprägt ist, hat sich das nachhaltige Investieren zu einem zentralen Anliegen für Investoren und Unternehmen entwickelt. Der Trend hin zu Investments, die nicht nur finanzielle, sondern auch nachhaltige Werte generieren, reflektiert ein wachsendes Bewusstsein über die Verantwortung des Finanzsektors gegenüber der Gesellschaft und der Umwelt. Zum Jahr 2023 hat das Volumen nachhaltig verwalteter Vermögen weltweit 35,3 Billionen Dollar erreicht, was mehr als ein Drittel aller Vermögenswerte in den fünf größten Märkten der Welt entspricht. Das zeigt: Nachhaltigkeit in der Finanzbranche ist nicht aus der Mode zu bringen.
Gleichzeitig existiert nicht erst seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine eine Identitätskrise bezüglich des Labels „ESG-Konform“. Die Regulatoren in den USA und in Europa erarbeiten gerade Richtlinien, um die Gefahr des Missbrauchs des Nachhaltigkeitsanspruches, sogenanntes Greenwashing, zur Kundengewinnung einzudämmen. Sie wollen Standards und Vorschriften einführen, die eine bessere Messbarkeit und Vergleichbarkeit der Nachhaltigkeitsleistungen ermöglichen.
Die EU-Regulierung, die bestimmte wirtschaftliche Aktivitäten als nachhaltig klassifiziert, ist für ESG-Puristen ein Schritt in die falsche Richtung. Die Einbeziehung von Unternehmen der Gas- und Atomenergie in die Liste der nachhaltigen Investments hat zu kontroversen Diskussionen geführt. Diese Entscheidung unterstreicht die Komplexität und die Herausforderungen bei der Definition von Nachhaltigkeit in einem sich ständig wandelnden geopolitischen und wirtschaftlichen Kontext.
Der Ukraine-Krieg hat diese Komplexität weiter vergrößert, indem er die Rolle der Rüstungsindustrie im Licht von Freiheit und Demokratie neu bewertet und somit die traditionellen ESG-Ausschlusskriterien in Frage stellt. Die Diskussion ist entbrannt: Bisher galten Investitionen in Aktien von Unternehmen, die mit Waffen, Kohle, Tabak, Pornografie, Glücksspiel und Ölsand als nicht nachhaltig. Nicht ganz zu Unrecht wird gerade die Frage diskutiert, ob ein Waffenhersteller nicht im Sinne von Freiheit, Demokratie und Menschenrechte handelt, wenn er zur Verteidigung ebendieser Werte in der Ukraine Waffen liefert. Ist das ESG-konform? Dürfen große Fonds, die nachhaltig investieren, zukünftig auch in Waffen investieren? Per se sind Rüstungshersteller nicht von der „Nachhaltigkeit“ ausgeschlossen. Einzelne Konzerne werden von der Ratingagentur „Sustainalytics“ bewertet. So erreichen Airbus und Rheinmetall eine mittlere Risikoeinstufung und der Waffentechniker Hensold eine tiefe.
Interessant ist auch: Bis zum Beginn des Ukraine-Krieges 2022 war die Performance von „nachhaltigen Fonds“ besser als der von „nicht nachhaltigen“. Das Gleiche galt auch für an entsprechende Indizes orientierte ETFs. Im Jahr 2022 verbuchte der MSCI-World-SRI-Index einen Verlust von 22,1%. Der Index ohne das Kürzel SRI (Socially Responsible Investment) verlor lediglich 17,7%.
Der MSCI-World-SRI-Index notierte Anfang 2023 bei knappen 2500 Punkten und Anfang 2024 bei 3060. Eine Steigerung um rund 22 %. Der Vergleichsindex, der nicht auf nachhaltige Aktien fokussiert ist, startete ins Jahr bei knappen 2650 Punkten und endete bei rund 3120 Punkten. Eine Steigerung um rund 18%. Möglicherweise ist hier die Anpassung der Richtlinien für Nachhaltigkeit ein Performancetreiber, die sich auch in den meistens ESG-Konformen-ETFs niedergeschlagen hat. Der iShares Global Clean Energy Ucits ETF verlor von seinem Höchststand 2021 sogar mehr als 50 %. Ist das Geld nun nachhaltig weg oder ist es sinnvoll der alten Kostolany-Weisheit zu folgen und abzuwarten?
Der Hauptgrund für die schlechtere Performance im schwierigen Börsenjahr 2022 lag in der Branchenzusammensetzung. Die ESG-Indizes sind traditionell stärker in IT- und Technologieunternehmen positioniert. Dagegen sind sie in den Ölaktien unterrepräsentiert, die aber 2022 ausnahmslos eine gute Performance gezeigt haben.
Nachhaltigkeit und ESG ist ein weltweites Thema. Dementsprechend sollte unser Augenmerk sich erneut auch unter diesem Aspekt in Richtung der USA und den dortigen Präsidentschaftswahlen richten. Nachhaltigkeit ist in Nordamerika zum Spielball der politischen Auseinandersetzungen zwischen Republikanern und Demokraten geworden. In Florida ist es Pensionskassen verboten nach ESG-Richtlinien zu investieren. In Texas werden führende Asset-Manager an Geschäften gehindert, weil sie angeblich Energieunternehmen boykottieren.
Letztlich ist die Debatte um ESG-Investitionen und ihre Rolle in aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen ein Spiegelbild der Suche nach einem ausgewogenen Weg, der ökonomische, ökologische und soziale Ziele in Einklang bringt. Die Entwicklung von klaren konsistenten ESG-Standards bleibt eine zentrale Aufgabe, um das Vertrauen in nachhaltige Investitionen zu stärken und deren Beitrag zur zukünftigen Welt zu maximieren. Fundamentale Analyse wird noch mehr an Bedeutung erlangen – auch bei der Auswahl der nachhaltigen Investments.
Zu mwb:
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassener Wertpapierdienstleister mit Niederlassungen in Gräfelfing bei München, Hamburg, Hannover, Frankfurt und Berlin. Das Unternehmen wurde 1993 gegründet. 1999 erfolgte der Börsengang. Heute ist die mwb-Aktie (ISIN DE0006656101, WKN 6656101) an der Börse München im Segment m:access notiert wie auch im Freiverkehr an den Börsen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt (Basic Board), Hamburg und Stuttgart. mwb ist in zwei Geschäftsbereichen aktiv: Wertpapierhandel und Corporates & Markets. Im Wertpapierhandel betreut mwb rund 38.000 Orderbücher für deutsche und internationale Wertpapiere. Dabei handelt es sich sowohl um Aktien als auch um festverzinsliche Wertpapiere und offene Investmentfonds. Damit ist mwb einer der größten Skontroführer in Deutschland.
Disclaimer:
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist Herausgeber des vorliegenden Dokumentes. Obwohl die Informationen in diesem Dokument aus Quellen stammen, die die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG für zuverlässig erachtet, kann für die Richtigkeit der Informationen in diesem Dokument keine Gewähr übernommen werden.
Dieses Dokument stellt keinen Prospekt dar und ist nicht geeignet, als Grundlage zur Beurteilung der in dem Dokument vorgestellten Wertpapiere herangezogen zu werden. In diesem Dokument enthaltene Schätzungen und Meinungen stellen ausschließlich die Beurteilungen, der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, zum Zeitpunkt der Erstellung des Dokumentes dar und können zu jedem Zeitpunkt ohne vorherige Ankündigung geändert werden.
Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG oder ihre verbundenen Unternehmen können von Zeit zu Zeit Bestände an den in diesem Dokument genannten Wertpapieren oder an darauf basierenden derivaten Finanzinstrumenten halten, können andere Dienstleistungen (einschließlich solcher als Berater) für jedes in diesem Dokument genannte Unternehmen erbringen oder erbracht haben, und können – soweit gesetzlich zulässig – die hierin enthaltenen Informationen oder die Recherchen, auf denen sie beruhen, vor ihrer Veröffentlichung verwendet haben.
Ein wie auch immer geartetes Beratungsverhältnis zwischen der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG und dem Empfänger dieses Dokumentes wird durch die Übersendung oder Weitergabe dieses Dokuments nicht begründet. Jeder Empfänger muss eigene Anstrengungen unternehmen und Vorkehrungen zu treffen, um die Wirtschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit einer Anlageentscheidung unter Berücksichtigung seiner persönlichen und wirtschaftlichen Belange zu prüfen. Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG haftet weder für Konsequenzen aus dem Vertrauen auf in diesem Dokument enthaltenen Meinungen oder Aussagen noch für Unvollständigkeiten in diesem Dokument. Jede US-Person, die dieses Dokument erhält und Transaktionen mit hierin genannten Wertpapieren tätigen möchte, ist verpflichtet, dies durch einen in den USA zugelassenen Dienstleister.

mwb Kapitalmarkt-Standpunkt
vom 20. März 2024
Zum Newsletter anmelden
Kai Jordan – Vorstand der mwb Wertpapierhandelsbank AG
Kontakt und weitere Informationen:
mwb Wertpapierhandelsbank AG
Kai Jordan
Kleine Johannisstraße 4
20457 Hamburg
Tel: +49 40-360995-20
E-Mail: kjordan@mwbfairtrade.com
März 2024: DWS Concept ESG Blue Economy
Der DWS Concept ESG Blue Economy (WKN DWSK69 ) investiert überwiegend in Aktien von Unternehmen, die besonderes Augenmerk auf ökologische und soziale Themen sowie Corporate Governance (ESG) legen oder in der Blue Economy tätig sind. Blue Economy steht dabei für Unternehmen, die zur Wiederherstellung, zum Schutz oder Erhalt der Meeresökosysteme beitragen oder die Verfügbarkeit von sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen fördern.
| Name ISIN | Briefkurs Stand | Diff % Diff +/- |
|---|---|---|
| DWS Concept-DWS C.ESG Bl.Eco. LU2306921490 | 0 25.09.2026 | 0,02% 0,0210 |


Fonds des Monats – 03/2024
Unsere ausgewählten Aktions-Fonds bieten Ihnen auch in diesem Monat wieder Investment-Chancen zu besonders attraktiven Konditionen.
Im Aktionsmonat wird der Fonds „DWS Concept ESG Blue Economy“ an der Börse Hamburg vom Skontroführer mwb zu nochmals attraktiveren Geld- und Brief-Kursen gehandelt.
Der Spread beträgt im März in der Regel maximal 0,5 Prozent.
Die hier vorgestellten Produkte sind in keinem Fall als Anlageberatung oder Kaufempfehlung zu verstehen.
Die ESG-Regulierung kommt vom Kurs ab
Mein erster Chef sagte immer: „Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht.“ Dieser Spruch kommt mir aktuell immer wieder in den Sinn, wenn ich die vielfältigen Aktivitäten der Regulatoren im Zusammenhang mit der Integration von ESG-Kriterien in den Kapitalmarkt sehe. Nach knapp 30 Jahren beruflicher Tätigkeit rund um die Themen Nachhaltigkeit und nachhaltige Kapitalanlage und so manchem Rückschlag bei der Verankerung des Themas in der Real- und Finanzwirtschaft habe ich mich gefreut, dass das Thema (endlich) auch beim Gesetzgeber und den Aufsichtsbehörden angekommen ist und regulatorischen Rückenwind bekommen hat. Umfragen zeigen hier, dass die Regulatorik bei vielen Banken und Vermögensverwaltern die treibende Kraft hinter der Berücksichtigung von ESG-Aspekten im Risikomanagement, in der Kreditvergabe und in der Kapitalanlage geworden ist. Diese anfängliche Freude hat sich inzwischen mehr als gelegt, wofür es insbesondere drei Gründe gibt.
Zum einen befördern regulatorische Vorgaben und (technische) Grenzwerte die Entwicklung immer nur bis zu einem Punkt – bis zur Erfüllung der definierten Anforderungen. Beispielhaft zeigt dies die EU-Taxonomie. Hier werden für zahlreiche Branchen unter anderem Verbrauchs- und Emissionsgrenzwerte definiert, die eingehalten werden müssen, damit eine wirtschaftliche Tätigkeit als mit der Taxonomie konform und damit als nachhaltig eingestuft wird. Um hier perspektivisch die Entwicklung zu befördern anstatt sie zu bremsen, müssen entsprechende Ziel- und Grenzwerte regelmäßig überarbeitet und verschärft werden. Ob dies gelingen kann, ist angesichts der hohen Komplexität der Taxonomie zumindest fraglich.
Zum anderen fokussieren die deutschen und europäischen Regulatoren stark auf Risiken und stellen den Umgang mit Klima- und Nachhaltigkeitsrisiken oder auch die Reduzierung der negativen Auswirkungen auf Klima und Umwelt ins Zentrum ihrer Maßnahmen. Der Klima- und Umweltschutz braucht aber auch mutige Innovationen und risikobereite Investoren, die auch mal am Rande der aktuellen technologischen Möglichkeiten investieren. Ein solches Investitionsklima zu schaffen, ist mindestens genauso wichtig wie der Umgang mit Klima- und Umweltrisiken.
Besonders problematisch ist aber, dass die Regulierung so kompliziert geworden ist, dass sie ihr ursprüngliches Ziel aus den Augen verloren hat. Im Bereich der Kapitalanlage war und ist dieses, möglichst viel Kapital in nachhaltige Investitionen umzulenken, um die Transformation der Wirtschaft in Richtung der Ziele des Pariser Klimaabkommens zu finanzieren. Dazu sollte die Bekanntheit nachhaltiger Anlageprodukte bei den Anlegern beispielsweise durch die ESG-Präferenzabfrage gesteigert und die Möglichkeiten für die Anleger, die Nachhaltigkeitsqualität der Fonds einschätzen zu können, verbessert werden. Herausgekommen sind Ansätze und Fragestellungen, die nicht nur für den normalen Anleger nicht mehr nachvollziehbar sind. So soll sich der Privatanleger bei der nachhaltigen Kapitalanlage zwischen drei Optionen – der Berücksichtigung von Vorgaben der EU-Taxonomie, der Principle Adverse Impacts (PAI) oder der Offenlegungsverordnung – entscheiden, die selbst für Anlageprofis kaum verständlich sind.
Daher meine Bitte: Jetzt einmal innehalten und durchatmen, den Kopf aus den Verordnungen und Gesetzestexten heben und überprüfen, ob die Richtung noch stimmt und die Vorgaben so gestaltet werden, dass sie nicht nur gut gemeint, sondern auch so gut gemacht sind, dass wir das anvisierte Ziel erreichen können – die Finanzierung der Dekarbonisierung von Wirtschaft und Gesellschaft.

Newsletter vom 26. Oktober 2022
Rolf D. Häßler – Geschäftsführer
NKI Institut für nachhaltige Kapitalanlagen

Zitat der Woche: Falko Bozicevic

„Da wären wir wieder bei einer meiner Lieblings-Allegorien: Ernährung. In Umfragen wird eine Mehrheit stets bescheinigen, dass ihnen Tierwohl, grüne Landwirtschaft etc. am Herzen liegt – um dann im Supermarkt das ramschigste Billigprodukt, am besten noch reduziert diese Woche, in den Einkaufswagen zu stapeln:
Falko Bozicevic, BondGuide
Die Wege durch die Gänge der Discounter sind gepflastert mit guten Vorsätzen – beigesetzt wird an der Kasse. Wo nämlich das eigene Portemonnaie beginnt.“
Quelle: Kommentar „Was denn nun?“, vom 29.08.2022 erschienen unter https://www.bondguide.de/experten/wie-denn-nun-ein-kommentar-von-falko-bozicevic/
Earth Overshoot Day am 28. Juli 2022
Am Donnerstag, 28.07.2022 ist es wieder soweit: Der Verbrauch nachwachsender Ressourcen für das laufende Jahr ist aufgebraucht. Die Menschheit würde mit ihrem aktuellen Lebensstil pro Jahr 1,75 Erden benötigen. Wer zum Klimaschutz beitragen will, muss also aktiv werden und bewusster handeln. Auch beim Investieren lassen sich Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen.
Der Tag, bis zu dem das „Pro-Kopf-Budget“ in den einzelnen Ländern ausreicht, ist sehr unterschiedlich. In Deutschland war die Grenze bereits am 4. Mai 2022 erreicht. Das ist das 3,1-fache der nach Bevölkerungsanteil zustehenden Ressourcen.
Wer beim Investieren auch Umweltaspekte berücksichtigen möchte, findet unter dem Stichwort „Nachhaltigkeit“ diverse Produkte. Gängige Begriffe sind hier ESG (Environmental Social Governance) und SRI (Socially Responsible Investing), die sich aber nicht auf den Naturschutz beschränken, sondern auch ethische Gesichtspunkte mit einschließen. Bereits im Jahr 2007 hat die Börse Hannover mit Initiierung des Global Challenges Index eine regelbasierte Auswahl von 50 Unternehmen nach strengen Nachhaltigkeitskriterien vorgenommen, die sich in besonderem Maß den sieben globalen Herausforderungen stellen. Informationen zu den verschiedenen Nachhaltigkeitsindizes der Börse Hannover und darauf basierender Investmentprodukte finden sich unter boerse-hannover.de/nachhaltigkeit/.
Der Earth Overshoot Day wird seit mehr als 50 Jahren ermittelt und rückt seitdem im Kalender immer weiter vor. Im Corona-Jahr 2020 war jedoch eine Reduzierung des Ressourcenverbrauchs messbar. Die Einsparungen waren jedoch nur temporär.

Mehr Informationen:







