20.04.2026 – Forum Bundesbank: Wilder Westen war gestern: Wie europäische Regulierung den Kryptomarkt sicherer macht
Die Veranstaltungsreihe „Forum Bundesbank“ der Hauptverwaltung in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt richtet sich an ein interessiertes allgemeines Publikum. Vertreter der Bundesbank und/oder externe Fachleute referieren im Rahmen der Reihe allgemein verständlich zu Grundlagen und aktuellen Fragen des Geldwesens und der Notenbankpolitik.
Thema: Wilder Westen war gestern: Wie europäische Regulierung den Kryptomarkt sicherer macht
Referentin: Patricia Möritz, Generaldirektorat Finanzaufsicht, Deutsche Bundesbank
Termin: Montag, 20.04.2026, 17:00 Uhr bis ca. 18:30 Uhr
Ort:
Deutsche Bundesbank, Hauptverwaltung in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Georgsplatz 5, 30159 Hannover
Inhalt: Kryptowerte wie Bitcoin, Ethereum oder Stablecoins haben in den letzten Jahren global an Bedeutung für die Finanzmärkte gewonnen. Gleichzeitig zeigen Krisen und Marktverwerfungen, dass sie nicht ohne Risiken sind. Wie werden Kryptowerte rechtlich eingeordnet? Welche Rolle spielt dabei die EU-Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCAR)? Und wie funktioniert die Aufsicht in Deutschland?
Die Teilnahme ist unentgeltlich.


Eine Veranstaltung der Deutschen Bundesbank – Hauptverwaltung Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
Bei Interesse melden Sie sich bitte an unter: veranstaltungen.hv-bns@bundesbank.de
Zitat der Woche: Friedrich Merz

„Wir brauchen eine Art European Stock Exchange, damit erfolgreiche Unternehmen wie zum Beispiel BioNTech aus Deutschland nicht an die New Yorker Börse gehen müssen.“
Friedrich Merz
Bundeskanzler
(am 16.10.2025 in seiner Regierungserklärung
zum bevorstehenden EU-Gipfel im Bundestag)
Das Zitat kommt Ihnen irgendwie bekannt vor? Gutes Gedächtnis!
Ganz ähnlich hat Friedrich Merz bereits Anfang Juni 2025 für einen starken europäischen Kapitalmarkt argumentiert. Doch diesmal war das Presse-Echo viel größer, wobei der Idee nach Meinung vieler Finanzjournalisten aufgrund egoistischer Interessen der EU-Länder nur wenig Erfolgschancen eingeräumt wird.
Dabei gibt es doch bereits eine europäische Börse: Die European Investor Exchange unter dem Dach der Börse Hannover! Das hat auch schon der „Marktgeflüster Podcast“ in Folge 170 bemerkt:

Zitat der Woche: Friedrich Merz

„Ich möchte nicht mehr sehen, dass zwei Unternehmen, wie z.B. Curevac oder BioNTech, die in Deutschland gegründet worden sind, die sensationellen Erfolg haben, die richtig gut sind […], dass solche Unternehmen mangels europäischem Kapitalmarkt an die NASDAQ, an die NYSE nach New York gehen müssen, weil sie hier in Europa keinen Kapitalmarkt vorfinden.“
Friedrich Merz
Bundeskanzler
Zitat der Woche: Donald J. Trump

„Ich war äußerst zufrieden mit der 50%igen Zollzuteilung an die Europäische Union, insbesondere da sie unsere Verhandlungen mit ihnen (gelinde gesagt!) „verschleppt“ hat. Bedenken Sie, dass ich befugt bin, einen Deal für den Handel mit den Vereinigten Staaten auszuhandeln, falls wir uns nicht einigen können oder unfair behandelt werden. Ich wurde gerade informiert, dass die EU dazu aufgerufen hat, schnell Termine für Treffen festzulegen. Das ist ein positives Ereignis, und ich hoffe, dass sie ENDLICH, wie ich es von China gefordert habe, die europäischen Länder für den Handel mit den Vereinigten Staaten öffnen. Beide wären sehr glücklich und erfolgreich, wenn sie das tun würden!
Donald John Trump
US-Präsident
(Am 27.05.2025)
X-Beitrag von @TrumpDailyPosts
Zitat der Woche: John Pierpont Morgan

„Gold ist Geld, alles andere ist Kredit.“
John Pierpont Morgan
Bankier
Zitat der Woche: Victor Gao

„Das ist uns egal! China ist seit 5.000 Jahren hier, die meiste Zeit gab es keine USA, und wir haben überlebt. […] Wenn die USA in die Richtung gehen wollen, sich vollständig vom chinesischen Markt abzuschotten, nur zu! Die Welt ist groß genug, sodass die USA nicht den gesamten Weltmarkt ausmachen.“
Victor Gao
Vice President of Center for China and Globalization
Li Zexin auf X
Zitat der Woche: Donald J. Trump

„Ich denke, es läuft sehr gut. Die Märkte werden boomen, die Aktien werden boomen, das Land wird boomen.“
Donald John Trump
US-Präsident
Quelle: SPIEGEL ONLINE „Trump beschönigt Zollchaos“ (04.04.2025)
EU-phorie dank deutscher Schulden?

Mit der Reform der Schuldenbremse und der Verankerung eines 500 Milliarden schweren Infrastruktur-Sondervermögens im Grundgesetz hat Deutschland eine fiskalpolitische Kehrtwende sondergleichen vollzogen. Die Börsen feiern diese Entwicklung bereits seit Wochen. Zu Recht?
Die fiskalpolitische Kehrtwende Deutschlands ist in ihren Auswirkungen kaum zu überschätzen. Allein das Signal, das an die deutsche Wirtschaft, die europäischen Nachbarn und die globalen Finanzmärkte ausgeht, dass sich Deutschland doch bewegen kann, sorgt für einen Stimmungsumschwung.
Die erhöhte Nachfrage nach Industriegütern trifft derzeit auf schwach ausgelastete Kapazitäten, so dass der anfängliche Stimulus aus den beiden Programmen durchaus konjunkturförderlich wirken dürfte. Mittelfristig wird jedoch das schwache Potenzialwachstum in Deutschland zum Problem. Denn nur, wenn es der künftigen Regierung gelingt, dieses zu heben, wird das Paket wachstumsfördernd statt inflationstreibend wirken. Die wichtigsten Maßnahmen hierfür sind die Erhöhung des Arbeitskräfteangebotes – höhere Anreize zur Arbeitsaufnahme und Erhöhung des (faktischen) Renteneintrittsalters – und die Deregulierung.
Wir haben unsere Wachstumsprognosen für dieses Jahr auf 0,4 Prozent erhöht und für 2026 auf 1,6 Prozent.
Die vielfach angeführten Sorgen vor einer unsoliden Haushaltspolitik halten wir für überzogen. Selbst wenn Bund und Länder die neuen Möglichkeiten jeweils voll ausschöpfen, stiege das Defizit auf rund vier Prozent und die Schuldenquote dürfte in zwölf Jahren bei rund 80 Prozent liegen – im internationalen Vergleich immer noch ein sehr niedriger Wert. Dies allerdings nur unter sehr pessimistischen Annahmen. Wir gehen davon aus, dass unter realistischen Annahmen die Staatsschuldenquote kaum 75 Prozent erreichen wird.
Was heißt das für die Märkte?
Ist das alles bereits eingepreist? Zum einen muss man sagen, dass sich die Märkte im Vorfeld bereits kräftig bewegt haben. Derzeit liegt die Outperformance des DAX gegenüber dem S&P500 bei über 20 Prozent (in Euro gerechnet). Zum anderen dürften am kommenden Mittwoch die Zollankündigungen der US-Regierung für ordentlich Wirbel an den Märkten sorgen. Ein Rücksetzer wäre daher alles andere als eine Überraschung. Allerdings dürften sich viele Anleger, die den bisherigen Boom der europäischen Aktien verpasst haben, fragen, ob das dann nicht ein guter Zeitpunkt wäre, um Versäumtes nachzuholen. Insofern ist eine Fortsetzung der Rallye durchaus denkbar.
Zitat der Woche: Donald J. Trump

„Die Europäische Union wurde gegründet, um die Vereinigten Staaten zu betrügen. Ich meine, seien wir doch mal ehrlich. Die Europäische Union wurde gegründet, um die Vereinigten Staaten aufs Kreuz zu legen. Das ist der Zweck der Union. Und das haben sie auch gut gemacht. Aber jetzt bin ich Präsident.“
Donald John Trump
US-Präsident

