20 Jahre Fondshandel an der Börse Hamburg
Hamburg, 28. Oktober 2022 – Vor 20 Jahren führte die Börse Hamburg als erster Handelsplatz in Deutschland den börslichen Fondshandel ein. Vergleichbar wie im Aktienhandel können Anleger seither Investmentfonds an der Börse kaufen und verkaufen und damit schnell auf aktuelle Situationen am Kapitalmarkt reagieren. Heute werden an der Börse Hamburg börsentäglich von 8:00 bis 22:00 Uhr mehr als 3.000 Fonds und ETFs gehandelt und jährlich mehr als eine halbe Milliarde Euro umgesetzt. Zum Jubiläum bietet die Börse Hamburg im November 20 ausgewählte Fonds mit reduziertem Spread an.
Was bringt der Fondshandel Hamburg für Vorteile?
Der Fondshandel über die Börse Hamburg ermöglicht Anlegern eine deutliche Kostenersparnis, da kein Ausgabeaufschlag erhoben wird, der üblicherweise beim Erwerb im Direktgeschäft über Banken und Broker bis zu 5 Prozent betragen kann. Der Anleger zahlt im Fondshandel lediglich die Geld-/Brief-Spanne (Spread) und die üblichen Entgelte, vergleichbar wie bei einer Aktienorder. Kauf- und Verkaufsaufträge werden zeitnah ausgeführt, der Anleger muss nicht wie beim Direktgeschäft einen Tag warten.
„Ideen für neue Aktivitäten entstehen immer, wenn man einen Bedarf dafür im Markt erkennt. So war es auch in diesem Fall: wir sahen konkretes Interesse von Anlegern für eine solche Innovation. Bis 2002 gab es keinen börsenmäßigen Handel von Investmentfonds in Deutschland, sondern ausschließlich das Direktgeschäft von Kreditinstituten und Fondsgesellschaften. Die Börse Hamburg war hier ein Wegbereiter und hat für diese Art von Wertpapieren einen neuen Marktplatz eröffnet,“ erinnert sich Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg.
Breites Angebot an Investmentfonds
Das Angebot der Börse Hamburg umfasst praktisch alle Arten von aktiv gemanagten Investmentfonds, von Aktien- über Rentenfonds, Mischfonds, Immobilienfonds bis hin zu Edelmetall- und Rohstofffonds. Insbesondere der Anteil an Nachhaltigkeitsfonds steigt, da diese bei Anlegern zunehmend nachgefragt werden. Parallel zu den Investmentfonds werden auch eine Vielzahl an ETFs gehandelt.
Zum Jubiläum 20 Fonds mit reduziertem Spread
Zum 20-jährigen Jubiläum bietet die Börse Hamburg im November 20 Fonds unterschiedlichster Anlagestrategien mit einem reduzierten Spread von max. 0,50 Prozent an. Eine Auflistung dieser Aktions-Fonds findet sich unter www.boerse-hamburg.de/ham-fonds-des-monats/
Um von den Vorteilen des Fondshandels an der Börse Hamburg zu profitieren, müssen Anleger über ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Online-Broker verfügen. Dort erteilen sie die Order ihres gewünschten Fonds, entweder online oder über einen Berater, und geben in der Ordermaske als Handelsplatz die Börse Hamburg ein.
Weitere Informationen zum Fondshandel Hamburg unter www.boerse-hamburg.de/fondshandel-hamburg/ oder am Messestand der Börse Hamburg auf dem Börsentag Hamburg am 12. November 2022.
Börse Hannover stellt Angebot auf Fondshandel um
Hannover, 1. September 2022 – Die Börse Hannover bietet Anlegern ab September den Handel mit Investmentfonds über den Fondshandel Hannover an. Nach dem Vorbild der Schwesterbörse in Hamburg, die den Fondshandel bereits 2002 als erste deutsche Börse eingeführt hat, können somit auch in Hannover Fonds einfach und günstig wie Aktien gekauft und verkauft werden. Damit erweitert die Börse Hannover ihr Handelsspektrum unter anderem auch um Exchange Traded Funds (ETFs) und trägt der hohen Nachfrage von Anlegern Rechnung. Der Fondshandel Hannover löst den Fondsservice Hannover ab, der Anlegern den Erwerb von Fonds zum Rücknahmepreis der jeweiligen Fondsgesellschaft ermöglichte.
Einfach, schnell und günstig
Für die gelisteten, rund 3.200 Fonds und ETFs des Fondshandels Hannover stellt der Skontroführer (Makler), die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, während der Handelszeit von 8.00 bis 22.00 Uhr fortlaufend Geld- und Briefkurse und ermöglicht die schnellstmögliche Ausführung zu besten Preisen während des gesamten Handelstages. Der sonst übliche Ausgabeaufschlag von bis zu 5 Prozent beim Erwerb von Investmentfonds entfällt beim Kauf von Fonds über die Börse Hannover und stellt somit eine preisgünstige Alternative dar. Der Anleger zahlt lediglich die Geld-/Brief-Spanne (Spread) und vergleichbare Gebühren wie bei einer Aktienorder.
Wie können Anleger handeln?
Um von den Vorteilen des Fondshandels an der Börse Hannover profitieren zu können, müssen Anleger lediglich den Börsenplatz „Börse Hannover“ in der Ordermaske ihrer Online-Brokerage-Software auswählen. Filialkunden bitten einfach ihren Bankberater, die Investmentfonds über die Börse Hannover zu kaufen oder zu verkaufen.
Weitere Informationen unter: www.boerse-hannover.de/fonds/
Börsen Düsseldorf, Hamburg, Hannover: Umsätze in aktiven Fonds und ETFs im dritten Quartal bei mehr als 800 Millionen Euro
- Anleger handeln Fondsanteile im Wert von 806 Mio. Euro
- iShares Core DAX ETF belegt mit 25,7 Mio. Euro Umsatz die Spitzenposition
- Thailand und Healthcare Top – Türkei- und Goldminen-Fonds Flop
Düsseldorf, Hamburg, Hannover, 28. September 2018 – Der Fonds- und ETF-Handel der Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover, einschließlich der elektronischen Handelssysteme Quotrix und LS Exchange, erreichte im dritten Quartal 2018 ein Umsatzvolumen von 806 Mio. Euro und konnte damit im Vergleich zum zweiten Quartal 2018 (700 Mio.) um 15 Prozent zulegen. Darin enthalten sind Umsätze von mehr als 5.000 gelisteten aktiven Investmentfonds und mehr als 1.700 ETFs. Die BÖAG Börsen AG zählt mit ihren drei Börsen und zwei elektronischen Handelssystemen zu den führenden Marktplätzen im Handel von aktiven Fonds und ETFs und veröffentlicht zum zweiten Mal Zahlen zum Fonds- und ETF-Handel für alle drei Börsenplätze, einschließlich der elektronischen Handelssysteme Quotrix und LS Exchange. Trotz überwiegender Zurückhaltung der Marktteilnehmer im Börsenhandel von Aktien in den zurückliegenden Monaten und trotz Sommerpause konnte der Handel in Fonds und ETFs an den drei Börsenplätzen zulegen.
Die Aktienmärkte zeigten im dritten Quartal 2018 unterschiedliche Verläufe. Während der Dow Jones Index 9 Prozent zulegen und am 21. September bei 26.744 Punkten ein neues Allzeithoch markieren konnte, erreichten Dax und EuroStoxx50 lediglich eine Quartalsperformance von 1 bzw. 1,6 Prozent. Offensichtlich haben die Strafzollattacken von US-Präsident Trump zumindest auf den Aktienmärkten Wirkung gezeigt. Der US-Markt legte deutlich zu, während sich Europa seitwärts und Asien deutlich abwärts bewegte. Der Hang Seng Index verlor im abgelaufenen Quartal 4,3 Prozent. Ansonsten gab es keine größeren Ereignisse, die die Aktienmärkte nennenswert bewegten. Ein erneuter Waffengang in Syrien konnte vorerst abgewendet werden. Für Ungemach an den Aktien- und Anleihenmärkten könnte aber noch die angestiegenen Inflationsraten sorgen. In Deutschland und in der Eurozone liegen sie bereits bei 2 bzw. 2,1 Prozent, in den USA sogar bei 2,54 Prozent. Nachdem die FED bereits mit Zinserhöhungen vorangeschritten ist, könnte auch die EZB zunehmend unter Druck geraten. Steigende Zinsen führen erfahrungsgemäß zu Kursverlusten bei Aktien und Anleihen gleichermaßen.
Wenig Unterstützung gab es im dritten Quartal 2018 von der Konjunkturseite. Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat im August erneut etwas nachgegeben, liegt aber mit 101 Punkten (nach zuletzt knapp 104 Punkten) noch über der 100-Punkte-Schwelle. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im September auf 103,7 Punkte gefallen, nach 103,9 Punkten im August. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage und die Erwartungen haben sich etwas verschlechtert, bleiben aber positiv. Die deutsche Wirtschaft zeige sich stabil, auch wenn die Unsicherheit zunimmt.
Aktien-ETFs dominieren die Umsatzliste
Unter den „Top 10 nach Umsatz“ sind im dritten Quartal ausschließlich ETFs zu finden. Die Spitzenposition mit einem Umsatz von 25,7 Mio. Euro behauptete erneut der iShares Core DAX ETF (WKN: 593393) und liegt damit deutlich vor dem Deka DAX ETF (WKN: ETFL01), der mit 22,4 Mio. Umsatz Platz 2 belegt. Danach folgen der iShares Core MSCI World ETF (WKN: A0RPWH) mit 20,7 Mio. Umsatz auf Platz 3 und der iShares TecDAX ETF (WKN: 593397) mit 17,8 Mio. Euro Umsatz auf Platz 4. Alle Top 10 nach Umsatz sind ETFs auf bekannte Aktienindizes. Der Trend zu ETFs ist ungebrochen. Sie stehen bei vielen Anlegern im Vordergrund, da sie unterschiedlichste Anlagestrategien ermöglich-en, flexibel handelbar und deutlich kostengünstiger als aktive Fonds sind.
Thai- und Healthcare-Fonds Top – Türkei- und Goldminen-Fonds Flop
An den Aktienmärkten kam es im zweiten Quartal bei ausgewählten Ländern und speziellen Assetklassen zu sehr unterschiedlichen Kursverläufen. Fonds mit Anlageschwerpunkt Aktien aus Thailand, Polen und dem Gesundheitssektor waren überwiegend auf der Gewinnerseite, dagegen führte die verschärfte Krise in der Türkei zu Kursverlusten bei türkischen Aktien und Anleihen sowie in dramatischer Weise bei der Landeswährung Lira.
Platz 1 mit plus 12,7 Prozent eroberte im dritten Quartal der Xtrackers MSCI Thailand ETF (WKN: DBX0GY). Auf Platz 2 gelangte der Pictet Health Fonds (WKN: A0B6PQ) mit plus 12,6 Prozent, gefolgt vom iShares MSCI Poland ETF (WKN: A1H5UP), der mit plus 12,4 Prozent Platz 3 belegt.
Auf der Verliererseite standen im dritten Quartal dagegen Fonds mit den Anlageschwerpunkten Türkei und Goldminen. Schlusslicht mit minus 30,5 Prozent ist der Türkisfund Bonds (WKN: 987859), der vorzugsweise in türkische Staatsanleihen investiert. Den zweitschlechtesten Platz nach Performance belegt der in überwiegend türkische Aktien investierte Fonds DWS Türkei (WKN: A0DPW3) mit einem Minus von 28,2 Prozent. Danach folgt der Türkisfund Equities (WKN: 987858) mit minus 27,6 Prozent. Schlusslicht bei den in Goldminen investierten Fonds ist der Konwave Gold Equity Fund (WKN: 757324) mit minus 20,9 Prozent.
Top 10 der Fonds/ETFs nach Umsatz im 3. Quartal 2018
| Fondsname | WKN | Umsatz in Mio. Euro | |
| 1 | iShares Core DAX ETF | 593393 | 25,7 |
| 2 | Deka DAX ETF | ETFL01 | 22,4 |
| 3 | iShares Core MSCI World ETF | A0RPWH | 20,7 |
| 4 | iShares TecDAX ETF | 593397 | 17,8 |
| 5 | Xtrackers DAX ETF | DBX1DA | 11,7 |
| 6 | iShares S&P 500 ETF | 622391 | 11,7 |
| 7 | iShares MDAX ETF | 593392 | 11,4 |
| 8 | ComStage MSCI World ETF | ETF110 | 11,3 |
| 9 | iShares Global Sel. Div. ETF | A0F5UH | 9,9 |
| 10 | iShares MSCI World ETF | A0HGV0 | 9,6 |
Quelle: BÖAG Börsen AG, Fondsumsätze vom 01.07.2018 bis einschließlich 27.09.2018
Börse Hamburg: Fondsumsätze im März bei 48 Millionen Euro
- Anleger handeln Fondsanteile im Wert von 48 Mio. Euro
- CS EUROREAL behauptet mit 2,5 Mio. Euro Umsatz die Spitzenposition
- Immobilienfonds und Aktien-ETFs dominieren die Top 10 nach Umsatz
- Short Fonds unverändert Top – Rohstoff- sowie Länder-Fonds Türkei und Indonesien Flop
Hamburg, 29. März 2018 – Der Fondshandel der Börse Hamburg konnte im März das hohe Umsatzvolumen vom Vormonat nicht halten. Mit 48 Mio. Euro lag der Handelsumsatz im dritten Monat des Jahres deutlich unter dem Ergebnis vom Februar (68 Mio. Euro). Im ersten Quartal 2018 erreichten die Fondsumsätze ein Volumen von 187 Mio. Euro und liegen damit auch deutlich unter dem Niveau der Vorjahresperiode (251 Mio. Euro). Der Fondshandel litt im März unter den Ereignissen am Aktienmarkt, von dem er sich nicht abkoppeln kann. Nach dem überraschenden Flash Crash im Februar ist die Verunsicherung an den Märkten unverändert groß und hat sich im März nicht gelegt. Eher sorgten neue Hiobsbotschaften wie Trumps‘ Strafzölle für zusätzliche Verunsicherung, denn diese Maßnahmen sind geeignet, einen neuen internationalen Handelskrieg zu entfachen. Und das ist weder für die Wirtschaft, noch für die Börse gut, denn am Ende gibt es auf allen Seiten nur Verlierer. DAX, EuroStoxx50 und Dow Jones gaben auch im März zwischen 3,1 und 4,7 Prozent nach, im ersten Quartal 2018 summieren sich die Verluste beim DAX auf minus 7,6 Prozent, beim EuroStoxx50 auf minus 5 Prozent und beim Dow Jones auf minus 3,5 Prozent.
Keine Unterstützung gab es im März von der Konjunkturseite. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank den zweiten Monat in Folge auf nun 114,7 Punkte. Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland fielen sogar um 12,7 Punkte auf einen aktuellen Wert von 5,1. Der Ausblick bleibt zwar grundsätzlich positiv, allerdings ist die Sorge um einen durch die USA ausgelösten Handelskrieg groß. Belastend wirkt auch der weiterhin starke Euro, da er die Exporte aus dem Euroraum verteuert. Das Ergebnis der Wahl in Italien hatte keine Auswirkungen auf das Marktgeschehen, obwohl es – wie befürchtet – zu einem Rechtsruck kam.
Immobilien-Fonds und Aktien-ETFs unter den Top 10
Offene Immobilienfonds (OIFs) dominieren unverändert den Fondshandel der Börse Hamburg. Acht der „Top 10 nach Umsatz“ sind OIFs, zwei Fonds sind bekannte Aktien-ETFs.
Der CS EUROREAL (WKN: 980500) konnte seine Spitzenposition erfolgreich verteidigen. Bei einem Umsatz von 2,5 Mio. Euro blieb er auf Platz 1, gefolgt vom Deka-Immobilien Europa (WKN: 980956), der mit 2,3 Mio. Umsatz auf Platz 2 vorrückte. Platz 3 belegt der OIF hausInvest (WKN: 980701) mit einem Umsatz von 2,2 Mio. Euro, gefolgt vom grundbesitz europa (WKN: 980700), der mit 2,0 Mio. Euro Umsatz Platz 4 belegt. Die beiden Aktien-ETFs iShares Core DAX (WKN: 593393) und Deka Dax (WKN: ETFL06) gelangten mit Umsätzen von 1,6 und 1,5 Mio. Euro auf die Plätze 7 und 8. Beide ETFs bilden die Wertentwicklung des DAX30 nach.
Short Fonds unverändert Top – Rohstoff- sowie Länder-Fonds Türkei und Indonesien Flop
Wie bereits im Vormonat konnten auch im März ETFs deutlich zulegen, die mit zweifachem Hebel auf den DAX short gehen. Der Lyxor Daily ShortDax x2 (WKN: LYX0FV) legte um weitere 10,2 Prozent zu, der ETFS DAX Daily 2x Short (WKN: A0X9AA) kam auf ein Plus von 10,1 Prozent.
Auf der Verliererseite stehen im März dagegen Rohstoff-Fonds sowie Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Indonesien und Türkei. Schlusslicht war mit einem Minus von 16,6 Prozent der Structured Solutions Next Generation Resources Fund (WKN: HAFX4V). Dieser Fonds, der in Rohstoffwerte für neue Technologien – zum Beispiel in Lithiumwerte – investiert, zählte noch vor wenigen Monaten zu den Top-Performern unter den fast 4.000 Fonds im Fondshandel Hamburg. Deutliche Kursverluste verzeichnete im März auch der SPDR S&P Metals & Mining ETF (WKN: A0MYHA) mit minus 11,6 Prozent. Die Plätze davor belegen der Lyxor MSCI Indonesia ETF (WKN: LYX0ME) mit minus 10,6 Prozent und der Lyxor Turkey ETF (WKN: LYX0AK) mit minus 10,7 Prozent.
Top 10 der Fonds nach Umsatz an der Börse Hamburg im März 2018
| Fondsname | WKN | Umsatz in Mio. Euro | |
| 1 | CS EUROREAL | 980500 | 2,5 |
| 2 | Deka Immobilien-Europa | 980956 | 2,3 |
| 3 | hausInvest | 980701 | 2,2 |
| 4 | grundbesitz europa | 980700 | 2,0 |
| 5 | KanAm grundinvest | 679180 | 1,7 |
| 6 | UBS(D) 3 Sect. Real Est. Eur. | 977268 | 1,6 |
| 7 | iShares Core DAX ETF | 593393 | 1,6 |
| 8 | Deka DAX ETF | ETFL06 | 1,5 |
| 9 | SEB ImmoInvest | 980230 | 1,3 |
| 10 | CS PROPERTY DYNAMIC | 975135 | 1,2 |
Quelle: Börse Hamburg, Fondsumsätze vom 01.03.2018 bis einschließlich 28.03.2018
Börse Hamburg: Fondsumsätze im Februar mit 68 Millionen Euro weiter auf hohem Niveau
- Anleger handeln Fondsanteile im Wert von 68 Mio. Euro
- CS EUROREAL mit 4,8 Mio. Euro Umsatz zurück auf Platz 1
- Immobilien- und Aktienfonds dominieren die Top 10 nach Umsatz
- Short Fonds Top – Energie- und Edelmetall Fonds Flop
Hamburg, 28. Februar 2018 – Der Fondshandel der Börse Hamburg konnte im Februar an das hohe Umsatzvolumen vom Januar anknüpfen. Mit 68 Mio. Euro lag der Handelsumsatz im zweiten Monat des Jahres nur geringfügig unter dem Ergebnis vom Januar (71 Mio. Euro). Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Februar zwei Handelstage weniger hat, als der Januar. Der Fondshandel war in diesem Monat zweifelsohne geprägt vom Geschehen am Aktienmarkt. Nachdem das neue Jahr in Hausse-Laune gestartet war, folgte Anfang Februar mit dem Flash Crash die Ernüchterung. Damit hatte so gut wie niemand gerechnet, aber das ist genau das, was die Börse ausmacht: An der Börse kommt es immer anders und meistens als man denkt! – Die führenden Aktienindizes korrigierten am 5. und 6. Februar teilweise deutlich, allein der US-Leitindex Dow Jones verlor zum Vortagsschluss rund 1.200 Punkte, das entsprach einem Tagesverlust von 5 Prozent. Etwas glimpflicher kamen der Dax und der EuroStoxx50 mit minus 3 bzw. 3,5 Prozent davon, allerdings gaben alle drei Indizes in den Folgetagen noch weiter nach.
Der Fondshandel profitierte von den lebhaften Umsätzen am Aktienmarkt, allerdings gaben auch hier die Kurse vieler Aktienfonds deutlich nach. In der zweiten Monatshälfte haben die Kurse zwar auf breiter Front wieder Boden gut gemacht, der Schreck und die Verunsicherung stecken den Marktteilnehmern jedoch unverändert in den Knochen. Keine Unterstützung gab es im Februar von der Konjunkturseite, die Hochstimmung hat eher einen Dämpfer bekommen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im Februar um 2,2 auf 115,4 Punkte, die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland fielen um 2,6 Punkte auf einen aktuellen Wert von 17,8. „Kein Grund zur Besorgnis“, sagen die Experten, und sprechen von einer Korrektur auf hohem Stimmungsniveau. Die Aussichten bleiben positiv, allerdings könnte die Wachstumsdynamik nachlassen.
Politische Ereignisse, wie z. B. der wiederaufflammende militärische Konflikt in Syrien oder die bevorstehende Wahl in Italien hatten bisher keine Auswirkungen auf das Marktgeschehen. Für Verunsicherung könnten eher die zunehmende Volatilität am Kapitalmarkt, der starke Euro und die US-Steuerreform sorgen. Letztere könnte dazu führen, dass Investitionen von Europa in die USA verlagert werden. Skeptisch sehen Experten auch den Koalitionsvertrag der GroKo in spe. Dieser lasse in wichtigen Punkten wie der Steuer- und Wirtschaftspolitik eine ganzheitliche Strategie vermissen. Last not least könnten die ambitionierten Tarifabschlüsse in der Metall- und Elektroindustrie die bisher positive Grundstimmung eintrüben.
Immobilien- und Dividendenfonds bestimmen die Top 10
Auch im Februar dominierten offene Immobilienfonds (OIFs) den Fondshandel der Börse Hamburg. Sieben der „Top 10 nach Umsatz“ waren OIFs, drei Fonds hatten den Anlageschwerpunkt Aktien- bzw. Dividendenwerte.
Dem CS EUROREAL (WKN: 980500) gelang das Comeback. Mit einem Umsatz von 4,8 Mio. Euro erobertete er Platz 1 zurück, gefolgt vom grundbesitz global (WKN: 980705), der mit 3,0 Mio. Umsatz von Platz 6 auf Platz 2 vorrückte. Platz 3 belegt der CS PROPERTY DYNAMIC (WKN: 975135) mit einem Umsatz von 2,6 Mio. Euro, gefolgt vom DWS Top Dividende (WKN: 984811) mit 2,5 Mio. Euro, der sich von Platz 7 auf Platz 4 verbessern konnte. Als Newcomer unter den Top 10 nach Umsatz gelangte der Deka DAX ETF (WKN: ETFL06) mit 2,4 Mio. Euro auf Platz 5.
Short Fonds Top – Energie- und Edelmetall Fonds Flop
Im Ranking der besten Fonds nach Performance im Vergleich zum Vormonat gelangten auf die ersten drei Plätze Short-ETFs mit zweifachem Hebel auf den DAX30. Der x-trackers ShortDAX x2 (WKN: DBX0BY) legte um 11,1 Prozent zu, dicht gefolgt vom Lyxor Daily ShortDax x2 (WKN: LYX0FV) mit plus 11 Prozent und dem ETFS DAX Daily 2x Short (WKN: A0X9AA) mit plus 10,9 Prozent.
Auf der Verliererseite standen im Februar insbesondere Fonds, die auf Energie- und Edelmetallwerte setzen. Der C-Quadrat Gold & Resources Fund (WKN: A0M6AK) verlor 9,8 Prozent, gefolgt vom BGF – World Gold Fund (WKN: 974119) mit minus 8,1 Prozent sowie dem Invesco Energy Fund (WKN: 658697) mit minus 7,6 Prozent. Spiegelbildlich zu den Performance-Gewinnern standen im Februar ETFs mit zweifachem Hebel auf den DAX (long) auf der Verliererseite. Der x-trackers LevDAX (WKN: DBX0BZ) verlor im Monatsvergleich 11,9 Prozent, gefolgt vom Lyxor Daily LevDAX (WKN: LYX0AD) mit minus 11,2 Prozent und dem ETFS DAX Daily 2x Long mit minus 11,1 Prozent.
Top 10 der Fonds nach Umsatz an der Börse Hamburg im Februar 2018
| Fondsname | WKN | Umsatz in Mio. Euro | |
| 1 | CS EUROREAL | 980500 | 4,8 |
| 2 | grundbesitz global | 980705 | 3,0 |
| 3 | CS PROPERTY DYNAMIC | 975135 | 2,6 |
| 4 | DWS Top Dividende | 984811 | 2,5 |
| 5 | Deka DAX ETF | ETFL06 | 2,4 |
| 6 | hausInvest | 980701 | 2,2 |
| 7 | grundbesitz europa | 980700 | 1,9 |
| 8 | SEB ImmoInvest | 980230 | 1,6 |
| 9 | Stuttgarter Dividendenfonds | A1CXWP | 1,6 |
| 10 | Deka Immobilien-Europa | 980956 | 1,6 |
Quelle: Börse Hamburg, Fondsumsätze vom 01.02.2018 bis einschließlich 27.02.2018
Börse Hamburg: Fondsumsätze im Januar auf 71 Millionen Euro gestiegen
- Anleger handeln Fondsanteile im Wert von 71 Mio. Euro: +22 Prozent
- CS PROPERTY DYNAMIC mit 10,7 Mio. Euro erstmalig auf Platz 1
- Drei Dividenden-Fonds unter den Top 10 nach Umsatz
- Emerging Markets Fonds Top – Short Fonds Flop
Hamburg, 31. Januar 2018 – Im ersten Monat des neuen Jahres konnten im Fondshandel der Börse Hamburg Umsätze von rund 71 Mio. Euro erzielt werden. Im Vergleich zum Dezember 2017 (58 Mio. Euro) ergibt das ein Umsatzplus von rund 22 Prozent. Die ersten Monate gehören erfahrungsgemäß zu den umsatzstärksten des gesamten Jahres. Bei einer positiven Stimmung am Markt zeigen Anleger am Anfang eines jeden Jahres überwiegend Kaufinteresse. Die Anlagebücher der institutionellen Investoren werden im Januar wieder geöffnet und erhöhen erfahrungsgemäß die Umsätze an den Börsen. Die internationalen Aktienmärkte zeigten sich im Januar weiter bullisch. Dax und Dow Jones markierten mit 13.597 bzw. 26.617 Punkten neue historische Höchststände. Auch der EuroStoxx50 konnte mit 3.687 Punkten fast den Jahreshöchststand aus 2017 erreichen, dieser lag bei 3.697 Punkten.
Der Fondshandel konnte von der positiven Stimmung am Aktienmarkt profitieren. Für die bullische Stimmung am Aktienmarkt sind nicht zuletzt die weiterhin positiven, konjunkturellen Rahmendaten ausschlaggebend. Laut ZEW beurteilen die befragten Experten den Ausblick als auch die konjunkturelle Lage im Januar 2018 positiv. Die Konjunkturerwartungen für Deutschland stiegen laut ZEW um 3,0 Punkte auf einen aktuellen Wert von 20,4 Punkten. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland ist um 5,9 Punkte auf einen neuen Indexwert von 95,2 Punkten gestiegen. Das ist der beste Wert seit Beginn der Umfrage im Dezember 1991. Wichtigster Wachstumstreiber bleibt laut ZEW der private Konsum und auch das weltwirtschaftliche Umfeld in Europa und den USA wird deutlich besser beurteilt als noch Ende 2017. Alles gute Voraussetzungen für steigende Unternehmensgewinne und höhere Kurse am Aktienmarkt.
Politische Ereignisse, wie z. B. der militärische Konflikt zwischen Kurden und der Türkei haben kaum Auswirkungen auf das Börsengeschehen. Auch die Tatsache, dass Deutschland vier Monate nach der Bundestagswahl immer noch keine neue Regierung hat, lässt die Börsianer weitgehend kalt.
Immobilien- und Dividendenfonds unter den TOP 10
Auch im ersten Monat des neuen Jahres dominierten offene Immobilienfonds (OIFs) den Fondshandel der Börse Hamburg. Sieben der „ToP 10 nach Umsatz“ waren OIFs, drei Fonds hatten den Anlageschwerpunkt Dividendenwerte.
Einen deutlichen Sprung von Platz 23 im Dezember auf Platz 1 im Januar vollzog der CS PROPERTY DYNAMIC (WKN: 975135) mit einem Umsatz von 10,7 Mio. Euro, bei deutlichem Abstand zum CS EUROREAL (WKN: 980500), der mit 5,6 Mio. Euro Platz 2 belegt. Auf Platz 3 und 4 landeten mit dem grundbesitz europa sowie dem hausInvest bei Umsätzen von 3,8 bzw. 2,9 Mio. Euro zwei OIFs, die nicht in Liquidation befindlich sind. Das ist ein Zeichen dafür, dass Anleger bei Fondsinvestments unverändert auf Sachwerte und damit auf Immobilien setzen, die einen längeren Anlagehorizont erfordern. Obwohl die Dividendensaison noch nicht richtig begonnen hat, investierten Anleger im Januar bereits in Aktienfonds mit dem Anlageschwerpunkt Dividendenwerte. Unter den ToP 10 nach Umsatz landeten der DWS Top Dividende (WKN: 984811) auf Platz 7, gefolgt vom iShares STOXX Global Select Dividend 100 ETF (WKN: A0F5UH) und dem Stuttgarter Dividendenfonds (WKN: A1CXWP) auf den Plätzen 9 und 10.
Emerging Markets Fonds Top – Short Fonds Flop
Zu den Fonds mit der besten Performance im Vergleich zum Vormonat gehörten im Januar Fonds mit dem Anlageschwerpunkt Emerging Markets sowie Portugal. Platz 1 nach Performance belegt der Comstage MSCI Emerging Markets Leveraged 2x Daily ETF (WKN: ETF128) mit einem Plus von 13,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Der Fonds bildet die Wertentwicklung des MSCI Daily TR Net Emerging Markets Index mit einem zweifachen Hebel ab. Platz 2 belegt mit plus 12,6 Prozent der Comstage PSI 20 Leveraged ETF (WKN: ETF048); dieser Fonds knüpft an die Preisentwicklung der 20 größten und liquidesten an der Euronext in Lissabon notierten Unternehmenswerte ab. Auf Platz 3 bis 5 gelangten der UBS (Lux) Equity Brazil (WKN: A0MMB2) mit plus 11,8 Prozent, der Natixis-Emerise Latin America Equity (WKN: 989734) mit plus 11,7 Prozent sowie der BGF-China Fund (WKN: A0Q7YF) mit plus 11,6 Prozent Performance im Januar.
Auf der Verliererseite standen im ersten Monat des Jahres Fonds, die u. a. auf fallende Kurse setzen, somit in Short-Positionen investieren. Schlusslicht war im Januar mit einem Minus von 13,4 Prozent der DB X-TRACKERS S&P 500 2x Inverse Daily ETF (WKN: DBX0B6), welcher die doppelte umgekehrte Wertentwicklung des S&P 500 Index abbildet. Danach folgen mit einem Minus von 9,7 Prozent der ProShares Ultrashort Gold (WKN: A1J41R) und der SPDR Dow Jones REIT ETF (WKN: A0MYDX) mit minus 8,5 Prozent. Letzterer verfolgt als Anlageziel die Widerspiegelung der Wertentwicklung des DJ S&P US Select REIT Index.
Top-10 der Fonds nach Umsatz an der Börse Hamburg im Januar 2018
| Fondsname | WKN | Umsatz in Mio. Euro | |
| 1 | CS PROPERTY DYNAMIC | 975135 | 10,7 |
| 2 | CS EUROREAL | 980500 | 5,6 |
| 3 | grundbesitz europa | 980700 | 3,8 |
| 4 | hausInvest | 980701 | 2,9 |
| 5 | SEB ImmoInvest | 980230 | 2,7 |
| 6 | grundbesitz global | 980705 | 2,4 |
| 7 | DWS Top Dividende | 984811 | 1,9 |
| 8 | Deka-ImmobilienEuropa | 980956 | 1,5 |
| 9 | iShares STOXX Global Select Dividend 100 ETF | A0F5UH | 1,4 |
| 10 | Stuttgarter Dividendenfonds | A1CXWP | 1,3 |
Quelle: Börse Hamburg, Fondsumsätze vom 01.01.2018 bis einschließlich 30.01.2018