Wie viel Potenzial steckt in Stablecoins ?

Stablecoins sind digitale Wertdarstellungen („Token“), die über eine Blockchain übertragen werden und ihren Wert möglichst stabil halten sollen. Meist sind sie an eine klassische Währung wie den US-Dollar gekoppelt. Wo ihr Potenzial, aber auch Risiken liegen könnten, erklärt Union Investment, der Fondspartner der Hannoverschen Volksbank eG.
Einen wichtigen Anwendungsbereich von Stablecoins sieht Union Investment im internationalen Zahlungsverkehr. Bei grenzüberschreitenden Zahlungen, etwa durch Auslandsüberweisungen, sei das klassische Bankensystem häufig teuer und ineffizient. Stablecoins hingegen hätten das Potenzial, diese Transfers schneller und günstiger zu machen. Interessant könnten Stablecoins etwa für Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern sein, die nur eingeschränkten Zugang zu internationalen Zahlungswegen oder stabilen Fremdwährungen haben.
Stablecoins können ihre Wertstabilität nur wahren, wenn die Nutzerinnen und Nutzer davon ausgehen, dass sie sie jederzeit wieder zum vereinbarten Referenzwert eintauschen können, erklärt Union Investment. Gerate dieses Vertrauen ins Wanken, könnten viele Nutzerinnen und Nutzer gleichzeitig versuchen, ihre Token zurückzugeben. Durch die digitale Abwicklung könne sich eine solche Entwicklung sehr schnell ausbreiten. Müssten Anbieter dafür Teile des Reservevermögens wie Staatsanleihen in großem Umfang verkaufen, könne dies auch andere Finanzmärkte belasten.
Werden Bankeinlagen zudem dauerhaft in Stablecoins umgeschichtet, stehen sie den Banken nicht mehr für das klassische Geschäft zur Verfügung. Das könne ihre Refinanzierung verteuern und die Kreditvergabe erschweren. Wenn diese Umschichtung ein erhebliches Ausmaß erreiche, könne sie letztlich sogar die geldpolitische Transmission beeinträchtigen – also den Prozess, über den beispielsweise Leitzinsänderungen die Finanzierungsbedingungen, die Kreditvergabe und die wirtschaftliche Aktivität beeinflussen.
Die größten Chancen sieht Union Investment daher im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr und in Märkten mit schwacher Finanzinfrastruktur. In entwickelten Volkswirtschaften sei es dagegen unwahrscheinlich, dass Wallets – digitale Geldbörsen, in denen Stablecoins verwaltet, empfangen und versendet werden – das Bankkonto flächendeckend verdrängten. Die Hannoversche Volksbank informiert gerne über Chancen und Risiken entsprechender Geldanlagen mit Bezug zu Kryptowerten.

Newsletter vom 09. September 2026
Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
Hannoversche Volksbank eG
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Wie könnte es an den Kapitalmärkten weitergehen?

Union Investment, der Fondspartner der Hannoverschen Volksbank eG, ist für die zweite Jahreshälfte 2026 insgesamt konstruktiv gestimmt. Als Grundlage für diese Einschätzung stehen fünf Thesen.
Die Märkte bleiben trotz des Irankonflikts resilient: Die wechselnde Situation um die Straße von Hormus belasteten die Energiemärkte, doch die fehlenden Lieferungen konnten durch höhere Produktion in Amerika und Freigabe strategischer Lagerbestände teilweise ausgeglichen werden. Unser Fondspartner erwartet, dass der Nahostkonflikt gelöst werden dürfte, bevor das Angebot kritisch knapp wird. Das derzeit ausgehandelte Rahmenabkommen könnte das geopolitische Risiko deutlich senken.
Notenbanken agieren vorsichtiger – EZB hebt moderat die Zinsen: Kurzfristige Inflationserwartungen steigen durch den Energiepreisanstieg, langfristig werden sie aus heutiger Sicht als stabil eingeschätzt. Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte im Juni vorsorglich den Leitzins, ein weiterer Schritt ist möglich. Die US-Notenbank Fed bleibt vorerst zurückhaltend und könnte im Winter 2026/2027 Leitzinsen senken. Für Anlegerinnen und Anleger besteht bei langlaufenden Staatsanleihen ein erhöhtes Risiko von Kursverlusten. Aus heutiger Sicht erscheinen mittlere Laufzeiten häufig attraktiver, abhängig von Risikoprofil und Anlagezielen des jeweiligen Anlegers oder der jeweiligen Anlegerin.
Wachsende Relevanz von Unternehmensanleihen: Unternehmensanleihen mit guter Bonität (Investment Grade) gewinnen laut Union Investment wegen der steigenden Staatsverschuldung weltweit an Bedeutung und könnten derzeit eine interessante Komponente in verzinslichen Depots sein. Sie unterliegen jedoch wie alle Anleihen Kurs- und Bonitätsrisiken. Die Fondsgesellschaft bevorzugt sie gegenüber Staatsanleihen. Besonders interessant seien Papiere aus der Euro-Peripherie gegenüber deutschen Staatsanleihen, diese Papiere gehen jedoch mit höheren Ausfall- und Schwankungsrisiken einher. Neben einer angemessenen Streuung der Laufzeiten ist es bei Anleihen aus Sicht von Union Investment besonders wichtig, gezielt passende Emittenten und Wertpapiere auszuwählen.
KI als zentraler Treiber – Auswahl entscheidet: Künstliche Intelligenz (KI) prägt weiterhin die globalen Aktienmärkte, so Union Investment. Die Investitionen in Datencenter seien in der ersten Jahreshälfte 2026 stärker als erwartet gestiegen. Unternehmensgewinne wuchsen vielerorts, allerdings auf einem hohen Bewertungsniveau. US-Aktien dürften auch im zweiten Halbjahr attraktiv bleiben. In Europa sollten Unternehmen mit starker Marktstellung und Preissetzungsmacht interessant bleiben, so auch ausgewählte asiatische Schwellenländertitel im KI-Bereich.
In Szenarien denken, diversifizieren, selektiv agieren: Das zweite Halbjahr 2026 könnte aus heutiger Sicht interessante Chancen bieten, ist aber zugleich mit Markt- und geopolitischen Risiken verbunden. Aber es verlangt auch Disziplin von den Anlegerinnen und Anlegern. Daher ist es für Union Investment umso wichtiger, geopolitische Faktoren genau zu beobachten und in Szenarien zu denken. Eine gezielte Auswahl und eine breite Streuung über unterschiedliche Anlageklassen und Regionen sind keine Selbstverständlichkeit, sondern eine bewusste, aktive Entscheidung.
Wer diese Prinzipien konsequent beachtet, etwa über breit aufgestellte Investmentfonds, dürfte mit seinen Investitionen für die zweite Jahreshälfte 2026 gut positioniert sein. Gleichwohl sollten Anlegerinnen und Anleger das Risiko marktbedingter Kursschwankungen sowie das Ertragsrisiko beachten. Die Hannoversche Volksbank eG berät Sie gerne zu entsprechenden Geldanlagen.

Newsletter vom 08. Juli 2026
Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
Hannoversche Volksbank eG
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Irankrieg belastet Wachstum 2026

Europa spürt derzeit die Folgen geopolitischer Krisen und erhöhter Energiepreise. Union Investment erwartet jedoch keine Rezession in der Eurozone wegen der Energiepreise. Die deutsche Wirtschaft dürfte 2026 um 0,8 Prozent wachsen, die der Eurozone um 0,7 Prozent. In den USA wird wegen der Energieautonomie und dem Trend zur künstlichen Intelligenz ein Wachstum von 2,3 Prozent prognostiziert.
Trotz höherer Energiepreise: Notenbanken bleiben ruhig

Die Energiepreise ziehen die Inflationsraten beidseits des Atlantiks nach oben. Doch noch besteht für die Notenbanken kein Handlungsbedarf, ihre Geldpolitik anzupassen, lautet die Einschätzung von Union Investment, dem Fondspartner der Hannoverschen Volksbank eG.
Am Mittwoch und Donnerstag in der ersten Maiwoche tagten die Federal Reserve (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB). Die beiden großen Notenbanken ließen die Zinsen unverändert. Sie schauen durch den Inflationsanstieg, verursacht durch den Energiepreisschock, noch hindurch.
Solange die erhöhten Preise für Energie keine Zweitrundeneffekte auslösten, sehe die EZB keinen Grund, die Zinsen anzuheben, erklärt Union Investment. Unter Zweitrundeneffekten versteht man Preiserhöhungen als unmittelbare Reaktion auf vorangegangene Kostensteigerungen. So fordern Gewerkschaften beispielsweise von Arbeitgebern höhere Löhne für die Arbeiterschaft, um den entstandenen Kaufkraftverlust zu kompensieren, der durch die Inflation entstanden ist. Werden in der Folge tatsächlich die Löhne erhöht, sind Unternehmen wiederum geneigt, diese Kostensteigerungen in Form von Preiserhöhungen an Verbraucherinnen und Verbraucher oder an Geschäftskunden weiterzugeben, um damit ihre Gewinnmargen zu schützen.
Die Inflation im Euroraum habe vor dem Irankonflikt im Zielbereich von zwei Prozent gelegen. Die geldpolitische Ausrichtung sei neutral, und bei einem reinen Angebotsschock könne die Geldpolitik kurzfristig wenig Wirkung entfalten. Sollte die Straße von Hormus bald wieder freigegeben werden und eine langsame Normalisierung einsetzen, bestehe für die EZB voraussichtlich kein Handlungsbedarf. Ziehe sich der Konflikt wider Erwarten länger hin, seien moderate Zinsanhebungen im Jahresverlauf zu erwarten, um Zweitrundeneffekten vorzubeugen.
Die Situation bei der Fed stehe unter anderen Vorzeichen. Sollte der Trump-Vertraute Kevin Warsh im Mai die Führung der US-Notenbank übernehmen, sei mit einer lockereren Geldpolitik zu rechnen, was fundamental gerechtfertigt wäre. Konkret würde das zwei Zinssenkungen im zweiten Halbjahr bedeuten. Bleibe die Lage in der Golfregion angespannt, könnten sie später kommen. Mit Zinserhöhungen sei in den USA nicht zu rechnen, denn die Fed verfolge neben der Inflationsbekämpfung auch das Ziel der Vollbeschäftigung.
Die Hannoversche Volksbank eG berät Sie gerne bei Fragen rund um Ihre Geldanlage.

Newsletter vom 13. Mai 2026
Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
Hannoversche Volksbank eG
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Energiepreise treiben die Inflation

Die Grafik beschreibt die Inflationsentwicklung in den USA und im Euroraum – und zeigt die Einschätzungen von Union Investment bis Ende 2026.
Dividendenaktien im Blick

Einmal jährlich nutzen viele Aktionäre Dividendenausschüttungen: Wenn Unternehmen einen Teil ihrer Gewinne in Form von Dividenden an ihre Anteilseigner auszahlen, stellt dies für Anleger eine attraktive Einkommensquelle dar. Traditionell läuft die Saison der Hauptversammlungen von März bis Mai – in dieser Zeit können Aktionäre besonders von Dividendenzahlungen profitieren.
Dividendenaktien nehmen bei Anlegern eine besondere Stellung ein – und das aus guten Gründen, erläutert Union Investment, der Fondspartner der Hannoverschen Volksbank. Einerseits ermöglichten sie die Teilnahme an den Chancen des Aktienmarktes, insbesondere potenziellen Kurssteigerungen. Andererseits liefern Dividendentitel regelmäßige Erträge, indem sie einen Teil des Unternehmensgewinns an die Aktionäre ausschütten. Dies helfe auch beim Risikomanagement: Die konstanten Dividendeneinnahmen können dazu beitragen, das Risiko im Portfolio zu reduzieren und fungieren darüber hinaus als finanzielles Polster – ein Aspekt, der gerade in volatilen Marktphasen an Bedeutung gewinnt.
Hohe und stetige Dividendenzahlungen setzen ein solides Fundament voraus. Sie sind meist charakteristisch für profitable Unternehmen mit etablierten Geschäftsmodellen und einer guter Ertragskraft. Diese finanziell stabilen Unternehmen weisen in der Regel eine geringere Anfälligkeit gegenüber konjunkturellen Schwankungen auf und können herausfordernde Marktphasen oft besser meistern, so der Fondspartner. Durch ihre finanzielle Stabilität verfügten sie über Puffer für wirtschaftlich schwierige Zeiten und seien weniger von Kursverlusten betroffen.
Die Bedeutung von Dividenden für die Wertentwicklung von Aktien wird häufig unterschätzt. Wie die Entwicklung des MSCI World eindrucksvoll zeigt, konnten Anleger im letzten Fünfjahreszeitraum mit dem Performanceindex MSCI World Net Return, der die Dividendenzahlungen berücksichtigt, eine um 13,3 Prozent höhere Rendite erzielen als mit dem reinen Kursindex MSCI World. Beim deutschen Leitindex DAX lag der Unterschied zwischen Performance- und Kursindex sogar bei 25,5 Prozent (Stand: 31. Januar 2026). Dividenden sind somit ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtrendite. Anlegerinnen und Anleger sollten allerdings das Risiko marktbedingter Kurs- und Ertragsschwankungen sowie Bonitätsrisiken einzelner Emittenten/Vertragspartner solcher Geldanlagen beachten.
Interessant können neben Investitionen in einzelne Dividendentitel auch aktiv gemanagte Dividendenfonds sein. Solche Fonds legen gezielt etwa weltweit Geld in Unternehmen an, die hohe Dividenden zahlen, unterliegen aber Wechselkursschwankungen und haben erhöhte Wertschwankungen aufgrund der Zusammensetzung. Die Hannoversche Volksbank informiert gerne über Chancen und Risiken entsprechender Geldanlagen.

Newsletter vom 11. März 2026
Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
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Ölnachfrage nimmt im zweiten Halbjahr an Fahrt auf*

Sicht auf den Rohstoffsektor

Bei Rohstoffen dürfte sich das uneinheitliche Bild 2026 fortsetzen. Der Ölpreis sollte im zweiten Halbjahr an Fahrt aufnehmen und Industriemetalle dürften zyklischen Rückenwind erhalten. Bei Edelmetallen sollten die Preise dagegen eher nachgeben, erwartet Union Investment, der Fondspartner der Hannoverschen Volksbank.
Im Ölmarkt übersteigt das Angebot die Nachfrage angesichts der OPEC-Produktionserhöhungen und einer verhaltenen Konjunktur erheblich, was zu einem massiven Aufbau an Lagerbeständen geführt hat. Derzeit dürften die politischen Entwicklungen in Venezuela, Russland/ Ukraine sowie Iran die Marktteilnehmer auf Trab halten. Union Investment erwartet ein Preistief bei Öl im ersten Quartal 2026, bevor eine Erholung im zweiten Halbjahr einsetzen könnte.
Der Edelmetallsektor erscheint derzeit außer Rand und Band, konstatiert Union Investment. Investoren klammerten sich aufgrund der aktuellen Weltlage an den vermeintlich einzigen „stabilen Zufluchtsort“. Dies möge zwar für Gold gelten, aber nicht für die industrienahen Edelmetalle wie Silber, Platin und Palladium. Nach Rekordständen Ende Januar kam es im gesamten Sektor zu einer heftigen Korrektur von denen Letztere besonders betroffen waren. Die Euphoriewelle der letzten Monate ist damit eindeutig gebrochen. Mittelfristig dürfte es gerade im Industriebereich weiter zu Anpassungsreaktionen durch Nachfragesubstitution kommen. Perspektivisch sieht der Fondspartner der Hannoverschen Volksbank für den Sektor daher immer noch etwas Abwärtspotenzial, wobei die Chancen zwischen Gold und den anderen Edelmetallen wieder gleich verteilt sind.
Industriemetalle legten am Jahresende 2025 noch mal deutlich zu und profitierten dabei von einem gewissen „Hoarding“-Effekt*: Physische und spekulative Marktteilnehmer setzten wegen der geopolitischen Unsicherheit auf steigende Kurse, stellt die Fondsgesellschaft fest. Perspektivisch besitze Kupfer die besten fundamentalen Aussichten, weil es in zahlreichen Produkten zur Anwendung komme und unabdingbar für das Gelingen der Energiewende sei. Unterstützt werde der Preis durch Produktionsausfälle in Indonesien und Chile. Insgesamt sieht die Lage bei Industriemetallen unterschiedlich aus. Die absoluten Preisaussichten bleiben begrenzt, solange die globale Konjunkturentwicklung sich nicht deutlich aufhellt. Wer sich für Rohstoffe als Anlageklasse interessiert: Die Hannoversche Volksbank informiert gerne zu passenden Geldanlagen.
- Der „Hoarding“-Effekt bezeichnet das Anhäufen von Gütern, um sich gegen Unsicherheiten abzusichern, was jedoch paradoxerweise oft die Knappheit und die Unsicherheit noch verschärft.

Newsletter vom 11. Februar 2026
Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
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Ölnachfrage nimmt im zweiten Halbjahr an Fahrt auf*

Aktieninvestment nach der Barbell-Strategie

Im aktuellen Investmentumfeld kommt es auf ein breit aufgestelltes Portfolio an, das zwei besondere Schwerpunkte hat: steigende Infrastrukturausgaben im Euroraum sowie künstliche Intelligenz (KI) in den USA. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von einer Barbell-Strategie, nach dem englischen Wort „Barbell“ für Hantel.
Zum Jahresbeginn 2025 haben viele europäische Länder umfangreiche Finanzpakete beschlossen, um ihre Wirtschaft und Sicherheit zu stärken. Insgesamt wurden laut Union Investment rund 1.000 Milliarden Euro allein in Deutschland dafür eingeplant, vor allem für den Ausbau von Infrastrukturprojekten und die Stärkung der Verteidigung. Nun entfalten Konjunkturpakete ihre Wirkung nicht von heute auf morgen. Doch wenn ab dem kommenden Frühjahr auf dem Kontinent mit den Bauarbeiten begonnen wird, könnte laut Union Investment der Blick auch auf die günstigen Bewertungen europäischer Aktien fallen. Der Fondspartner der Hannoverschen Volksbank informiert: Während das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das das Verhältnis zwischen dem aktuellen Aktienkurs und dem erwarteten Gewinn pro Aktie eines Unternehmens für die nächsten zwölf Monate angibt, im europäischen Aktienindex STOXX 600 bei rund 14,5 liegt, beträgt es in den USA beim Aktienindex S&P 500 etwa 22,0. Profitieren dürften dann neben der Bauindustrie und den Grundstoffen auch der Maschinen- und Anlagenbau, große und breit aufgestellte Industriekonzerne sowie der Chemiesektor. So sei aber auch klar: Ohne US-Aktien geht es nicht. Bei den großen Unternehmen im Bereich künstliche Intelligenz (KI) gäbe es weiterhin Ertragspotenzial. Durch deren hohe Gewichtung im S&P 500 waren sie in der Vergangenheit für einen Großteil der Kursgewinne verantwortlich. Stimmt die Einschätzung von Union Investment, dass die Ertragschancen aus dem Bereich KI weiterhin gegeben sind, werden hochkapitalisierte US-Technologiewerte auch künftig eine bedeutende Rolle spielen. Also ist die eine Seite der Barbell-Strategie die Unterbewertung der europäischen Aktien im Vergleich zu US-Aktien und die andere Seite die hohen Ertragschancen der US-Technologiewerte.
Wettrennen bei KI-Aktien aus den USA
Was stimmt zuversichtlich, dass das so bleibt? In den USA zeichnet sich gemäß Einschätzung der Fondsgesellschaft ein Investitionswettrennen ab: Sei noch vor einigen Monaten die Mehrheit der Investoren überzeugt gewesen, dass die hohen Ausgaben für das Thema KI sich nicht rentieren würden, so habe sich diese Sichtweise jetzt geändert. Am Ende werde es mutmaßlich einen großen Gewinner geben – und zwar den, der als Erster ein nahezu perfektes KI-Modell auf den Markt bringt. Die Aktienexperten von Union Investment sind überzeugt, dass diejenigen Anleger, die erfolgreich in solche Unternehmen investieren, von den bedeutenden Ertragschancen profitieren können. Dabei müssen sie allerdings mit marktbedingten Kurs- und Ertragsschwankungen sowie Bonitätsrisiken einzelner Emittenten/Vertragspartner rechnen.
Gleichzeitig meinen die Fondsexperten erste handfeste und belastbare Projekte zu erkennen, mit denen Unternehmen unter Einsatz von KI Geld verdienen oder Einnahmen erzielen sowie ihre Produktivität steigern können. Dies sorge für zusätzliche Zuversicht und Dynamik am Kapitalmarkt. Über passende Möglichkeiten der Geldanlage und deren Chancen und Risiken informiert die Hannoversche Volksbank eG.

Newsletter vom 26. November 2025
Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
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Mit Weitsicht aktuelles Marktzinsniveau nutzen

Unternehmensanleihen mit guter Bonität

Unternehmensanleihen guter Bonität weisen weiter ein attraktives Chance-Risiko-Profil auf. Eine interessante Anlagemöglichkeit für Anlegerinnen und Anleger könnten mittel- bis langfristig orientierte Rentenlaufzeitfonds sein, deren Fokus auf Unternehmensanleihen liegt.
Die Anleiheexperten unseres Fondspartners Union Investment stellen nach dem Zolldeal zwischen den USA und Europa fest, dass die Unsicherheit im Hinblick auf das wirtschaftliche Wachstum nachgelassen habe. Im Zuge dessen hätten sich die Handelsströme verändert und zunächst einmal zu höheren Preisen geführt. Die Fondsgesellschaft erwartet jedoch keine Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) für die kommenden Monate.
Anders als in den letzten zwei Jahren sind nach Einschätzung von Union Investment bei Anleihen zwar keine starken Kursgewinne mehr zu erwarten, wenn die EZB die Zinsen nicht weiter senkt. Trotzdem sei das Zinsniveau weiter attraktiv und Anlegerinnen und Anleger können dies für sich nutzen. Unternehmensanleihen mit guter Bonität können zudem mit höheren Renditechancen gegenüber Bundesanleihen punkten. In einem Marktumfeld mit eher zunehmenden Herausforderungen sei es aber sehr wichtig, einzelne Anleihen sorgfältig auszuwählen – eine nicht ganz einfache Aufgabe.
Für risikobewusste Anlegerinnen und Anleger seien daher Rentenfonds eine Alternative. Das sind Investmentfonds, die ihr Vermögen in verzinslichen Wertpapieren anlegen. Das Fondsmanagement nimmt eine Auswahl von möglichst attraktiven Papieren vor und streut das Kapital dabei über eine Vielzahl von Anleihen. Dies kann die Renditechancen erhöhen und zugleich das Risiko des Ausfalls einzelner Emittenten reduzieren.
Planbar durch feste Laufzeiten
Eine besondere Art von Rentenfonds stellen Rentenlaufzeitfonds dar. Bei Rentenlaufzeitfonds investieren die Fondsmanager hauptsächlich in Anleihen, die alle ungefähr zur selben Zeit fällig werden – meist nach vier bis sechs Jahren. Dadurch können die Fondsmanager am Ende der Laufzeit eines Rentenlaufzeitfonds eine planbare Rückzahlung von den im Fonds enthaltenen Wertpapieren erwarten. Die Experten unseres Fondspartners sind sich einig, dass nach wie vor Unternehmensanleihen guter bis sehr guter Bonität (Investment Grade) im mittleren Laufzeitbereich (drei bis fünf Jahre) aufgrund ihres Risiko-Rendite-Profils interessant sind.
Insofern können Rentenlaufzeitfonds vor allem für Anlegerinnen und Anleger interessant sein, die an zeitlich begrenzten Geldanlagen interessiert sind und an den immer noch guten Renditechancen von Anleihen teilhaben möchten. Sie sollten einen Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren mitbringen. Interessierte können sich auf Basis der Produktinformation und Verkaufsunterlagen (Verkaufsprospekt, Anlagebedingungen, Basisinformationsblatt sowie Jahres- und Halbjahresbericht) über Aspekte solcher Geldanlagen bei der Hannoverschen Volksbank informieren. Dabei werden auch die Risiken von Fondsanlagen wie marktbedingte Kursschwankungen und das Ertragsrisiko besprochen.

Newsletter vom 22. Oktober 2025
Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
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Mit Weitsicht aktuelles Marktzinsniveau nutzen

Diversifikation mit High Yield

In Zeiten wirtschaftlicher Umbrüche und erhöhter Volatilität an den Kapitalmärkten suchen Anleger verstärkt nach neuen Anlagemöglichkeiten. High-Yield-Anleihen, auch bekannt als hochverzinsliche Unternehmensanleihen, können dabei Teil einer breit diversifizierten Anlagestrategie sein, wie Union Investment, der Fondspartner der Hannoverschen Volksbank, feststellt.
In den vergangenen zwei Jahren hat sich das Umfeld für Hochzinsanleihen verbessert. Während insbesondere in Europa die Inflation spürbar sank und sich damit auch die Leitzinsen stabilisierten, konnten bei den verzinslichen Wertpapieren vor allem hochrentierliche Unternehmensanleihen weiterhin überdurchschnittliche Ertragsaussichten bieten. In dieser Anlageklasse waren im Rückblick Renditen zwischen sechs und acht Prozent pro Jahr keine Seltenheit, wie die Fondsexperten feststellen.
Warum zahlen Unternehmen höhere Zinsen?
Bei den High-Yield-Anleihen handelt es sich um Unternehmensanleihen, die von Ratingagenturen unterhalb des sogenannten „Investment Grade“-Niveaus bewertet werden. Unternehmen mit diesen Ratings gelten als weniger kreditwürdig, weshalb sie höhere Zinsen (Kupons) zahlen müssen, um Anleger für das erhöhte Ausfallrisiko zu entschädigen. Daraus ergibt sich der Begriff „High Yield“ – hohe Rendite. Häufig stammen die Emittenten aus Sektoren mit höherem Wachstum, zyklischem Geschäftsmodell oder jüngerer Unternehmensgeschichte. Aber auch namhafte Unternehmen können höhere Zinskupons bieten, wenn sie sich etwa in einer Umstrukturierung befinden.
High-Yield-Anleihen sind eine Anlageklasse für grundsätzlich risikobereite Anleger und sollten möglichst nur als Beimischung für eine ausgewogene Depotstruktur genutzt werden, wie unser Fondspartner unterstreicht. Denn den besseren Renditeaussichten steht auch ein erhöhtes Kreditrisiko gegenüber. Die Fondsexperten weisen darauf hin, dass in dieser Anlageklasse einzelne Emittenten in Zahlungsschwierigkeiten geraten könnten oder Insolvenz anmelden müssen. Daher ist bei High-Yield-Papieren eine breite Diversifikation entscheidend – zum Beispiel durch Fondslösungen. Auf diese Weise kann das Risiko auf viele sorgfältig ausgewählte verzinsliche Wertpapiere verteilt werden.
Erfahrene und langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger können das gegenwärtige Kapitalmarktumfeld gut nutzen, um sich bei der Hannoverschen Volksbank über solche Geldanlagen zu informieren. Dabei werden auch die Risiken von Fondsanlagen wie marktbedingte Kursschwankungen und das Ertragsrisiko besprochen.

Newsletter vom 10. September 2025
Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
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Europa vor einer Zeitenwende?

Die Politik der US-Regierung unter Donald Trump stellt Europa vor Herausforderungen, birgt jedoch auch Chancen in einer neuen geopolitischen Weltordnung, so Union Investment, der Fondspartner der Hannoverschen Volksbank.
An der Börse laufen die regionalen Entwicklungen nicht immer synchron, erläutern die Fondsexperten: In den letzten zehn Jahren hatten verschiedene Regionen zeitweise die Nase vorn, darunter auch europäische Aktienmärkte, die sich phasenweise besser geschlagen haben als die großen US-Leitindizes. Diese „Outperformance“ hielt jedoch oft nur wenige Monate an.
Betrachtet man einen längeren Zeitraum, hatten US-Aktien bis vor Kurzem klar die bessere Wertentwicklung vorzuweisen. Das führte zu einer weit auseinandergehenden Bewertung der Aktien beider Währungsräume, so der Fondspartner der Hannoverschen Volksbank weiter. Doch das könnte sich nun wieder ändern. Das Wachstumsbild in Europa helle sich mittlerweile insgesamt auf und im kommenden Jahr sei mit einem beginnenden Aufschwung zu rechnen. Die EU-Staaten rückten enger zusammen, und sogar Großbritannien beteilige sich an Diskussionen zur europäischen Sicherheit. Dies könnte eine neue Phase mit einer grundlegend verbesserten wirtschaftlichen Dynamik in Europa einleiten. Die vorgesehenen und notwendigen Investitionen in Infrastruktur, Rüstung und moderne Technologien könnten als Wachstumstreiber für den gesamten Kontinent fungieren und den qualitativen Abstand zu den US-Kapitalmärkten deutlich verringern, etwa hinsichtlich der Vielfalt der Unternehmen, der Liquidität und der Internationalität der vertretenen Investoren.
Aussichten für europäische Aktien
Die getroffenen Maßnahmen bedeuten eine Transformation für Europa und dürften den europäischen Aktienmarkt nach Einschätzung von Union Investment weiter stärken. Derzeit seien europäische Titel im Vergleich zu US-Aktien relativ günstig bewertet, und die Unternehmensergebnisse zeigten eine positive Tendenz. Europäische Aktien und vor allem die etablierten Großkonzerne mit soliden Erträgen sowie mittelgroße und kleine Unternehmen mit überdurchschnittlichen Wachstumsperspektiven hätten also Potenzial. Investoren könnten daher einen Blick auf Aktienfonds werfen, die auf die Märkte der Eurozone fokussiert sind.
Die Hannoversche Volksbank bietet umfassende Beratung zu solchen Geldanlagen, einschließlich der Risiken von Fondsanlagen wie marktbedingte Kursschwankungen und das Ertragsrisiko. Angesichts herausfordernder Wochen, in denen der konjunkturelle Silberstreif am Horizont noch vom internationalen Umfeld überschattet wird, ist auch an den Aktienmärkten, vor allem in Europa, zunächst noch mit Schwankungen zu rechnen.

Newsletter vom 9. Juli 2025
Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
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Unsicherheit bleibt erhöht

Die von US-Präsident Trump Anfang April beschlossenen Importzölle sandten Schockwellen durch die globalen Kapitalmärkte. Erst als US-Staatsanleihen unter starken Druck gerieten, räumte Trump diverse Zollaufschübe und -ausnahmen ein. Seitdem schwanken die Kapitalmärkte je nach Nachrichtenlage, so die Informationen von Union Investment, dem Fondspartner der Hannoverschen Volksbank eG. Daher gäbe es momentan kaum Rückenwind für chancenorientierte Anlageklassen. Ohne einen klaren Markttrend sollten Anleger zurzeit auf Sicht agieren.
In den USA dürfte sich die Wachstumsdynamik im Verlauf dieses Jahres aufgrund der konjunkturellen Bremseffekte durch die Wirtschaftspolitik der neuen Regierung abschwächen, vor allem durch den zollbedingt zunehmenden Kaufkraftverlust bei den Konsumenten. Für den Euroraum bleiben die Volkswirte von Union Investment vorsichtig optimistisch. Trumps Wirtschaftspolitik dürfte die europäische Konjunktur im laufenden Jahr belasten. Relevante Konjunkturimpulse aus den beschlossenen beziehungsweise geplanten Investitionssteigerungen in Deutschland erwartet man hingegen ab 2026.
Aufgrund des sich bereits abzeichnenden zusätzlichen Preisdrucks in den USA geht Union Investment von keiner Zinssenkung im Jahr 2025 mehr aus. Die Volkswirte von Union Investment erwarten, dass mit einem Leitzinsband von 4,25 bis 4,5 Prozent die US-Geldpolitik leicht restriktiv bleibt. Im Euroraum dürfte die Inflation absehbar das Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) erreichen. Die EZB dürfte daher nach dem Zinsschritt im April auch im Juni und im September jeweils eine weitere Senkung auf ein Niveau von dann 1,75 Prozent beschließen.
Die Kapitalmärkte hat der Verlust des Vertrauens in die US-Politik in den vergangenen Wochen stark belastet. Dazu dürfte insbesondere die Handels- und Zollpolitik negativ auf das Wachstum sowie die Unternehmensgewinne wirken und die Inflation erhöhen. Union Investment erwartet zwar, dass viele der Zölle in ihrer bislang angedachten Höhe nicht dauerhaft implementiert werden. Aber auch nach Verhandlungen und Zugeständnissen dürften die dann tatsächlich erhobenen Zölle auf einem höheren Niveau liegen als bislang.
In Summe hat damit der Rückenwind für die Kapitalmärkte abgenommen. Die Märkte dürften daher in den kommenden Wochen zwischen Sorgen um Inflation, Konjunktur und neuen politischen Belastungen und der Hoffnung auf eine Fortsetzung der jüngsten Erholung bei weniger negativen Nachrichten pendeln. Die Schwankungsanfälligkeit sollte erhöht bleiben. Wie sich Anleger in diesem Umfeld positionieren können, erfahren Interessierte bei der Hannoverschen Volksbank in einem persönlichen Gespräch.

Newsletter vom 14. Mai 2025
Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
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