Unternehmensanleihen mit guter Bonität

Unternehmensanleihen guter Bonität weisen weiter ein attraktives Chance-Risiko-Profil auf. Eine interessante Anlagemöglichkeit für Anlegerinnen und Anleger könnten mittel- bis langfristig orientierte Rentenlaufzeitfonds sein, deren Fokus auf Unternehmensanleihen liegt.
Die Anleiheexperten unseres Fondspartners Union Investment stellen nach dem Zolldeal zwischen den USA und Europa fest, dass die Unsicherheit im Hinblick auf das wirtschaftliche Wachstum nachgelassen habe. Im Zuge dessen hätten sich die Handelsströme verändert und zunächst einmal zu höheren Preisen geführt. Die Fondsgesellschaft erwartet jedoch keine Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) für die kommenden Monate.
Anders als in den letzten zwei Jahren sind nach Einschätzung von Union Investment bei Anleihen zwar keine starken Kursgewinne mehr zu erwarten, wenn die EZB die Zinsen nicht weiter senkt. Trotzdem sei das Zinsniveau weiter attraktiv und Anlegerinnen und Anleger können dies für sich nutzen. Unternehmensanleihen mit guter Bonität können zudem mit höheren Renditechancen gegenüber Bundesanleihen punkten. In einem Marktumfeld mit eher zunehmenden Herausforderungen sei es aber sehr wichtig, einzelne Anleihen sorgfältig auszuwählen – eine nicht ganz einfache Aufgabe.
Für risikobewusste Anlegerinnen und Anleger seien daher Rentenfonds eine Alternative. Das sind Investmentfonds, die ihr Vermögen in verzinslichen Wertpapieren anlegen. Das Fondsmanagement nimmt eine Auswahl von möglichst attraktiven Papieren vor und streut das Kapital dabei über eine Vielzahl von Anleihen. Dies kann die Renditechancen erhöhen und zugleich das Risiko des Ausfalls einzelner Emittenten reduzieren.
Planbar durch feste Laufzeiten
Eine besondere Art von Rentenfonds stellen Rentenlaufzeitfonds dar. Bei Rentenlaufzeitfonds investieren die Fondsmanager hauptsächlich in Anleihen, die alle ungefähr zur selben Zeit fällig werden – meist nach vier bis sechs Jahren. Dadurch können die Fondsmanager am Ende der Laufzeit eines Rentenlaufzeitfonds eine planbare Rückzahlung von den im Fonds enthaltenen Wertpapieren erwarten. Die Experten unseres Fondspartners sind sich einig, dass nach wie vor Unternehmensanleihen guter bis sehr guter Bonität (Investment Grade) im mittleren Laufzeitbereich (drei bis fünf Jahre) aufgrund ihres Risiko-Rendite-Profils interessant sind.
Insofern können Rentenlaufzeitfonds vor allem für Anlegerinnen und Anleger interessant sein, die an zeitlich begrenzten Geldanlagen interessiert sind und an den immer noch guten Renditechancen von Anleihen teilhaben möchten. Sie sollten einen Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren mitbringen. Interessierte können sich auf Basis der Produktinformation und Verkaufsunterlagen (Verkaufsprospekt, Anlagebedingungen, Basisinformationsblatt sowie Jahres- und Halbjahresbericht) über Aspekte solcher Geldanlagen bei der Hannoverschen Volksbank informieren. Dabei werden auch die Risiken von Fondsanlagen wie marktbedingte Kursschwankungen und das Ertragsrisiko besprochen.

Newsletter vom 22. Oktober 2025
Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
Hannoversche Volksbank eG
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Mit Weitsicht aktuelles Marktzinsniveau nutzen

Diversifikation mit High Yield

In Zeiten wirtschaftlicher Umbrüche und erhöhter Volatilität an den Kapitalmärkten suchen Anleger verstärkt nach neuen Anlagemöglichkeiten. High-Yield-Anleihen, auch bekannt als hochverzinsliche Unternehmensanleihen, können dabei Teil einer breit diversifizierten Anlagestrategie sein, wie Union Investment, der Fondspartner der Hannoverschen Volksbank, feststellt.
In den vergangenen zwei Jahren hat sich das Umfeld für Hochzinsanleihen verbessert. Während insbesondere in Europa die Inflation spürbar sank und sich damit auch die Leitzinsen stabilisierten, konnten bei den verzinslichen Wertpapieren vor allem hochrentierliche Unternehmensanleihen weiterhin überdurchschnittliche Ertragsaussichten bieten. In dieser Anlageklasse waren im Rückblick Renditen zwischen sechs und acht Prozent pro Jahr keine Seltenheit, wie die Fondsexperten feststellen.
Warum zahlen Unternehmen höhere Zinsen?
Bei den High-Yield-Anleihen handelt es sich um Unternehmensanleihen, die von Ratingagenturen unterhalb des sogenannten „Investment Grade“-Niveaus bewertet werden. Unternehmen mit diesen Ratings gelten als weniger kreditwürdig, weshalb sie höhere Zinsen (Kupons) zahlen müssen, um Anleger für das erhöhte Ausfallrisiko zu entschädigen. Daraus ergibt sich der Begriff „High Yield“ – hohe Rendite. Häufig stammen die Emittenten aus Sektoren mit höherem Wachstum, zyklischem Geschäftsmodell oder jüngerer Unternehmensgeschichte. Aber auch namhafte Unternehmen können höhere Zinskupons bieten, wenn sie sich etwa in einer Umstrukturierung befinden.
High-Yield-Anleihen sind eine Anlageklasse für grundsätzlich risikobereite Anleger und sollten möglichst nur als Beimischung für eine ausgewogene Depotstruktur genutzt werden, wie unser Fondspartner unterstreicht. Denn den besseren Renditeaussichten steht auch ein erhöhtes Kreditrisiko gegenüber. Die Fondsexperten weisen darauf hin, dass in dieser Anlageklasse einzelne Emittenten in Zahlungsschwierigkeiten geraten könnten oder Insolvenz anmelden müssen. Daher ist bei High-Yield-Papieren eine breite Diversifikation entscheidend – zum Beispiel durch Fondslösungen. Auf diese Weise kann das Risiko auf viele sorgfältig ausgewählte verzinsliche Wertpapiere verteilt werden.
Erfahrene und langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger können das gegenwärtige Kapitalmarktumfeld gut nutzen, um sich bei der Hannoverschen Volksbank über solche Geldanlagen zu informieren. Dabei werden auch die Risiken von Fondsanlagen wie marktbedingte Kursschwankungen und das Ertragsrisiko besprochen.

Newsletter vom 10. September 2025
Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
Hannoversche Volksbank eG
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High Yield – die bessere Aktie!
Hochzinsfirmenanleihen (High Yield) sind vielfach besser als Aktien und sehr gut geeignet für rendite-orientierte Anleger, welche auf die ‚Achterbahnfahrt‘ am Aktienmarkt verzichten wollen. Doch wie hat sich eigentlich ein Investment in High Yield-Anleihen seit Entstehung der Anlageklasse im Jahr 1998 entwickelt? Und wie attraktiv ist die aktuelle Situation nach der ‚Mutter aller Anleihe-Crashs‘ im letzten Jahr?
Viele Anleger verfolgen das Ziel einer aktienähnlichen Rendite. Folglich investieren sie ihr Geld zum größten Teil in ein Aktienportfolio. Dennoch gelingt es nicht vielen Investoren, die marktübliche Performance der bekannten Aktienindizes einzufahren. Wie kann das sein? Der Grund liegt in der hohen Volatilität und den teils extremen temporären Wertverlusten, die ein Aktieninvestment eben mit sich bringt. Diese Schwankungen machen das Investment emotional schwierig und führen häufig zu irrationalen Entscheidungen, wie beispielsweise Panikverkäufen zu ungünstigen Zeitpunkten.
Eine attraktive Lösung liefert dagegen die Anlageklasse der Hochzinsfirmenanleihen (High Yield oder HY). Neben einer guten Kalkulierbarkeit der Zahlungsströme, durch den festgelegten Rückzahlungstermin und die Kuponzahlungen, lieferten europäische HY-Anleihen seit 1998 ähnliche Renditen wie EURO STOXX 50 und DAX. Jedoch war die Volatilität der Aktienindizes etwa viermal so hoch wie die der Anleihen. Zudem lag der maximale Wertverlust von High Yield bei nur -43 Prozent im Vergleich zu -73 Prozent im DAX und -65 Prozent im EURO STOXX 50. Hier bekommt auch der hartgesottenste Aktieninvestor kalte Füße.
Das Chance-Risiko Profil von HY ist dem von Aktien nicht nur historisch überlegen (s. Grafik). Nach dem schwierigen letzten Jahr befinden wir uns aktuell in einer sehr attraktiven Sondersituation: die Portfoliorendite des vielfach ausgezeichneten FAM Renten Spezial (WKN: A3C544), der in HY-Anleihen investiert, beträgt 12 Prozent bei einer kurzen Restlaufzeit von nur 3,4 Jahren. Nach vorne geblickt ist damit das Chance-Risiko-Profil interessanter, als das vieler Aktien und bietet zudem eine hohe Kalkulierbarkeit in unsicheren Zeiten. Mit seinem aktiven Bottom-Up-Ansatz schafft es der Fonds, die Marktineffizienzen am europäischen HY-Markt zu nutzen. Er konnte seit seiner Auflage im September 2015 eine Überrendite gegenüber dem breiten europäischen HY-Markt von 2 Prozent p.a. erzielen. Der Fonds wurde in Kooperation mit der Donner & Reuschel AG aufgelegt und ist auch über die Börse Hamburg handelbar.
Einen tieferen Einblick in das Thema HY finden Sie in unserem Herbstbericht 2021.

Newsletter vom 10. Mai 2023
Ottmar Wolf – Gründer & CIO
FAM Frankfurt Asset Management AG
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