Mit Spannung ins Börsenjahr 2025

Willkommen im neuen Jahr, liebe Leserinnen und Leser von Börsen Aktuell! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren Anlageentscheidungen, verbunden mit dem Quäntchen Glück, das für jeden Börsianer unverzichtbar ist.

Das Börsenjahr 2024 geht sicher als Jahr der „Höchststände“ in die Geschichte ein. Egal ob führende Aktienindizes wie Dow Jones, Nasdaq, S&P500, Nikkei oder unser DAX – alle konnten neue Bestmarken verzeichnen und verabschiedeten sich zum Jahresende mit einer deutlich positiven Jahresperformance nahe diesen Höchstständen. Zu den Gewinnern gehörten auch Gold und Bitcoin, lediglich die zweite Reihe der Aktienindizes schwächelte im abgelaufenen Jahr, MDAX und SDAX verzeichneten 2024 sogar ein leichtes Minus. Es war das Jahr der Technologiewerte, allen voran die „Magnificent Seven“ Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, NVIDIA, Meta und Tesla, verbunden mit den zwei Buchstaben “KI“ für Künstliche Intelligenz. Dieser Trend wird uns auch 2025 begleiten, die Frage ist nur, wie viel Potenzial ist noch nicht in den aktuellen Bewertungen eingepreist? Erhalten bleiben uns bis auf Weiteres aber leider auch die Baustellen in Form der internationalen Krisenherde, Rezessionsängste und eine hartnäckige Inflation.

Der Ausgang der US-Präsidentenwahl prägte maßgeblich das 4. Quartal 2024 und alle warten nun mit höchster Spannung auf den 20. Januar, der Amtsübernahme von Donald Trump. Viele seiner Pläne sind bereits bekannt, aber was wird er wann und in welcher Form konkret umsetzen? Mindestens für das 1. Quartal 2025 ist damit für internationale Höchstspannung gesorgt, dagegen ist unsere vorgezogene Bundestagswahl im Februar eher ein regionales Ereignis. Bleiben Sie unbedingt am Ball, wir informieren Sie auch im neuen Jahr aus erster Hand!

PS: Die New York Stock Exchange und Nasdaq bleiben morgen, am 9. Januar, im Gedenken an den verstorbenen 39. US-Präsidenten Jimmy Carter außerplanmäßig geschlossen.

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Newsletter vom 8. Januar 2025

Martin Braun, Börse Hannover

Goldener Oktober an den Aktienmärkten

Wer hätte das gedacht? Im Crash-Monat Oktober jagt ein Allzeithoch das nächste. Der DAX markierte am Montag bei 19.518 Zählern und am Dienstag bei 19.634 Zählern neue Höchststände. Damit rückt die Marke von 20.000 in greifbare Nähe. Allzeithochs erreichten am Montag ebenfalls der Dow Jones bei 43.130 und der S&P500 bei 5.860 Zählern. Nicht mithalten kann aktuell der Nikkei. Zwar überstieg der Japan-Index am Dienstag kurz die Marke von 40.000, aber das Allzeithoch vom Juli bleibt mehr als 5 Prozent entfernt. Chapeau, wer hätte das bei den Konjunktursorgen und internationalen Krisenherden erwartet? Treibende Kraft ist und bleibt der US-Markt und hier lässt man anscheinend die Sorgen aktuell links liegen und konzentriert sich auf positive Erwartungen. Eine weitere Lockerung in der Geldpolitik und die angelaufene Berichtssaison motivieren die Marktteilnehmer. Die US-Wahl hat aktuell kaum Auswirkungen auf das Marktgeschehen.

Neben der laufenden Berichtssaison stehen in dieser Woche noch einige wichtige Termine auf der Agenda. Am morgigen Donnerstag tagt der EZB-Rat. Erwartet wird eine weitere Senkung des Einlagenzinssatzes von 3,50 auf 3,25 Prozent. Das dürfte zumindest in der Eurozone für positive Impulse sorgen, allerdings den Euro zum US-Dollar weiter belasten.

Neues Allzeithoch auch beim Gold. Die Unze liegt aktuell bei 2.680 US-Dollar bzw. 2.460 Euro. Das Münchner Oktoberfest ist zwar vorbei, aber mit einer Unze Gold hätte man in diesem Jahr locker 160 Maß Bier trinken können. Das sind trotz erneuter Preiserhöhung auf 15 Euro, 29 Maß mehr als im Vorjahr. Den Oktoberfestbier-Goldpreis-Index gab es auch in der vorletzten Ausgabe der Chart Show. Die Performance von Gold (in USD) beträgt allein in diesem Jahr rund 30 Prozent.

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Newsletter vom 16. Oktober 2024

Martin Braun, Börse Hannover