Diversifizierung erster und zweiter Ordnung

Die Entwicklungen an den internationalen Aktienmärkten seit Jahresbeginn unterstreichen die große Bedeutung einer konsequenten Diversifizierung für jede Aktienanlage. Das gilt auf zwei Ebenen: sowohl für die Risikostreuung über einzelne unterschiedliche Aktien hinweg, als auch für die subtilere Variante über verschiedene Aktienindizes.
Diversifizierung erster Ordnung: Streuung von Einzelaktienrisiken
Diese Form der Risikostreuung, die man vor allem durch eine Vielzahl an Aktien erreicht, reduziert die Risiken hoher Einzelwertverluste und ist damit die wichtigste Form der Diversifizierung. Ihre Relevanz zeigt sich selbst in normalen Börsenphasen, besonders aber in unruhigen Zeiten. Wie die folgende Grafik belegt, sind die Verluste in einzelnen Märkten bereits heftig, die Verluste von Einzeltiteln aber können geradezu verheerend sein.
Vermögensentwicklungen, wie in der unteren Grafik dargestellt, lassen sich durch die Diversifizierung erster Ordnung vermeiden. Daneben gibt es aber noch ein weiteres Risiko, das häufig unterschätzt wird, nämlich die Gefahr von Verlusten, die sich durch ungewollte Schwerpunktbildungen in den verschiedenen Aktienindizes ergeben.
Diversifizierung zweiter Ordnung: Streuung von Indexrisiken
Im Gegensatz zur Diversifizierung erster Ordnung, mit der übermäßige Einzeltitelrisiken abgefedert werden, geht es bei der Diversifizierung zweiter Ordnung darum, Unwuchten und Schwerpunktbildungen auszugleichen, die sich in allen Aktienindizes zwangsläufig immer wieder herausbilden. Ein aktuelles Beispiel dafür ist das übermäßige Gewicht von rund 32 Prozent, welches US-Technologie- und Kommunikationsaktien mittlerweile im beliebtesten internationalen Welt-Aktienindex von MSCI einnehmen (MSCI World). Wenn diese eng miteinander verwobenen Sektoren einbrechen sollten, werden Anlegerinnen und Anleger, die in einem entsprechenden ETF investiert sind (in der Überzeugung, dass ein weltweiter Index doch wohl auseichend diversifiziert sein sollte) von diesen Verlusten unnötig stark betroffen sein, was ja durch Diversifizierung eigentlich ausgeschlossen sein sollte.
Diese spezielle Form des Risikos lässt sich am besten durch einen Ansatz reduzieren, in dem eine Streuung nicht nur durch eine Vielzahl von Aktien angestrebt wird, sondern zusätzlich noch durch gezielte Anlagen in eine Reihe sogenannter Faktorindizes. Das dies tatsächlich gelingt, hat die Entwicklung der Aktienmärkte seit Jahresanfang eindrucksvoll belegt. Dabei haben nämlich nicht nur die massiven Einzeltitelrisiken zugeschlagen, sondern auch die erwähnten Schwerpunktrisiken.
Die folgende Grafik zeigt am Beispiel der Entwicklungen des MSCI World Index, des DAX sowie der Vermögensverwaltungsstrategie „Markt“ der Quirin Privatbank, dass sich dieses Risiko durch eine gestreute Anlage in ausgewählte Faktorindizes zwar nicht beseitigen, aber doch deutlich reduzieren lässt.
Während beispielsweise der DAX seit Jahresanfang um rund 8 Prozent nachgeben musste, hat unsere über insgesamt fünf Faktorindizes gestreute Strategie mit einem Minus von 0,6 Prozent noch vergleichsweise gut abgeschnitten.
Das einzig vernünftige Ziel: effizienter Einsatz des „Treibstoff“ Risikos
Es zeigt sich somit ein weiteres Mal, wie wichtig eine maximale Streuung für jede Aktienanlage ist. Diese sollte aber nicht nur die Diversifikation erster, sondern auch die der zweiten Ordnung umfassen. Der entscheidende Vorteil einer solchen Strategie liegt dabei nicht in der Chance, die beste Performance zu erzielen. Stattdessen hat man die Gewissheit, dass der „Treibstoff“ Risiko – der für jede über die Verzinsung der risikolosen Anlage hinausgehende Rendite unabdingbar ist – in bestmöglicher Weise, sprich effizient, eingesetzt wird.


Newsletter vom 08. April 2026
Prof. Dr. Stefan May – Leiter Anlagemanagement
Quirin Privatbank AG
Zum Newsletter anmelden

Dividendenaktien im Blick

Einmal jährlich nutzen viele Aktionäre Dividendenausschüttungen: Wenn Unternehmen einen Teil ihrer Gewinne in Form von Dividenden an ihre Anteilseigner auszahlen, stellt dies für Anleger eine attraktive Einkommensquelle dar. Traditionell läuft die Saison der Hauptversammlungen von März bis Mai – in dieser Zeit können Aktionäre besonders von Dividendenzahlungen profitieren.
Dividendenaktien nehmen bei Anlegern eine besondere Stellung ein – und das aus guten Gründen, erläutert Union Investment, der Fondspartner der Hannoverschen Volksbank. Einerseits ermöglichten sie die Teilnahme an den Chancen des Aktienmarktes, insbesondere potenziellen Kurssteigerungen. Andererseits liefern Dividendentitel regelmäßige Erträge, indem sie einen Teil des Unternehmensgewinns an die Aktionäre ausschütten. Dies helfe auch beim Risikomanagement: Die konstanten Dividendeneinnahmen können dazu beitragen, das Risiko im Portfolio zu reduzieren und fungieren darüber hinaus als finanzielles Polster – ein Aspekt, der gerade in volatilen Marktphasen an Bedeutung gewinnt.
Hohe und stetige Dividendenzahlungen setzen ein solides Fundament voraus. Sie sind meist charakteristisch für profitable Unternehmen mit etablierten Geschäftsmodellen und einer guter Ertragskraft. Diese finanziell stabilen Unternehmen weisen in der Regel eine geringere Anfälligkeit gegenüber konjunkturellen Schwankungen auf und können herausfordernde Marktphasen oft besser meistern, so der Fondspartner. Durch ihre finanzielle Stabilität verfügten sie über Puffer für wirtschaftlich schwierige Zeiten und seien weniger von Kursverlusten betroffen.
Die Bedeutung von Dividenden für die Wertentwicklung von Aktien wird häufig unterschätzt. Wie die Entwicklung des MSCI World eindrucksvoll zeigt, konnten Anleger im letzten Fünfjahreszeitraum mit dem Performanceindex MSCI World Net Return, der die Dividendenzahlungen berücksichtigt, eine um 13,3 Prozent höhere Rendite erzielen als mit dem reinen Kursindex MSCI World. Beim deutschen Leitindex DAX lag der Unterschied zwischen Performance- und Kursindex sogar bei 25,5 Prozent (Stand: 31. Januar 2026). Dividenden sind somit ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtrendite. Anlegerinnen und Anleger sollten allerdings das Risiko marktbedingter Kurs- und Ertragsschwankungen sowie Bonitätsrisiken einzelner Emittenten/Vertragspartner solcher Geldanlagen beachten.
Interessant können neben Investitionen in einzelne Dividendentitel auch aktiv gemanagte Dividendenfonds sein. Solche Fonds legen gezielt etwa weltweit Geld in Unternehmen an, die hohe Dividenden zahlen, unterliegen aber Wechselkursschwankungen und haben erhöhte Wertschwankungen aufgrund der Zusammensetzung. Die Hannoversche Volksbank informiert gerne über Chancen und Risiken entsprechender Geldanlagen.

Newsletter vom 11. März 2026
Thomas Scholz – Filialdirektor und Leiter WP-Beratung
Hannoversche Volksbank eG
Zum Newsletter anmelden
Ölnachfrage nimmt im zweiten Halbjahr an Fahrt auf*

September 2024: iShares Digital Entertainment and Education
Der iShares Digital Entertainment and Education UCITS ETF bietet Anlegern die Möglichkeit, in Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern zu investieren, die signifikante Einnahmen aus digitaler Unterhaltung und Bildung erzielen.

Im Aktionsmonat wird der ETF an der Börse Düsseldorf vom Skontroführer ICF BANK zu nochmals engeren Geld- und Brief-Kursen gehandelt. Ziel ist es, den niedrigsten Spread unter den deutschen Handelsplätzen bieten zu können. In der Zeit zwischen 09:00 und 17:30 Uhr ist die Geld-Brief-Spanne in diesem Papier niedriger (oder maximal gleich) wie am Handelsplatz Xetra.
Die hier vorgestellten Produkte sind in keinem Fall als Anlageberatung oder Kaufempfehlung zu verstehen.
| Name ISIN | Briefkurs Stand | Diff % Diff +/- |
|---|---|---|
| iShsIV-iShs Dig.Enter.Edu.ETF IE00023EZQ82 | 0 25.09.2026 | -0,41% -0,0560 |

ETF des Monats – 09/2024
Kurzsteckbrief ETFL58:
Indexabbildung: Physisch
Ertragsverwendung: Thesaurierend
Fondsgröße: 37 Mio. EUR
Fondswährung: USD
Total Expense Ratio: 0,40 %
Anzahl Positionen: 84
(Datenquelle: extraETF.com vom 21.08.2024)
Mehr Informationen bei extraETF:

(inkl. Factsheet und Anlegerinformationsblatt)

Die Courtage für ETF-Geschäfte an der Börse Düsseldorf beträgt 0,08%. In Verbindung mit einem niedrigen Spread und abhängig von der Ordergröße kann dies für das einzelne Geschäft zu einem günstigeren Kauf- oder Verkaufspreis führen, als an einem Handelsplatz ohne explizite Nebenkosten. Vergleichen lohnt sich! (Ausschlaggebend für die Gebühren ist das Preisverzeichnis der depotführenden Banken bzw. Broker.)
August 2024: Deka MSCI World Climate Change ESG Select
Der MSCI World Climate Change ESG Select umfasst Aktien von großen und mittelgroßen Unternehmen globaler Industriestaaten. Für die Auswahl der Indexkonstituenten werden Unternehmen auf Grundlage von umweltbezogenen, sozialen oder die Unternehmensführung betreffende Kriterien (ESG-Kriterien) bewertet. Die Auswahl der für den Fonds vorgesehenen Vermögensgegenstände ist darauf gerichtet, unter Wahrung einer angemessenen Risikomischung den MSCI World Climate Change ESG Select (Preisindex) nachzubilden.
Der Anteil der Top-10-Werte von den mehr als 1.200 Positionen liegt bei rund 40 Prozent.

Im Aktionsmonat wird der ETF an der Börse Düsseldorf vom Skontroführer ICF BANK zu nochmals engeren Geld- und Brief-Kursen gehandelt. Ziel ist es, den niedrigsten Spread unter den deutschen Handelsplätzen bieten zu können. In der Zeit zwischen 09:00 und 17:30 Uhr ist die Geld-Brief-Spanne in diesem Papier niedriger (oder maximal gleich) wie am Handelsplatz Xetra.
Die hier vorgestellten Produkte sind in keinem Fall als Anlageberatung oder Kaufempfehlung zu verstehen.
| Name ISIN | Briefkurs Stand | Diff % Diff +/- |
|---|---|---|
| Deka MSCI Worl.C.Ch.ESG CTB UE DE000ETFL581 | 0 25.09.2026 | 0,16% 0,0700 |

ETF des Monats – 08/2024
Kurzsteckbrief ETFL58:
Indexabbildung: Physisch
Ertragsverwendung: Ausschüttend
Fondsgröße: 933 Mio. EUR
Fondswährung: EUR
Total Expense Ratio: 0,25 %
Anzahl Positionen: 1.229
(Datenquelle: extraETF.com vom 18.07.2024)
Mehr Informationen bei extraETF:

(inkl. Factsheet und Anlegerinformationsblatt)

Die Courtage für ETF-Geschäfte an der Börse Düsseldorf beträgt 0,08%. In Verbindung mit einem niedrigen Spread und abhängig von der Ordergröße kann dies für das einzelne Geschäft zu einem günstigeren Kauf- oder Verkaufspreis führen, als an einem Handelsplatz ohne explizite Nebenkosten. Vergleichen lohnt sich! (Ausschlaggebend für die Gebühren ist das Preisverzeichnis der depotführenden Banken bzw. Broker.)
Februar 2022: Xtrackers MSCI World Value UCITS ETF
Der Xtrackers MSCI World Value (IE00BL25JM42) umfasst Aktien börsennotierter Large- und Mid Cap-Unternehmen aus rund 31 Industrieländern. Grundlage für die Gewichtung ist der individuelle Value-Score einer jeden Aktie, der sich aus operativen Rendite und Dividendenrendite ergibt. Die 10 größten Positionen stehen für ca. 21 Prozent des investierten Volumens. Bei den Ländern dominieren die USA (44%) vor Japan (23%); Deutschland kommt auf Rang 5 mit ca. 4 Prozent. Als Branche dominiert Technologie (ca. 24%) vor Gesundheitswesen, Finanzen und zyklischen Konsumgütern (jeweils ca. 12%)
Im Aktionsmonat wird der ETF an der Börse Düsseldorf vom Skontroführer ICF BANK zu nochmals engeren Geld- und Brief-Kursen gehandelt. Ziel ist es, den niedrigsten Spread unter den deutschen Handelsplätzen bieten zu können. In der Zeit zwischen 09:00 und 17:30 Uhr ist die Geld-Brief-Spanne in diesem Papier niedriger (oder maximal gleich) wie am Handelsplatz Xetra.
Die hier vorgestellten Produkte sind in keinem Fall als Anlageberatung oder Kaufempfehlung zu verstehen.
| Name ISIN | Briefkurs Stand | Diff % Diff +/- |
|---|---|---|
| Xtr.(IE) – MSCI World Value IE00BL25JM42 | 0 25.09.2026 | 0,55% 0,4100 |


ETF des Monats – 02/2022
Kurzsteckbrief A1103E:
Indexabbildung: Physisch
Ertragsverwendung: Thesaurierend
Fondsgröße: 1,05 Mrd.. EUR
Fondswährung: USD
Total Expence Ratio: 0,25 % (TER)
Tracking Difference: -0,69 % (TD)
(Datenquelle: extraETF vom 28.01.2022)
Informationsblatt zum ETF:
Artikel zum ETF des Monats Januar bei extraETF


Die Courtage für ETF-Geschäfte an der Börse Düsseldorf beträgt 0,08%. In Verbindung mit einem niedrigen Spread und anhängig von der Ordergröße kann dies für das einzelne Geschäft zu einem günstigeren Kauf- oder Verkaufspreis führen, als an einem Handelsplatz ohne explizite Nebenkosten. Vergleichen lohnt sich! (Ausschlaggebend für die Gebühren ist das Preisverzeichnis der depotführenden Banken bzw. Broker.)