Zwei Mäntel und ein echter Neuzugang
In der neuen Ausgabe 03/2026 des GoingPublic-Magazins blickt Oliver Vollbrecht auf die aktuellen Listingaktivitäten an der Börse Düsseldorf, insbesondere im allgemeinen Freiverkehr und dem Düsseldorfer Qualitätssegment Primärmarkt:
Nachdem die Börse Düsseldorf 2025 die Zahl der Neulistings von Aktien zum dritten Mal in Folge steigern konnte, spiegeln die Aktivitäten in diesem Jahr eher den aktuellen Pegelstand des Rheins wider. Während bei Anleihen und Zertifikaten das Neuemissionsgeschäft recht lebhaft verläuft, herrscht bei Aktien Flaute. Immerhin wurden zwei Mantelgesellschaften mit innovativen Geschäftsmodellen gefüllt und mit Davigo gewinnt die Börse einen echten Neuzugang, der nach Höherem strebt.
Der Primärmarkt, das Qualitätssegment der Börse Düsseldorf innerhalb des Freiverkehrs mit erhöhten Transparenzanforderungen, hat Zuwachs bekommen: Die EPH Group AG, aktiv im Bereich der Ferienhotellerie, kam im April 2026 hinzu. Die Erstnotiz erfolgte im November 2025 in Stuttgart. Zudem wurden zwei neue Mantelgesellschaften gelistet: Im Mai wurde die Notierung der Ilenius SE aufgenommen, im Juni kam die DN Vermögensverwaltung AG hinzu. Das Listing von Mänteln ohne operatives Geschäft, gewissermaßen „SPACs light“, ist eine Spezialität der Börse Düsseldorf. Sie erlaubt solche Listings mit der Maßgabe, dass die leeren Mäntel in den darauffolgenden zwei Jahren mit operativem Geschäft, typischerweise in Form einer Sachkapitalerhöhung, gefüllt werden. Auch den beiden Neuzugängen muss somit innerhalb von zwei Jahren operatives Leben eingehaucht werden.
Mantelgesellschaften mit jungen Unternehmen befüllt
Bei zwei Mantelgesellschaften wurde die „Befüllung“ in den vergangenen Monaten bereits vollzogen. In die Utranos SE wurde das Geschäft von CubeDoc eingebracht, die mit ihrem modularen Gesundheitswürfel Diagnostik vor Ort, KI-gestützte Analyse und eine telemedizinische Konsultation anbietet. Aktuell notiert die Aktie bei 1,20 EUR, was einer Marktkapitalisierung von stolzen 134 Mio. EUR entspricht. Auch der SPAC Fonterelli SPAC 4 wurde mit operativem Leben gefüllt, indem das operative Geschäft von Aqarios eingebracht wurde; die neue Firmierung lautet
Aqarios Quantum Technologies AG. Der Anbieter von Quantensoftware wurde als Spin-Off der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) gegründet und will die Möglichkeiten des Quantencomputing für industrielle Anwendungen erschließen. Gemeinsam mit SAP, BASF und der LMU engagieren sich die Münchner im Verbundvorhaben QuCUN (Quantum Computing User Network) bei der Entwicklung eines offenen Quantencomputing-Ökosystems für Deutschland. Seit dem Börsengang am Juli ist die Aktie auf aktuell 13,40 EUR geklettert, der Börsenwert liegt damit bei 34 Mio. EUR.
Davigo will wachsen und die Börse aktiv nutzen
Am 19. Mai betrat die Davigo AG erstmals das Parkett. Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg bezeichnet sich als Beteiligungsgesellschaft und investiert mit zwei regelbasierten Investmenttechnologien in verschiedene Anlageklassen. Das System „David“ generiert Kauf- und Verkaufssignale für börsennotierte Unternehmen, mit dem Programm „Goliath“ analysiert die Gesellschaft nun auch Investitionsmöglichkeiten in der Private Equity-Welt, vorzugsweise Start-ups und Spin-offs. Die Hauptversammlung am 31. Juli hat nicht nur ein genehmigtes Kapital geschaffen, sondern auch eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen um bis zu 4,7 Mio. EUR beschlossen – das entspricht rund dem Zweieinhalbfachen des bestehenden Grundkapitals. Auf Basis der aktuellen Aktienzahl vor Eintragung der Kapitalerhöhung liegt der Börsenwert bei rund 3 Mio. EUR. Davigo hat sich einiges vorgenommen: Das Unternehmen strebt eine Notiz im Düsseldorfer Primärmarkt an. Die damit verbundene Handelbarkeit auf Xetra soll die Aktie attraktiver machen. Die nächste Kapitalerhöhung ist bereits vorgezeichnet.
Fazit
Der Kapitalmarkt ist ein Auf und Ab. Als Plattformbetreiber kann die Börse Düsseldorf an ihrer Attraktivität und ihren Rahmenbedingungen arbeiten, gegen das allgemeine Umfeld aber kann auch sie sich nicht stemmen. Auf ein üppiges 2025 folgt ein bislang eher mageres 2026. Immerhin bereichern drei junge Unternehmen mit innovativen Geschäftsmodellen den Kurszettel. Und irgendwann kommen auch wieder Zeiten mit lebhafteren Aktivitäten bei den Erstnotizen – wie auch das Bett des Rheins sich wieder mit Wasser füllen wird.
Es lebe die Vielfalt
Das GoingPublic-Magazin blickt ins Heft 01/2026 auf die Entwicklung der Listings im Jahr 2025 an der Börse Düsseldorf zurück, insbesondere im allgemeinen Freiverkehr und dem Düsseldorfer Qualitätssegment Primärmarkt.
Im Magazin der GoingPublic Media AG berichtet Oliver Vollbrecht in seinem Artikel „Es lebe die Vielfalt“ über die Entwicklung der Listings an der Börse Düsseldorf. Er beschreibt die Aktivitäten in Bezug auf sogenannte Primär- oder auch Neulistings im Jahr 2025 als insgesamt positiv, hebt jedoch zugleich strukturelle Schwächen und einen unsicheren Ausblick für 2026 hervor.
Im vergangenen Jahr konnte die Börse bereits zum dritten Mal in Folge einen Anstieg der Neulistings verzeichnen: Insgesamt 14 Unternehmen wurden neu aufgenommen. Besonders betont wird dabei die große Vielfalt der Geschäftsmodelle, die von Industrie- und Technologieunternehmen bis hin zu Pharma- und Beteiligungsgesellschaften reicht. Diese Diversität steigert die Attraktivität des Börsenplatzes, da Investoren von breiteren Diversifikationsmöglichkeiten profitieren.
Auffällig ist zudem die heterogene Herkunft der Emittenten. Einige Unternehmen wechselten von anderen Börsenplätzen wie Berlin oder Hamburg nach Düsseldorf, während andere gezielt den allgemeinen Freiverkehr oder das Primärmarktsegment nutzten, um im Vergleich zum Regulierten Markt von geringeren regulatorischen Anforderungen zu profitieren. Auch internationale Gesellschaften fanden ihren Weg an den Rhein. Klassische Börsengänge standen dabei nicht immer im Vordergrund; stattdessen wurden vermehrt alternative Wege an den Kapitalmarkt genutzt, etwa Listings ohne öffentliches Angebot.
Ein besonderes Merkmal des Düsseldorfer Marktes ist die vergleichsweise häufige Nutzung von Mantelgesellschaften, also börsennotierten Hüllen ohne operatives Geschäft, die später durch Übernahmen oder Einbringungen „gefüllt“ werden. Diese Konstruktionen ermöglichen einen schnellen Zugang zum Kapitalmarkt, sind jedoch für Investoren mit Unsicherheiten verbunden. Als prägnantes Beispiel für innovative, aber komplexe Strukturen nennt Vollbrecht die SPARTA Invest AG, die über eine Verschmelzung und die Ausschüttung einer Sachdividende den Weg an die Börse fand. Solche Modelle zeigen die Flexibilität des Marktes, erhöhen jedoch zugleich die Komplexität für Anleger.
Charakteristisch für viele der gelisteten Unternehmen ist ihre geringe Größe. Zahlreiche Neuzugänge bewegen sich im Bereich von Micro- oder Nano-Caps, teilweise mit Marktkapitalisierungen von unter einer Million Euro. Dies führt zu einer oft sehr niedrigen Handelsliquidität, sodass ein kontinuierlicher Börsenhandel nicht immer gewährleistet ist. Gleichzeitig ist die Informationslage zu vielen dieser Unternehmen begrenzt, was die Bewertung zusätzlich erschwert und das Risiko für Investoren erhöht.
Insgesamt bewertet der Artikel das Jahr 2025 als erfolgreich hinsichtlich der Anzahl und Vielfalt der Listings, sieht aber klare Einschränkungen in der Marktqualität. Für das Jahr 2026 fällt der Ausblick deutlich verhaltener aus. Wirtschaftliche und politische Unsicherheiten sowie eine kritischere Haltung der Investoren gegenüber Geschäftsmodellen dürften den Markt belasten. Zudem hat bislang kein Unternehmen den Schritt in den regulierten Markt gewagt. Vor diesem Hintergrund erscheint eine Fortsetzung des Wachstumstrends bei den Neulistings fraglich, sodass für 2026 eher mit einer schwierigeren Entwicklung gerechnet wird.


BÖAG Börsen AG: 2025 erneut Rekordergebnis – Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover weiter auf Erfolgskurs
- Börse Düsseldorf steigert Listings und erreicht Umsatzhoch bei Quotrix
- Börse Hamburg weiter auf Wachstumskurs
- Börse Hannover erfolgreich mit European Investor Exchange
- Fondsbörse Deutschland erweitert Anlageuniversum
Düsseldorf/Hamburg/Hannover, 30. Dezember 2025 – Die BÖAG Börsen AG – Trägergesellschaft der Skontroführerbörsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover sowie der elektronischen Handelssysteme LS Exchange, Quotrix und European Investor Exchange – erreichen 2025 erneut ein Rekordergebnis. Die BÖAG-Handelsplätze konnten ihre Umsätze des Vorjahres (146 Mrd. Euro) mit einem Handelsvolumen von rund 318 Milliarden Euro nochmals verdoppeln. Gleichzeitig konnte mit über 110 Millionen ausgeführten Transaktionen (Vorjahr 57,1 Mio.) die Marke von 100 Millionen Trades durchbrochen werden.
„Das Börsenjahr 2025 glich einer Achterbahnfahrt: Höchststände und Einbrüche lagen direkt beieinander. Nach wie vor bestimmten politische Entwicklungen stark die Finanzmärkte. Mit der zweiten Amtszeit Donald Trumps, seinem erratischen Entscheidungsstil und einem durch Zölle und Sanktionen ausgelösten Handelskonflikt kam massive Unsicherheit in die Märkte, die für hohe Volatilität sorgte und selbst den beliebten internationalen Aktienindex MSCI World temporär einbrechen ließ. Gold als wertstabiler Inflationsschutz erreichte neue Höchststände und auch der Bitcoin war vielfach als Anlagealternative gefragt. Angesichts der weiterhin angespannten weltpolitischen Lage gewannen Aktien im Bereich Verteidigung neben den nach wie vor gehypten Technologieaktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz deutlich an Beliebtheit. Doch auch Zweifel an der hohen Bewertung vieler Tech-Unternehmen machten sich zunehmend breit, zumal die gegenseitigen Abhängigkeiten Risiken bergen. Für Anlegerinnen und Anleger galt es, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen, aber umso mehr Ruhe zu bewahren und sich diversifiziert aufzustellen,“ erläutert Sven Marxsen, Vorstandsmitglied der BÖAG Börsen AG.
Börse Düsseldorf: Wachstum bei Listings | Quotrix mit neuem Marktteilnehmer
Stabil zeigen sich die Gesamtumsätze 2025 an der Börse Düsseldorf, wobei der Aktienhandel erneut zulegen konnte. Der Handel mit Anleihen hat sich nach seinem Zwischenhoch im Jahr 2023 wieder reduziert. Größte Assetklasse in Düsseldorf bleibt das Geschäft mit Exchange Traded Products (ETPs), auch wenn dieser Marktanteil hart umkämpft bleibt. Die elektronische Börse Quotrix verzeichnet die höchsten Umsätze seit 2020, insbesondere getragen aus Wachstum in den Bereichen Aktien und ETPs. Mit dem Anschluss der Consorsbank im Herbst erweiterte sich der Kreis der Marktteilnehmer nochmal um einen bei Privatanlegern beliebten Online-Broker.
Unverändert bietet die Börse Düsseldorf die größte Auswahl börsengehandelter Krypto-Produkte. Inzwischen sind 160 Papiere gelistet, mit denen sich aus jedem klassischen Wertpapierdepot fast 50 einzelne Kryptowährungen sowie gemischte Körbe handeln lassen.
Im allgemeinen Freiverkehr der Düsseldorfer Börse ist bei den Erstlisting-Aktivitäten ein neuer Rekord zu vermelden: Insgesamt 81 (Vorjahr: 65) Aktiengesellschaften, Anleihepapiere und Zertifikate haben hier 2025 ihre Notierung aufgenommen (14 Listings im Aktienbereich). Der Düsseldorfer Primärmarkt zählt zum Jahresende 28 Unternehmen (Vorjahr: 26). Er ist das Qualitätssegment für Aktien im allgemeinen Freiverkehr und bietet ein aufmerksamkeitsstarkes Börsenlisting, das immer von einem qualifizierten Kapitalmarktpartner begleitet wird.
„Die Diskussionen um die Attraktivität des deutschen Kapitalmarkts wurde dieses Jahr zeitweise lautstark geführt, bis hin zum Ruf nach einer zentralen Europabörse. Gegen diesen Trend verzeichnen wir hier mehr Anfragen und Listings denn je“, resümiert Dr. Rolf Deml, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.
Börse Hamburg: Deutliches Wachstum im Handel
Auch im Jahr 2025 konnte das elektronische Handelssystem LS Exchange der Börse Hamburg (LSX) seine Handelsumsätze und Trades des Vorjahres noch einmal deutlich steigern. Besonders umsatzstark waren weiterhin die Aktien aus den Bereichen Technology, Künstliche Intelligenz (KI) sowie Rüstungsgüter mit den Unternehmen NVIDIA, Rheinmetall, Tesla, D-Wave Quantum, Renk Group und Amazon. Die am meisten gehandelte deutsche Aktie an der LSX war erneut Rheinmetall.
Auch im Aktien-, Anleihen- und Fondshandel legte die Börse Hamburg im Jahr 2025 wieder zu. Umsatzspitzenreiter im Fondshandel war der Stuttgarter-Aktien-Fonds, gefolgt vom grundbesitz europa. Im ETF-Handel belegten auch in diesem Jahr Produkte auf führende Aktienindizes wie MSCI World, DAX und S&P500 die vorderen Plätze beim Umsatz. Mit rund 4.500 Investmentfonds/ETFs, die börsentäglich ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Marktpreisen gehandelt werden können, gehört die Börse Hamburg unverändert zu den führenden Handelsplätzen in diesem Segment.
Der von der Börse Hamburg und der Hamburger Sparkasse initiierte Regionalindex HASPAX konnte im Jahr 2025 wieder an Fahrt gewinnen und rund 12,6 Prozent zulegen. Die nach Kursentwicklung stärksten HASPAX-Unternehmen des Jahres 2025 stammen aus den Branchen Anlagenbau, Energie und Technologie, wobei die Friedrich Vorwerk Group SE mit rund +195,05 Prozent klarer Spitzenreiter ist. Seit seiner Auflage im Jahr 1996 hat der HASPAX eine Performance von +471,5 Prozent erzielt.
| HASPAX – TOP 5 | Kursentwicklung 2025 (Stand 12:00 Uhr) |
| Friedrich Vorwerk Group SE* | + 195,05 % |
| Basler AG | + 159,17 % |
| Nordex SE** | + 156,13 % |
| Aurubis AG** | + 60,70 % |
| EUROKAI GmbH & Co. KGaA | + 51,54 % |
Börse Hannover: Erfolgreiches 1. Jahr der European Investor Exchange – Global Challenges Index-Fonds wieder unter den besten nachhaltigen Fonds
Index-Fonds wieder unter den besten nachhaltigen Fonds
Ein Jahr nach Lancierung der European Investor Exchange zieht die Börse Hannover eine sehr positive Bilanz: „Mit stetig wachsenden Nutzerzahlen hat sich unser neuer Handelsplatz bestens im Markt positioniert. Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung und darauf, die European Investor Exchange weiter auszugestalten“, sagt Hendrik Janssen, Geschäftsführer der Börse Hannover und Vorstandsmitglied der BÖAG Börsen AG. Die elektronische Handelsplattform der Börse Hannover in Kooperation mit Scalable Capital ist speziell auf die Bedürfnisse von Privatanlegern aus dem europäischen Raum ausgerichtet, mit dem Ziel, dem Anlegerpublikum einen fairen und effizienten Wertpapierhandel sowie den Zugang zu transparenten Märkten zu ermöglichen. Auch im Bereich der Indizes entwickelte sich die Börse Hannover positiv:
Der auf nachhaltige Aktien spezialisierte Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover konnte seine Performance im Jahr 2025 mit 4.162 Punkten rund 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Auch die Schwesterindizes GCX Paris Aligned (GCX PA +3,5 Prozent) und Global Ethical Values Index (GEVX +4 Prozent) gewannen hinzu. In den letzten 18 Jahren seit seiner Auflegung 2007 konnte der GCX insgesamt rund 316 Prozent Performance erzielen. Drei Lizenznehmer bieten aktuell Fondsprodukte auf Basis des GCX an und ermöglichen damit auch Privatanlegern, in die 50 nachhaltigen Unternehmen zu investieren. Auch 2025 wurden wieder mehrere dieser GCX-Investmentfonds von FNG und der Stiftung Warentest für ihre strenge Nachhaltigkeit besonders ausgezeichnet.
| GCX – TOP 5 | Kursentwicklung 2025 (Stand 12:00 Uhr) |
| Nordex SE** | + 156,13 % |
| Solaria Energia Y Medio Ambi. | + 125,00 % |
| Intel Corp. | + 61,52% |
| Aurubis AG ** | + 60,70 % |
| Ormat Technologies Inc. | + 47,10 % |
Der regional ausgerichtete Aktienindex NISAX der Börse Hannover, der die wichtigsten börsennotierten Unternehmen in Niedersachsen widerspiegelt, konnte sich 2025 rund 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Insgesamt legte er seit seiner Auflage im Jahr 2002 bis heute um 781 Prozent auf 8.811 Punkte zu und übertrifft damit Vergleichsindizes wie den DAX40 oder den EuroStoxx50. Wie im letzten Jahr erzielte der Pipeline- und Anlagenbauer im Energiebereich Friedrich Vorwerk Group SE 2025 auch im NISAX die beste Performance unter den niedersächsischen Unternehmen.
| NISAX – TOP 5 | Kursentwicklung 2025 (Stand 12:00 Uhr) |
| Friedrich Vorwerk Group SE* | + 195,05 % |
| Salzgitter AG | + 149,60 % |
| Talanx AG | + 38,62 % |
| H&R GmbH & Co. KGaA | + 31,90 % |
| Viscom SE | + 27,10 % |
Fondsbörse Deutschland stellt Weichen für die strategische Weiterentwicklung
Im Jahr 2025 konnte die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG Ihre Stellung als unangefochtener Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds weiter festigen. Über die Zweitmarkt-Plattform der Fondsbörse Deutschland wurden über 5.500 Transaktionen abgewickelt. Es entstand ein Nominalumsatz von rund 200 Millionen.
Bei den gehandelten Assetklassen dominierten wie gewohnt Immobilienfonds, die mit einer Umsatzsteigerung von über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Handelsanteil von rund 74 Prozent das Geschäft noch deutlicher prägten als bereits im Vorjahr.
Der Sekundärmarkt für institutionelle Spezialfonds nahm zunehmend an Fahrt auf, was sich in einer Vielzahl von erhaltenen Mandaten bemerkbar machte.
Ganz neu entstand eine eigenständige Plattform, die sich auf die digitale Zeichnung und Abwicklung von depotfähigen Private Markets Produkten im Primärmarkt konzentriert. PMX richtet sich gezielt an Asset Manager, Emittenten, Vermögensverwalter und Vertriebe und adressiert deren regulatorische, technische und operative Anforderungen.
Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Beteiligungsmakler AG: „Private Markets gewinnen zunehmend Bedeutung für die private Kapitalanlage. Bislang fehlte es hier an einer belastbaren Infrastruktur für die Zeichnung und Abwicklung im Primärmarkt. Mit PMX schaffen wir diese Grundlage und ermöglichen es, Private Markets Produkte effizient und rechtssicher in den Vertrieb zu bringen. Unsere neue, erweiterte Ausrichtung mit dem Zweitmarkt der Fondsbörse und dem Primärmarkt der PMX ist Kern unserer strategischen Weiterentwicklung.“
Börse Hamburg mit neuem Börsenrat
Hamburg, 05. Dezember 2025 – An der Börse Hamburg wurde der Börsenrat für die Amtsperiode 2026 bis 2028 gewählt. Auf der heutigen konstituierenden Sitzung wurde Frank Schriever, Vice Chairman Wealth Management der Deutsche Bank AG, zum neuen Vorsitzenden des Börsenrates gewählt. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende des Börsenrates löst Marcus Vitt ab, der seit 2003 dem Gremium angehörte und die Position des Vorsitzenden eine Amtsperiode innehatte. „Mit Frank Schriever übernimmt ein renommierter Finanzexperte den Vorsitz des Börsenrates. Er bringt nicht nur langjährige Expertise, sondern auch eine klare Vision für die Zukunft des Börsenplatzes Hamburg mit. Ich wünsche ihm viel Erfolg für die nächste Amtsperiode“, erklärt Marcus Vitt zur Amtsübergabe. Schriever ist seit 2011 Börsenratsmitglied. „Ich freue mich, den Vorsitz zu übernehmen. Gemeinsam mit dem Börsenrat möchte ich die Börse Hamburg als modernen, transparenten und zukunftsfähigen Handelsplatz weiterentwickeln“, betont Schriever. Sein Ziel: die Attraktivität für Anleger steigern und die Position der Börse im digitalen Zeitalter festigen.
Zur Stellvertreterin bzw. zu Stellvertretern wurden Silke Grimm (Mitglied des Vorstandes der Euler Hermes Deutschland NL der Euler Hermes SA), Kai Jordan (Mitglied des Vorstandes der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG), Gernot Mittendorfer (Geschäftsführer der Trade Republic Bank GmbH) und Dr. Olaf Oesterhelweg (Mitglied des Vorstandes der Hamburger Sparkasse AG) bestimmt.
Der Börsenrat ist das zentrale Organ der Börse Hamburg. Er ist unter anderem für die Bestellung und Überwachung der Geschäftsführung zuständig und erlässt die wichtigsten Regelwerke. Das Gremium besteht aus Vertretern von Kreditinstituten, Skontroführern, Market Makern, der Anlegerschaft und Unternehmen, deren Wertpapiere an der Börse Hamburg zugelassen sind, sowie Vertretern sonstiger betroffener Wirtschaftsgruppen.
| Börsenrat Hamburg 2026 bis 2028 | |
| Vorsitzender | |
| Frank Schriever | Vice Chairman Wealth Management der Deutsche Bank AG |
| Stv. Vorsitzende | |
| Silke Grimm | Mitglied des Vorstandes der Euler Hermes Deutschland NL der Euler Hermes SA |
| Kai Jordan | Mitglied des Vorstandes der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG |
| Gernot Mittendorfer | Geschäftsführer der Trade Republic Bank GmbH |
| Dr. Olaf Oesterhelweg | Mitglied des Vorstandes der Hamburger Sparkasse |
| Weitere Mitglieder | |
| Markus Barth | Vorsitzender des Vorstandes der Aramea Asset Management AG |
| Steffen Bätjer | Mitglied des Vorstandes der Fielmann Group Aktiengesellschaft |
| Martin Berger | Vorsitzender des Aufsichtsrates der DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft |
| Rita Herbers | Mitglied des Vorstandes der Hamburger Volksbank eG |
| Gerrit Kaufhold | Mitglied des Vorstandes der Enapter AG |
| Raik Mildner | Mitglied des Vorstandes der HanseMerkur Versicherungsgruppe |
| Markus Neukirch | Mitglied des Vorstandes der Deutsche WertpapierService Bank AG |
| Leif Österwind | Head of Trading Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG |
| Sven Padberg | Vorstand der FSA FinanzServiceAgentur AöR |
| Sabine Schoon-Renné | Bereichsvorständin der Commerzbank für die comdirect |
| Stephan Schrameier | Mitglied des Vorstandes der M.M.Warburg & CO (AG & Co.) Kommanditgesellschaft auf Aktien |
| Ralf Sommer | Vorsitzender des Vorstandes der Hamburgischen Investitions- und Förderbank |
| Sachverständige | |
| Prof. Dr. Christoph Kumpan | Direktor des Instituts für Unternehmens- und Kapitalmarktrecht Bucerius Law School – Hochschule für Rechtswissenschaft gemeinnützige GmbH |
| Merle Schmidt-Bruun | Mitglied des Vorstands der Hamburg Hochbahn AG |
| Dr. Jörg Stotz | Sprecher der Geschäftsführung der HANSAINVEST Hanseatische Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
| Dr. Michael Schwalba | Vorsitzender des Stiftungsrats der Karg-Stiftung |
| Oliver Szabries | Mitglied des Vorstandes der ICF BANK AG Wertpapierhandelsbank |
Börse Düsseldorf schließt sich Interessenverband Kapitalmarkt KMU an – Gemeinsam engagiert für einen starken Kapitalmarktstandort Deutschland
Düsseldorf, 25. September 2025 – Die Börse Düsseldorf – ein Handelsplatz der Börsen AG – ist dem Interessenverband kapitalmarktorientierter kleiner und mittlerer Unternehmen e.V. (Kapitalmarkt KMU) als neues Mitglied beigetreten. Der Verband gewinnt damit einen renommierten Partner und stärkt seine Position als Stimme des kapitalmarktorientierten Mittelstands.

Mit dem Beitritt zählt der Verband nun zwei wichtige deutsche Börsenplätze zu seinen Mitgliedern. Als Handelsplatz der BÖAG Börsen AG bringt die Börse Düsseldorf ein großes Netzwerk und eine hohe Glaubwürdigkeit mit in den Verband ein, um den gemeinsamen Interessen ein noch stärkeres Gewicht zu verleihen.
Ingo Wegerich, Präsident des Kapitalmarkt KMU Interessenverbands: „Unsere Arbeit konzentriert sich auf vier zentrale Ziele: bessere Finanzierungsbedingungen für KMUs schaffen, bürokratische Hürden abbauen, Deutschland als attraktiven Börsenstandort stärken und eine kapitalmarktbasierte Altersvorsorge etablieren. Um diese Ziele zu erreichen, brauchen wir starke Mitstreiter. Daher freuen wir uns sehr über den Beitritt der Börse Düsseldorf als einer der wichtigsten Handelsplätze für den kapitalmarktorientierten Mittelstand.“
Dr. Rolf Deml, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf, ergänzt: „Wir teilen die Anliegen des Verbands und sind davon überzeugt, dass eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen am Kapitalmarkt nur gemeinsam erreicht werden kann. Als Handelsplatz erleben wir täglich, welche Bedürfnisse der Mittelstand hat und welche Herausforderungen diese Unternehmen bei der Finanzierung bewältigen müssen. Deshalb haben wir uns entschieden, dem Verband beizutreten und aktiv an den notwendigen Veränderungen mitzuwirken.“
Der Beitritt stärkt die Position des Verbands im Dialog mit Politik, Gesetzgebungsorganen und Aufsichtsbehörden. Angesichts einer Vielzahl negativer Entwicklungen, darunter die kontinuierliche Abnahme der Anzahl börsennotierter Unternehmen sowie die strukturelle Benachteiligung von Small- und Midcaps am deutschen Kapitalmarkt, ist politisches Handeln existenziell notwendig für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland.
Kontinuierliches Wachstum gegen den Markttrend
Der Interessenverband Kapitalmarkt KMU verzeichnete im Jahr 2025 bisher gegen den allgemeinen Markttrend ein solides Mitgliederwachstum. Insgesamt konnten bereits fünf neue Mitglieder gewonnen werden: die Leef Blattwerk GmbH, die stock3 AG, die Montega Markets GmbH, die HausVorteil AG und nun die Börse Düsseldorf. „Unsere Arbeit für bessere Rahmenbedingungen am Kapitalmarkt findet Anklang und wir werden als starke Stimme für den Mittelstand wahrgenommen. Um noch mehr Gehör und Gewicht zu bekommen, laden wir weitere Unternehmen herzlich dazu ein, sich uns anzuschließen“, so Wegerich.
Koalitionsvertrag bleibt Lippenbekenntnis – Petition fordert konkretes Handeln
Angesichts der anhaltenden Untätigkeit der Bundesregierung verstärkt der Verband den politischen Druck. Während im Koalitionsvertrag 2025 ein „leistungsfähiger Kapitalmarkt“ als industriepolitisches Ziel verankert wurde, sind seither keine konkreten Maßnahmen zur Stärkung des kapitalmarktorientierten Mittelstands erfolgt. „Das bleibt bisher nur ein Lippenbekenntnis, wie wir es seit Jahrzehnten kennen“, kritisierte Wegerich bereits bei der Veröffentlichung des Koalitionsvertrags. „Politischen Absichtserklärungen müssen endlich konkrete Schritte folgen.“ Die Petition „Kapitalmarktorientierte KMUs stärken – JETZT!“ richtet sich direkt an die Bundesregierung und fordert die Umsetzung der vier Kernforderungen des Verbands.

Unterstützen Sie unsere Petition:
Kapitalmarktorientierte KMUs stärken – JETZT!
Setzen Sie ein Zeichen für bessere Rahmenbedingungen für den deutschen Mittelstand:
https://www.kapitalmarkt-kmu.de/petition/
Über den Interessenverband kapitalmarktorientierter kleiner und mittlerer Unternehmen e.V.
Der Verband mit Sitz in Frankfurt am Main setzt sich seit 2017 insbesondere für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Kapitalmarktfinanzierung ein und tritt aktiv für die Belange des kapitalmarktorientierten Mittelstandes im Dialog mit der Politik, den Gesetzgebungsorganen, den Aufsichtsbehörden, den Institutionen des Kapitalmarkts, den Interessenverbänden und der Öffentlichkeit ein. Mitglieder sind KMU, Dienstleister, Finanzinstitute und Medien. Zum Vorstand gehören Ingo Wegerich (Rechtsanwaltskanzlei Wegerich), Holger Clemens Hinz (Quirin Privatbank AG), Dr. Marc Feiler (Bayerische Börse AG), Falko Bozicevic (BondGuide Media GmbH), Martin Schmeißer (Montega Markets GmbH), Dr. Mirko Sickinger (Heuking Kühn Lüer Wojtek) sowie Christoph Weideneder (Small & Mid Cap Investmentbank AG).
Über die Börse Düsseldorf
Die Börse Düsseldorf ist einer der wichtigsten Handelsplätze für Privatanleger in Deutschland. Im maklergestützten Handel sichert das seit 1999 bestehende Quality Trading erstklassige Handelsbedingungen und Leistungsgarantien, beispielsweise Courtage-Befreiung für alle Aktiengeschäfte. Zudem können Anleger seit 2001 über das elektronische Handelssystem Quotrix ganz ohne börsliche Kosten, schnell und direkt mit dem Market Makern handeln oder Limitorders platzieren – inklusive neutraler Handelsüberwachung. Neben den handelsseitigen Leistungen bietet die Börse Düsseldorf im Freiverkehr unter anderem mit dem Qualitätssegment Primärmarkt attraktive Listing-Möglichkeiten für kleinere und mittelgroße Unternehmen. Die nordrhein-westfälische Börse hat ihren Ursprung im Jahr 1553 in Köln, 1875 fand die erste Düsseldorfer Börsenversammlung statt. Seit 2017 ist die BÖAG Börsen AG Trägerin der öffentlich-rechtlichen Börse Düsseldorf. Sie betreibt zudem die Börse Hamburg und Börse Hannover inklusive deren elektronische Handelssysteme LS Exchange und European Investor Exchange.
Kontakt:
Interessenverband kapitalmarktorientierter KMU e.V.
z. H. Herrn Präsident Ingo Wegerich
bei Airport Club Frankfurt Frankfurt Airport Center
Hugo-Eckener-Ring
60549 Frankfurt am Main
wegerich@wegerich-law.com
www.kapitalmarkt-kmu.de
Medienkontakt:
Florian Kirchmann / Robin Terrana
T +49 211 / 914 09 711
kapitalmarkt-kmu@ir-on.com
BÖAG Börsen AG: Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover beenden 2024 mit Rekordergebnis
- Börse Düsseldorf und Quotrix mit belebtem Handel und steigenden Listings
- Börse Hamburg auf Wachstumskurs, insbesondere im Handel an der LS Exchange
- Börse Hannover mit nachhaltig ausgezeichneten Fonds und neuem Handelsplatz European Investor Exchange
- Fondsbörse Deutschland baut Marktführerschaft weiter aus
Düsseldorf/Hamburg/Hannover, 30. Dezember 2024 – Die BÖAG Börsen AG – Trägergesellschaft der Skontroführerbörsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover sowie der elektronischen Handelssysteme LS Exchange, Quotrix und European Investor Exchange – schließt das Jahr 2024 mit einem Rekordergebnis ab. Die BÖAG-Handelsplätze konnten mit einem Handelsvolumen von rund 146 Milliarden Euro ihre Umsätze des Vorjahres (67,2 Mrd. Euro) mehr als verdoppeln. „Nach einer überraschend starken Jahresendrally 2023 blicken wir auf ein weiteres turbulentes, im Ergebnis aber sehr erfolgreiches Börsenjahr 2024 zurück. Geopolitische Konflikte gewannen an Komplexität und sorgten weiterhin für Unsicherheiten. Zahlreiche wirtschaftliche Herausforderungen beeinflussten stark die globalen Märkte. Schwacher Konsum und stagnierende Industrieproduktion in der Eurozone schürten Rezessionsängste und wurden begleitet von einer nur langsam zurückgehenden Inflation. Erst in der zweiten Jahreshälfte sorgten lang ersehnte Zinssenkungen für Ermutigung und wirkten als Signal einer wirtschaftlichen Stabilisierung. Die Börsen reagierten erneut mit überraschend starken Aktienmärkten und übertrafen die Erwartungen der Analysten. Dank hoher Nachfrage nach digitalen Lösungen konnten Tech- und KI-Werte hohe Kursgewinne einfahren; große Aktienindizes, Gold und auch Bitcoin verzeichneten zuletzt neue Rekordstände. Bei den rasanten technologischen Fortschritten und Marktentwicklungen dürfen wir gespannt sein, welche neuen Chancen sich für Anleger im Jahr 2025 ergeben“, erläutert Sven Marxsen, Vorstandsmitglied der BÖAG Börsen AG.
Börse Düsseldorf: Spürbar belebter Handel an der Börse Düsseldorf und bei Quotrix – Listing-Aktivitäten nochmals deutlich gesteigert
Erfreulich entwickelten sich 2024 die Umsätze an der Börse Düsseldorf. Die Assetklasse der Exchange Traded Products (ETPs) konnte dabei ihre starke Rolle ausbauen und den guten Marktanteil nochmals steigern. Auch beim elektronischen Handelsplatz Quotrix gab es in diesem auffallend guten Börsenjahr wieder Umsatzwachstum, mit besonders viel Aktivität im April sowie im vierten Quartal 2024. Bei der Market-Maker-Börse werden weiterhin mehrheitlich Aktien gehandelt, obwohl auch hier der Trend zu ETPs und zunehmende Nachfrage über Sparpläne sichtbar werden. Die Anleihen- und Fondsumsätze konnten ebenfalls zulegen.
Eine Besonderheit an beiden Plätzen stellen die sognannten Krypto-Produkte dar: Hier wird über Exchange Traded Notes (ETNs) bzw. Zertifikate aus jedem klassischen Wertpapierdepot der Zugang zur Wertentwicklung der wichtigsten Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Ripple und Co. ermöglicht. Düsseldorf bietet hier mit inzwischen rund 130 Produkten auf 35 verschiedenen Crypto-Coins unverändert die größte Auswahl unter allen deutschen Börsenplätzen. Im Windschatten des 2024er Bitcoin-Booms steigerten sich Umsätze und Produktauswahl nochmals deutlich.
Bei den Erstlisting-Aktivitäten im allgemeinen Freiverkehr war eine deutliche Steigerung zu verzeichnen. Insgesamt 65 (Vorjahr: 43) Aktiengesellschaften, Anleihepapiere und Zertifikate haben 2024 ihre Notierung an der Börse Düsseldorf aufgenommen. Der Düsseldorfer Primärmarkt als Qualitätssegment für Aktien im allgemeinen Freiverkehr umfasst zum Jahresende 26 Unternehmen (Vorjahr: 28) und kann sich dem allgemeinen Trend zum Kapitalmarkt-Rückzug nicht entziehen. „Wir haben uns als attraktiver Listingplatz etabliert und erhalten zunehmend Anfragen über unser breites Netzwerk von Kapitalmarktpartnern“, zeigt sich Dr. Rolf Deml als Geschäftsführer der Börse-Düsseldorf zufrieden.
Börse Hamburg: LS Exchange ungebrochen stark
Das elektronische Handelssystem LS Exchange der Börse Hamburg (LSX) verzeichnete bei Handelsumsätzen und Trades ein herausragendes Ergebnis und übertraf das Vorjahresniveau deutlich. Die umsatzstärksten Aktien stammen aus dem Bereich der US-Technologiewerte, mit Unternehmen wie Tesla, NVIDIA, MicroStrategy, Amazon und Microsoft. Bei den an der LSX gehandelten deutschen Aktien war Rheinmetall der Umsatzspitzenreiter.
Im Aktien-, Anleihen- und Fondshandel konnte die Börse Hamburg analog zu den übrigen BÖAG-Handelsplätzen im Jahr 2024 leicht zulegen. Im Fondshandel Hamburg dominierten erneut ausgewählte Immobilien- und Aktienfonds das Handelsgeschehen. Umsatzspitzenreiter war der Stuttgarter-Aktien-Fonds. Im ETF-Handel belegten auch in diesem Jahr Produkte führende Aktienindizes wie MSCI World, S&P500 und NASDAQ100 die ersten Plätze. Mit rund 3.000 Investmentfonds/ETFs, die börsentäglich ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Marktpreisen gehandelt werden können, gehört die Börse Hamburg unverändert zu den führenden Handelsplätzen in diesem Segment.
Im Jahr 2024 lag der von der Börse Hamburg und der Hamburger Sparkasse initiierte Regionalindex HASPAX mit -3,25 Prozent deutlich hinter der positiven Performance des DAX40 (+19 Prozent) zurück. Die erfolgreichsten HASPAX-Unternehmen des Jahres 2024 stammen aus den Branchen Immobilien, Anlagenbau, Internetkommerz und Logistik. Sie konnten aber die negative Performance von Indexunternehmen wie Evotec (-60 Prozent), Basler (-46,5 Prozent) oder Jungheinrich (-24 Prozent) nicht überkompensieren.
Seit seiner Auflage im Jahr 1996 hat der HASPAX eine Performance von +407 Prozent erzielt.
| HASPAX – TOP 5 | Kursentwicklung 2024 (30.12.2024, 12:00 Uhr) |
| alstria office REIT-AG | + 113,4 % |
| Friedrich Vorwerk Group SE* | + 80,2 % |
| ABOUT YOU Holding SE | + 53,9 % |
| EUROKAI GmbH & Co. KGaA | + 28,6 % |
| Hapag-Lloyd AG | + 13,4 % |
Börse Hannover: Neuer Handelsplatz European Investor Exchange mit Scalable gestartet – Global Challenges Index-Fonds erneut für Nachhaltigkeit ausgezeichnet
Im Dezember startete die Börse Hannover die neue elektronische Handelsplattform European Investor Exchange in Kooperation mit Scalable Capital. Dieser Handelsplatz ist speziell auf die Bedürfnisse von Privatanlegern aus dem europäischen Raum ausgerichtet, mit dem Ziel, dem Anlegerpublikum einen fairen und effizienten Wertpapierhandel sowie den Zugang zu transparenten Märkten zu ermöglichen.
Die BÖAG Börsen AG bietet mit der European Investor Exchange in Hannover, Quotrix in Düsseldorf und der LS Exchange in Hamburg nun an jedem Standort ihrer drei Skontroführerbörsen einen ergänzenden elektronischen Handelsplatz.
„Wir freuen uns, mit dem neuen elektronischen Handelsplatz European Investor Exchange Privatanlegern den Zugang zum Wertpapierhandel zu erleichtern und Vermögensbildung sowie Altersvorsorge für alle einfacher zu machen. Das ist uns ein wichtiges Anliegen, genauso wie die Förderung und Weiterentwicklung der nachhaltigen Geldanlage mit unserer GCX-Index-Familie“, erklärt Hendrik Janssen, Vorstandsmitglied der BÖAG Börsen AG.
Der auf nachhaltige Aktien spezialisierte Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover konnte die starke Performance im Jahr 2023 nicht halten und verlor mit 4.014 Punkten (30.12.2024) rund 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Schwesterindex GCX Paris Aligned hingegen gewann rund 12 Prozent hinzu, ebenso der Global Ethical Values Index mit einem Plus von 26 Prozent. Seit Auflegung im Jahr 2007 konnte der GCX ein deutliches Plus von rund 300 Prozent erzielen. Sechs Lizenznehmer bieten aktuell Fondsprodukte auf Basis des GCX an und ermöglichen damit auch Privatanlegern, in die 50 nachhaltigen Unternehmen zu investieren. Mehrere dieser GCX-Investmentfonds wurden 2024 erneut vom FNG und der Stiftung Warentest für ihre Nachhaltigkeit besonders ausgezeichnet. Das in Produkte auf den GCX und dem Anleihen-Basket Global Challenges Corporates (GCC) sowie dem GEVX investierte Volumen beläuft sich derzeit auf rund 1 Mrd. Euro.
| GCX – TOP 5 | Kursentwicklung 2024 (30.12.2024, 12:00 Uhr) |
| Interface | + 107,0 % |
| Ricoh | + 58,0 % |
| Konica Minolta | + 52,6 % |
| Pearson | + 38,3 % |
| Swiss Re | + 36,4 % |
Der niedersächsische Aktienindex NISAX der Börse Hannover verzeichnete im Jahr 2024 ein Plus von 6,6 Prozent. Seit seinem Start im Jahr 2002 konnte er bis heute auf rund 7.712 Punkte um 674 Prozent zulegen und damit Vergleichsindizes wie den DAX40 oder den EuroStoxx50 deutlich schlagen. Der Pipeline- und Anlagenbauer im Energiebereich Friedrich Vorwerk Group SE erreichte im Jahr 2024 mit einem Plus von 69 Prozent die beste Performance unter den niedersächsischen Unternehmen und belegt Platz 2 im HASPAX.
| NISAX – TOP 5 | Kursentwicklung 2024 (30.12.2024, 12:00 Uhr) |
| Friedrich Vorwerk Group SE | + 80,2 % |
| Talanx AG | + 27,6 % |
| TUI AG | + 16,5 % |
| GBK Beteiligungen AG | + 13,6 % |
| Hannover Rück SE | + 12,7 % |
Fondsbörse Deutschland baut Marktführerschaft weiter aus
Im Jahr 2024 konnte die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG Ihre Stellung als unangefochtener Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds weiter ausbauen. Über die Zweitmarkt-Plattform der Fondsbörse Deutschland wurden ca. 6.200 Transaktionen abgewickelt, dabei entstand ein Nominalumsatz von rund 250 Millionen (Währungseinheiten) – eine Steigerung von über 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Bei den gehandelten Assetklassen dominierten weiterhin Immobilienfonds, die mit einer Umsatzsteigerung von über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Handelsanteil von rund 67 Prozent das Geschäft noch deutlicher prägten als in der Vergangenheit. Im Handel mit Schiffsfonds gab es auch im abgelaufenen Jahr vergleichsweise hohe Umsätze bei zuletzt nachgebenden Kursen. Die unter „Sonstige Beteiligungen“ geführten Assetklassen wie Private Equity, Erneuerbare Energien und Flugzeugfonds übertrafen ebenfalls deutlich den Vorjahresumsatz. Kursseitig kam es dabei nicht zu signifikanten Bewegungen.
Der neu gestartete Private Markets-Handelsplatz (https://pm.fondsboerse.de) von und für professionelle und semiprofessionelle Anleger konnte 2024 seine Marktbekanntheit deutlich steigern, realisierte erste größere Vermittlungen und ist ein gutes Jahr nach dem Startschuss nun mit einem Verkaufsvolumen von über 100 Millionen (Währungseinheiten) mandatiert. Nach Abschluss anstehender Transaktionen im kommenden Jahr wird Private Markets damit innerhalb kürzester Zeit einen weiteren, spürbaren Wachstumsimpuls für das Gesamtgeschäft geben.
Im Januar 2024 kam mit Inkrafttreten von ELTIF 2.0 auch in das Segment der Private Markets Fonds deutliche Bewegung. Im Rahmen einer neu gestarteten Kooperation mit der Privatmarktplattform Privatize nutzen nun bereits neun namhafte ELTIF-Emittenten die voll digitale Zeichnungsstrecke der Fondsbörse Deutschland. Im kommenden Jahr soll diese erfolgreiche Kooperation weiter ausgebaut werden. Wichtige Fortschritte gab es zusätzlich durch die Vereinfachung von nahtlosen Einbuchungen in Kundendepots, so dass für die Direktzeichnungs-Lösung der Fondsbörse Deutschland nun alle Zeichen auf Wachstum stehen. Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Beteiligungsmakler AG: „Im Jahr 2024 sind wir unserem strategischen Ziel greifbar nähergekommen, zur ersten Adresse im Handel mit illiquiden Assets zu werden. Neben der erfreulichen Umsatzentwicklung von Zweitmarkt.de haben wir nun auch im B2B und B2C-Geschäft so viele Mandatierungen hinzugewonnen, dass diese noch jungen Geschäftsfelder einen zunehmend spürbaren Beitrag zu unserem Wachstum leisten. Unabhängig von allen Unsicherheiten des konjunkturellen Umfeldes sehen wir daher äußerst optimistisch ins kommende Jahr und in die weitere Zukunft.“
Börse Düsseldorf: Uplisting der Viromed Medical AG in den Primärmarkt
Düsseldorf, 28. August 2024 – Die Viromed Medical AG (ISIN: DE000A3MQR65; „Viromed“) ist mit dem heutigen Tag in den Primärmarkt der Börse Düsseldorf aufgestiegen und wird dort mit fortlaufender Notierung gehandelt. Die Geschäftsleitung der Börse hat einem entsprechenden Aufnahmeantrag der Gesellschaft zugestimmt. Der Primärmarkt ist ein Listingsegment im Freiverkehr der Börse Düsseldorf, das besonders kleineren und mittelgroßen Unternehmen ein aufmerksamkeitsstarkes Listing ermöglicht. Neben Aktien werden dort auch Anleihen und Genussscheine notiert. Das Regelwerk der Börse für den Primärmarkt verpflichtet Emittenten zur Einhaltung besonderer Publizitätspflichten sowie dazu, Anleger fortlaufend mit allen wichtigen Informationen rund um das Unternehmen zu versorgen.
„Der Aufstieg in den Primärmarkt ist der nächste logische Schritt für unsere Entwicklung am Kapitalmarkt. Wir bewegen uns in einer spannenden Branche mit attraktiven Wachstumschancen und gehen davon aus, dass die Wahrnehmung dieser Potenziale, sowohl für unser Unternehmen als auch unsere Aktie durch die anerkannte Transparenz und höhere Aufmerksamkeit im Primärmarkt zunehmen wird“, erklärt Uwe Perbandt, Vorstand der Viromed Medical AG. „Zudem haben wir in dem anspruchsvolleren Marktsegment die Möglichkeit, neue Investorengruppen anzusprechen und für unser Unternehmen zu gewinnen.“
Dr. Rolf Deml, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf ergänzt: „Wir freuen uns, mit der Viromed Medical AG ein weiteres innovatives Unternehmen aus der Medizintechnik für den Primärmarkt gewonnen zu haben und damit eine Plattform für das weitere Wachstum bieten zu können.“
Wechsel in Vorstand und Aufsichtsrat der BÖAG Börsen AG
- Dr. Thomas Ledermann folgt Jürgen Kösters und übernimmt Aufsichtsratsvorsitz
- Sven Marxsen als Geschäftsführer der Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover vorgeschlagen
- Aufsichtsrat in neuer Zusammensetzung
Düsseldorf/Hamburg/Hannover, 30. April 2024 – Nach heutigem Beschluss der Hauptversammlung hat sich der neue Aufsichtsrat der BÖAG Börsen AG – Trägergesellschaft der Börse Düsseldorf, der Börse Hamburg und der Börse Hannover – konstituiert. Zum neuen Vorsitzenden des Kontrollgremiums wurde Dr. Thomas Ledermann gewählt, der seine Position als Vorstand der BÖAG Börsen AG verlassen hat und in diesem Zusammenhang auch die Geschäftsführung der Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover beendet. Als Nachfolger ist Sven Marxsen vorgeschlagen. Ledermann übernimmt den Vorsitz von Jürgen Kösters, der sich nach 29 Jahren aktiver Gremienarbeit an der Börse Hannover nun aus dem Aufsichtsrat der BÖAG Börsen AG zurückzieht.
„Mit Jürgen Kösters verlieren wir eine prägende Persönlichkeit, die unsere Börsen mit seiner Expertise und Entscheidungsfreude deutlich nach vorne gebracht hat. Er war der Initiator und Mitgründer der BÖAG Börsen AG und gleichzeitig ihr erster Aufsichtsratsvorsitzender. Wir danken ihm herzlich für sein langjähriges, großes Engagement und werden ihm weiterhin eng verbunden bleiben“, erklärt Ledermann zur Amtsübernahme. „Herrn Dr. Ledermann danken wir für sein hervorragendes berufliches Schaffen und wünschen ihm viel Erfolg mit seiner neuen Aufgabe. Den eingeschlagenen Weg der BÖAG wird er als Vorsitzender des Aufsichtsrates bestens fortsetzen“, ergänzt Jürgen Kösters. Ledermann selbst blickt auf mehr als 30 Börsen-Jahre als Geschäftsführer und Vorstandsmitglied zurück. Zu seinen wichtigsten Meilensteinen gehört die Zusammenführung der Börsen Hamburg und Hannover unter dem Dach der BÖAG Börsen AG im Jahr 1999, die Aufnahme der Börse Düsseldorf im Jahr 2017 sowie die Beteiligung der BÖAG an Wertpapierhandelsbanken.
Neuer Aufsichtsrat
Neben Thomas Ledermann erstmals angehören werden dem Aufsichtsrat der BÖAG Börsen AG: Matthias Battefeld, Vorstand Hannoversche Volksbank eG, als Stellvertretender Vorsitzender; Jasper Hanebuth, ab 1. Juli 2024 Finanzvorstand der Norddeutschen Landesbank Girozentrale und Dr. Jan Zurek, Bereichsleiter Treasury Hamburger Sparkasse AG. Sie nehmen die Plätze von Henrik Bustorf, Rolf Hunck und Dr. Immo Querner ein, deren Amtszeit endet. „Den ausscheidenden Mitgliedern danken wir herzlich für ihre langjährige Mitarbeit und Treue und wünschen ihnen weiterhin alles erdenklich Gute“, sagt Kösters. Dem neuen Gremium gehören ferner an: Dr. Hinrich Holm (Vorsitzender des Vorstands Investitionsbank Berlin) und Dr. Friedhelm Steinberg (Vorsitzender des Aufsichtsrats Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG). Damit setzt sich der Aufsichtsrat der BÖAG Börsen AG erneut aus führenden Vertretern der norddeutschen Financial Community zusammen.
Bilanz 2023: Anziehende Anleiheumsätze bei Börse Düsseldorf und Quotrix – Primärmarkt mit Listing-Rekord
Mehr oder weniger im Gleichtakt mit dem Gesamtmarkt entwickelten sich die Umsätze an der Börse Düsseldorf sowie bei ihrem elektronischen Market-Maker-Handelsplatz Quotrix: Sie lagen 2023 in Summe leicht unter dem Vorjahr.
Anders sieht es in der Anlageklasse Anleihen aus: Nach zahlreichen Leitzinsanhebungen in kurzer Folge nutzten Anleger das „Comeback der Zinsen“ und handelten vermehrt Staats- und Unternehmensanleihen, um sich die inzwischen wieder attraktiven Renditen zu sichern. Ihre Stärke im Bereich der Exchange Traded Products (ETFs, ETNs, ETCs) konnte die Börse Düsseldorf trotz Umsatzrückgang im ETP-Gesamtmarkt verteidigen und belegt unter den Regionalbörsen den dritten Rang hinter der Börse Frankfurt und der hier klar dominierenden Börse Stuttgart. Ebenso konnten auf Quotrix die Umsätze mit Investmentfonds gegen den Trend leicht gesteigert werden.
Bei der Anzahl neuer Listings an der Börse Düsseldorf fiel das Qualitätssegment Primärmarkt mit gleich fünf neu notierten Aktiengesellschaften sowie einem Upgrade positiv auf. Es war das stärkste Wachstum seit der Neuausrichtung im Jahr 2015. Insgesamt 28 Gesellschaften haben ihre Aktiennotiz im Düsseldorfer Primärmarkt, der strenge Transparenzpflichten im allgemeinen Freiverkehr von den kleineren und mittelgroßen Unternehmen verlangt. In Summe haben 43 (Vorjahr: 41) Aktiengesellschaften, Anleihepapiere und Zertifikate dieses Jahr ihre Notierung an der Börse Düsseldorf aufgenommen.
„Mit drei neuen Kapitalmarktpartnern hat sich auch unser Netzwerk an Begleitern für Eigenkapital- und Fremdkapital-Finanzierungen erweitert. Während die Anzahl großer Börsengänge in Deutschland erneut eher enttäuschend war, verspüren wir unverändert eine hohe Nachfrage nach Listing-Möglichkeiten“, erklärt Börse-Düsseldorf-Geschäftsführer Dr. Rolf Deml.

Presseinfo der BÖAG Börsen AG zur Jahresschlussbörse 2023

BÖAG Börsen AG: Erneut erfolgreiches Jahr der Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover
- Börse Düsseldorf und Quotrix mit Anleihe-Hoch – Primärmarkt mit Listing-Rekord
- Börse Hamburg weiterhin stark mit LS Exchange – HASPAX mit Tech-Zuwachs
- Börse Hannover erweitert NISAX und Nachhaltigkeitsindex-Familie
- Fondsbörse Deutschland nach wie vor Marktführer
Düsseldorf/Hamburg/Hannover, 29. Dezember 2023 – Die BÖAG Börsen AG, Trägergesellschaft der Skontroführerbörsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover sowie der elektronischen Handelssysteme LS Exchange und Quotrix, beendet das Jahr 2023 erneut erfolgreich. Mit einem Handelsvolumen von rund 67,2 Milliarden Euro konnten die BÖAG-Handelsplätze ihren Vorjahreswert (Umsätze von 63,5 Mrd. Euro) übertreffen.
„Im Jahr 2023 haben wir vieles erlebt, was Börsenkurse in den Sinkflug bringen kann: eskalierende geopolitische Konflikte, anhaltende Inflation, radikale Zinserhöhungen und Rezession. Die Finanzmärkte begegneten diesen Herausforderungen mit erstaunlicher Resilienz und starkem Fokus auf die großen Tech-Werte und Künstliche Intelligenz (KI). Investierten Anlegern bescherten sie mit einem überraschend positiven Start im Januar und einer frühen Jahresendrally im November große Gewinnchancen. Wir blicken mit Spannung auf das Börsenjahr 2024, das mit vom Markt erwarteten Zinssenkungen viel Potenzial verspricht“, sagt Dr. Thomas Ledermann, Vorstand der BÖAG Börsen AG.
Anziehende Anleiheumsätze bei Börse Düsseldorf und Quotrix – Primärmarkt mit Listing-Rekord
Mehr oder weniger im Gleichtakt mit dem Gesamtmarkt entwickelten sich die Umsätze an der Börse Düsseldorf sowie bei ihrem elektronischen Market-Maker-Handelsplatz Quotrix. Sie lagen 2023 in Summe leicht unter dem Vorjahr.
Anders sieht es in der Anlageklasse Anleihen aus: Nach zahlreichen Leitzinsanhebungen in kurzer Folge nutzten Anleger das „Comeback der Zinsen“ und handelten vermehrt Staats- und Unternehmensanleihen, um sich die inzwischen wieder attraktiven Renditen zu sichern. Ihre Stärke im Bereich der Exchange Traded Products (ETFs, ETNs, ETCs) konnte die Börse Düsseldorf trotz Umsatzrückgang im ETP-Gesamtmarkt verteidigen. Ebenso konnten auf Quotrix die Umsätze mit Investmentfonds gegen den Trend leicht gesteigert werden.
Bei der Anzahl neuer Listings an der Börse Düsseldorf fiel das Qualitätssegment Primärmarkt mit fünf neu notierten Aktiengesellschaften und einem Upgrade positiv auf. Es war das stärkste Wachstum seit der Neuausrichtung im Jahr 2015. Insgesamt 28 Gesellschaften haben ihre Aktiennotiz im Düsseldorfer Primärmarkt, der strenge Transparenzpflichten im allgemeinen Freiverkehr von den kleineren und mittelgroßen Unternehmen verlangt. In Summe haben 43 (Vorjahr: 41) Aktiengesellschaften, Anleihepapiere und Zertifikate dieses Jahr ihre Notierung an der Börse Düsseldorf aufgenommen. „Mit drei neuen Kapitalmarktpartnern hat sich auch unser Netzwerk an Begleitern für Eigenkapital- und Fremdkapital-Finanzierungen erweitert. Während die Anzahl großer Börsengänge in Deutschland erneut eher enttäuschend war, verspüren wir unverändert eine hohe Nachfrage nach Listing-Möglichkeiten“, erklärt Börse-Düsseldorf-Geschäftsführer Dr. Rolf Deml.
Börse Hamburg: LS Exchange weiterhin stark – HASPAX mit Tech-Zuwachs
Im Jahr 2023 konnte das elektronische Handelssystem LS Exchange der Börse Hamburg (LSX) bei Handelsumsätzen und Trades das Vorjahresniveau leicht übertreffen. Die umsatzstärksten Aktien stammen aus dem Bereich der US-Technologiewerte, mit Unternehmen wie Tesla, Amazon, Microsoft und Apple. Umsatzstärkste deutsche Aktie an der LSX war die Aktie von Rheinmetall.
Beim Aktien-, Anleihen- und Fondshandel der Börse Hamburg waren die Handelsumsätze im Jahr 2023 marktbedingt leicht rückläufig. Am meisten wurden Investmentfonds mit Anlageschwerpunkt Immobilien gehandelt. Bei den ETFs dominierten Produkte auf führende Aktienindizes wie MSCI World, S&P500 und DAX, aber zunehmend auch ETFs auf Anleihen- und Geldmarkt-Indizes. Die Börse Hamburg zählt unverändert zu den führenden Handelsplätzen im Fondshandel, an dem mehr als 3.000 Investmentfonds/ETFs börsentäglich ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Marktpreisen gehandelt werden können.
Der von der Börse Hamburg und der Hamburger Sparkasse initiierte Regionalindex HASPAX gewann im Jahr 2023 mit der Nynomic AG ein weiteres innovatives Technologieunternehmen aus dem Bereich Optotronic hinzu. In den letzten 20 Jahren konnte der HASPAX eine Performance von +463 Prozent erzielen und damit den deutschen Leitindex DAX40 (+321 Prozent) übertreffen. Zum Jahresende 2023 liegt der HASPAX mit einer Performance von 1,4 Prozent hinter dem DAX (+20,2 Prozent). Die erfolgreichsten HASPAX-Unternehmen des Jahres 2023 stammen aus den Branchen Immobilien, Finanzdienstleistungen, Logistik und HealthCare.
| HASPAX – TOP 5 | Kursentwicklung 2023 (29.12.2023) |
| TAG Immobilien AG | + 121,3 % |
| Hypoport SE | + 80,9 % |
| Hamburger Hafen u. Logistik AG | + 38,9 % |
| Evotec SE | + 37,7 % |
| Fielmann Group AG | + 32,6 % |
Börse Hannover: NISAX und Global Challenges Index legen deutlich zu – GCX Paris Aligned neu in der nachhaltigen Indexfamilie
Auch der niedersächsische Aktienindex NISAX der Börse Hannover konnte im Jahr 2023 deutlich zulegen. Seit seinem Start im Jahr 2002 kann er bis heute mit rund 7.230 Punkten ein Plus von 623 Prozent verzeichnen und übertrifft damit Vergleichsindizes wie den DAX40 oder den EuroStoxx50 deutlich. Die beste Performance der niedersächsischen Unternehmen erreichte im Jahr 2023 der hannoversche Versicherungskonzern Talanx AG mit einem Plus von 43 Prozent.
| NISAX – TOP 5 | Kursentwicklung 2023 (29.12.2023) |
| Talanx AG | + 43,0 % |
| Continental AG | + 35,5 % |
| Hannover Rück SE* | + 16,1 % |
| CEWE Stiftung & Co. KGaA | + 14,1 % |
| LPKF Laser & Electronics SE | + 1,9 % |
Der auf das Thema Nachhaltigkeit ausgerichtete Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover konnte im Jahr 2023 mit +23,8 Prozent wieder deutlich zulegen und mit 4.395 Punkten (29.12.2023) seit seinem Start im Jahr 2007 ein Plus von rund 340 Prozent erzielen. Damit liegt der GCX wieder nah an seinem Allzeithoch vom November 2021 bei über 4.600 Punkten. Mit dem Global Challenges Index Paris Aligned (GCX PA) hat der GCX im Oktober 2023 einen weiteren Schwesterindex hinzugewonnen, der sich an den Vorgaben der Dekarbonisierung zum Pariser Klimaabkommen orientiert und über den gleichzeitig aufgelegten BANTLEON Global Challenges Paris Aligned Index-Fonds investierbar ist. Auch im Anleihesegment entwickelte sich der GCX weiter: Beim Global Challenges Corporates (GCC), der einen Basket von aktuell rund 1.200 Anleiheemittenten abbildet, die den strengen Nachhaltigkeitsanforderungen des GCX entsprechen müssen, ist die KANON AG als neue Lizenznehmerin hinzugekommen.
Aktuell nutzen sechs Lizenznehmer den GCX als Grundlage für verschiedene Anlageprodukte, in die auch Privatanleger nachhaltig investieren können. Mehrere dieser GCX-Investmentfonds wurden auch in diesem Jahr wieder mit Siegeln vom FNG und sehr positiven Bewertungen durch Stiftung Warentest ausgezeichnet. Das in Produkte auf den GCX und GCC investierte Volumen beläuft sich derzeit auf rund 1,1 Mrd. Euro.
| GCX – TOP 5 | Kursentwicklung 2023 (29.12.2023) |
| Intel Corp. | + 85,4 % |
| Steelcase Inc. | + 84,9 % |
| Firstgroup PLC | + 69,7 % |
| STMicroelectronics N.V. | + 35,8 % |
| Dassault Systemes SE | + 30,8 % |
„Der GCX hat sich als feste und verlässliche Größe unter den Nachhaltigkeitsindizes etabliert, der mit strengsten Auswahlkriterien und regelmäßigen Auszeichnungen kontinuierlich seine Stärken beweist. Erst jüngst wurde der GCX in einer Auswertung von Anlageausschüssen für grüne Fonds als einziger Index mit einem Nachhaltigkeitsbeirat von Stiftung Warentest positiv hervorgehoben. Seine Nähe zum Markt spiegelt er über die stetig wachsende Index-Familie wider, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten den Bedürfnissen der Anleger entgegenkommt. Wie die nachhaltigen Unternehmen, entwickeln auch wir uns mit dem Index kontinuierlich weiter“, sagt Hendrik Janssen, Vorstand der BÖAG Börsen AG.
Fondsbörse Deutschland
Auch im Jahr 2023 war die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG unangefochtener Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds. Über die Zweitmarkt-Plattform der Fondsbörse Deutschland wurden mehr als 4.700 Transaktionen abgewickelt. Dabei entstand ein Nominalumsatz von rund 210 Mio. Euro.
Bei den gehandelten Assetklassen dominierten weiterhin Immobilienfonds, die mit einem Umsatzanteil von rund 63 Prozent ähnlich dominant blieben wie im Vorjahr (Umsatzanteil 62,34 Prozent). Schiffsfonds erreichten in 2023 abermals vergleichswiese hohe Kurse, konnten dabei aber nicht an die hohen Umsätze des Vorjahres anknüpfen. Bei den unter „Sonstige Beteiligungen“ geführten Assetklassen wie Private Equity, Erneuerbare Energien und Flugzeugfonds gab es dagegen ein deutliches Umsatzplus. Insbesondere waren Beteiligungen an Erneuerbare Energien Fonds gut nachgefragt.
Neu im Portfolio: Seit Oktober 2023 vermittelt die Fondsbörse Private Markets als neutraler Partner Spezial-AIF-Anteile von und an professionelle und semiprofessionelle Anleger. Damit wurde erstmals in Deutschland ein professioneller Handelsplatz für den Kauf bzw. Verkauf von Spezial-AIF geschaffen, der auch während deren Laufzeit einen strukturierten Handel ermöglicht. Der neu gestartete Private Markets-Handelsplatz (https://pm.fondsboerse.de) ist bereits mit den ersten Verkaufsaufträgen mandatiert.
Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Beteiligungsmakler AG: „Die Fondsbörse Private Markets haben wir in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Bereich der Spezial-AIFs, u.a. HANSAINVEST, entwickelt. Sie ist ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg zur ersten Adresse im professionellen Handel mit illiquiden Assets. Hier werden wir unsere Marktführerschaft weiter ausbauen. Bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder profitieren wir dabei mehr und mehr von Skalenvorteilen, unserem Know-how und unserem Netzwerk. Unabhängig von Markttrends sind wir damit bestens für den Weg in die Zukunft aufgestellt.“
