Zahlen – Daten – Fakten

Neue Zahlen der US-Unternehmen zum dritten Quartal fluten in diesen Tagen die Excel-Tabellen der Analysten. Besonderes Augenmerk liegt auf den Tech-Schwergewichten, welche die Rally bisher tragen und gestern wieder für neue Rekorde bei Dow Jones (47.942), S&P 500 (6.890) und Nasdaq 100 (26.087) gesorgt haben. Mittwoch nach Handelsschluss berichten Microsoft, Alphabet sowie Meta und am Donnerstag folgen Apple sowie Amazon, während Überflieger Nvidia sich noch drei Wochen Zeit lässt. Entscheidend dürften die Prognose-Aussagen sein, und wie man mit den massiven KI-Investitionen in Zukunft auch Geld verdienen möchte.

Frische Daten zum Konsumklima lieferte die GfK gestern für Deutschland und stellte eine erneute Abkühlung wegen sinkender Einkommensaussichten fest. Gleichzeitig vermeldete das Statistische Bundesamt eine Sparquote von 10,3 Prozent im deutschen Durchschnitt für das erste Halbjahr 2025, was leicht unter Vorjahresniveau, aber höher als in den anderen EU-Haushalten liegt. Also, bitte: Es sind nur noch acht Wochen bis Weihnachten! Oder warten Sie noch einen Monat auf (Online-)Shopping-Schnäppchen am Black Friday?

Harte Fakten dürfte die US-Notenbank heute Abend schaffen, mit einer vom Markt fest erwarteten weiteren Zinssenkung um 25 Basispunkte. Die Entscheidung der Fed wird aufgrund fehlender Behörden-Berichte wegen des anhaltenden US-Shutdowns erschwert, aber nicht aufgehalten. Neue Fakten schaffen in den mehr als angespannten Beziehung zwischen USA und China könnte das Treffen von Donald Trump und Xi Jinping in Südkorea schaffen und für neue Impulse sorgen. Dass der persönliche Austausch zustande kommt ist ein gutes Zeichen und die Erwartungen rund um Handelszölle, Ausfuhrkontrollen oder TikTok-Verbot sind natürlich hoch.

Neben Zahlen, Daten, Fakten zählen an der Börse auch immer Emotionen. Nachdem die Gold- und Silber-Euphorie die Kurscharts zu Fahnenstangen geformt hatte, wurde hier letzte Woche mit überfälligen Korrekturen um 11 bzw. 16 Prozent die Spaßbremse gezogen. Wenig Freude macht in den letzten beiden Wochen auch der seitwärts laufende DAX. Auf Jahressicht gibt es aber keinen Grund zu klagen.

PS: Die Börsen bleiben trotz Reformationstag in einigen Bundesländern am Freitag geöffnet und vom Halloween-Horror hoffentlich verschont.

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Newsletter vom 29. Oktober 2025

Thomas Strelow, Börse Düsseldorf

Gold und Silber glänzen wie nie

Der Höhenflug der Edelmetalle setzt sich fort: Für die Feinunze Gold wurden heute erstmals über 4.200 US-Dollar aufgerufen und beim Silber stieg der Kurs gestern über 53,50 und damit 1 US-Dollar höher als das bisherige Rekordhoch von vor über 45 Jahren. Seit Jahresbeginn sind das Zuwächse von 60 bzw. 85 Prozent! Und anstatt sich nur über die Zahlen zu freuen, sollte man sich über die Hintergründe Gedanken machen: Während beim Silber auch die Industrienachfrage und die Liefer-Verfügbarkeit des Rohstoffs eine Rolle spielen dürfte, liegt der steigende Goldkurs im Wesentlichen auch in der Schwäche des US-Dollars begründet. Dieser hat 2025 bisher 13 Prozent gegen den Euro eingebüßt und gegen einen gemischten Korb internationaler Währungen sind es 9 Prozent. Wo das Vertrauen in die größte Volkswirtschaft – die sich seit dem 1. Oktober im Schulden-Shutdown befindet – sinkt, wird nach dem sprichwörtlich „sicheren Hafen“ gesucht. Und den sehen viele bei den Edelmetallen.

Von „digitalen Gold“ war schon oft bei den Kryptowährungen und insbesondere beim Bitcoin die Rede. Die massiven Kursanstiege und zuletzt ein Rekord bei 125.000 US-Dollar unterstreichen die hohe Nachfrage. Doch bei Verkaufsdruck reagieren die virtuellen Coins auffallend nervös. So waren am Freitagnachmittag, nach den Trump-Äußerungen über einen 100-Prozent-Strafzoll auf Chinesische Produkte, zwar auch die Aktienmärkte massiv unter Druck geraten, aber bei den Kryptos ging es mit 7 Prozent beim Bitcoin, 14 Prozent bei Ether und 28 Prozent bei Ripple überraschend stark abwärts. Die Lage entspannte sich nach versöhnlichen Äußerungen des US-Präsidenten am Sonntag wieder – übrigens auch beim „TRUMP OFFICIAL Coin“, der um bis zu 35 Prozent gefallen war.

Der neue DAX-Rekordstand von 24.771 Punkten am Donnerstag soll hier nicht unerwähnt bleiben. Doch wer hier schon auf die Marke von 25.000 geschielt hat, musste sich gestern die Augen reiben, als der deutsche Leitindex ganz kurz unter die 24.000 Punkte gerutscht war. Kurz gesagt: Wo Glanz ist gibt es auch matte Stellen. Das vierte Quartal ist aufregend gestartet.

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Newsletter vom 15. Oktober 2025

Thomas Strelow, Börse Düsseldorf

Edelmetalle vor Aktien

Geschafft: Der September 2025 blieb unfallfrei! Trotz Finalsprint gestern beim DAX blieb es mit einem Mini-Minus von 0,1 Prozent aber ein saisonal typischer Verlustmonat. Besser schlugen sich hier der S&P 500 mit gut 3 Prozent und der Nasdaq 100 mit ordentlichen 7 Prozent Kursplus im Angstmonat September. Die beiden wichtigsten US-Indizes hatten erst am Montag neue Rekordstände erreicht. Noch euphorischer glänzen die Edelmetalle: Das Gold kratzte heute erstmals an der Marke von 3.900 USD, Silber kletterte diese Woche nach 14 Jahren wieder über 47 USD und Platin erreichte ein 12-Jahreshoch bei 1.630 USD. Seit Jahresbeginn sind das 47, 63 bzw. 75 Prozent Kursplus. Nach drei Vierteln des Börsenjahrs bilanziert der DAX mit einem Plus von 20 Prozent weiterhin besser als die knapp 14 Prozent beim S&P 500 oder die 17 Prozent beim Nasdaq 100.

Die steigenden Aktienkurse sind von Zukunftserwartungen an die Unternehmen getrieben, bei den Edelmetallen aber treiben Unsicherheiten deren Bewertung in US-Dollar nach oben. Neben den geopolitischen Konflikten bereitet die Verschuldung der USA den Börsenprofis zunehmend Sorgen. Als aktuelles Zeichen ist der heute in Kraft getretene „Government Shutdown“ zu deuten. Die mal wieder erreichte Schuldengrenze im US-Haushalt hat zur Folge, dass Behördenpersonal in den Zwangsurlaub geschickt wird und sich dadurch auch marktrelevante Konjunkturdaten verzögern könnten. Für einen Übergangshaushalt brauchen die Republikaner auch Stimmen der Demokraten – eine innenpolitische Herausforderung für den US-Präsidenten.

Nicht vergessen: Trotz kurzer Arbeitswoche bleiben am Freitag, dem Tag der Deutschen Einheit, die Börsen geöffnet – teilweise endet der Handel jedoch etwas früher bereits um 20 Uhr.

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Newsletter vom 1. Oktober 2025

Thomas Strelow, Börse Düsseldorf

Der DAX im September 2022

Im Monat September 2022 schloss der DAX mit einem Indexstand von 12.114,36 Punkten und lag damit 5,61 Prozent (720,60 Punkte) tiefer als im August. Von den 22 Handelstagen beendete der Index 9 mal positiv und 13 mal negativ. Das Verlaufshoch in diesem Monat lag bei 13.564,83 Punkten und der Tiefststand wurde bei 11.862,84 Punkten erreicht. Daraus ergibt sich eine Handelsspanne von 1.701,99 Punkten.

Monatsdaten für den US-Markt:

  • S&P 500 -7,1%
  • Nasdaq 100 -8,5 %

Der Deutsche Aktien Index („DAX“) wird an allen Handelstagen zwischen 9:00 und 17:30 Uhr sekündlich im System Xetra der Frankfurter Wertpapierbörse ermittelt. Der Index umfasst die nach Marktkapitalisierung 40 größten deutschen börsennotierten Unternehmen.
DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG.