Rekorde ohne Euphorie
Am Dienstag stieg der DAX bis auf 26.504 Punkte und nahm damit Kurs auf die nächste runde Zahl. Seit dem ersten Sprung über die 26.000 zum Monatsanfang hat diese Marke gehalten und doch ist die Stimmung wenig euphorisch. Seit Jahresbeginn gerechnet liegt der Index nun rund 8 Prozent im Plus – im März waren es kurzzeitig auch mal minus 10 Prozent. Eigentlich ein starkes Zeichen.
Eine überhitzte Marktphase misst die Bank of America in ihrem „Bull & Bear Indicator“ für den US-Markt, der den höchsten Stand seit Ende 2020 ausweist. Aber die bekannten geopolitischen Krisenherde bleiben ohne konkrete Lösungen. Versprechungen laufen ins Leere und werden gebrochen. Es scheint ein ewiger, sich wiederholender Kreislauf zu sein. Nur der kapitalhungrige KI-Hype nährt seine Geschichte selbst und sorgt über zirkuläre Deals für neue Wachstumsfinanzierung. Nvidia organisierte jetzt Zusagen über 500 Milliarden US-Dollar für den Ausbau der KI-Infrastruktur von den großen Adressen der Wall Street. Hier sind Optimisten am Werk!
Gedämpfte Laune kommt beim Blick auf die nun bestätigte deutsche Inflationsrate von 2,8 Prozent im Juli auf. Den Wegfall des Tankrabatts spüren Autofahrer beim Blick auf die Spritpreise, während Mineralölkonzerne hohe Gewinne einfahren. Die Kraftstoffe verteuerten sich zum Vormonat um 11,2 Prozent; auf Jahressicht sogar um 23 Prozent. Energie ist und bleibt beim Preis sowie der Versorgungssicherheit ein entscheidender Faktor für die Industrie. Doch in beiden Punkten sind die Zukunftsaussichten leider bescheiden.


Newsletter vom 12. August 2026
Thomas Strelow, Börse Düsseldorf

Große Indizes im Rekordrausch
„An der Börse wird die Zukunft gehandelt!“ Auch wenn so etwas wie Frieden am Persischen Golf und die Ausweitung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus nach dem abgesagten Großangriff der USA noch nicht wirklich erreicht ist, beflügelt die Hoffnung darauf mal wieder die Märkte. Faktenbasiert sind ein rückläufiger Ölpreis bei knapp unter 80 US-Dollar sowie positive Zahlen und Ausblicke der Big Techs in den aktuellen Berichtssaison die unmittelbare Rechtfertigung für neue Rekordstände.
Der DAX sprang am Montag erstmals über die 26.000er-Marke und hält sich seit dem dort – mit Ausflügen bis auf 26.403 Punkte in der Spitze bisher. Den Juli konnte er am Freitag mit einem Monatsplus von 2,5 Prozent abschließen. In den USA schnellten gestern in einem erneut starken Handelstag der Dow Jones über die 54.000 und der S&P 500 über die 7.700 Punkte hinaus – so hoch wie nie zuvor. Der technologielastige Nasdaq 100 hatte im Juli rund 6,6 Prozent eingebüßt durch die Korrektur bei den zuvor stark gestiegenen Chip- und Halbleiterwerten. Aktuell fehlen hier aber auch nur 3,2 Prozent bis zum letzten Rekordhoch von Anfang Juni.
Von einem ruhigen Börsensommer ist dieses Jahr wenig zu spüren. Der jüngste Anstieg bestätigt Anleger, durchgängig investiert zu sein. Doch auf diesem Niveau über Gewinnmitnahmen nachzudenken, ist kein Zeichen von Schwäche. Wer will schon, dass die prachtvolle Ernte auf dem Feld von einem Unwetter dezimiert wird? Spätestens im September steht gemäß der Saisonalität ein schwieriger Börsenmonat bevor. Aber was gelten Muster und Regeln schon in diesen Zeiten.


Newsletter vom 5. August 2026
Thomas Strelow, Börse Düsseldorf

März 2025: JPMorgan US Research Enhanced Index Equity
Mit dem JPMorgan US Research Enhanced Index Equity erhalten Anleger die Möglichkeit, in einen aktiv verwalteten ETF zu investieren, der darauf abzielt, langfristig eine Rendite über dem Vergleichsindex S&P 500 zu erwirtschaften. Der ETF umfasst Aktien mit hoher Marktkapitalisierung, die von US-Unternehmen begeben wurden, beschränkt sich jedoch nicht auf das Anlageuniversum des Vergleichsindex. Darüber hinaus erfolgt die Auswahl der Wertpapiere anhand der ESG-Kriterien.

Im Aktionsmonat wird der ETF an der Börse Düsseldorf vom Skontroführer ICF BANK zu nochmals engeren Geld- und Brief-Kursen gehandelt. Ziel ist es, den niedrigsten Spread unter den deutschen Handelsplätzen bieten zu können. In der Zeit zwischen 09:00 und 17:30 Uhr ist die Geld-Brief-Spanne in diesem Papier niedriger (oder maximal gleich) wie am Handelsplatz Xetra.
Die hier vorgestellten Produkte sind in keinem Fall als Anlageberatung oder Kaufempfehlung zu verstehen.
| Name ISIN | Briefkurs Stand | Diff % Diff +/- |
|---|---|---|
| JPMorgan US Research Enhanc… IE00BF4G7076 | 0 25.09.2026 | 0,36% 0,2400 |

ETF des Monats – 03/2025
Kurzsteckbrief A2DWM7:
Aktiv verwaltet
Ertragsverwendung: Thesaurierend
Fondsgröße: 10,68 Mrd. EUR
Fondswährung: USD
Total Expense Ratio: 0,19 %
Anzahl Positionen: 250
(Datenquelle: extraETF.com vom 24.02.2025)
Mehr Informationen bei extraETF.com:

(inkl. Factsheet und Anlegerinformationsblatt)

Die Courtage für ETF-Geschäfte an der Börse Düsseldorf beträgt 0,08%. In Verbindung mit einem niedrigen Spread und abhängig von der Ordergröße kann dies für das einzelne Geschäft zu einem günstigeren Kauf- oder Verkaufspreis führen, als an einem Handelsplatz ohne explizite Nebenkosten. Vergleichen lohnt sich! (Ausschlaggebend für die Gebühren ist das Preisverzeichnis der depotführenden Banken bzw. Broker.)
Mit Prognose-Feuerwerk ins neue Jahr
Das Börsenjahr 2023 ist in den Büchern und es war ein erfolgreiches: Der DAX präsentierte sich mit 20,3 Prozent Performance so stark wie zuletzt 2019. Mit neuem Verlaufshoch bei 17.003 Punkten Mitte Dezember ist angedeutet, in welche Dimension die Reise als nächstes gehen soll. In den USA bilanzierte der marktbreite S&P 500 mit einem Plus von 22,5 Prozent und im Technologieindex Nasdaq 100 waren es beachtliche 50,4 Prozent. Das Gold legte 2023 um 9,6 Prozent zu und der Bitcoin notierte 161 Prozent höher als zum Vorjahresschluss.
Lange bevor die erste Silvester-Rakete in den Himmel steigt, erscheinen zuverlässig die Prognosen für das nächste Börsenjahr – wobei eine Überprüfung der alten Zielwerte maximal in Nebensätzen stattfindet. Für den DAX sehen mehr als 20 befragte Banken einen Indexstand zwischen 18.600 (CMC Markets) und 15.400 (Bank of America), was einem Durchschnittswert von 17.240 Punkten (+2,9 %) für das Jahresende 2024 entspricht. Im S&P 500 liegt die durchschnittliche Erwartung bei 4.850 Punkten (+1,7 %), mit einer Spanne von 5.300 (Oddo BHF) bis 4.200 (JP Morgan).
Die Halbwertzeit solcher Prognosen ist eher gering und unterjährige Anpassungen verderben ein wenig den Spaß daran. Doch die Realität ist der größte Feind der Fantasie. Der Ende Oktober gestartete Kursanstieg ist Mitte Dezember in eine Seitwärtsphase gewechselt, was als gesunde Entwicklung gesehen werden darf. Die erwarteten und entsprechend eingepreisten Zinssenkungen sind noch mehr Hoffnung als Gewissheit und so schwankte der DAX in den ersten Handelstagen bereits um mehr als 500 Punkte. Wie die Notenbanken sollten Anleger nach dem Kursfeuerwerk der letzten Monate erstmal „auf Sicht“ fahren, bis sich der Rauch verzogen hat.


Newsletter vom 10. Januar 2024
Thomas Strelow, Börse Düsseldorf

November 2022: SPDR S&P Global Dividend Aristocrats UCITS ETF
Teil 1/3 der Serie „monatlich Dividende“
Jeden Monat Erträge aus der Geldanlage in Aktien auf’s Konto? Mit nur drei verschiedenen Dividenden-ETFs, die vierteljährlich Ausschüttungen vornehmen, ist dies möglich. In der Musterportfolio-Kombination ergaben die Ausschüttungen seit 2018 eine jährliche Rendite zwischen 3,7 und 5,7 Prozent.
Mit dem SPDR S&P Global Dividend Aristocrats UCITS ETF investieren Anleger in die Wertentwicklung von ca. 100 Unternehmen mit hoher Dividendenrendite innerhalb des S&P Global BMI. Die Werte müssen seit mindestens zehn aufeinander folgenden Jahren eine Ausschüttungspolitik verfolgen, welche auf die Erhöhung oder Beibehaltung von Dividenden abzielt, und zugleich eine positive Eigenkapitalrendite und einen positiven operativen Cashflow aufweisen.
Die Ausschüttungen erfolgen hier quartalsweise in den Monaten November, Februar, Mai und August.
Im Aktionsmonat wird der ETF an der Börse Düsseldorf vom Skontroführer ICF BANK zu nochmals engeren Geld- und Brief-Kursen gehandelt. Ziel ist es, den niedrigsten Spread unter den deutschen Handelsplätzen bieten zu können. In der Zeit zwischen 09:00 und 17:30 Uhr ist die Geld-Brief-Spanne in diesem Papier niedriger (oder maximal gleich) wie am Handelsplatz Xetra.
Die hier vorgestellten Produkte sind in keinem Fall als Anlageberatung oder Kaufempfehlung zu verstehen.
| Name ISIN | Briefkurs Stand | Diff % Diff +/- |
|---|---|---|
| SSSPDR S&P Glob.Div.Arist.ETF IE00B9CQXS71 | 0 25.09.2026 | 0,07% 0,0250 |


ETF des Monats – 11/2022
Kurzsteckbrief A1T8GD:
Indexabbildung: Physisch
Ertragsverwendung: Ausschüttend
Fondsgröße: 1,15 Mrd. EUR
Fondswährung: USD
Total Expence Ratio: 0,45 %
Anzahl Positionen: 94
(Datenquelle: extraETF vom 26.10.2022)

Artikel zum ETF des Monats November 2022:
https://de.extraetf.com/news/etf-news/investment-tipp-dies-ist-der-etf-des-monats-im-november-2022
Informationsblatt zum ETF:
Die Courtage für ETF-Geschäfte an der Börse Düsseldorf beträgt 0,08%. In Verbindung mit einem niedrigen Spread und anhängig von der Ordergröße kann dies für das einzelne Geschäft zu einem günstigeren Kauf- oder Verkaufspreis führen, als an einem Handelsplatz ohne explizite Nebenkosten. Vergleichen lohnt sich! (Ausschlaggebend für die Gebühren ist das Preisverzeichnis der depotführenden Banken bzw. Broker.)
Oktober 2022: SPDR S&P 500 Low Volatility
Über den SPDR S&P 500 Low Volatility UCITS ETF investiert man in die 100 Unternehmen im S&P 500, welche die geringste Volatilität aufweisen. Der Index besteht aus US-Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung, welche im ETF gut gestreut sind: Auf die Top 10 Holdings entfallen ca. 12 Prozent des investierten Volumens. Beim Branchenmix entfallen auf Versorger, Basiskonsumgüter und Gesundheitswesen rund 60 Prozent der Titel.
Im laufenden Jahr 2022 liegt der SPDR S&P 500 Low Volatility bis Ende September mit 4 Prozent im Plus, während der breitere S&P 500 rund 20 Prozent im Minus notiert.
Im Aktionsmonat wird der ETF an der Börse Düsseldorf vom Skontroführer ICF BANK zu nochmals engeren Geld- und Brief-Kursen gehandelt. Ziel ist es, den niedrigsten Spread unter den deutschen Handelsplätzen bieten zu können. In der Zeit zwischen 09:00 und 17:30 Uhr ist die Geld-Brief-Spanne in diesem Papier niedriger (oder maximal gleich) wie am Handelsplatz Xetra.
Die hier vorgestellten Produkte sind in keinem Fall als Anlageberatung oder Kaufempfehlung zu verstehen.
| Name ISIN | Briefkurs Stand | Diff % Diff +/- |
|---|---|---|
| SSSPDR S&P 500 Low Volat.UE IE00B802KR88 | 0 25.09.2026 | -0,01% -0,0100 |


ETF des Monats – 10/2022
Kurzsteckbrief A1J3PA:
Indexabbildung: Physisch
Ertragsverwendung: Thesaurierend
Fondsgröße: 165 Mio. EUR
Fondswährung: USD
Total Expence Ratio: 0,35 %
Anzahl Positionen: 100
(Datenquelle: extraETF vom 28.09.2022)

Artikel zum ETF des Monats Oktober 2022:
https://de.extraetf.com/news/etf-news/investment-tipp-dies-ist-der-etf-des-monats-im-oktober-2022
Informationsblatt zum ETF:
> Themenseite „Low Volatility“ bei extraETF
Die Courtage für ETF-Geschäfte an der Börse Düsseldorf beträgt 0,08%. In Verbindung mit einem niedrigen Spread und anhängig von der Ordergröße kann dies für das einzelne Geschäft zu einem günstigeren Kauf- oder Verkaufspreis führen, als an einem Handelsplatz ohne explizite Nebenkosten. Vergleichen lohnt sich! (Ausschlaggebend für die Gebühren ist das Preisverzeichnis der depotführenden Banken bzw. Broker.)
Aufwärtstrend lockt die Optimisten
Rund 1.500 Punkte hat der DAX in den letzten sechs Wochen hinzugewonnen. Dabei hat sich ein aufsteigender Trendkanal ausgebildet, der inzwischen zielsicher die 14.000er-Marke anpeilt, an der sich der deutsche Leitindex im zweiten Quartal zunächst als Unterstützungs- und dann als Widerstandszone abgearbeitet hatte. Aus dem Kurzzeitgedächtnis gestrichen scheinen die relativen Tiefs bei 12.400 Punkten in der ersten Juli-Hälfte. Der übergeordnete Abwärtstrend aus dem ersten Halbjahr ist aber noch nicht wirklich negiert und ein Rückschlag wäre das Abfallen unter 13.500 Punkte. Pessimisten sprechen von einer zwischenzeitlichen Bärenmarkt-Rally, aber die Zahl der Optimisten nimmt zu und gleichzeitig steigen leicht die Umsätze.
International zeigt sich ein ganz ähnliches Bild bei den großen Indizes, auch wenn die Dynamik der letzten Wochen nachlässt. Die Quartalszahlen der Unternehmen und die Wirtschaftsindikatoren liefern teilweise widersprüchliche Signale, etwa bei den Großhandelspreisen. Bei den deutschen Verbrauchern gilt inzwischen die aktuelle und erwartete Inflation als das mit Abstand größte Problem. Und diese Befürchtung ist realistisch: Mit dem Auslaufen der politischen Bremsmaßnahmen in diesem Monat halten Ökonomen für den Herbst eine Teuerungsrate im zweistelligen Bereich für wahrscheinlich. Zumindest vorübergehend.


Newsletter vom 17. August 2022
Thomas Strelow, Börse Düsseldorf

Bodenbildung im Juli?
Nachdem das erste Börsenhalbjahr 2022 sich historisch schlecht entwickelt hatte, lässt die Performance der Indizes im Juli Hoffnung aufkommen. Der DAX verzeichnete ein Plus von rund 5,5 Prozent und zeigte sich damit im internationalen Vergleich noch zurückhaltend: EuroStoxx50 +7,3%, Dow Jones +6,7%, S&P 500 +9,1%, Nasdaq100 +12,6 %. Das wirkt überraschend vor dem Hintergrund, dass im gleichen Monat die Notenbanken in der EU und in den USA die Leitzinsen deutlich erhöht haben, die US-Wirtschaft technisch in einer Rezession ist und die Inflationsraten im Vorjahresvergleich weiter deutlich anstiegen. Lediglich in Deutschland bremsten der Tankrabatt und das 9-Euro-Ticket die Teuerungsrate ab; beide Maßnahmen enden aber zum nächsten Monatswechsel.
An den Märkten richtet man den Blick trotz ungelöster Probleme lieber in die Zukunft und versucht Optimismus zu verbreiten. „Die Börse hat ihren Boden gefunden“, bilanzierte unser Autor Hartmut Jaensch diese Woche bei n-tv und nennt unter anderem fallende Rohstoffpreise als mögliche Indikatoren. Bremsspuren sind also vorhanden. Ob es vom Durchstarten kommt, muss sich erst noch zeigen. Zudem neue Probleme in den Fokus rücken. Die geopolitische Spannungen zwischen China und den USA durch die provokante Taiwan-Reise der ranghohen US-Politikerin Nancy Pelosi scheint zunächst keine große Rolle für die Märkte zu spielen. Jedenfalls noch nicht.


Newsletter vom 3. August 2022
Thomas Strelow, Börse Düsseldorf
