Nach der Wahl ist vor der Wahl

Christoph Geyer

Da haben die Marktteilnehmer intensiv darüber diskutiert, wie denn die Märkte und speziell der deutsche Markt reagieren würden, wenn Kamala Harris oder Donald Trump neue Präsidentin oder neuer Präsident der Vereinigten Staaten werden. Als die US-Wahl dann gelaufen war, glaubte man, die nötige Sicherheit zu haben, auf die die Börsen so viel Wert legen. So hat der deutsche Markt auch zunächst ganz anders reagiert, als vor acht Jahren, als Donald Trump zum ersten Mal zum US-Präsidenten gewählt wurde. Seinerzeit rutschte der DAX nämlich vorbörslich kräftig ab, um dann im Handelsverlauf ins Plus zu drehen und am Tagesende auf einen beachtlichen Gewinn zu steigen.

Dieses Mal eröffnete der DAX bereits mit einem deutlichen Plus, was er dann im Handelsverlauf wieder abgeben musste. Als dann die Nachricht von der Auflösung der Ampelregierung kam, reagierte unser Leitindex am nächsten Tag zunächst positiv.

Allerdings hielt die Freude nicht lange an, weil sich die Unsicherheit darüber, wann die Wahl denn stattfinden würde, in die Köpfe der Börsianer geschlichen hat. Unsicherheit ist das, was Börsianer am meisten hassen. Sicher ist es weniger die Frage welche neue Regierung denn an die Macht kommen könnte, als vielmehr die Frage, wann endlich Klarheit herrsche und wirtschaftliche Gegebenheiten wieder in den Vordergrund treten.

Es liegt auf der Hand, dass in solchen Phasen weder fundamentale noch technische Faktoren eine große Rolle spielen. Die Marktteilnehmer sind von den Nachrichten, die minütlich über die Ticker kommen, getrieben und hoffen darauf, dass wieder berechenbare Faktoren zu einer seriösen Beurteilung führen. So verwundert es auch nicht, dass die Indikatoren im neutralen Bereich notieren. Wichtig für die kommenden Wochen wird sein, dass die Unterstützungszone, die zuvor einen Widerstand dargestellt hatte, nicht unterschritten wird. In diesem Fall würde das letzte Tief vom September dieses Jahres in den Fokus treten.

Newsletter vom 13. November 2024

Christoph Geyer – stellv. Regionalmanager
VTAD Frankfurt

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Mit Trump in die Jahresend-Rally?

Der deutliche Wahlsieg von Donald Trump vor genau einer Woche kam für viele überraschend und hat nicht wenige Investoren auf dem falschen Fuß erwischt. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist es eben wie an der Börse. „Da ist alles möglich – auch das Gegenteil“. Dieses Zitat stammt übrigens vom verstorbenen Börsenaltmeister André Kostolany.

Nun werden die Karten diesseits und jenseits des Atlantiks ganz schnell neu gemischt, denn der neue US-Präsident hatte vor der Wahl klar und deutlich gesagt, was er mag und was nicht und vor allem, was er zeitnah umzusetzen gedenkt.

Profitieren könnten u. a. die Banken, z. B. durch weniger Regulierung, aber auch die Öl- und Gasindustrie, denn Trump ist kein Freund der Energiewende. Folglich haben Aktien wie Plug Power oder First Solar seit Bekanntwerden des Wahlergebnisses richtig Federn gelassen. Einzige Ausnahme: Tesla, der führende E-Autobauer konnte seit dem 5. November (Handelsschluss) bis Montag um rund 40 Prozent zulegen, der Börsenwert von Tesla stieg dadurch um rd. 320 Mrd. US-Dollar auf 1,1 Billionen. Elon Musk wird’s freuen, er ist damit der zweite Sieger der US-Wahl. Musk hatte sich beizeiten für Trump entschieden und gehörte mit 120 Mio. USD zu den Hauptspendern. Das hat ihm persönlich allein am Montag einen bescheidenen Vermögenszuwachs von rd. 20 Mrd. bzw. 42 Mrd. USD innerhalb einer Woche beschert.

Dazu soll er als Berater die Leitung einer neu geschaffenen Abteilung für Regierungseffizienz übernehmen.

Aber bitte nicht neidisch werden, das sind erst mal nur Buchgewinne, die mit den Kursen täglich rauf und runter gehen. Weniger erfolgreich waren dagegen die Shortseller auf Tesla-Aktien. Sie hat es teilweise richtig Geld gekostet.

Trump mag auch Bitcoins und so verwundert es nicht, dass diese Kryptowährung seit einer Woche haussiert. Von 70.000 USD auf fast 90.000 am Dienstag ein Sprung von fast 30 Prozent. Experten sehen den Bitcoin auf absehbare Zeit bereits im sechsstelligen Bereich. Warten wir es ab, es bleibt auf jeden Fall sehr spannend an den Märkten.

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Newsletter vom 13. November 2024

Martin Braun, Börse Hannover

„Der Greis ist heiß“ (nicht nur der Greis… )

Monatlicher Kapitalmarkt-Standpunkt von Kai Jordan, Vorstand der mwb Wertpapierhandelsbank AG

„Alte Männer sind gefährlich, denn die Zukunft ist egal“ sang Udo Lindenberg in seinem Song „der Greis ist heiß“. Und sehr viele Beobachter gerade in Europa bewerten das Ergebnis der US-Wahl ähnlich. In der Tat wirken die antidemokratischen Ankündigungen des „MAGA-Präsidenten“ wie vieles andere auch „bedrohlich“ und ob diese gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in USA insgesamt für eine gedeihliche Entwicklung hilfreich sind, wird hinreichend diskutiert. Wir wollen uns hier aber mit den Auswirkungen im Falle der Umsetzung der Wahlversprechen des Herrn Trump auf die Kapitalmärkte befassen. Denn hier wird es ebenfalls spannend.

Denn wir hatten ja bereits im Juli die Glaskugel bemüht und in unserem Standpunkt „Was wäre, wenn“ vieles vorhergesagt was sich nun konkretisiert. „Don’t get us wrong here“ – wir hätten lieber unrecht behalten. Die Rechnung, die das amerikanische Volk für die MAGA Politik am Ende zahlen wird, könnte astronomisch sein. Die protektionistische Politik und damit verbundene Zölle dürften die Inflationsspirale ebenso anheizen wie die migrationsfeindliche Politik die Löhne. Der US-Anleihemarkt nimmt diesen „Trump-Trade“ seit Wochen vorweg und die Renditen sind seit September bereits deutlich angestiegen auf mittlerweile gut 4,5 % für 10 Jahre. Auch der deutsche Zins kann sich – EZB hin – oder her – diesem nicht entziehen und der Bund Future handelt bereits wieder auf den alten Tiefs. Die Aktien reagieren derweil positiv auf die zunächst unternehmensfreundlich erscheinende Agenda die Deregulierung – nicht nur im Bankensektor verspricht. Die US-Finanzaktien waren mit dem größten Gewinner mit Kurzuwächsen zwischen 10 – 20 %; in der Hoffnung auf höhere Zinsen aufgrund der ausufernden Staatsverschuldung.

Trump wird sehr darauf achten wollen, dass seine „Inthronisierung“ optisch von einer weiteren Aktienrallye begleitet wird. Trumps Versprechen, die „Federal-Corporate-Tax“ von 21 % auf 15 % zu senken könnte die Gewinne im S&P 500 zwar um 4 % treiben, wie Goldman Sachs im September errechnet hat. Aber dieser Effekt dürfte durch steigende Finanzierungskosten neutralisiert werden.

Denn die angekündigten Zölle auf Importe aus China in Höhe von 60 % würden nach JPMorgan alleine den Gewinn im SP500 um USD 15,00 belasten und damit die Hälfte der erwarteten Gewinnsteigerungen für 2025 wieder ausradieren. Einer bereits vor der Wahl bekanntgewordenen „Maximalplan für allgemeine Zollerhebungen“ von 20 % dürfte das US-GDP um rund 0,8 % belasten, schreiben die Ökonomen von Bloomberg, und zwar unter der Annahme, dass nur China Vergeltungszölle erhebt. Auch die Strategen von JP Morgan schätzen die Auswirkungen all dieser Zollpläne deutlich belastender ein als vor 8 Jahren, da sich Konjunkturzyklus und Kapitalmarkt in einer wesentlich weiter fortgeschrittenen Phase befinden. So hat der sogenannte „Trump-Trade“ (ergo die Entwicklung der Märkte gerade in den letzten Wochen) die Bewertungen schon an ein Top-Level gehoben und lassen weitere Stimulanz durch fiskalische Maßnahmen deutlich ambitionierter erscheinen.

Die angekündigten Maßnahmen der Trump-Administration dürften das ja ohnehin schon astronomische Haushaltsdefizit im US-Schuldenbabel in der kommenden Dekade um weitere 7,75 Billionen USD anschwellen lassen. Eine Vervierfachung. Aber kein Problem für Trump, der ja seinen Einfluss auf die Gelddruckmaschine FED ausweiten will und in einem Interview vor kurzem zum Besten gab, das „er es normal finden würde, wenn der Präsident dem FED Chairman mitteilt, wie er sich die Notenbankpolitik vorstellt“. Na dann!

Mehr als pikant in dem Zusammenhang die Rolle von Elon Musk. Der milliardenschwere Unternehmer hatte über 130 Millionen Dollar in Trumps Kampagne investiert und im Gegenzug einen Posten versprochen bekommen. Er hat bereits gewonnen, denn die Aktien seiner Unternehmen gingen bereits durch die Decke. Er steuert ein Imperium von 6 Firmen und SpaceX beispielsweise partnert bereits heute sehr eng und milliardenschwer mit der NASA und dem Verteidigungsministerium. Tesla kämpft aus gutem Grund bisher sehr stark mit Regulierung wegen der Probleme beim autonomen Fahren und Robotaxis. Man darf gespannt sein (oder auch nicht). Warren Buffet sagte bereits vor Jahren: „There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.“ Er bekommt wieder recht.

Klar, auch hierzulande besteht ein großer und wichtiger Wunsch nach mehr Unternehmern in der doch sehr von Beamten dominierten Politik. Aber vielleicht sollten wir unseren Wunsch mit dem Begriff „seriös“ konkretisieren.

Und welche Sektoren profitieren? Alles, was noch 2021 jedem ESG Beauftragten die Haare zu Berge hätten stehen lassen. Das wird sich fortsetzen mit einer Perfomance, die den globalen Temperaturanstieg überholt. Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher (Albert Einstein).

Zusammengefasst dürfen die Ergebnisse der Ankündigungen von Trump den „Concerns“ der meisten Wähler in den USA diametral entgegenstehen, z. B. beim Thema Inflation. Aber dass sich Wahlentscheidungen und Programmatik widersprechen kennen wir ja gerade in jüngster Zeit hierzulande auch zunehmend. Es erinnert mich alles an die „Gespenster-Geschichten Comics“, die in meiner Jugend populär waren. Am Ende stand immer der Satz: „Seltsam, aber so steht es geschrieben“. Aber vielleicht gelten auch in den USA die alten Gesetze nach der Wahl: „was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“. Wir werden sehen.

Nicht nur der „Greis ist heiß“ sondern auch die politische Lage in Deutschland: es überschlagen sich die Ereignisse. Die „Fortschrittskoalition“ des „wer bei mir Führung bestellt bekommt sie auch“ Kanzlers (The short man) hat erkannt, dass sie und das Land eben führungslos auf ein Riff zusteuern. Ja, einer muss das Ruder in die Hand nehmen und das Schiff auf einer Seite links- oder rechtsherum steuern. Und es ist grundsätzlich ja eine gute Sache, dem Souverän die Entscheidung zurückzugeben. Nur fürchten wir auf Basis der aktuellen Demoskopie eine wahrscheinliche Konstellation, die dazu führt, dass man sich – wie schon mehrmals – gemütlich einrichtet und in einvernehmlicher Harmonie der Kurs weiter geradeaus bleibt. Und wieder war es, als hätten wir es „gerochen“ aber da waren wir auch nicht alleine ( https://www.bondguide.de/topnews/mwb-kapitalmarkt-standpunkt-populismus/  ) . Dem Kanzler geht es wie immer nicht um das Land. Ab sofort ist nur noch Wahlkampf.

Der Kanzler möchte noch ein paar Beschlüsse durchbürsten, um mit diesen seine Wahlchancen (echt jetzt?) zu verbessern. Der fiskalische Inflationsausgleich ist ein FDP Projekt gegen die inflationsgetriebene „kalte Progression“. Rentenstabilisierung, Asylpolitik und Industriehilfen sind weitere Punkte. Ob er dafür eine Mehrheit bekommt, ist reine Wahlkampftaktik. Weil, bekommt er Stimmen von CDU oder gar FDP kann er sich feiern, andernfalls die anderen verurteilen. Was Scholz dem Souverän vorenthält: „Der Bundestag muss für das laufende Jahr noch einen Nachtragshaushalt beschließen – sonst könnte eine Haushaltssperre drohen.“ Denn auch der Haushalt für 2025 ist noch nicht „im Sack“. 2025 startet also wahrscheinlich mit einer vorläufigen Haushaltsführung, während der man sich auf das nötigste beschränken muss. Und damit der Kanzler seine Wahlkampfshow aufführen kann, drohen dem Lande insgesamt noch Monate Stillstand.

Denn selbst wenn im März dann gewählt würde, bis die sodann sicher fälligen Koalitionsverhandlungen zum Abschluss kommen blühen bereits die Krokusse. Wie auch immer es kommt, eine für den Kapitalmarkt aus unserer Sicht erstrebenswerte Gesetzgebung der Ampel wird nun zuversichtlich im parlamentarischen Prozess scheitern: „das Altersvorsorgedepot“.  Derweil registrieren wir mit Verkehrsminister Wissing den ersten Überläufer auf das sinkende Ampelschiff. „Seltsam, aber so steht es geschrieben“. Aber es gibt auch einen Lichtblick: man hört von einem Ende des Ukrainekonfliktes? Ob das realistisch ist? Wir wissen es nicht. Aber die Folge wäre eine drastische Entspannung gerade bei den Energiepreisen. Heißt es auch in Moskau: „Der Greis ist heiß“?

Zu mwb:

Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG ist ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassener Wertpapierdienstleister mit Niederlassungen in Gräfelfing bei München, Hamburg, Hannover, Frankfurt und Berlin. Das Unternehmen wurde 1993 gegründet. 1999 erfolgte der Börsengang. Heute ist die mwb-Aktie (ISIN DE000A3EYLC7, WKN A3EYLC) an der Börse München im Segment m:access notiert wie auch im Freiverkehr an den Börsen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt (Basic Board), Hamburg und Stuttgart. mwb ist in zwei Geschäftsbereichen aktiv: Wertpapierhandel und Corporates & Markets. Im Wertpapierhandel betreut mwb rund 46.000 Orderbücher für deutsche und internationale Wertpapiere. Dabei handelt es sich sowohl um Aktien als auch um festverzinsliche Wertpapiere und offene Investmentfonds. Damit ist mwb einer der größten Skontroführer in Deutschland.

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mwb Kapitalmarkt-Standpunkt

vom 08. November 2024
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Kai Jordan – Vorstand der mwb Wertpapierhandelsbank AG

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Die aktuelle Lage an den Aktienmärkten

Martin Schilling

Die meisten Aktienmärkte haben sich in diesem Jahr sehr positiv entwickelt. Diese Entwicklung hat viele überrascht, denn gerade aus Deutschland und Europa kamen schlechte Nachrichten aus der Wirtschaft und die geopolitischen Unsicherheiten haben weiter zugenommen. Ist es nun an der Zeit, vorsichtiger zu werden und Gewinne mitzunehmen oder könnte es, wie so oft in den vergangenen Jahren, zu einer Jahresendrallye kommen, die die Kurse weiter nach oben treibt?

Aus unserer Sicht sind es vor allem zwei wesentliche Einflussfaktoren, die den weiteren Verlauf der Aktienmärkte in den kommenden Monaten beeinflussen: die US-Präsidentschaftswahl und die wirtschaftliche Entwicklung.

Am 5. November finden in den USA die nächsten Präsidentschaftswahlen statt. Bisher liefern sich Kamala Harris von den Demokraten und der Republikaner Donald Trump ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Zwar liegt Kamala Harris derzeit in den meisten Umfragen vor Donald Trump, ihr Vorsprung ist jedoch hauchdünn, sodass es fraglich ist, ob sie die notwendige Mehrheit der Wahlleute erreichen wird. Da die meisten Bundesstaaten aus Tradition und unabhängig vom jeweiligen Kandidaten entweder mehrheitlich republikanisch oder demokratisch wählen, kommt es vor allem auf einige wenige umkämpfte Staaten, die sogenannten „Swing States“, an, in denen nicht von vornherein klar ist, wer gewinnt. Somit gleicht der Ausgang der Präsidentschaftswahl aktuell einem Münzwurf, eine seriöse Aussage über den Sieger ist derzeit nicht möglich.

Deutlich klarer stellt sich dagegen die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung dar, wobei die Lage diesseits und jenseits des Atlantiks kaum unterschiedlicher sein könnte: Die US-Wirtschaft wächst solide und das reale Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 2,5 Prozent zulegen. Trotz zwischenzeitlich sehr hoher Zinsen steuert die US-Wirtschaft auf eine weiche Landung zu, eine geringe politische Regulierungsdichte sowie eine hohe Technologie- und Innovationsoffenheit sorgen auch 2025 für Wachstum. Dagegen stagniert die deutsche Wirtschaft, die Industrie erlebt das dritte Rezessionsjahr in Folge und auch für 2025 ist keine wirkliche Besserung in Sicht.

Dass sich die US-Börsen in diesem Umfeld positiv entwickeln, ist nicht verwunderlich, auch wenn das Ausmaß des Kursanstiegs in diesem Jahr überrascht. Ein ordentliches Wirtschaftswachstum, gepaart mit rückläufiger Inflation und sinkenden Zinsen, sind das Salz in der Börsensuppe. Wir glauben deshalb, dass die Berichtssaison der US-Unternehmen zum abgelaufenen dritten Quartal, die in den nächsten Tagen Fahrt aufnimmt, überwiegend positive Ergebnisse bringen wird. Aufgrund dieser guten fundamentalen Rahmenbedingungen für US-Aktien gehen wir davon aus, dass die Aktienkurse in den USA zum Jahresende höher stehen werden als heute und auch für 2025 sehen wir noch weiteres Steigerungspotential.
Am deutschen Aktienmarkt wurden nach einer Reihe von Gewinnwarnungen, vor allem aus dem Automobilsektor, die Gewinnerwartungen für den DAX in den letzten Wochen deutlich reduziert und für das gesamte Jahr wird nun noch mit einem Plus von zwei Prozent gerechnet. Diese Steigerungsrate halten wir trotz der schlechten deutschen Wirtschaftsdaten für erreichbar, da die DAX-Unternehmen fast 25 Prozent ihres Umsatzes in den USA erwirtschaften. Deshalb sollten Anleger bei deutschen Aktien nicht das Handtuch werfen, sondern investiert bleiben, wobei eine zusätzliche Beimischung von US-Werten vor dem oben genannten Hintergrund vorteilhaft erscheint.

Newsletter vom 16. Oktober 2024

Martin Schilling – Leiter Geschäftsstelle Private Banking Hannover
M.M. Warburg & CO

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26.03.2024 – DSW-SPEZIAL zur US-Wahl

Die USA-Wahl am 5. November wirft ihre Schatten voraus. Je nach Ausgang ist mit geopolitischen Verwerfungen zu rechnen.

Andreas Povel, Ex-CEO der American Chamber of Commerce in Germany, Investmentbanker und DSW-Kurator, berichtet und diskutiert mit Marc Tüngler über folgende Fragen:

  • Was passiert gerade in den USA?
  • Was will Joe Biden, was Donald Trump?
  • Was ist anders als bei der Wahl in 2020 und womit müssen wir Anleger rechnen?
Termin: Dienstag, 26. März 2024, 18:30 – 20:00 Uhr
Ort: Online (GoToWebinar)
Link: Hier direkt zur kostenlosen Anmeldung