Zitat der Woche: Pierre-Olivier Gourincha

„Die Weltwirtschaft humpelt vor sich hin, sie sprintet nicht.“
Pierre-Olivier Gourincha
IWF-Chefvolkswirt
(Spiegel Online vom 10.10.2023)
Mehr Infografiken finden Sie bei Statista
Global Player für den Weltfrieden
Als ich vor 60 Jahren das Licht der Welt erblickte, war die Welt noch eine andere. Es gab nicht einmal halb so viele Menschen auf diesem Planeten, meine Eltern bezahlten mit der D-Mark und die Ukraine war noch Teil der Sowjetunion. In diesen Tagen jedoch will Russland das Rad der Geschichte zurückdrehen. Und wir alle wissen nicht, wie das ausgeht.
Aber wir erleben auch auf der anderen Seite Spektakuläres: Der Westen schießt nicht mit Kugeln zurück, der Westen reagiert mit Abscheu und Abwendung. Allen voran die Global Player der Weltwirtschaft. Wurden sie in der Vergangenheit wegen anderer Dinge auch oft gescholten, zeigen sie jetzt klare Kante: McDonald‘s macht alle seine 847 Filialen in dem Riesenreich dicht. Starbucks, Yum, Pepsi und Coca-Cola ziehen mit. Apple und Samsung stellen den Verkauf ihrer begehrten Smartphones dort komplett ein, Netflix schaltet ab, Mastercard und Visa boykottieren, LVMH, Ikea und H&M sagen Stopp, BMW und Mercedes haben den Export und die Produktion vor Ort beendet. Microsoft, SAP, Oracle und Intel frieren ihre Aktivitäten ein. BP, Shell und Exxon stoßen russische Beteiligungen ab. Airbus und Boeing liefern keine Ersatzteile mehr. Und täglich stoßen Unternehmen dazu, die zeigen, dass es so nicht geht.
Auch wenn es den Firmen wehtut, es Umsatzeinbußen bedeutet, vielleicht sogar milliardenschwere Abschreibungen und aktuell auch mitunter schmerzhafte Kursrückgänge – das ist der Preis für Frieden und Freiheit, den die Konzerne bereit sind, zu zahlen. Und ein bisschen stolz als Besitzer solcher Aktien dürfen wir ruhig auch sein. Denn gerade wir – wenn auch meist nur Kleinaktionäre – unterstützen durch unsere gemeinsame Investition und unsere Treue zu den Aktien eben auch die freie Weltwirtschaft. Zum Glück können wir uns das auch leisten, weil wir eben nicht auf russische Aktien setzen oder auf Werte aus ähnlichen Ländern. Aktien der westlichen Global Player sind keine hochriskanten Spekulationen, diese Aktien können Sie weiterhin kaufen und verkaufen; die Börsen im Westen sind nicht geschlossen. Und wenn keiner auf den Atomknopf drückt, werden sich die Kurse auch wieder erholen.
Passend dazu will ich aus einem Leserbrief an mich zitieren, den ich vor ein paar Tagen erhielt: „Das Wort Krise besteht im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen. Das erste ist das Symbol für Gefahr, das zweite für Chance!“ Und genau so ist es: Jede Krise birgt auch eine Chance – für Börsianer dieses Mal sogar gleich zwei: günstiger an Aktien ranzukommen und mit einem Kauf die Global Player zumindest ein wenig in ihrer Mission zu unterstützen.
Die Freiheit nehmen wir uns!

Newsletter vom 16. März 2022
Joachim Brandmaier – Börsenpraktiker
Stuttgarter Aktienbrief „Börse Aktuell“

16.05.2022 – Forum Bundesbank: Die Weltwirtschaft während der Coronavirus-Pandemie
Unter dem Motto „Forum Bundesbank“ richtet die Hauptverwaltung in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein regelmäßig öffentliche, für jedermann zugängliche Vortragsveranstaltungen aus. Vertreter der Deutschen Bundesbank und externe Fachleute referieren im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe zu zentralen und aktuellen Themen rund um das Geld.
Thema: Die Weltwirtschaft während der Coronavirus-Pandemie
Referent: Dr. Markus Jorra, Referent in der Abteilung Internationale und europäische Wirtschaft im Zentralbereich Volkswirtschaft der Deutschen Bundesbank in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein
Termin: Montag, 16. Mai 2022, 18:00 Uhr
Ort: Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel), Kiellinie 66, 24105 Kiel
Inhalt: Die Pandemie prägt seit Anfang 2020 die weltweite Wirtschaftsentwicklung. Trotz ihrer globalen Natur sind einige Volkswirtschaften besser durch die Krise gekommen als andere. Worauf sind diese Unterschiede zurückzuführen? Welchen Einfluss hat die Pandemie auf den Welthandel? In seinem Vortrag beantwortet Dr. Markus Jorra diese und weitere Fragen anschaulich und allgemein verständlich.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich. Sie werden im Falle einer eventuellen Überbuchung unterrichtet. Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, nutzen Sie bitte den Link unter „Kontakt“, um sich anzumelden.


Eine Veranstaltung der Deutschen Bundesbank – Hauptverwaltung in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein
Bei Interesse melden Sie sich bitte über das Kontaktformular der Bundesbank an.
Börsenampel bleibt auf grün!
Die Rahmenbedingungen an den internationalen Kapitalmärkten bleiben auch im Herbst insgesamt positiv. Die Berichtssaison ist im vollen Gange und weiß durchaus positiv zu überraschen. Die Befürchtungen, die Lieferengpässe, die hohen Inflationsraten oder die Zinserhöhungsrisiken könnten sich in den Zahlen und insbesondere in den Ausblicken der Unternehmen deutlich negativ niederschlagen, haben sich in Summe nicht bewahrheitet. Dennoch nehmen die Risiken kontinuierlich zu und dürfen keinesfalls unterschätzt werden. Noch scheinen die Risiken aber beherrschbar und von vorübergehender Natur zu sein, begründet in den immensen Nachholeffekten aus der Corona-Pandemie, weswegen die Notenbanken der Welt auch weiterhin ihre mit ruhiger Hand agierende Politik unbeirrt weitergehen. Das ist auch gut so, denn die Gefahr liegt grundsätzlich nicht in steigenden Zinsen, sondern eher in der Erwartungshaltung, dass die Zinsen aufgrund der Inflationssorgen sprunghaft ansteigen könnten.
Auch konjunkturell sieht es gut aus. Ein Blick in die USA zeigt, dass sich die Wachstumsdynamik zwar zurückbildet, das Momentum aber anhaltend positiv ist. Belegt wird dies durch steigende Auftragseingänge und damit verbundener guter Industrieproduktion. Zwar lässt die Dynamik etwas nach, dennoch bleibt Amerika der der Motor der Weltwirtschaft. In Europa stockt es hingegen noch durch rückläufige Auftragseingänge und einer sinkenden Industrieproduktion.
Die Stimmung bleibt somit insgesamt positiv, auch mangels Alternativen auf der Zinsseite. Am Aktienmarkt ist weiterhin eine Übergewichtung der USA sinnvoll, die Anleger, z.B. über globale Aktienstrategien, erreichen können. Auch in Europa sehen wir die aktuell durchatmende konjunkturelle Entwicklung eher als Kaufgelegenheit frei nach dem Motto „buy the dip“, also den Kauf von Wertpapieren, wenn es kurzeitig nach unten geht. Bei den Emerging Markets sind wir aufgrund der stark zunehmenden Regulatorik in China etwas zurückhaltender.
Fazit: Bekanntermaßen ist ein gewisses Maß an Skepsis und Verunsicherung nie verkehrt und verhindert Euphorie bzw. „blindes“ Investieren. In der Vergangenheit war dies häufig die Ausgangsbasis für weiteres Wachstum an den Kapitalmärkten. Wir erwarten, dass der bisherige positive Trend, unter Schwankungen, auch im Jahr 2022 fortgesetzt werden wird.
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Kein Angebot, keine Beratung
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Wertentwicklung
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Newsletter vom 3. November 2021
Carsten Brömstrup – Chefanalyst
Oldenburgische Landesbank AG

