Börse Düsseldorf: Elektronisches Handelssystem Quotrix erweitert Handelszeiten bis 23:00 Uhr

Düsseldorf, 14. Januar 2026 – Das elektronische Handelssystem der Börse Düsseldorf Quotrix erweitert erneut seine Handelszeiten: Ab dem 01. Februar 2026 kann börsentäglich nun von 7:30 bis 23:00 Uhr gehandelt werden. Bisher ist der Handel von 07:30 bis 22:00 Uhr möglich.

Mit dem zunehmend internationalen Handel in verschiedenen Zeitzonen kommt die Börse Düsseldorf damit dem Wunsch der Handelsteilnehmer und Anleger nach mehr zeitlicher Flexibilität nach.

Quotrix startete 2001 als erste Market-Maker-Börse in Deutschland und verzichtet auf börsliche Kosten wie Transaktionsentgelt oder Maklercourtage. Das Handelsuniversum von mehr als 8.250 Aktien, 17.500 Anleihen, 2.550 Fonds sowie 3.400 ETPs umfasst praktisch alle relevanten in- und ausländischen Titel. Darin sind auch viele Fremdwährungsanleihen und die Möglichkeit zum Handel auf Kryptowährungen enthalten.

Weitere Informationen unter: https://www.quotrix.de/

Börse Düsseldorf: Liberation Day als Börsen-Unwort 2025 gewählt

  • Trumps Zollpolitik nach dem „Liberation Day“ wirbelte die Märkte durcheinander
  • Kandidaten „Big Beautiful Bill“ und „Friedensangst“ landen auf den Folgeplätzen
  • Profis aus dem Börsenumfeld bestimmten zum 25. Mal das Unwort der Branche

Düsseldorf, 13. Januar 2026 – Der „Liberation Day“ bleibt als prägendes Unwort der Börsen- und Finanzwelt für das Jahr 2025 in Erinnerung. Zu diesem einhelligen Urteil kam sowohl die Experten-Umfrage unter den Mitarbeitenden der Börsen, Market Maker und Gremien, als auch das öffentliche Online-Voting. Auf das Gewinnertreppchen schafften es des Weiteren die Kandidaten „Big Beautiful Bill“ und „Friedensangst“, während für „Fiskal-Bazooka“ und „Demokratisierung der Geldanlage“ nur die Folgeplätze blieben. Es ist das 25. Mal, dass am Düsseldorfer Handelsplatz das offizielle Börsen-Unwort für das vergangene Jahr ermittelt wird. Begonnen hatte es mit dem Begriff „Gewinnwarnung“ für das Jahr 2001.

US-Präsident Donald Trump proklamierte am 2. April 2025 den „Liberation Day“, als er ankündigte, für rund 180 Länder und Territorien neue Zölle auf in die USA importierte Waren zu erheben. Während der Name eine Befreiung der US-Wirtschaft von vermeintlich unfairen Handelspartnern suggerierte, verbarg sich dahinter die Ankündigung der aggressivsten Zollpolitik seit Jahrzehnten. An den internationalen Börsen lösten die Zölle einen massiven Kursrutsch aus, führten zu einer höheren Volatilität und belasteten insbesondere Branchen, die von globalen Lieferketten abhängen. Für private wie institutionelle Anleger bedeutete dieser Tag keine Befreiung, sondern der Beginn erheblicher Marktunsicherheit. Mit „America First“ wurde dem US-Präsidenten bereits für das Jahr 2018 ein Börsen-Unwort zugeschrieben.

„Alle Äußerungen von US-Präsident Donald Trump – egal ob in Interviews, offiziellen Statements oder auf Social Media – werden von der Börse sehr aufmerksam verfolgt und können oftmals Auslöser für steigende oder fallende Kurse sein“, so Dr. Rolf Deml, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf. „Auch wenn die angekündigten Zölle durch intensive Nachverhandlungen und bilaterale Abkommen inzwischen vielfach gesenkt wurden, markiert der Liberation Day einen Wendepunkt im globalen Welthandel und hat die Beziehungen der USA zu Deutschland und Europa nachhaltig belastet“, so der Börsenchef weiter.

Das zweitplatzierte Börsen-Unwort „Big Beautiful Bill“ geht auf Trumps Wirtschafts- und Steuerpolitik im letzten Jahr zurück. Die „Friedensangst“ kam 2025 bei manchen Aktionären von im Kurs hoch gelaufenen Rüstungsaktien auf, wenn sich in militärischen Konfliktherden eine Entschärfung der Lage abzeichnete. Als „Fiskal-Bazooka“ wurde das im Parlament als Sondervermögen verabschiedete milliardenschwere Investitionspaket bezeichnet, unter anderem zur Modernisierung von Infrastruktur und Verteidigung. Und unter dem Deckmantel einer „Demokratisierung der Geldanlage“ wurde Privatanlegern ein niederschwelliger Zugang zur riskanten Assetklasse Private Equity ermöglicht, die bisher nur besonders vermögenden oder professionellen Investoren vorbehalten war.

Seit 25 Jahren ermittelt das Team der Börse Düsseldorf ein Börsen-Unwort im jährlichen Rückblick. Die Wahl erfolgt in Anlehnung an die 1991 ins Leben gerufene sprachkritische Aktion des Germanisten Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser. Die bisherigen Börsen-Unwörter lauten: „StaRUG“ (2024), „Ultradiversifikation“ (2023), „Zufallsgewinne“ (2022), „Taschengeld-Trader“ (2021), „Corona-Gewinner“ (2020), „Finanztransaktionssteuer“ (2019), „America First“ (2018), „Bitcoin Boom“ (2017), „Anlagenotstand“ (2016), „Zinswende“ (2015), „Guthabengebühr“ (2014), „Billiges Geld“ (2013), „Freiwilliger Schuldenschnitt“ (2012), „Euro-Gipfel“ (2011), „Euro-Rettungsschirm“ (2010), „Bad Bank“ (2009), „Leerverkauf“ (2008), „Subprime“ (2007), „Börsen-Guru“ (2006), „Heuschrecken“ (2005), „Seitwärtsbewegung“ (2004), „Bester Preis“ (2003), „Enronitis“ (2002) und das erste Düsseldorfer Börsen-Unwort war „Gewinnwarnung“ (2001).

Über die Börse Düsseldorf

Die Börse Düsseldorf ist einer der wichtigsten Handelsplätze für Privatanleger in Deutschland. Im maklergestützten Handel sichert das seit 1999 bestehende Quality Trading erstklassige Handels­bedingungen und Leistungsgarantien, beispielsweise Courtage-Befreiung für alle Aktiengeschäfte. Zudem können Anleger seit 2001 über das elektronische Handelssystem Quotrix ganz ohne börsliche Kosten, schnell und direkt mit dem Market Makern handeln oder Limitorders platzieren – inklusive neutraler Handelsüberwachung. Neben den handelsseitigen Leistungen bietet die Börse Düsseldorf im Freiverkehr unter anderem mit dem Qualitätssegment Primärmarkt attraktive Listing-Möglichkeiten für kleinere und mittelgroße Unternehmen. Die nordrhein-westfälische Börse hat ihren Ursprung im Jahr 1553 in Köln, 1875 fand die erste Düsseldorfer Börsenversammlung statt. Seit 2017 ist die BÖAG Börsen AG Trägerin der öffentlich-rechtlichen Börse Düsseldorf. Sie betreibt zudem die Börse Hamburg und Börse Hannover inklusive deren elektronische Handelssysteme LS Exchange und European Investor Exchange.

BÖAG Börsen AG: 2025 erneut Rekordergebnis – Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover weiter auf Erfolgskurs

  • Börse Düsseldorf steigert Listings und erreicht Umsatzhoch bei Quotrix
  • Börse Hamburg weiter auf Wachstumskurs
  • Börse Hannover erfolgreich mit European Investor Exchange
  • Fondsbörse Deutschland erweitert Anlageuniversum

Düsseldorf/Hamburg/Hannover, 30. Dezember 2025 – Die BÖAG Börsen AG – Trägergesellschaft der Skontroführerbörsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover sowie der elektronischen Handelssysteme LS Exchange, Quotrix und European Investor Exchange – erreichen 2025 erneut ein Rekordergebnis. Die BÖAG-Handelsplätze konnten ihre Umsätze des Vorjahres (146 Mrd. Euro) mit einem Handelsvolumen von rund 318 Milliarden Euro nochmals verdoppeln. Gleichzeitig konnte mit über 110 Millionen ausgeführten Transaktionen (Vorjahr 57,1 Mio.) die Marke von 100 Millionen Trades durchbrochen werden.   

„Das Börsenjahr 2025 glich einer Achterbahnfahrt: Höchststände und Einbrüche lagen direkt beieinander. Nach wie vor bestimmten politische Entwicklungen stark die Finanzmärkte. Mit der zweiten Amtszeit Donald Trumps, seinem erratischen Entscheidungsstil und einem durch Zölle und Sanktionen ausgelösten Handelskonflikt kam massive Unsicherheit in die Märkte, die für hohe Volatilität sorgte und selbst den beliebten internationalen Aktienindex MSCI World temporär einbrechen ließ. Gold als wertstabiler Inflationsschutz erreichte neue Höchststände und auch der Bitcoin war vielfach als Anlagealternative gefragt. Angesichts der weiterhin angespannten weltpolitischen Lage gewannen Aktien im Bereich Verteidigung neben den nach wie vor gehypten Technologieaktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz deutlich an Beliebtheit. Doch auch Zweifel an der hohen Bewertung vieler Tech-Unternehmen machten sich zunehmend breit, zumal die gegenseitigen Abhängigkeiten Risiken bergen. Für Anlegerinnen und Anleger galt es, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen, aber umso mehr Ruhe zu bewahren und sich diversifiziert aufzustellen,“ erläutert Sven Marxsen, Vorstandsmitglied der BÖAG Börsen AG.

Börse Düsseldorf: Wachstum bei Listings | Quotrix mit neuem Marktteilnehmer

Stabil zeigen sich die Gesamtumsätze 2025 an der Börse Düsseldorf, wobei der Aktienhandel erneut zulegen konnte. Der Handel mit Anleihen hat sich nach seinem Zwischenhoch im Jahr 2023 wieder reduziert. Größte Assetklasse in Düsseldorf bleibt das Geschäft mit Exchange Traded Products (ETPs), auch wenn dieser Marktanteil hart umkämpft bleibt. Die elektronische Börse Quotrix verzeichnet die höchsten Umsätze seit 2020, insbesondere getragen aus Wachstum in den Bereichen Aktien und ETPs. Mit dem Anschluss der Consorsbank im Herbst erweiterte sich der Kreis der Marktteilnehmer nochmal um einen bei Privatanlegern beliebten Online-Broker.

Unverändert bietet die Börse Düsseldorf die größte Auswahl börsengehandelter Krypto-Produkte. Inzwischen sind 160 Papiere gelistet, mit denen sich aus jedem klassischen Wertpapierdepot fast 50 einzelne Kryptowährungen sowie gemischte Körbe handeln lassen.

Im allgemeinen Freiverkehr der Düsseldorfer Börse ist bei den Erstlisting-Aktivitäten ein neuer Rekord zu vermelden: Insgesamt 81 (Vorjahr: 65) Aktiengesellschaften, Anleihepapiere und Zertifikate haben hier 2025 ihre Notierung aufgenommen (14 Listings im Aktienbereich). Der Düsseldorfer Primärmarkt zählt zum Jahresende 28 Unternehmen (Vorjahr: 26). Er ist das Qualitätssegment für Aktien im allgemeinen Freiverkehr und bietet ein aufmerksamkeitsstarkes Börsenlisting, das immer von einem qualifizierten Kapitalmarktpartner begleitet wird.

„Die Diskussionen um die Attraktivität des deutschen Kapitalmarkts wurde dieses Jahr zeitweise lautstark geführt, bis hin zum Ruf nach einer zentralen Europabörse. Gegen diesen Trend verzeichnen wir hier mehr Anfragen und Listings denn je“, resümiert Dr. Rolf Deml, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.

Börse Hamburg: Deutliches Wachstum im Handel

Auch im Jahr 2025 konnte das elektronische Handelssystem LS Exchange der Börse Hamburg (LSX) seine Handelsumsätze und Trades des Vorjahres noch einmal deutlich steigern. Besonders umsatzstark waren weiterhin die Aktien aus den Bereichen Technology, Künstliche Intelligenz (KI) sowie Rüstungsgüter mit den Unternehmen NVIDIA, Rheinmetall, Tesla, D-Wave Quantum, Renk Group und Amazon. Die am meisten gehandelte deutsche Aktie an der LSX war erneut Rheinmetall.

Auch im Aktien-, Anleihen- und Fondshandel legte die Börse Hamburg im Jahr 2025 wieder zu. Umsatzspitzenreiter im Fondshandel war der Stuttgarter-Aktien-Fonds, gefolgt vom grundbesitz europa. Im ETF-Handel belegten auch in diesem Jahr Produkte auf führende Aktienindizes wie MSCI World, DAX und S&P500 die vorderen Plätze beim Umsatz. Mit rund 4.500 Investmentfonds/ETFs, die börsentäglich ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Marktpreisen gehandelt werden können, gehört die Börse Hamburg unverändert zu den führenden Handelsplätzen in diesem Segment.

Der von der Börse Hamburg und der Hamburger Sparkasse initiierte Regionalindex HASPAX konnte im Jahr 2025 wieder an Fahrt gewinnen und rund 12,6 Prozent zulegen. Die nach Kursentwicklung stärksten HASPAX-Unternehmen des Jahres 2025 stammen aus den Branchen Anlagenbau, Energie und Technologie, wobei die Friedrich Vorwerk Group SE mit rund +195,05 Prozent klarer Spitzenreiter ist. Seit seiner Auflage im Jahr 1996 hat der HASPAX eine Performance von +471,5 Prozent erzielt.

HASPAX – TOP 5Kursentwicklung 2025 (Stand 12:00 Uhr)
Friedrich Vorwerk Group SE*+ 195,05 %
Basler AG+ 159,17 %
Nordex SE**+ 156,13 %
Aurubis AG**+ 60,70 %
EUROKAI GmbH & Co. KGaA+ 51,54 %
*) Fr. Vorwerk mit Sitz in Tostedt (Nds.) ist im HASPAX und NISAX enthalten, **) Nordex und Aurubis sind im HASPAX und GCX enthalten

Börse Hannover: Erfolgreiches 1. Jahr der European Investor Exchange – Global Challenges Index-Fonds wieder unter den besten nachhaltigen Fonds

Index-Fonds wieder unter den besten nachhaltigen Fonds

Ein Jahr nach Lancierung der European Investor Exchange zieht die Börse Hannover eine sehr positive Bilanz: „Mit stetig wachsenden Nutzerzahlen hat sich unser neuer Handelsplatz bestens im Markt positioniert. Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung und darauf, die European Investor Exchange weiter auszugestalten“, sagt Hendrik Janssen, Geschäftsführer der Börse Hannover und Vorstandsmitglied der BÖAG Börsen AG. Die elektronische Handelsplattform der Börse Hannover in Kooperation mit Scalable Capital ist speziell auf die Bedürfnisse von Privatanlegern aus dem europäischen Raum ausgerichtet, mit dem Ziel, dem Anlegerpublikum einen fairen und effizienten Wertpapierhandel sowie den Zugang zu transparenten Märkten zu ermöglichen. Auch im Bereich der Indizes entwickelte sich die Börse Hannover positiv:

Der auf nachhaltige Aktien spezialisierte Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover konnte seine Performance im Jahr 2025 mit 4.162 Punkten rund 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Auch die Schwesterindizes GCX Paris Aligned (GCX PA +3,5 Prozent) und Global Ethical Values Index (GEVX +4 Prozent) gewannen hinzu. In den letzten 18 Jahren seit seiner Auflegung 2007 konnte der GCX insgesamt rund 316 Prozent Performance erzielen. Drei Lizenznehmer bieten aktuell Fondsprodukte auf Basis des GCX an und ermöglichen damit auch Privatanlegern, in die 50 nachhaltigen Unternehmen zu investieren. Auch 2025 wurden wieder mehrere dieser GCX-Investmentfonds von FNG und der Stiftung Warentest für ihre strenge Nachhaltigkeit besonders ausgezeichnet.

GCX – TOP 5Kursentwicklung 2025 (Stand 12:00 Uhr)
Nordex SE**+ 156,13 %
Solaria Energia Y Medio Ambi.+ 125,00 %
Intel Corp.+ 61,52%
Aurubis AG **+ 60,70 %
Ormat Technologies Inc.+ 47,10 %
**) Nordex und Aurubis sind im HASPAX und GCX enthalten

Der regional ausgerichtete Aktienindex NISAX der Börse Hannover, der die wichtigsten börsennotierten Unternehmen in Niedersachsen widerspiegelt, konnte sich 2025 rund 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Insgesamt legte er seit seiner Auflage im Jahr 2002 bis heute um 781 Prozent auf 8.811 Punkte zu und übertrifft damit Vergleichsindizes wie den DAX40 oder den EuroStoxx50. Wie im letzten Jahr erzielte der Pipeline- und Anlagenbauer im Energiebereich Friedrich Vorwerk Group SE 2025 auch im NISAX die beste Performance unter den niedersächsischen Unternehmen.

NISAX – TOP 5Kursentwicklung 2025 (Stand 12:00 Uhr)
Friedrich Vorwerk Group SE*+ 195,05 %
Salzgitter AG+ 149,60 %
Talanx AG+ 38,62 %
H&R GmbH & Co. KGaA+ 31,90 %
Viscom SE+ 27,10 %
*) Fr. Vorwerk mit Sitz in Tostedt (Nds.) ist im HASPAX und NISAX enthalten

Fondsbörse Deutschland stellt Weichen für die strategische Weiterentwicklung

Im Jahr 2025 konnte die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG Ihre Stellung als unangefochtener Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds weiter festigen. Über die Zweitmarkt-Plattform der Fondsbörse Deutschland wurden über 5.500 Transaktionen abgewickelt. Es entstand ein Nominalumsatz von rund 200 Millionen.

Bei den gehandelten Assetklassen dominierten wie gewohnt Immobilienfonds, die mit einer Umsatzsteigerung von über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Handelsanteil von rund 74 Prozent das Geschäft noch deutlicher prägten als bereits im Vorjahr.

Der Sekundärmarkt für institutionelle Spezialfonds nahm zunehmend an Fahrt auf, was sich in einer Vielzahl von erhaltenen Mandaten bemerkbar machte.

Ganz neu entstand eine eigenständige Plattform, die sich auf die digitale Zeichnung und Abwicklung von depotfähigen Private Markets Produkten im Primärmarkt konzentriert. PMX richtet sich gezielt an Asset Manager, Emittenten, Vermögensverwalter und Vertriebe und adressiert deren regulatorische, technische und operative Anforderungen.

Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Beteiligungsmakler AG: „Private Markets gewinnen zunehmend Bedeutung für die private Kapitalanlage. Bislang fehlte es hier an einer belastbaren Infrastruktur für die Zeichnung und Abwicklung im Primärmarkt. Mit PMX schaffen wir diese Grundlage und ermöglichen es, Private Markets Produkte effizient und rechtssicher in den Vertrieb zu bringen. Unsere neue, erweiterte Ausrichtung mit dem Zweitmarkt der Fondsbörse und dem Primärmarkt der PMX ist Kern unserer strategischen Weiterentwicklung.“

Kunden der Consorsbank können jetzt auf Quotrix handeln

Düsseldorf, 17. November 2025 – Die Consorsbank ist neuer Handelsteilnehmer auf Quotrix, dem elektronischen Handelssystem der Börse Düsseldorf. Damit steht den mehr als 1,8 Millionen Kunden der Consorsbank nun ein erweitertes Handelsspektrum zur Verfügung.

Die rund 30.000 Wertpapiere auf Quotrix umfassen praktisch alle relevanten internationalen Aktien sowie Anleihen, Fonds und ETPs. Die Titel können schnell und direkt zwischen Anleger und Market Maker unter der Handelsüberwachung der Börse Düsseldorf gehandelt werden – ohne Maklercourtage und Börsenentgelt. Anleger profitieren somit von Kostenvorteilen und der Sicherheit und Qualität einer regulierten Wertpapierbörse sowie der Flexibilität langer Handelszeiten von 7:30 bis 22:00 Uhr.

Selbstbestimmt und günstig handeln

„Mit Quotrix gewinnen wir einen seit vielen Jahren etablierten elektronischen Handelsplatz hinzu, der das Angebot für unsere Kunden optimal ergänzt und ihnen attraktive Konditionen zum Vermögensaufbau bietet“, erklärt Svenja Weith, Head of Brokerage der Consorsbank. Dr. Rolf Deml, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf, ergänzt: „Wir freuen uns auf die Consorsbank als renommierten Partner mit einem breiten Kundenspektrum, der sich aktiv für die Selbstbestimmung und Finanzbildung von Anlegern engagiert“.

Die Consorsbank gehört als Marke der französischen Großbank BNP Paribas zu den führenden Direktbanken in Deutschland und verwaltet ein Kundenvermögen von rund 99 Milliarden Euro. Mit Fokus auf das Banking der Zukunft im digitalen Zeitalter versteht sie sich als Partner ihrer Kunden auf dem Weg zur finanziellen Selbstbestimmung und bietet mit Online-Brokerage, Girokonten, Tages- und Festgeldern, Kreditkarten, Wertpapiersparplänen und Immobilienfinanzierungen sowie verschiedenen Weiterbildungsangeboten ein breites Produkt- und Serviceportfolio.

Weitere Informationen unter: https://www.quotrix.de/

Marktteilnehmer auf Quotrix (Stand: Oktober 2025)

Börse Düsseldorf: Erweiterung der Handelszeiten für Anleihen beim elektronischen Handelssystem Quotrix

Düsseldorf, 24. Juni 2025 – Quotrix – das elektronische Handelssystem der Börse Düsseldorf – erweitert seine Handelszeiten nun auch für Anleihen: Ab dem 01. Juli 2025 können diese börsentäglich bis 22:00 Uhr gehandelt werden. Bisher ist der Handel von 07:30 bis 20:00 Uhr möglich.

Mit der Verlängerung der Handelszeiten kommt Quotrix dem Wunsch vieler Handelsteilnehmer und Anleger nach, die nun von mehr Flexibilität im Handel mit ausländischen Börsen profitieren.

Quotrix startete 2001 als erste Market-Maker-Börse in Deutschland und verzichtet auf börsliche Kosten wie Transaktionsentgelt oder Maklercourtage. Das Handelsuniversum von mehr als 7.800 Aktien, 16.000 Anleihen, 2.700 Fonds sowie 2.600 ETPs umfasst praktisch alle relevanten in- und ausländischen Titel. Darin sind auch viele Fremdwährungsanleihen und die Möglichkeit zum Handel auf Kryptowährungen enthalten.

Weitere Informationen unter: https://www.quotrix.de/

Börse Düsseldorf: Erweiterung der Handelszeiten beim elektronischen Handelssystem Quotrix

Düsseldorf, 25. Februar 2025 – Quotrix – das elektronische Handelssystem der Börse Düsseldorf – erweitert seine Handelszeiten: Ab dem 03. März 2025 kann börsentäglich nun bereits ab 07:30 Uhr gehandelt werden. Bisher ist der Handel von 08:00 bis 22:00 Uhr möglich.

Mit der Verlängerung der Handelszeiten kommt Quotrix dem Wunsch vieler Handelsteilnehmer und Anleger nach. Diese profitieren nun von mehr Flexibilität, da sich eine Annäherung der Börsenöffnungszeiten in Japan und Australien ergibt.

Quotrix startete 2001 als erste Market-Maker-Börse in Deutschland und verzichtet auf börsliche Kosten wie Transaktionsentgelt oder Maklercourtage. Das Handelsuniversum von mehr als 7.800 Aktien, 16.000 Anleihen, 2.700 Fonds sowie 2.600 ETPs umfasst praktisch alle relevanten in- und ausländischen Titel. Darin sind auch viele Fremdwährungsanleihen und die Möglichkeit zum Handel auf Kryptowährungen enthalten.

Weitere Informationen unter: https://www.quotrix.de/

Früherer Handelsstart auf Quotrix ab März 2025

StaRUG ist das Börsen-Unwort 2024

  • „Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz“ steht in der Kritik
  • „Casino-Rente“ belegt in der Abstimmung Platz zwei, „Trump-Trade“ auf drei
  • Voting von Börsen/Market Makern/Gremien sowie Online-Umfrage im 24. Jahr

Düsseldorf, 13. Januar 2025 – Für das Jahr 2024 wurde „StaRUG“ zum Börsen-Unwort gewählt, es ist die Kurzform von „Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz“. Die Börse Düsseldorf ermittelte zum 24. Mal seit 2001 das Unwort der Branche für das abgelaufene Jahr. In der Umfrageaktion platzierte sich der Begriff „Casino-Rente“ auf dem zweiten Rang, gefolgt von „Trump-Trade“ sowie „Copytrading“ und „Allzeithoch“. Über die fünf Kandidaten der Vorauswahl konnte sowohl in einem öffentlichen Online-Voting sowie einer Experten-Umfrage unter den Mitarbeitenden der Börsen, Market Maker und Gremien abgestimmt werden. Die Branchenvertreter tendierten zwar zur „Casino-Rente“, wurden aber durch das Ergebnis der Publikumsumfrage zu Gunsten von „StaRUG“ überstimmt. 2023 wurde „Ultradiversifikation“ zum Börsen-Unwort erklärt, im Jahr davor waren es die „Zufallsgewinne“.

„Das vor vier Jahren eingeführte Sanierungsverfahren StaRUG steht schon länger in der Kritik von Anlegerschützern“, erläutert Dr. Rolf Deml, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf. Das StaRUG-Verfahren eröffnet drohend zahlungsunfähigen Unternehmen eine flexible Möglichkeit zur finanzwirtschaftlichen Sanierung auf Basis eines von den relevanten Gläubigern mehrheitlich angenommenen Restrukturierungsplans. Die Einleitung ist ohne zustimmenden Gesellschafterbeschluss und die Einbeziehung aller Aktionäre möglich, wenn dies eine hinreichend erfolgversprechende Alternative zu einem Insolvenzverfahren ist. „Ein besonders prominenter und ebenso umstrittener Fall im letzten Jahr war die insbesondere bei Kleinanlegern beliebte Varta AG.“ Deren Sanierungskonzept sieht durch einen Kapitalschnitt die Enteignung von knapp 50 Prozent der freien Aktionäre vor, um mit einer nachfolgenden Kapitalerhöhung Teile des Unternehmens zu retten, die jedoch nur von einem einzelnen bisherigen Bestandsaktionär gezeichnet werden kann. „Solch ein zwangsweiser Ausschluss der Streubesitz-Aktionäre ohne angemessene Beteiligung oder Entschädigung ist ein Konstruktionsfehler des grundsätzlich sinnvollen Sanierungstools und damit ein Schlag für die ohnehin schwache deutsche Aktienkultur“, so Deml weiter.

Das zweitplatzierte Börsen-Unwort „Casino-Rente“ wurde Anfang März 2024 von Sahra Wagenknecht als spöttische Bezeichnung für die von der Ampel-Koalition geplante Aktienrente ins Spiel gebracht: „Vor lauter Planlosigkeit in der Rentenpolitik zockt die Ampel mit der Alterssicherung der Bürger.“ Hintergrund beim drittplatzierten „Trump-Trade“ waren die massiven Kurssprünge beispielsweise bei Bitcoin und Tesla nach dem Ergebnis der US-Präsidentschaftswahlen, weil zuvor aus beiden Lagern massive Wahlkampfspenden an die Kampagne von Donald Trump geleistet wurden.

Seit 2001 ermittelt das Team der Börse Düsseldorf ein Börsen-Unwort im jährlichen Rückblick. Die Wahl erfolgt in Anlehnung an die 1991 ins Leben gerufene sprachkritische Aktion des Germanisten Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser. Die bisherigen Börsen-Unwörter lauten: „Ultradiversifikation“ (2023), „Zufallsgewinne“ (2022), „Taschengeld-Trader“ (2021), „Corona-Gewinner“ (2020), „Finanztransaktionssteuer“ (2019), „America First“ (2018), „Bitcoin Boom“ (2017), „Anlagenotstand“ (2016), „Zinswende“ (2015), „Guthabengebühr“ (2014), „Billiges Geld“ (2013), „Freiwilliger Schuldenschnitt“ (2012), „Euro-Gipfel“ (2011), „Euro-Rettungsschirm“ (2010), „Bad Bank“ (2009), „Leerverkauf“ (2008), „Subprime“ (2007), „Börsen-Guru“ (2006), „Heuschrecken“ (2005), „Seitwärtsbewegung“ (2004), „Bester Preis“ (2003), „Enronitis“ (2002) und das erste Düsseldorfer Börsen-Unwort war „Gewinnwarnung“ (2001).

Bild: BÖAG Börsen AG

Über die Börse Düsseldorf

Die Börse Düsseldorf ist einer der wichtigsten Handelsplätze für Privatanleger in Deutschland. Im maklergestützten Handel sichert das seit 1999 bestehende Quality Trading erstklassige Handels­bedingungen und Leistungsgarantien, beispielsweise Courtage-Befreiung für alle Aktiengeschäfte. Zudem können Anleger seit 2001 über das elektronische Handelssystem Quotrix ganz ohne börsliche Kosten, schnell und direkt mit dem Market Makern handeln oder Limitorders platzieren – inklusive neutraler Handelsüberwachung. Neben den handelsseitigen Leistungen bietet die Börse Düsseldorf im Freiverkehr unter anderem mit dem Qualitätssegment Primärmarkt attraktive Listing-Möglichkeiten für kleinere und mittelgroße Unternehmen. Die nordrhein-westfälische Börse hat ihren Ursprung im Jahr 1553 in Köln, 1875 fand die erste Düsseldorfer Börsenversammlung statt. Seit 2017 ist die BÖAG Börsen AG Trägerin der öffentlich-rechtlichen Börse Düsseldorf. Sie betreibt zudem die Börse Hamburg und Börse Hannover inklusive deren elektronische Handelssysteme LS Exchange und European Investor Exchange.

Risikohinweis / Disclaimer

Die Börse Düsseldorf weist darauf hin, dass Börsengeschäfte mit Risiken verbunden sind und selbst der Totalverlust des eingesetzten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Der Interessent sollte daher nicht die von der Börse Düsseldorf in dieser Mitteilung und auf der Homepageenthaltenen allgemeinen Informationen zur Grundlage seiner Anlageentscheidung machen, sondern sich zuvor von seiner Bank oder Sparkasse eingehend unter Berücksichtigung seiner individuellen Vermögens- und Anlagesituation persönlich beraten lassen. Im Einzelfall kann der Erwerb eines Wertpapiers an spezielle Voraussetzungen wie etwa die Staatsangehörigkeit gebunden sein. Entsprechende Hinweise finden sich im jeweiligen Wertpapierprospekt und können dort von jedem Interessenten nachgelesen werden.

BÖAG Börsen AG: Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover beenden 2024 mit Rekordergebnis

  • Börse Düsseldorf und Quotrix mit belebtem Handel und steigenden Listings
  • Börse Hamburg auf Wachstumskurs, insbesondere im Handel an der LS Exchange
  • Börse Hannover mit nachhaltig ausgezeichneten Fonds und neuem Handelsplatz European Investor Exchange
  • Fondsbörse Deutschland baut Marktführerschaft weiter aus

Düsseldorf/Hamburg/Hannover, 30. Dezember 2024 – Die BÖAG Börsen AG – Trägergesellschaft der Skontroführerbörsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover sowie der elektronischen Handelssysteme LS Exchange, Quotrix und European Investor Exchange – schließt das Jahr 2024 mit einem Rekordergebnis ab. Die BÖAG-Handelsplätze konnten mit einem Handelsvolumen von rund 146 Milliarden Euro ihre Umsätze des Vorjahres (67,2 Mrd. Euro) mehr als verdoppeln. „Nach einer überraschend starken Jahresendrally 2023 blicken wir auf ein weiteres turbulentes, im Ergebnis aber sehr erfolgreiches Börsenjahr 2024 zurück. Geopolitische Konflikte gewannen an Komplexität und sorgten weiterhin für Unsicherheiten. Zahlreiche wirtschaftliche Herausforderungen beeinflussten stark die globalen Märkte. Schwacher Konsum und stagnierende Industrieproduktion in der Eurozone schürten Rezessionsängste und wurden begleitet von einer nur langsam zurückgehenden Inflation. Erst in der zweiten Jahreshälfte sorgten lang ersehnte Zinssenkungen für Ermutigung und wirkten als Signal einer wirtschaftlichen Stabilisierung. Die Börsen reagierten erneut mit überraschend starken Aktienmärkten und übertrafen die Erwartungen der Analysten. Dank hoher Nachfrage nach digitalen Lösungen konnten Tech- und KI-Werte hohe Kursgewinne einfahren; große Aktienindizes, Gold und auch Bitcoin verzeichneten zuletzt neue Rekordstände. Bei den rasanten technologischen Fortschritten und Marktentwicklungen dürfen wir gespannt sein, welche neuen Chancen sich für Anleger im Jahr 2025 ergeben“, erläutert Sven Marxsen, Vorstandsmitglied der BÖAG Börsen AG.

Börse Düsseldorf: Spürbar belebter Handel an der Börse Düsseldorf und bei Quotrix – Listing-Aktivitäten nochmals deutlich gesteigert

Erfreulich entwickelten sich 2024 die Umsätze an der Börse Düsseldorf. Die Assetklasse der Exchange Traded Products (ETPs) konnte dabei ihre starke Rolle ausbauen und den guten Marktanteil nochmals steigern. Auch beim elektronischen Handelsplatz Quotrix gab es in diesem auffallend guten Börsenjahr wieder Umsatzwachstum, mit besonders viel Aktivität im April sowie im vierten Quartal 2024. Bei der Market-Maker-Börse werden weiterhin mehrheitlich Aktien gehandelt, obwohl auch hier der Trend zu ETPs und zunehmende Nachfrage über Sparpläne sichtbar werden. Die Anleihen- und Fondsumsätze konnten ebenfalls zulegen.

Eine Besonderheit an beiden Plätzen stellen die sognannten Krypto-Produkte dar: Hier wird über Exchange Traded Notes (ETNs) bzw. Zertifikate aus jedem klassischen Wertpapierdepot der Zugang zur Wertentwicklung der wichtigsten Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Ripple und Co. ermöglicht. Düsseldorf bietet hier mit inzwischen rund 130 Produkten auf 35 verschiedenen Crypto-Coins unverändert die größte Auswahl unter allen deutschen Börsenplätzen. Im Windschatten des 2024er Bitcoin-Booms steigerten sich Umsätze und Produktauswahl nochmals deutlich.

Bei den Erstlisting-Aktivitäten im allgemeinen Freiverkehr war eine deutliche Steigerung zu verzeichnen. Insgesamt 65 (Vorjahr: 43) Aktiengesellschaften, Anleihepapiere und Zertifikate haben 2024 ihre Notierung an der Börse Düsseldorf aufgenommen. Der Düsseldorfer Primärmarkt als Qualitätssegment für Aktien im allgemeinen Freiverkehr umfasst zum Jahresende 26 Unternehmen (Vorjahr: 28) und kann sich dem allgemeinen Trend zum Kapitalmarkt-Rückzug nicht entziehen. „Wir haben uns als attraktiver Listingplatz etabliert und erhalten zunehmend Anfragen über unser breites Netzwerk von Kapitalmarktpartnern“, zeigt sich Dr. Rolf Deml als Geschäftsführer der Börse-Düsseldorf zufrieden.

Börse Hamburg: LS Exchange ungebrochen stark

Das elektronische Handelssystem LS Exchange der Börse Hamburg (LSX) verzeichnete bei Handelsumsätzen und Trades ein herausragendes Ergebnis und übertraf das Vorjahresniveau deutlich. Die umsatzstärksten Aktien stammen aus dem Bereich der US-Technologiewerte, mit Unternehmen wie Tesla, NVIDIA, MicroStrategy, Amazon und Microsoft. Bei den an der LSX gehandelten deutschen Aktien war Rheinmetall der Umsatzspitzenreiter.

Im Aktien-, Anleihen- und Fondshandel konnte die Börse Hamburg analog zu den übrigen BÖAG-Handelsplätzen im Jahr 2024 leicht zulegen. Im Fondshandel Hamburg dominierten erneut ausgewählte Immobilien- und Aktienfonds das Handelsgeschehen. Umsatzspitzenreiter war der Stuttgarter-Aktien-Fonds. Im ETF-Handel belegten auch in diesem Jahr Produkte führende Aktienindizes wie MSCI World, S&P500 und NASDAQ100 die ersten Plätze. Mit rund 3.000 Investmentfonds/ETFs, die börsentäglich ohne Ausgabeaufschlag zu aktuellen Marktpreisen gehandelt werden können, gehört die Börse Hamburg unverändert zu den führenden Handelsplätzen in diesem Segment.

Im Jahr 2024 lag der von der Börse Hamburg und der Hamburger Sparkasse initiierte Regionalindex HASPAX mit -3,25 Prozent deutlich hinter der positiven Performance des DAX40 (+19 Prozent) zurück. Die erfolgreichsten HASPAX-Unternehmen des Jahres 2024 stammen aus den Branchen Immobilien, Anlagenbau, Internetkommerz und Logistik. Sie konnten aber die negative Performance von Indexunternehmen wie Evotec (-60 Prozent), Basler (-46,5 Prozent) oder Jungheinrich (-24 Prozent) nicht überkompensieren.

Seit seiner Auflage im Jahr 1996 hat der HASPAX eine Performance von +407 Prozent erzielt.

HASPAX – TOP 5Kursentwicklung 2024 (30.12.2024, 12:00 Uhr)
alstria office REIT-AG+ 113,4 %
Friedrich Vorwerk Group SE*+ 80,2 %
ABOUT YOU Holding SE+ 53,9 %
EUROKAI GmbH & Co. KGaA+ 28,6 %
Hapag-Lloyd AG+ 13,4 %
*) Fr. Vorwerk mit Sitz in Tostedt (Nds.) zählt auch zur Metropolregion Hamburg

Börse Hannover: Neuer Handelsplatz European Investor Exchange mit Scalable gestartet – Global Challenges Index-Fonds erneut für Nachhaltigkeit ausgezeichnet

Im Dezember startete die Börse Hannover die neue elektronische Handelsplattform European Investor Exchange in Kooperation mit Scalable Capital. Dieser Handelsplatz ist speziell auf die Bedürfnisse von Privatanlegern aus dem europäischen Raum ausgerichtet, mit dem Ziel, dem Anlegerpublikum einen fairen und effizienten Wertpapierhandel sowie den Zugang zu transparenten Märkten zu ermöglichen.

Die BÖAG Börsen AG bietet mit der European Investor Exchange in Hannover, Quotrix in Düsseldorf und der LS Exchange in Hamburg nun an jedem Standort ihrer drei Skontroführerbörsen einen ergänzenden elektronischen Handelsplatz.

„Wir freuen uns, mit dem neuen elektronischen Handelsplatz European Investor Exchange Privatanlegern den Zugang zum Wertpapierhandel zu erleichtern und Vermögensbildung sowie Altersvorsorge für alle einfacher zu machen. Das ist uns ein wichtiges Anliegen, genauso wie die Förderung und Weiterentwicklung der nachhaltigen Geldanlage mit unserer GCX-Index-Familie“, erklärt Hendrik Janssen, Vorstandsmitglied der BÖAG Börsen AG.

Der auf nachhaltige Aktien spezialisierte Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover konnte die starke Performance im Jahr 2023 nicht halten und verlor mit 4.014 Punkten (30.12.2024) rund 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Schwesterindex GCX Paris Aligned hingegen gewann rund 12 Prozent hinzu, ebenso der Global Ethical Values Index mit einem Plus von 26 Prozent. Seit Auflegung im Jahr 2007 konnte der GCX ein deutliches Plus von rund 300 Prozent erzielen. Sechs Lizenznehmer bieten aktuell Fondsprodukte auf Basis des GCX an und ermöglichen damit auch Privatanlegern, in die 50 nachhaltigen Unternehmen zu investieren. Mehrere dieser GCX-Investmentfonds wurden 2024 erneut vom FNG und der Stiftung Warentest für ihre Nachhaltigkeit besonders ausgezeichnet. Das in Produkte auf den GCX und dem Anleihen-Basket Global Challenges Corporates (GCC) sowie dem GEVX investierte Volumen beläuft sich derzeit auf rund 1 Mrd. Euro.

GCX – TOP 5Kursentwicklung 2024 (30.12.2024, 12:00 Uhr)
Interface+ 107,0 %
Ricoh+ 58,0 %
Konica Minolta+ 52,6 %
Pearson+ 38,3 %
Swiss Re+ 36,4 %
*) Hannover Rück SE ist in NISAX und GCX enthalten

Der niedersächsische Aktienindex NISAX der Börse Hannover verzeichnete im Jahr 2024 ein Plus von 6,6 Prozent. Seit seinem Start im Jahr 2002 konnte er bis heute auf rund 7.712 Punkte um 674 Prozent zulegen und damit Vergleichsindizes wie den DAX40 oder den EuroStoxx50 deutlich schlagen. Der Pipeline- und Anlagenbauer im Energiebereich Friedrich Vorwerk Group SE erreichte im Jahr 2024 mit einem Plus von 69 Prozent die beste Performance unter den niedersächsischen Unternehmen und belegt Platz 2 im HASPAX.

NISAX – TOP 5Kursentwicklung 2024 (30.12.2024, 12:00 Uhr)
Friedrich Vorwerk Group SE+ 80,2 %
Talanx AG+ 27,6 %
TUI AG+ 16,5 %
GBK Beteiligungen AG+ 13,6 %
Hannover Rück SE+ 12,7 %
*) Hannover Rück SE ist in NISAX und GCX enthalten

Fondsbörse Deutschland baut Marktführerschaft weiter aus

Im Jahr 2024 konnte die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG Ihre Stellung als unangefochtener Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds weiter ausbauen. Über die Zweitmarkt-Plattform der Fondsbörse Deutschland wurden ca. 6.200 Transaktionen abgewickelt, dabei entstand ein Nominalumsatz von rund 250 Millionen (Währungseinheiten) – eine Steigerung von über 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bei den gehandelten Assetklassen dominierten weiterhin Immobilienfonds, die mit einer Umsatzsteigerung von über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Handelsanteil von rund 67 Prozent das Geschäft noch deutlicher prägten als in der Vergangenheit. Im Handel mit Schiffsfonds gab es auch im abgelaufenen Jahr vergleichsweise hohe Umsätze bei zuletzt nachgebenden Kursen. Die unter „Sonstige Beteiligungen“ geführten Assetklassen wie Private Equity, Erneuerbare Energien und Flugzeugfonds übertrafen ebenfalls deutlich den Vorjahresumsatz. Kursseitig kam es dabei nicht zu signifikanten Bewegungen.

Der neu gestartete Private Markets-Handelsplatz (https://pm.fondsboerse.de) von und für professionelle und semiprofessionelle Anleger konnte 2024 seine Marktbekanntheit deutlich steigern, realisierte erste größere Vermittlungen und ist ein gutes Jahr nach dem Startschuss nun mit einem Verkaufsvolumen von über 100 Millionen (Währungseinheiten) mandatiert. Nach Abschluss anstehender Transaktionen im kommenden Jahr wird Private Markets damit innerhalb kürzester Zeit einen weiteren, spürbaren Wachstumsimpuls für das Gesamtgeschäft geben.

Im Januar 2024 kam mit Inkrafttreten von ELTIF 2.0 auch in das Segment der Private Markets Fonds deutliche Bewegung. Im Rahmen einer neu gestarteten Kooperation mit der Privatmarktplattform Privatize nutzen nun bereits neun namhafte ELTIF-Emittenten die voll digitale Zeichnungsstrecke der Fondsbörse Deutschland. Im kommenden Jahr soll diese erfolgreiche Kooperation weiter ausgebaut werden. Wichtige Fortschritte gab es zusätzlich durch die Vereinfachung von nahtlosen Einbuchungen in Kundendepots, so dass für die Direktzeichnungs-Lösung der Fondsbörse Deutschland nun alle Zeichen auf Wachstum stehen. Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Beteiligungsmakler AG: „Im Jahr 2024 sind wir unserem strategischen Ziel greifbar nähergekommen, zur ersten Adresse im Handel mit illiquiden Assets zu werden. Neben der erfreulichen Umsatzentwicklung von Zweitmarkt.de haben wir nun auch im B2B und B2C-Geschäft so viele Mandatierungen hinzugewonnen, dass diese noch jungen Geschäftsfelder einen zunehmend spürbaren Beitrag zu unserem Wachstum leisten. Unabhängig von allen Unsicherheiten des konjunkturellen Umfeldes sehen wir daher äußerst optimistisch ins kommende Jahr und in die weitere Zukunft.“

Wechsel in Vorstand und Aufsichtsrat der BÖAG Börsen AG

  • Dr. Thomas Ledermann folgt Jürgen Kösters und übernimmt Aufsichtsratsvorsitz
  • Sven Marxsen als Geschäftsführer der Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover vorgeschlagen
  • Aufsichtsrat in neuer Zusammensetzung

Düsseldorf/Hamburg/Hannover, 30. April 2024 – Nach heutigem Beschluss der Hauptversammlung hat sich der neue Aufsichtsrat der BÖAG Börsen AG – Trägergesellschaft der Börse Düsseldorf, der Börse Hamburg und der Börse Hannover – konstituiert. Zum neuen Vorsitzenden des Kontrollgremiums wurde Dr. Thomas Ledermann gewählt, der seine Position als Vorstand der BÖAG Börsen AG verlassen hat und in diesem Zusammenhang auch die Geschäftsführung der Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover beendet. Als Nachfolger ist Sven Marxsen vorgeschlagen. Ledermann übernimmt den Vorsitz von Jürgen Kösters, der sich nach 29 Jahren aktiver Gremienarbeit an der Börse Hannover nun aus dem Aufsichtsrat der BÖAG Börsen AG zurückzieht.

„Mit Jürgen Kösters verlieren wir eine prägende Persönlichkeit, die unsere Börsen mit seiner Expertise und Entscheidungsfreude deutlich nach vorne gebracht hat. Er war der Initiator und Mitgründer der BÖAG Börsen AG und gleichzeitig ihr erster Aufsichtsratsvorsitzender. Wir danken ihm herzlich für sein langjähriges, großes Engagement und werden ihm weiterhin eng verbunden bleiben“, erklärt Ledermann zur Amtsübernahme. „Herrn Dr. Ledermann danken wir für sein hervorragendes berufliches Schaffen und wünschen ihm viel Erfolg mit seiner neuen Aufgabe. Den eingeschlagenen Weg der BÖAG wird er als Vorsitzender des Aufsichtsrates bestens fortsetzen“, ergänzt Jürgen Kösters. Ledermann selbst blickt auf mehr als 30 Börsen-Jahre als Geschäftsführer und Vorstandsmitglied zurück. Zu seinen wichtigsten Meilensteinen gehört die Zusammenführung der Börsen Hamburg und Hannover unter dem Dach der BÖAG Börsen AG im Jahr 1999, die Aufnahme der Börse Düsseldorf im Jahr 2017 sowie die Beteiligung der BÖAG an Wertpapierhandelsbanken.

Neuer Aufsichtsrat

Neben Thomas Ledermann erstmals angehören werden dem Aufsichtsrat der BÖAG Börsen AG: Matthias Battefeld, Vorstand Hannoversche Volksbank eG, als Stellvertretender Vorsitzender; Jasper Hanebuth, ab 1. Juli 2024 Finanzvorstand der Norddeutschen Landesbank Girozentrale und Dr. Jan Zurek, Bereichsleiter Treasury Hamburger Sparkasse AG. Sie nehmen die Plätze von Henrik Bustorf, Rolf Hunck und Dr. Immo Querner ein, deren Amtszeit endet. „Den ausscheidenden Mitgliedern danken wir herzlich für ihre langjährige Mitarbeit und Treue und wünschen ihnen weiterhin alles erdenklich Gute“, sagt Kösters. Dem neuen Gremium gehören ferner an: Dr. Hinrich Holm (Vorsitzender des Vorstands Investitionsbank Berlin) und Dr. Friedhelm Steinberg (Vorsitzender des Aufsichtsrats Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG). Damit setzt sich der Aufsichtsrat der BÖAG Börsen AG erneut aus führenden Vertretern der norddeutschen Financial Community zusammen.

Börse Düsseldorf: Börsen-Unwort 2023 ist „Ultradiversifikation“

  • Mit „Ultradiversifikation“ wird die wichtige Risikostreuung auf die Spitze getrieben
  • „Aktienrente“ landet knapp dahinter und „Soft Landing“ komplettiert das Podium
  • Umfrage im 23. Jahr bei Börsen/Market Makern/Gremien sowie Online-Voting

Düsseldorf, 15. Januar 2024 – „Ultradiversifikation“ wurde zum Börsen-Unwort für das Jahr 2023 gewählt. Zum 23. Mal ermittelte die Börse Düsseldorf per Umfrageaktion das Unwort der Branche für das abgelaufene Jahr. Nur knapp dahinter landete der Begriff „Aktienrente“, gefolgt von „Soft Landing“ sowie „Banken-Beben“ und „Kleinanlegerstrategie“. Über die fünf Kandidaten der Vorauswahl konnten Mitarbeitende der Börsen, Market Maker und Gremien abstimmen. Das parallele Online-Voting gab den Ausschlag beim knappen Endergebnis.

Beim Investieren an der Börse ist Diversifikation eine wichtige Voraussetzung, um Rendite und Risiko in Balance zu bringen. Davon zeugen viele Börsenweisheiten, wie: „Nicht alle Eier in einen Korb legen“ oder „Breit gestreut – nie bereut!“ Weil die Streuung also für den langfristigen Erfolg an der Börse wichtig ist, rückt das Thema gern beim Vertrieb von Finanzprodukten in den Fokus und so wurde im letzten Jahr prominent die „Ultradiversifikation“ ausgerufen. Doch über vielfach propagierte „World“- oder „All Countries“-ETFs gibt es bereits einfache und kostengünstige Wege, sich mit nur einem Produkt und einem breiten Länder- und Branchen-Mix an der Marktentwicklung von hunderten bis tausenden Aktien zu beteiligen. Neue, besonders ausgefeilte Multifaktor-Ansätze versprechen jetzt eine noch komplexere Streuung, die aber auch mit erhöhten Kosten verbunden ist. „Eine solche extreme Optimierung ist vielleicht ein gesellschaftlicher Trend, aber ob sich damit wirklich Überperformance erzielen lässt, wird man erst in vielen Jahren nachweisen können“, erklärt Dr. Rolf Deml, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf. „Die Wahl zum Börsen-Unwort zeigt, dass blumige Marketingversprechen kritisch gesehen werden. Die Zahl der direkten oder indirekten Aktienbesitzer in Deutschland war zuletzt rückläufig und die deutsche Aktienkultur bleibt wenig ausgeprägt. Langfristig erfolgreiches Investieren darf nicht als Raketenwissenschaft daherkommen“, so Deml weiter.

Das zweitplatzierte Börsen-Unwort „Aktienrente“ war der Favorit vieler Branchenexperten und greift die politische Diskussion um das zu Jahresbeginn angekündigte und später wegen des Haushaltsdefizits zunächst verschobene „Generationenkapital“ auf. Beim drittplatzierten „Soft Landing“ ging es um die Leitzinspolitik der Notenbanken beim Kampf gegen die hohe Inflation.

Seit 2001 ermittelt das Team der Börse Düsseldorf ein Börsen-Unwort im jährlichen Rückblick. Die Wahl erfolgt in Anlehnung an die 1991 ins Leben gerufene sprachkritische Aktion des Germanisten Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser. Die bisherigen Börsen-Unwörter lauten: „Zufallsgewinne“ (2022) „Taschengeld-Trader“ (2021) „Corona-Gewinner“ (2020) „Finanztransaktionssteuer“ (2019), „America First“ (2018), „Bitcoin Boom“ (2017), „Anlagenotstand“ (2016), „Zinswende“ (2015), „Guthabengebühr“ (2014), „Billiges Geld“ (2013), „Freiwilliger Schuldenschnitt“ (2012), „Euro-Gipfel“ (2011), „Euro-Rettungsschirm“ (2010), „Bad Bank“ (2009), „Leerverkauf“ (2008), „Subprime“ (2007), „Börsen-Guru“ (2006), „Heuschrecken“ (2005), „Seitwärtsbewegung“ (2004), „Bester Preis“ (2003), „Enronitis“ (2002) und „Gewinnwarnung“ (2001).

Bild: BÖAG Börsen AG

Ergänzung: 📺 Interview mit Dr. Gerd Kommer bei extraETF im Januar 2025