Automotive bremst – Bitcoin gibt Gas
Hiobsbotschaften der Autobauer aus Wolfsburg und Stuttgart dominierten mit Margen-Verfall, Milliarden-Abschreibungen sowie drohenden Entlassungen und Werksschließungen die nationalen Wirtschaftsnachrichten. Die mit dem Stern liegen beim Aktienkurs seit Jahresbeginn rund 30 Prozent im Minus. Beim Konzern mit dem Golf, der gerade seinen angestammten Platz im Euro Stoxx 50 verloren hat, ist es ähnlich. Hier prägt der Absturz im Juni von 90 auf 70 Euro den Chart. Zwischenzeitliche Erholungen nähren immer wieder die Hoffnung, um anschließend doch zu enttäuschen. Die tiefgreifenden Strukturprobleme, der zähe Umstieg auf die Elektromobilität und der Druck aus China machen der deutschen Schlüsselindustrie spürbar zu schaffen. Die deutschen PKW-Exporte sinken 2026 bisher um 4 Prozent, während die Importe um 16 Prozent zulegen.
Zum Glück lässt sich der DAX davon nicht mehr so leicht nach unten ziehen. Die historische Abhängigkeit von den Automobil-Aktien hat sich in den letzten 10 Jahren vom zweistelligen in den einstelligen Prozentbereich halbiert. Nach einem schwachen Wochenabschluss, und von politischen Wahlen erneut unbeeindruckt, legte der DAX am Montag satte 1,3 Prozent zu. Doch heute wackelt wieder die Marke von 25.500 Punkten. Derweil konnte an den US-Märkten der Dow Jones am Dienstag sein 37. Rekordhoch des laufenden Jahres verzeichnen und die Technologiebörse Nasdaq stand gestern so hoch wie noch nie. Autoaktien spielen da keine große Rolle, der auf unter 100 USD gefallene Ölpreis vielleicht schon eher.
Als energiehungrig galt immer der Bitcoin, wo seit dem Peak vom Oktober zuletzt Kurseinbrüche um 50 Prozent das Bild prägten. Statt unter 60.000 USD notiert die bekannteste und wertvollste Digitalwährung aktuell über 86.000 USD und hat damit seit dem Jahrestief Anfang Juli in kurzer Zeit knapp 50 Prozent zugelegt. Das starke Momentum vertreibt die Gerüchte um einen Krypto-Winter, aber die Strecke bis zum alten Rekordhoch von fast 126.000 USD ist nochmal genauso lang. Hoffentlich reicht der Sprit dafür.


Newsletter vom 23. September 2026
Thomas Strelow, Börse Düsseldorf

Comeback bei Gold und Bitcoin
An den Märkten zeigten sich zuletzt zwei Vorboten für unsichere Zeiten: Die US-Staatsschulden wachsen unter Trump rasant mit neuem Rekordstand von jetzt über 40 Billionen Dollar und die Renditen 30-jähriger amerikanischer Staatsanleihen stiegen auf über 5,3 Prozent, also den höchsten Stand seit 2007. Am Aktienmarkt war jedoch keine echte Schwäche zu erkennen. Die Indizes notieren weiterhin am oberen Ende ihrer Kurshistorie, auch wenn der DAX kurzzeitig mal unter die 26.000er Marke abgetaucht war. Die offensichtlichen Profiteure sind zwei zuletzt schwächelnde Assetklassen: Gold und Bitcoin.
Der Goldpreis ist seit Anfang August rund 15 Prozent gestiegen und notiert aktuell über 4.600 USD. Ein Chart-technischer Widerstand liegt bei 4.850 – erst danach wäre der Weg frei für Kurse oberhalb von 5.000 USD. Bis zum Rekordhoch von Ende Januar fehlen dem Edelmetall derzeit aber noch gut 17 Prozent. Beim Bitcoin gab es nach einer rund 11-wöchigen Seitwärtsphase zwischen 60.000 und 65.000 USD einen dynamischen Ausbruch. Allein seit letzter Woche Montag ist BTC um rund 25 Prozent auf aktuell knapp 79.000 USD gestiegen – auch das Krypto-Handelsvolumen erhöhte sich insgesamt deutlich. Hier lässt sich also doch die oben angedeutete Krisenstimmung in steigenden Kursen ablesen.
Die börsennotierten Unternehmen schauen aber wohl überwiegend positiv in die Zukunft. Die Künstliche Intelligenz gilt gerade bei den Tech-Aktien, aber auch zunehmend bei Industriewerten weiter als große Chance und auch der volatil-hohe Ölpreis wird nicht wirklich als Belastung gesehen. Im ifo-Geschäftsklimaindex schätzt die deutsche Wirtschaft mit 88,8 Punkten die Lage so optimistisch ein, wie zuletzt vor einem Jahr und auch die Zukunftserwartungen korrigierten deutlich nach oben. Ob der KI-Hype weiter läuft, lässt sich heute Abend an der Reaktion auf die Nvidia-Quartalszahlen ablesen und bei Tagung der US-Notenbank in Jackson Hole könnte es am Freitag neue Impulse für den Anleihenmarkt geben.


Newsletter vom 26. August 2026
Thomas Strelow, Börse Düsseldorf

Märkte nach den närrischen Tagen auf Orientierungskurs
Am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei? Nein, nur der Karneval ist vorbei – die Börsenfantasie bleibt uns für den Rest des Jahres erhalten! Einzelne Börsen, vor allem international, waren am Rosenmontag aber feiertagsbedingt geschlossen. Dazu zählten neben China, Hongkong und Südkorea (Neujahrsfest) auch die US-Börsen, dort war President’s Day. Vor diesem Hintergrund starteten die Märkte erst richtig ab Dienstag in die Börsenwoche und versuchten dabei, marktbeeinflussende Faktoren zu identifizieren. Dazu zählen aktuell vor allem die Gespräche zwischen Russland und der Ukraine in Genf über eine Friedenslösung sowie zwischen dem Iran und den USA in Sachen Atomabkommen. Beides ergebnisoffen und Überraschungen nicht ausgeschlossen.
DAX, Dow & Co. neigen seit einer Woche eher zur Schwäche, es fehlen ganz einfach positive Impulse. Zwar hat die DIHK in ihrer Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2026 ein leicht aufgehelltes Stimmungsbild unter den rund 26.000 Unternehmen eingeholt, die 2026er Wachstumsprognose für Deutschland fällt mit einem Prozent allerdings mau aus.
In den USA sieht das anders aus: Massive Investitionen in Künstliche Intelligenz liefern zwar positive Impulse, führen jedoch auch zu einer Zweiteilung des Marktes. Unterschieden wird nach potenziellen Gewinnern und Verlierern, was in der Frühphase dieser Entwicklung nicht einfach ist. Vielleicht bringt die laufende Berichtssaison mehr belastbare Fakten zu diesem Thema. Neue Tiefstände liefern weiterhin die Kryptowährungen, allen voran der Bitcoin, der vergangene Woche bis auf 65.000 Dollar fiel. Der Kryptomarkt ist eindeutig angeschlagen und die Akteure in diesem Bereich werden langsam nervös, denn es droht eine Abwärtsspirale mit ungeahnten Folgen.
Die Marke von 60.000 Dollar beim Bitcoin ist charttechnisch wichtig, zumal die 200-Wochen-Linie des Token kurz darunter verläuft. Ein Unterschreiten beider Marken könnte eine Liquidationskaskade auslösen und den Preis bis auf 50.000 einbrechen lassen. Bei einem Preis von aktuell rund 67.500 Dollar hat sich die führende Kryptowährung seit ihrem Allzeithoch vom Oktober fast halbiert. Nichts für schwache Nerven, sondern ausschließlich für hartgesottene Profis.
Ihr Martin Braun, Börse Hannover


Newsletter vom 18. Februar 2026
Martin Braun, Börse Hannover

Gold, Silber und Bitcoin nach dem Kurssturz

Seit Ende Januar hatten die vermeintlichen „sicheren Häfen“ heftige Kursverluste zu verzeichnen. Während beim Bitcoin allerdings schon im Herbst des letzten Jahres ein erster Rücksetzer erfolgte, stiegen die Preise für Gold und Silber am Anfang des neuen Jahres zunächst auf neue Rekordstände.
Der Einbruch bei Gold und Silber kann daher als notwendige Korrektur einer kurzfristig überzogenen Rallye in einem weiterhin intakten Aufwärtstrend gesehen werden. Auslöser für den vorangegangenen besonders steilen Anstieg waren insbesondere zunehmende Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed vor dem Hintergrund der bevorstehenden Nominierung eines Nachfolgers für den aktuellen Fed-Präsidenten Jerome Powell. Dass US-Präsident Trump mit Kevin Warsh einen ausgewiesenen Geldpolitik-Experten benannt hat, sorgte diesbezüglich für Beruhigung und die entsprechende Gegenbewegung.
Der Hintergrund für die schon seit Anfang 2025 anhaltende beschleunigte Aufwärtsbewegung der Gold- und Silbernotierungen sind allerdings strategische und damit langfristige Käufe von Notenbanken und großen internationalen Kapitalsammelstellen, die versuchen, zumeist sehr hohe US-Dollaranteile in ihren Portfolien zu reduzieren. Mangels Alternativen im Segment der klassischen Währungen weichen sie auch auf Edelmetalle aus. Da sowohl der Standort USA als auch der Dollar seit dem Amtsantritt Trumps an Vertrauen eingebüßt haben, dürfte diese neue Nachfragekomponente am Markt für Edelmetalle weiter relevant sein und perspektivisch für eine Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends sorgen. Zudem lassen weltweit steigende Staatsschulden, Versuche der Fiskalpolitik auf die Geldpolitik einzuwirken, um tiefere Leitzinsen zu erzwingen (fiskalische Dominanz) und die Aussicht auf höhere Inflationsraten in den kommenden Jahren sinkende Realzinsen erwarten. Gold- und Silber-Investments würden dadurch attraktiver werden.
Der gleiche Wirkungszusammenhang sollte auch beim Bitcoin für eine Stabilisierung der Kurse sorgen, denn im Vergleich zu stärker unter Inflation leidenden verzinslichen Staatsanleihen kann die Krypto-Anlage langfristig als besserer Wertspeicher dienen. Allerdings dürfte der doppelte Kurssturz seit den Höchstnotierungen im Oktober 2025 auch auf die Liquidierung großer Bitcoin-Bestände und kreditfinanzierter Positionen zurückzuführen sein. Kurzfristig ist es daher kaum möglich, ein Ende der Abwärtsbewegung zu prognostizieren.

Newsletter vom 18. Februar 2026
Carsten Mumm – Chefvolkswirt und
Leiter der Kapitalmarktanalyse
Privatbank Donner & Reuschel
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Aktien und Edelmetalle nach turbulenten Tagen wieder erholt
Es war ein bemerkenswerter Monatsultimo, den niemand so erwartet hätte. Wie aus heiterem Himmel fand die Edelmetallrally am Freitag ein vorläufiges und für einige Akteure sicherlich auch schmerzhaftes Ende. Nachdem die Feinunze Gold am 28. Januar noch an der Marke von 5.600 US-Dollar gekratzt hatte, ging es zwei Tage später rapide abwärts, allein am Freitag ein Verlust von bis zu 13 Prozent und beim Silber sogar 30 Prozent. Der vorläufige Tiefpunkt wurde erst am Montagmorgen erreicht. Auslöser war angeblich die Nominierung von Kevin Warsh als neuen Chef der FED durch US-Präsident Donald Trump.
Kevin Warsh war bereits in früheren Jahren FED-Gouverneur und aus dieser Zeit eher als „Falke“ bekannt, das heißt als Befürworter einer eher restriktiven Geldpolitik. Neuerdings hat er sich jedoch für Zinssenkungen ausgesprochen und liegt damit voll auf Kurs zum US-Präsidenten. Allein die Nominierung von Warsh als neuen FED-Chef kann unmöglich der einzige Grund für diese scharfe Korrektur bei den Edelmetallen sein. Die Kursrally war offensichtlich heiß gelaufen und reif für Gewinnmitnahmen, aber auch Spekulanten dürften ihre Finger im Spiel gehabt haben. Die Handelsumsätze in Edelmetall basierten ETCs – gerne auch gehebelt – gingen in den zurückliegenden Tagen durch die Decke. Zwischenzeitlich haben sich die Preise für Gold, Silber, Platin und Palladium wieder erholt und einen Teil der Verluste aufgeholt. Aber die Nervosität bleibt.
Die Aktienmärkte zeigten sich in den letzten Januartagen ebenfalls schwächer, allerdings weit weniger als Gold und Silber. Alle führenden Aktienindizes schließen den ersten Börsenmonat des Jahres mit einem leichten Plus ab, erreichten wie der DAX sogar neue historische Höchststände.
Eindeutiger Verlierer dieser turbulenten Tage waren die Kryptowährungen. Allein der Bitcoin stürzte in wenigen Tagen von gut 90.000 auf bis zu 73.000 US-Dollar am Dienstagabend, der tiefste Stand seit April 2025 und ein Minus von rund 42 Prozent seit dem Allzeithoch von 126.000 Dollar im Oktober 2025.
Der Mythos, wonach Kryptos/Bitcoins die Funktion als stabile Alternativen zu Gold und Hartwährungen übernehmen könnten, darf damit endgültig ad acta gelegt werden. Hoch volatil und risikoreich ist die treffendere Klassifizierung.


Newsletter vom 04. Februar 2026
Martin Braun, Börse Hannover

Aktienmärkte rot und weiter Richtung Süden
Seit Mitte vergangener Woche stehen die Börsenampeln auf Rot. Nach dem Prinzip Salamitaktik geht es scheibchenweise jeden Tag etwas weiter nach unten. Die Verluste von Dow Jones, Nasdaq, DAX und EuroStoxx liegen im Wochenrückblick zwar noch im prozentual einstelligen Bereich, aber auch das könnte sich schnell ändern. Auslöser für die Kursverluste war u. a. eine Notfallsitzung der Fed am Freitag und Befürchtungen um einen Liquiditätsengpass im System.
Die Hausse nährt bekanntlich die Hausse, aber umgekehrt gilt das auch für eine Baisse. Im Moment ist das alles noch nicht dramatisch, aber mit Blick auf die überschaubare Zeit bis Jahresende sehen einige Investoren bereits einen Teil ihrer Felle schwimmen.
Betroffen von dieser Schwächephase sind aber nicht nur die Aktien, auch die Edelmetalle haben gelitten und vor allem die Kryptowährungen. Der Bitcoin hat innerhalb einer Woche rund 15 Prozent an Wert verloren. Damit haben sich nur bei dieser Kryptowährung in einem sehr kurzen Zeitraum rund 300 Mrd. US-Dollar in Luft aufgelöst. Zeitgleich wurden Milliardenbeträge aus Krypto-ETPs abgezogen, was den Abwärtstrend noch verstärkt.
Außerhalb des Radarschirms vieler Investoren hat sich bereits eine ganze Reihe von Unternehmen zu sogenannten Digital Asset Treasuries (DAT) – verwandelt. Darunter versteht man Gesellschaften, die ihre Bilanz gezielt in eine Krypto-Wette verwandelt haben. Prominentestes Beispiel: Strategy Inc., ehemals Microstrategy. Was als Softwareunternehmen begann, ist heute die größte börsennotierte Bitcoin-Holding der Welt. Fast 650.000 Bitcoins hält Strategy laut marktüblichen Datendiensten, das entspricht gut drei Prozent der gesamten im Umlauf befindlichen Bitcoins und einem Wert von aktuell fast 60 Mrd. US-Dollar. Die aktuelle Marktkapitalisierung von Strategy liegt nur knapp darunter. Der Aktienkurs reagiert volatiler als die Kryptowährung. Seit dem Jahreshoch von 456 USD im Juli büßte die Aktie bis heute rund 55 Prozent an Wert ein. Es kann sich jeder ausmalen, was passieren könnte, wenn die Kryptos weiter fallen.


Newsletter vom 19. November 2025
Martin Braun, Börse Hannover

Erstmals mehr als 40 Kryptowährungen an der Börse handelbar
Das Angebot von Kryptowährungen ist mit mehr als 18.000 Coins unübersichtlich und nur wenige Projekte haben eine relevante Größe vorzuweisen. Doch bei regem Handelsinteresse nutzen ETP- und Zertifikate-Emittenten die Chance, börsennotierte Krypto-Produkte auf diese Digitalwährungen aufzusetzen. Diese können dann aus jedem normalen Wertpapierdepot heraus gehandelt werden.
Die Börse Düsseldorf und Quotrix bieten unverändert die größte Auswahl unter allen Handelsplätzen in Deutschland. Ende 2017 gab es das erste börsengehandelte Krypto-Produkt auf den Bitcoin. Im September 2024 umfasst da Angebot inzwischen 144 Produkte auf 41 Coins von 20 Emittenten. Ende 2022 waren es 106 Produkte auf nur 25 Kryptowährungen – die Anzahl der Coins nimmt stärker zu.
Die beiden letzten Neuzugänge Hyperliquid und dYdX vom Emittenten 21Shares sind für dem klassischen Anleger wohl weitgehend unbekannt: Nach Marktkapitalisierung platzieren sich die unter HYPE und DYDX abgekürzten Coins auf den Plätzen 16 bzw. 188 mit einer Marktkapitalisierung von 14,8 Milliarden bzw. 490 Millionen US-Dollar. Zum Vergleich: Der Bitcoin als Platzhirsch kommt auf über 2,3 Billionen US-Dollar, gefolgt von Ethereum mit knapp 546 Milliarden. (Datenstand vom 17.09.2025)
Wer sich – ähnlich bei einem Aktien-ETF – gleich mehrere Digitalwährungen gebündelt in einem Papier ins Depot legen möchte, kann dies bequem über sogenannte Baskets machen. Von diesen „gemischten Körben“ sind 27 Produkte börsengelistet.
Detaillierte Informationen zu den einzelnen ETPs bzw. Zertifikaten bieten die Internetseiten der Emittenten. Um bei der Kursliste börsennotierter Krypto-Produkte den Überblick zu erleichtern, wurden zusätzliche Ansichten nach Coins und nach Emittenten hinzugefügt.
Kauf und Verkauf erfolgt als normales Wertpapiergeschäft über das bestehende Depot bei Bank, Sparkasse oder Online-Broker. So erhalten Investoren auch die komfortablen Erträgnis- und Jahressteueraufstellungen. Krypto-Puristen werfen an dieser Stelle gerne ein, dass nur ein direktes halten der „Keys“ einen steuerfreien Gewinn nach mehr als einem Jahr Haltezeit ermögliche. Die Praxis zeigt aber, dass die oft volatilen Krypto-Coins vielfach eher kurzfristig gehalten werden, um eben von den Kursschwankungen zu profitieren. In diesem Fall sind aber 25% Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer für viele Anleger günstiger, als der persönliche Steuersatz.
Wichtig beim Thema Krypto-Währungen und -Produkte bleibt der nebenstehende Risikohinweis und eine umfassende Finanzberatung.

Risikohinweis
Beim direkten oder indirekten Handel mit Kryptowährungen können Anleger erhebliche Verluste bis hin zum Totalausfall erleiden. Aus der hohen Volatilität und möglichen Illiquidität von Kryptowerten entstehen nochmals besondere Risiken, die berücksichtigt werden müssen. (Siehe auch BaFin-Verbraucherwarnung vom 13.01.2021)
Zudem besteht systemisch über die Nachbildung in Schuldverschreibungen bzw. Zertifikate ein Kontrahentenrisiko.
Februar 2025: Bitwise Physical Bitcoin ETP
Mit dem Bitwise Physical Bitcoin ETP erhalten Anleger einen einfachen Zugang zur Wertentwicklung der Kryptowährung Bitcoin. Das Exchange Traded Product wurde für den börslichen Handel zugelassen und ist vollständig durch Bitcoin besichert. Investoren profitieren durch das zentrale Clearing von deutlich reduzierten Risiken bei der Abwicklung der Geschäfte.
Im Vergleich zu klassischen ETFs ist die TER mit 2 Prozent höher.

Im Aktionsmonat wird der ETF an der Börse Düsseldorf vom Skontroführer ICF BANK zu nochmals engeren Geld- und Brief-Kursen gehandelt. Ziel ist es, den niedrigsten Spread unter den deutschen Handelsplätzen bieten zu können. In der Zeit zwischen 09:00 und 17:30 Uhr ist die Geld-Brief-Spanne in diesem Papier niedriger (oder maximal gleich) wie am Handelsplatz Xetra.
Die hier vorgestellten Produkte sind in keinem Fall als Anlageberatung oder Kaufempfehlung zu verstehen.
| Name ISIN | Briefkurs Stand | Diff % Diff +/- |
|---|---|---|
| Bitwise Europe GmbH DE000A27Z304 | 0 25.09.2026 | -0,63% -0,4150 |

ETF des Monats – 02/2025
Kurzsteckbrief A27Z30:
Indexabbildung: Physisch
Ertragsverwendung: Thesaurierend
Fondsgröße: 1,31 Mrd. EUR
Fondswährung: USD
Total Expense Ratio: 2,00 %
Anzahl Positionen: 1
(Datenquelle: extraETF.com vom 22.01.2025)
Mehr Informationen bei extraETF.com:

(inkl. Factsheet und Anlegerinformationsblatt)

Die Courtage für ETF-Geschäfte an der Börse Düsseldorf beträgt 0,08%. In Verbindung mit einem niedrigen Spread und abhängig von der Ordergröße kann dies für das einzelne Geschäft zu einem günstigeren Kauf- oder Verkaufspreis führen, als an einem Handelsplatz ohne explizite Nebenkosten. Vergleichen lohnt sich! (Ausschlaggebend für die Gebühren ist das Preisverzeichnis der depotführenden Banken bzw. Broker.)
Aktienindizes und Bitcoin im Höhenrausch
Nachdem der Dow Jones bereits im Februar sein Allzeit-Hoch markiert hatte, folgen in diesen Tagen fast täglich neue Höchststände bei den führenden Aktienindizes Nasdaq100, S&P500, EuroStoxx50, DAX und dem japanischen Leitindex Nikkei225. Der DAX hat heute vorbörslich bereits die Marke von 18.000 Punkten geknackt, ein Plus von 7,5 Prozent allein in diesem Jahr. Beim Nikkei mussten Anleger allerdings 35 Jahre warten, bis das alte Hoch aus 1989 am Donnerstag mit 40.294 Punkten überboten werden konnte. Geduld gehört halt zu den größten Tugenden eines Börsianers, aber nur wenige haben sie. Oder, um bei den Börsenweisheiten von Altmeister Kostolany zu bleiben, hätte man wohl mindestens 15.000 Schlaftabletten schlucken müssen, um diese Zeit nervenschonend überstehen zu können. Neue Höchstkurse auch beim Bitcoin, der immer noch beliebtesten Kryptowährung. Am Montag wurde die Marke von 70.000 USD geknackt, aktuell liegt er sogar bei rund 73.000 USD. Die Marktkapitalisierung aller Bitcoins liegt aktuell bei rund 1,4 Billionen USD und übersteigt damit sogar den Wert aller Silbervorräte weltweit.
Bemerkenswert ist die feste Verfassung der Aktienmärkte vor dem Hintergrund der aktuellen Inflationsdaten. In Deutschland fiel die Inflationsrate im Februar zwar auf 2,5 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit Sommer 2021, in den USA gab es gestern Mittag allerdings eine böse Überraschung. Mit 3,2 Prozent lag die US-Inflationsrate im Februar sogar noch 0,1 Prozent höher als im Januar. Volkswirte sind alarmiert und die erwarteten Zinssenkungen der US-Notenbank dürften damit einen deutlichen Dämpfer erhalten haben.
Wenn auch draußen der Frühling noch auf sich warten lässt, an den Börsen ist er bereits in vollem Gange. Bleiben Sie trotzdem wachsam!


Newsletter vom 13. März 2024
Martin Braun, Börse Hannover

Kryptowährungen als Basisanlage?
Investoren suchen stets ein hohes Maß an Sicherheit. Doch spätestens nach dem aktuellen Bankenbeben um die Pleiten zweier US-Banken sowie der Zwangsübernahme der Credit Suisse durch die UBS in der Schweiz ist sie wieder da: die Angst um die Stabilität des Geldsystems.
Genau aus diesem Grund wurde übrigens 2009 der Bitcoin erschaffen, der aufgrund der Blockchain-Technologie und seiner programmierten Begrenzung auf 21 Millionen Coins völlig unabhängig vom Notenbanksystem agiert und damit, ähnlich wie Gold, eine echte Alternative zum Bankensystem darstellt.
Andererseits gibt es aufgrund der extrem hohen Volatilität dieser Währung auch genügend Kritiker, die den Wert eher bei null sehen als jenseits der 100.000 USD, was wiederum für viele andere Marktteilnehmer noch lange nicht das Ende der Entwicklung darstellt.
Für uns ist der Bitcoin bereits seit 2018 ein Basisinvestment, dessen extrem hohe Schwankungen jedoch unbedingt zu managen sind. Wie dem Chart zu entnehmen ist, entwickelte sich der Preis in dieser Zeit von rund 16.000 USD bis auf über 67.000 USD in 2021, um dann innerhalb eines Jahres wieder auf das Ausgangsniveau zu sinken. Durch regelmäßige Positionsanpassungen zählt der Bitcoin-Gewinn mit zu den größten realisierten Erträgen in unserem Fonds. Nun könnte eine neue Anlaufwelle auf die bisherigen Höchstkurse begonnen haben, denn im März 2024 findet das nächste sogenannte ‚Halving‘ statt. Dabei halbiert sich die Belohnung für die geschürften Bitcoins und somit die Geschwindigkeit der Entstehung neuer Coins, was wiederum in der Zeit vor und nach dem ‚Halving‘ bisher zu deutlichen Preissteigerungen im Bitcoin geführt hat. Es macht also durchaus Sinn, Kryptowährungen in einem gesunden Verhältnis und mit höchst aktivem Money-Management seinem Depot beizumischen.
Dies tun wir auch in unserem SIGAVEST Vermögensverwaltungsfonds UI (WKN A0MZ31), wo Kryptowährungen bereits ein fest etabliertes Basisinvestment darstellen. Aktuell sind knapp 5 Prozent in Bitcoin und Ethereum angelegt. Mit momentan 3,3 Prozent in Gold sowie 5,3 Prozent in CO2-Zertifikaten runden wir unser Schwerpunktinvestment Aktien somit gegenwärtig mit rund 13,5 Prozent alternativen Anlageklassen ab.
Wer Interesse an diesem Anlagekonzept hat: Der SIGAVEST-Fonds ist ganz leicht über die Börse Hamburg zu erwerben, seine Vermögenswerte werden bei der renommierten Donner & Reuschel AG verwahrt.

Newsletter vom 26. April 2023
Christian Mallek – Geschäftsführender Gesellschafter
SIGAVEST Vermögensverwaltung GmbH
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