Auftaktveranstaltung Planspiel Börse: Börsenwissen für Schüler:innen und Auszubildende bei der Sparkasse Leverkusen

Am Dienstag, den 16. September 2026, veranstaltete die Sparkasse Leverkusen ihre Auftaktveranstaltung zum diesjährigen Planspiel Börse und lud die Börse Düsseldorf zum wiederholten Mal als Gast ein, um den jungen finanzinteressierten Teilnehmer:innen die Börsenwelt ein Stück näher zu bringen.

Planspiel Börse – frei von realem Risiko handeln!

Das Planspiel Börse bietet einen spielerischen Wettbewerb mit virtuellem Kapital, der das Investieren und Handeln verschiedener Assets an realen Börsenplätzen und zu realen Kursen ermöglicht.

Der Spielbeginn rückt näher, und die Sparkasse Leverkusen leitete nun ihr diesjähriges Planspiel Börse in Form einer Auftaktveranstaltung mit zahlreichen interessierten Schüler:innen und Azubis ein. Ab dem 1. Oktober 2026 können wieder die 50.000 Euro Spielgeld möglichst gewinnbringend investiert werden. Für die Nachhaltigkeitswertung gelten übrigens die 50 internationalen Aktien aus dem GCX Global Challenges Index der Börse Hannover als Auswahlspektrum.

Neben Präsentationen von Organisator Lukas Elfert und Kollegin Stephanie Koenig wurde als Gast vor Ort auch die Börse Düsseldorf begrüßt, die mithilfe eines eigenen Vortrags dem jungen Publikum einen tieferen Einblick in das Börsengeschehen vermittelte. Von der Düsseldorfer Börse räumten Thomas Strelow und Jamila Khalil durch das Identifizieren und Aufdecken sieben sogenannter „Börsen-Mythen“ mit so manchem verbreiteten Kapitalmarkt-Irrtum auf, der sich u.a. durch Falschwissen und Halbwahrheiten in der Außenwelt verankert hat.

Wir hoffen auf eine Menge gewonnener Erkenntnisse und wünschen allen Teilnehmenden viel Erfolg & vor allem Spaß beim Planspiel!

Außerdem nicht zu verpassen: Der erste Geburtstag des innovativen Finanz-Spots YouFin, welchen die bkp GmbH gemeinsam mit der Sparkasse Leverkusen gestaltet. Ein Ort für junge Menschen, der alles von Finanzberatung, Co-Working, Content Creation bis hin zum E-Gaming bietet! Wann und wo? Am Freitag, den 18. September 2026, mit Feierlichkeiten inkl. Gewinnspielen, Foodtruck und mehr im YouFin-Kessel, Bahnstadtchaussee 2, 51379 Leverkusen – Anmeldung erforderlich.

Weitere Informationen zum Planspiel Börse finden Sie hier.

12.09.2026 – Messe: Anlegertag Düsseldorf

Die große Finanzmesse in NRW! Freuen Sie sich auf ein informatives Programm in der Classic Remise Düsseldorf. Wir sind natürlich auch vor Ort.

Termin: Samstag, 12. September 2026, 09:30 – 16:40 Uhr
Kostenlose Teilnahme – Anmeldung erforderlich!

Anmeldung direkt hier: www.anlegertag.de.

Treffen Sie uns am Messestand von Börse Düsseldorf und Quotrix sowie unsere Makler von der ICF BANK und weitere Finanzprofis.

Gewöhnungseffekt trotz Krisen – kommt jetzt ein Crash?

Christoph Geyer

Wenn ein Ereignis die Börse überrascht, werden zuweilen vorschnelle Handlungen in die eine oder andere Richtung vorgenommen. Besonders negative Überraschungen finden so Einzug in die Kursfindung und lassen die Börsen auch immer mal wieder in einem Crash enden. Solche besonderen Phasen finden sich meist in den Herbstmonaten, was in der Gesamtstatistik bei den Saisonalitäten entsprechende Spuren hinterlässt.

Dabei ist der September oft ein Monat in dem die Marktteilnehmer von einer solchen Bewegung überrascht werden. Natürlich entstehen Crashs immer aus dem viel zitierten „heiteren Himmel“ heraus. Daher kann man auf keinen Fall einen Crash vorhersagen, auch wenn es gewisse Ansätze gibt, die zumindest für Unsicherheit bei den Marktteilnehmern sorgen.

Die aktuelle Lage lässt viel Spielraum für Aussagen in alle Richtungen zu. Die eine Seite hält es mit den Bullen, die auf jeden Fall weitere Anstiege prognostizieren, sobald sich die Lage im Nahen Osten entspannt. Die andere Seite, die es mit den Bären hält, sieht die Gefahren und Eskalationsmöglichkeiten, auch in der Ukraine, als Vorboten für einen Börsencrash.

Die Marktteilnehmer haben sich aber derzeit offenbar an die Krisen und immer wieder wechselnden Aussagen der handelnden Parteien gewöhnt und so zuletzt den DAX auf neue Rekordhochs getrieben. Sicher ist es kein Geheimnis, dass bei solchen, doch recht steilen Anstiegsbewegungen auch immer wieder Korrekturen stattfinden müssen. Dies ist nicht nur Technischen Analysen bekannt, sondern jedem, der an der Börse tätig ist.

Muss es deshalb aber gleich ein Crash sein? In solchen Phasen haben natürlich die Crash-Propheten wieder Hochkonjunktur. Selbstverständlich können auch diese einen Crash nicht vorhersagen. Es erzeugt aber Aufmerksamkeit, wenn man möglichst laut und möglichst extrem seine Meinung in die Welt setzt.
Fakt ist aber auch, dass der DAX seit März dieses Jahres bereits über 4.500 Punkte oder gut 20 Prozent gewonnen hat. Auch wenn zwischenzeitlich immer wieder Korrekturen stattgefunden haben, die für den Trend gut waren, wäre es nicht verwunderlich, wenn nun wieder eine solche anstehen würde.
Wenn der DAX also nun eine normale technische Korrektur an die Ausbruchszone vollziehen würde (diese stellt übrigens eine zuvor generierte Widerstandszone dar) und diese recht schnell erfolgen würde, dürften sicher wieder einige von Crash sprechen.

Die seriösere Variante wäre aber sicher die Aussage über eine normale technische Reaktion. Wenn sich die Krisen plötzlich erledigen würden, was wünschenswert aber nicht zu erwarten ist, und der Markt noch einen kurzfristigen steilen Aufwärtsschub erfährt, nimmt die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur schnell zu.
Bleiben wir realistisch: Schon Isaac Newton sagte „Ich kann zwar die Bahn der Gestirne auf Zentimeter und Sekunde berechnen, aber nicht wohin eine verrückte Menge einen Börsenkurs treiben kann.“ So dürfte es sich auch mit den Crash-Propheten verhalten.

Newsletter vom 12. August 2026

Christoph Geyer – stellv. Regionalmanager
VTAD Frankfurt

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Quelle: ProRealTime.com

Zitat der Woche: Volker Schilling

„Aus Angst vor einem Crash alle Aktien zu verkaufen wäre, als würde man aus Angst vor dem Tod Selbstmord begehen.“

Volker Schiller
Greiff Capital Management

Zitat der Woche: Charlie Munger

„Wann immer dir jemand die Chance bietet, viel Geld ohne Risiko zu machen, ignoriere den Rest seines Satzes und du wirst dir eine Menge Elend ersparen.“

Charlie Munger
Investmentlegende

Schlägt jetzt die Stunde der Old Economy?

Joachim Brandmaier

Bringt das zweite Halbjahr einen Stimmungsumschwung an der Börse? Weg von den KI- und Chip-Überfliegern hin zu vernachlässigten Branchen wie Konsum und Gesundheit? Ein paar Anzeichen gab es zuletzt – und ich hätte ehrlich gesagt nichts dagegen, wenn die sogenannte „Old Economy“ endlich eine (verdiente) Aufholjagd starten würde.

Die meisten konservativ ausgerichteten Langfristanleger vermutlich auch nicht. Denn die überschwängliche Stimmung rund um das Thema künstliche Intelligenz hat in den letzten Monaten zwar vielen Titeln weiter Rückenwind beschert – man denke nur an Namen wie Samsung, ASML, Cisco oder Amphenol –, auf der anderen Seite wurden aber auch reihenweise Aktien aus traditionellen Wachstumsbranchen wie Konsum und Gesundheit links liegen gelassen oder sogar regelrecht abgestraft. Aktionäre von Nestlé, Starbucks, General Mills oder Novo Nordisk können ein Lied davon singen.

Der Frust bei ihnen sitzt entsprechend tief. Ringsum hört und liest man von phänomenalen Gewinnen mit KI-Aktien und im Vergleich dazu hinkt das eigene Depot trotz lehrbuchmäßiger Branchenmischung hinterher. Ich fühle mich da in letzter Zeit immer mehr an die Internet- und Neuer-Markt-Euphorie um das Jahr 2000 erinnert. Damals bekamen wir ständig zu hören: „Ihr mit euren langweiligen Old-Economy-Aktien! Warum soll ich mir Procter & Gamble oder Coca-Cola ins Depot legen? Mit Aktien wie AOL, Mobilcom und EM.TV wird das große Geld verdient!“ Dass diese Denke nicht gut ausging, wissen zumindest all jene, die damals schon dabei waren. Wohl dem, der seinerzeit den vermeintlich altmodischen und langweiligen Konsum- und Gesundheitsaktien treu geblieben ist!

Ich bin überzeugt davon, dass sich eine ausgeglichene Branchenmischung auch dieses Mal auszahlen wird. Wann der Stimmungswandel an der Börse einsetzt, kann niemand exakt vorhersagen. Manches deutet im KI-Sektor auf Übertreibungen hin, manches nicht. Aber je mehr Anleger auf eine einzelne Technologie wetten, desto größer wird die Absturzgefahr – auch weil inzwischen sogar wieder massiv auf Kredit spekuliert wird.

Am Ende geht es so lange gut, bis es eben nicht mehr gut geht. Und dann ist man heilfroh, wenn man nicht nur auf eine Branche gesetzt hat!

Newsletter vom 22. Juli 2026

Joachim Brandmaier – Börsenpraktiker
Stuttgarter Aktienbrief „Börse Aktuell“

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Zitat der Woche: Benjamin Graham

„Beim erfolgreichen Investieren geht es um Risikokontrolle, nicht um Risikovermeidung.“

Benjamin Graham
Begründer des Value Investing

Comeback der nachhaltigen Investments

Mit den geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit sind die Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel zunehmend in den Hintergrund gerückt – insbesondere bei der Geldanlage. Doch nun zeigt der Energie-Schock des Iran-Krieges: Ressourcen sind endlich und kostbar. Wer also langfristig anlegen möchte, sollte Nachhaltigkeit nicht vernachlässigen. Aber wo investieren?

Sonderbeileger „Wohin mit dem Geld?“ am 09.07.2026 im Handelsblatt

Bereits vor 20 Jahren setzte die Börse Hannover bewusst auf das Thema nachhaltige Kapitalanlage. Ziel war ein internationaler Aktienindex als Orientierungshilfe für besonders nachhaltig orientierte Anleger.
Im September 2007 entstand der Global Challenges Index (GCX) mit 50 Unternehmen, die sich in
besonderem Maße den sieben globalen Herausforderungen unserer Zeit stellen. …

TikiTaka an der Börse, welchen Einfluss hat eigentlich die Fußball WM

Christoph Geyer

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Regierungen gerne während der Laufzeit eines bedeutenden Sportereignisses (Olympische Spiele oder Fußballturniere) meist unangenehme Entscheidungen treffen. Das Kalkül dahinter ist, dass die Bürger möglicherweise nicht viel davon mitbekommen und die Medien das jeweilige Thema nicht ganz so hochkochen, wie die laufenden Sportthemen. Dieses Vorgehen funktioniert aber nur sehr eingeschränkt.

Stellt sich also die Frage, kann ein solches Sportereignis einen anderen Einfluss auf die Börse haben? In unserer Chart-Show vom 9.6.2026 haben wir Aktiengesellschaften untersucht, die Ausstatter, Lieferanten von Nahrungsmitteln oder Sicherheitsaspekte rund um die WM darstellen. Einige dieser Aktien, wie zum Beispiel adidas, könnten kurzfristig durchaus vom WM-Hype profitieren. Andere große Werte wie Cisco oder Coca-Cola befinden sich ohnehin in langfristigen Aufwärtstrends. Das Bild bei den Einzelwerten als Profiteure ist eher gemischt.

Solche Mega-Events könnten aber auch einen Einfluss auf die Märkte im Allgemeinen haben. Sei es, dass die Marktteilnehmer mit den sportlichen Ereignissen zu sehr beschäftigt sind oder die Ergebnisse auf die Stimmung einiger Börsianer drückt. Kann dies aber wirklich einen Einfluss auf die Börsenentwicklung haben?
Ein Ansatz wäre, die saisonalen Effekte zu überprüfen, was bereits erfolgt ist. Hier sind zunächst einige Hürden zu überwinden. Die vergangenen Fußball-Weltmeisterschaften haben unterschiedliche Zeiträume umfasst, was insbesondere für die laufende WM gilt. Zudem fanden diese nicht immer zur gleichen Zeit im Jahr statt – dies insbesondere bei der letzten WM, die im Winter unserer Zeit abgehalten wurde.

Betrachtet man nun also das gesamte Jahr, in dem eine solche WM stattgefunden hat, sind keine signifikanten Auffälligkeiten zu finden. Zumindest nicht solche, die von denen der „normalen“ Zyklen deutlich abweichen würden.

Eine Verbindung von Mega-Event zur Börse abzuleiten ist also eher weit hergeholt und daher für die Analyse weniger brauchbar.

Somit bleibt wie so oft die klassische Technische Analyse zur Einschätzung der Märkte übrig. Da die Märkte derzeit von den kriegerischen Ergebnissen und damit den weltwirtschaftlichen Auswirkungen geprägt sind, sollte besonders auf signifikante Widerstände und Unterstützungen geachtet werden. Der DAX hatte zuletzt den erneuten Ausbruchsversuch nach oben nicht erfolgreich abschließen können. Vielmehr ist er in die alte Seitwärtsrange zurückgefallen, die bereits seit Mai letzten Jahres etabliert ist. Die Vorzeichen für die kommenden Wochen sind klar: Je länger die Unsicherheit anhält oder gar eine weitere Eskalation im Nahen Osten entsteht, um so eher wird der DAX wieder aus dieser Zone nach unten ausbrechen. Sollte sich eine Einigung in diesem Konflikt abzeichnen oder gar unter Dach und Fach kommen, ist mit einem schnellen Ausbruch nach oben zu rechnen.

Newsletter vom 17. Juni 2026

Christoph Geyer – stellv. Regionalmanager
VTAD Frankfurt

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Quelle: ProRealTime.com

Einfach nicht mehr hergeben!

Joachim Brandmaier

Dass es manchmal besser ist, sich in turbulenten Zeiten mit anderen Dingen zu beschäftigen als mit der Börse, habe ich schon oft geschrieben. Vor ein paar Tagen habe ich es selbst ausprobiert … und bin einfach mal wieder ins Kino gegangen!

Meine Filmwahl fiel auf „Die reichste Frau der Welt“ – eine wahre Geschichte über die Milliardärin Liliane Bettencourt, Tochter des L’Oréal-Gründers Eugène Schueller. Während der Film so auf der Leinwand flimmerte, schweiften meine Gedanken etwas ab. Warum war die Dame eigentlich so reich? Klar, Grundlage dafür war die Erbschaft von ihrem Vater: Als der 1957 starb, vermachte er ihr über ein Viertel der Aktien. Ein tolles Startkapital, das ihr aber nicht den Titel „reichste Frau der Welt“ bescherte. Noch nicht.

Was also war ihr Erfolgsrezept? So viel sei verraten: Bettencourt musste nicht allzu sehr buckeln. Sie nutzte auch keine Trading-App, mit der sie ihr Geld vermehrt hat, und sie versuchte es auch nicht mit Termingeschäften oder Kryptowährungen. Sie verhielt sich genau gleich wie all die anderen Superreichen – angefangen von den beiden Alphabet-Gründern Larry Page und Sergey Brin über Bill Gates von Microsoft und Bernard Arnault von LVMH bis hin zu Jeff Bezos von Amazon: Die haben zwar klein angefangen und mussten anfangs oft Tag und Nacht buckeln, wurden aber am Ende alle reich durch einfaches Liegenlassen ihrer Aktien! Das ist langfristig immer noch der beste Weg zum Erfolg. Nicht ohne Grund findet man bei den vermögendsten Menschen der Welt keinen einzigen Daytrader, Zocker oder Crashpropheten.

Leider ist es den allermeisten Menschen nicht vergönnt, reich zu erben. Und ja, die wenigsten von uns gründen eine Firma, die dann mit einer revolutionären Idee zum globalen Spitzenkonzern wird. Doch entscheidend ist nicht die Höhe des Anfangskapitals, sondern dass man das Beste aus dem macht, was einem zur Verfügung steht. Und mit unserem Geld können wir es den Bettencourts dieser Welt nachmachen, indem wir ihr Erfolgsrezept „einfach nicht mehr hergeben“ anwenden.

Oder um es mit den Worten Warren Buffetts zu sagen: „Unsere bevorzugte Haltedauer ist für immer …“

Newsletter vom 10. Juni 2026

Joachim Brandmaier – Börsenpraktiker
Stuttgarter Aktienbrief „Börse Aktuell“

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