Rückschau ICF BANK auf die Handelswoche
Wochenrückblick Anleihehandel
| Emittent | Fälligkeit | Kupon | Rendite |
| Bundesanleihe – EUR | 17.06.2026 | 0,000% | 2,060% |
| E.ON SE – EUR | 25.03.2044 | 4,125% | 4,301% |
| Symrise AG – EUR | 01.07.2027 | 1,375% | 3,292% |
| Fresenius SE – EUR | 15.03.2034 | 3,500% | 3,909% |
| Deutsche Telekom – EUR | 04.12.2029 | 2,625% | 3,142% |
Quelle: ICF BANK AG Wertpapierhandelsbank, Frankfurt am Main

Börsentäglich aktuell von der ICF BANK
Morning News & Wochenvorschau
Börsentäglicher Newsletter (Morning News) mit Marktdaten für USA und Japan sowie wichtige News, Termine und Analysteneinschätzungen für Werte aus Deutschland und Europa zum Handelsstart sowie als Wochenvorschau.
Quelle: ICF BANK AG Wertpapierhandelsbank

Achterbahnfahrt an den Märkten hält an
April, April, macht, was er will! Was wettertechnisch zutrifft, passt auch zu den Entscheidungen von US-Präsident Donald Trump in der aktuellen Lage. Heute hü, morgen hott und aktuell zeichnet sich eine Rolle rückwärts ab, eine Strategie im Irankrieg war von Anfang an nicht erkennbar.
Ratlos lässt er Verbündete, die US-Bevölkerung und den Rest der Welt auf der Zuschauerbank sitzen. Dieser politische Zick-zack-Kurs spiegelt sich seit Wochen in einer Achterbahnfahrt an den Märkten wider. Der befürchtete Crash blieb zwar aus, aber die Performance der vergangenen Wochen lässt zu wünschen übrig. Aktien, Anleihen, Bitcoins und selbst die Edelmetalle haben Federn lassen müssen, ein Phänomen, das es in dieser Form bisher auch noch nicht gab. Zum Quartalsende liegen die führenden Aktienindizes einstellig im Minus, lediglich der Nikkei kann ein leichtes Plus verzeichnen. Und warum schichten die Investoren nicht wenigstens einen Teil ihrer Assets in sichere Anlagen um? Ganz einfach, weil es den sogenannten „Safe haven“ nicht mehr gibt! Angesichts einer ausufernden Staatsverschuldung in den USA, in den meisten Ländern der EU und in Japan sowieso, haben Staatsanleihen diesen Nimbus längst verloren und werden teilweise sogar schlechter bewertet als Anleihen erstklassiger Unternehmen des jeweiligen Landes. Lediglich die Öl- und Gaspreise haben deutlich zugelegt, worüber sich allenfalls die Aktionäre von Produzenten in diesem Bereich freuen können, der Rest der Wirtschaft und vor allem die Verbraucher zahlen bereits die Zeche. Die Inflation ist in Deutschland im März bereits bei 2,7 Prozent angekommen, ein sprunghafter Anstieg von 1,9 Prozent im Februar.
Pünktlich zum 1. April hat die Bundesregierung ihr Gesetz zur Regulierung der Spritpreise lanciert. Danach dürfen diese lediglich täglich um 12 Uhr erhöht werden, Preissenkungen sind dagegen unbegrenzt möglich.
Dieses aus Österreich übernommene Modell ist jedoch umstritten und hat sich auch im Nachbarland nicht wirklich bewährt. Die BÖAG Börsen AG hat eine ähnliche „Spritpreisbremse für das Depot“ entwickelt.
Nach Trumps‘ Ankündigung eines Rückzugs der USA aus dem Irankrieg erholten sich die US-Aktienmärkte bereits gestern und heute zeigt sich auch der DAX deutlich erholt oberhalb der Marke von 23.000.
Das ist noch keine Entwarnung, die Kuh ist damit noch nicht vom Eis. Für heute wünsche ich erst einmal frohe Ostertage und nicht vergessen an diesen Tagen: Regenschirm mitnehmen und Liquidität sichern!
Ihr Martin Braun, Börse Hannover


Newsletter vom 01. April 2026
Martin Braun, Börse Hannover

Der DAX im März 2026

Im März schloss der DAX bei 22.680,04 Punkten und damit -10,30 Prozent (-2.604,22 Punkte) tiefer als im Vormonat. Von den 22 Handelstagen dominierten 12 negative gegenüber 10 positiven. Das Intraday-Hoch des Monats erreichte der Index bei 24.897,61 Punkten. Das Verlaufstief lag bei 21.863,81, was eine Handelsspanne von 3.033,80 Punkten bedeutet. Seit Jahresbeginn hat der DAX 7,39 Prozent verloren.
Der Deutsche Aktien Index („DAX“) wird an allen Handelstagen zwischen 9:00 und 17:30 Uhr sekündlich im System Xetra der Frankfurter Wertpapierbörse ermittelt. Der Index umfasst die nach Marktkapitalisierung 40 größten deutschen börsennotierten Unternehmen. DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG.
April 2026: Xtrackers MSCI EM Latin America ESG Swap UCITS ETF
Der Xtrackers MSCI EM Latin America ESG Swap UCITS ETF beinhaltet Unternehmen mit hoher und mittlerer Kapitalisierung aus lateinamerikanischen Schwellenländern, die im Vergleich zu ihren Mitbewerbern bessere ESG-Eigenschaften und eine geringere Kohlenstoffemission aufweisen.

Im Aktionsmonat wird der ETF an der Börse Düsseldorf vom Skontroführer ICF BANK zu nochmals engeren Geld- und Brief-Kursen gehandelt. Ziel ist es, den niedrigsten Spread unter den deutschen Handelsplätzen bieten zu können. In der Zeit zwischen 09:00 und 17:30 Uhr ist die Geld-Brief-Spanne in diesem Papier niedriger (oder maximal gleich) wie am Handelsplatz Xetra.
Die hier vorgestellten Produkte sind in keinem Fall als Anlageberatung oder Kaufempfehlung zu verstehen.
| Name ISIN | Briefkurs Stand | Diff % Diff +/- |
|---|---|---|
| Xtr.MSCI EM Lat. Am. ESG LU0292108619 | 0 02.04.2026 | 0,95% 0,4900 |

ETF des Monats – 04/2026
Kurzsteckbrief DBX1ML:
Indexabbildung: Synthetisch
Ertragsverwendung: Thesaurierend
Fondsgröße: 118 Mio. EUR
Fondswährung: USD
Total Expense Ratio: 0,40%
Anzahl Positionen: 33
(Datenquelle: extraETF.com vom 24.03.2026)
Mehr Informationen bei extraETF.com:

(inkl. Factsheet und Anlegerinformationsblatt)

Die Courtage für ETF-Geschäfte an der Börse Düsseldorf beträgt 0,08%. In Verbindung mit einem niedrigen Spread und abhängig von der Ordergröße kann dies für das einzelne Geschäft zu einem günstigeren Kauf- oder Verkaufspreis führen, als an einem Handelsplatz ohne explizite Nebenkosten. Vergleichen lohnt sich! (Ausschlaggebend für die Gebühren ist das Preisverzeichnis der depotführenden Banken bzw. Broker.)
Innovation: Börsen AG führt Positiv-Trading ein
Düsseldorf/Hamburg/Hannover, 1. April 2026 – Nach dem Vorbild der aktuellen Preisregulierungen am Energiemarkt geht die BÖAG Börsen AG ab heute neue Wege, um Investoren vor fallenden Kursen im Depot zu schonen. Nach intensiver Vorbereitung mit Verbraucherschutz- und Aufsichtsbehörden wird das neue Dynamic Price Ceiling Modell (DPC) ab dem 1. April 2026 an den Börsen in Düsseldorf, Hamburg und Hannover eingeführt. „Damit realisieren wir als erster Börsenbetreiber eine Art Spritpreisbremse für das Depot und sorgen so für glücklichere Investoren“, erklärt der Vorstand.
Was bedeutet das konkret?
📉 Kursverluste: Um die Volatilität zu bändigen und Verkäufe durch „zittrige Hände“ zu verhindern, dürfen Kurse ab sofort nur noch einmal täglich sinken – fixiert auf 12:00 Uhr mittags.
📈 Kursanstiege: Sind weiterhin jederzeit und in unbegrenzter Höhe zulässig. Der Markt darf atmen – solange es nach oben geht!
💡 Der Clou: Wer bis High-Noon nicht ins Depot schaut, muss erstmal bis morgen warten, um fallende Kurse zu sehen. Den Rest des Tages herrscht striktes „Green Only“-Trading!
„Wir wollen insbesondere den privaten Anlegerinnen und Anlegern die Angst vor dem roten Chart nehmen. Wenn man weiß, dass die Kurse nach 12 Uhr optisch nicht mehr fallen können, genießt man den Tag viel entspannter und es schläft sich auch deutlich ruhiger“, so ein Sprecher der Börsen AG.
Das innovative Positiv-Trading sei ein konstruktiver Beitrag für die Aktienkultur, heißt es aus der Marketingabteilung: „Dank unserer Kursfall-Bremse kann ab mittags immer ein freundliches Depot präsentiert werden. Ideal für Finfluenzer, aber auch beim Treffen mit Freunden oder in der Familie.“
Die ersten Banken setzen die Darstellung direkt zum Start in ihren Systemen um und auch alle großen Finanzportale zeigen für die Notierungen an den Börsen in Düsseldorf, Hamburg oder Hannover ab heute um 12 Uhr nur noch steigende Kurse.

Nachtrag
Schade, die „Spritpreisbremse für das Depot“ war nur unser kleiner #Aprilscherz!
Aber nicht ganz so oft ins Depot zu schauen kann ein guter Vorsatz sein. Lassen Sie sich nicht vom Auf und Ab an den Börsen verunsichern. Langfristig steigen die Märkte – trotz aller Krisen auf der Welt. Eine wichtige Erkenntnis auf für alle, die zukünftig über das Altersvorsorgedepot oder die Frühstartrente in den Aktienmarkt einsteigen. Nur Mut!💪

April 2026: Stuttgarter Energiefonds
Ziel der Anlagepolitik des aktiv verwalteten Stuttgarter Energiefonds (WKN A0X82B) ohne Indexbezug ist es, unter Berücksichtigung des Anlagerisikos einen angemessenen Wertzuwachs zu erzielen. Zur Erreichung der Anlageziele wird das Fondsvermögen überwiegend in Unternehmen mit dem Oberbegriff Energie, Energieerzeugung, Energieinfrastruktur sowie Unternehmen im Bereich erneuerbare oder alternative Energiegewinnung investiert.
| Name ISIN | Briefkurs Stand | Diff % Diff +/- |
|---|---|---|
| Stuttgarter Energiefonds LU0434032149 | 0 02.04.2026 | 1,82% 0,8700 |


Fonds des Monats – 04/2026
Unsere ausgewählten Aktions-Fonds bieten Ihnen auch in diesem Monat wieder Investment-Chancen zu besonders attraktiven Konditionen.
Im Aktionsmonat wird der „Stuttgarter Energiefonds“ an der Börse Hamburg vom Skontroführer mwb zu nochmals engeren Geld- und Brief-Kursen gehandelt.
Der Spread beträgt im April in der Regel maximal 0,15 Prozent.
Die hier vorgestellten Produkte sind in keinem Fall als Anlageberatung oder Kaufempfehlung zu verstehen.
ASSET CLASS: Das Geld-Mindset
Der Podcast von Scalable Capital über Wachstum & Werte
In „Asset Class“, dem Podcast von Scalable Capital, die seit Ende 2024 zusammen mit der Börse Hannover den neuen Handelsplatz European Investor Exchange betreiben, dreht sich alles um die Welt der Investments – von Aktien und ETFs bis zu spannenden Geschäftsmodellen und wirtschaftlichen Trends. Scalable Chief Economist Christian W. Röhl gibt Einblicke hinter die Kulissen der Finanzmärkte und spricht mit inspirierenden Gästen über clevere Strategien für langfristigen Vermögensaufbau.
Kapitalanlagen bergen Risiken. Keine Anlageberatung.
Die aktuelle Folge:
Lea-Sophie Cramer hat mit Amorelie und ihrem millionenschweren Exit an ProSieben Start-up-Geschichte geschrieben, ist Top-Voice auf LinkedIn und Host des einflussreichen Business-Podcasts „Fast & Curious“. Doch mit klassischer Vermögensverwaltung hatte die leidenschaftliche Unternehmerin und Seriengründerin lange wenig am Hut: „Ich habe mein Leben lang kein Geld angelegt. Ich fand’s furchtbar langweilig.“
In dieser Folge erzählt Cramer, was sie zum Umdenken bewegt hat und wie ihr Vermögens-Plan heute aussieht – auch davon, wie sie ihre Investments als Business Angel und in ETFs managt, wie sie Frauen in Unternehmen fördert und warum Sport ihre Business-Antwort auf KI ist.
Weitere Folgen:

660 Zeichen machen 1.260 Punkte im DAX
Am Montag startete die Börsenwoche tief im roten Bereich. Die asiatischen Märkte hatten mit negativen Ausschlägen vorgelegt und den fallenden Trend der westlichen Welt von Freitag fortgeschrieben. Schließlich drohte ein von Trump gesetztes Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus auszulaufen und der Krieg im Iran weiter zu eskalieren. So eröffnete auch der DAX nach einem Minus von 5,1 Prozent in der Vorwoche nochmal 1,9 Prozent tiefer und fiel bis auf 21.864 Punkte. Ein Niveau unter 22.000 Punkten wurde zuletzt vor 11 Monaten protokolliert, damals bei der Erholung vom Schock des Liberation Day.
Am Mittag dann die Überraschung: Der US-Präsident hatte in einem kurzen Posting auf Truth Social die angekündigten Militärschläge für 5 Tage ausgesetzt und von „produktiven Gesprächen“ mit dem Iran berichtet. Der Ölpreis kam daraufhin um mehr als 10 Prozent zurück und löste die Gegenreaktion im Aktienmarkt aus: Innerhalb von 15 Minuten legte der DAX um 5,75 Prozent (1.260 Punkte) zu und schloss später mit einem Tagesgewinn von 1,2 Prozent. Auffällig waren unmittelbar im Vorfeld der Meldung in den USA platzierte Terminkontrakte auf einen fallenden Ölpreis und steigende Kurse im S&P 500. Ein Verdacht auf Insiderhandel liegt nahe und es ist nicht die erste solche Auffälligkeit in dieser Präsidentschaft.
Positive Nachrichten – egal auf welchem Kanal – nähren die Hoffnung auf Frieden, Versorgungssicherheit bei diversen Grundstoffen und damit wieder steigende Aktienkurse. Heute Vormittag steht der DAX wieder über 23.000 und damit rund 10 Prozent unter seinem Rekordstand, also eine normale Korrektur? Gold wird seinem Ruf als sicherer Hafen in dieser Krise nicht gerecht und fiel zwischenzeitlich um mehr als 20 Prozent unter das Hype-Hoch von Ende Januar, während sich der Bitcoin relativ stabil hält. Viele noch unerfahrene Privatinvestoren dürften aufgrund solcher erratischer Bewegungen ernüchtert sein. Trotzdem führt beim Vermögensaufbau langfristig kein Weg an der Börse vorbei und das scheint nun auch der Staat beim neuen Altersvorsorgedepot zu berücksichtigen.


Newsletter vom 25. März 2026
Thomas Strelow, Börse Düsseldorf

Zitat der Woche: Peter Lynch

„Der eigentliche Schlüssel zum Geldverdienen mit Aktien liegt darin, sich nicht verängstigen zu lassen, sie zu verkaufen.“
Peter Lynch, US-Fondsmanager
